Posted On Februar 13, 2004 By In Bücher, Litmag

Zsuzsa Bank: Der Schwimmer

Packende Schöpfungskraft „Von mir ist nur der Blick auf die Dinge in diesem Buch“ – mit diesen Worten verblüfft Zsuzsa Bank all jene, die das Debut der 1965 geborenen Frankfurterin als „ungeheuer authentisch“ und als „wie wirklich erlebt“ gelesen und genossen haben. „Der Schwimmer“ heißt der Roman, für den die hoffnungsvolle Nachwuchsautorin den diesjährigen Aspekte-Literaturpreis verliehen bekommen und schon einige lobpreisende Besprechungen geerntet hat. Vor der Folie des Ungarn-Aufstandes 1956 erzählt Zsusza Bank in „Der Schwimmer“ von einer „Restfamilie“, die ohne ein Wort von der magnetisch vom Westen angezogenen MutterRead More

Posted On Februar 13, 2004 By In Bücher

Andrew Vachss: Born Bad

Rosskur des Bösen Andrew Vachss weiß, wovon er schreibt: Der 1944 geborene Amerikaner hat Stationen als Sozialarbeiter, als Leiter eines Hochsicherheitsgefängnis für jugendliche Straftäter und als Jurist durchlaufen: Gewalt und Verbrechen stellten sein alltägliches Brot dar. In „Born Bad“ bietet uns Andrew Vachss so auch ein grelles Kaleidoskop des Bösen in all seinen Formen: Wir begegnen Massenmördern, Psychopathen, Spielern, Huren, korrupten Cops, Losern und Verdammten. In der titelgebenden Auftaktstory präsentiert Vachss das Psychogramm eines Massenmörders, der seinen Opfer – ausschließlich Frauen – das Herz herausschneidet. Die Ermittler arbeiten zusammen mitRead More

Posted On Februar 13, 2004 By In Bücher

Jeffery Deaver: Manhattan Beat

Achterbahnfahrt mit Leerlauf In den USA wird Jeffery Deaver schon seit Jahren als „Meister der Zeitbomben-Spannung“ gehandelt, der seine Plots gnadenlos mit überraschenden Wendungen und fulminantem Finale vorantreibt. Als Auftakt einer Reihe um seine junge Ermittlerin Rune ist jetzt auch der bereits 1989 entstandene Krimi „Manhattan Beat“ auf deutsch erschienen. Wie von Deaver nicht anders zu erwarten, setzt „Manhattan Beat“ ungemein packend ein: Aus der Innenperspektive führt er in einem Hotelzimmer den schwer bewachten Kronzeugen Gittleman vor Augen, der sich zum ersten Mal seit Monaten „in Sicherheit“ fühlt. Doch erRead More

Posted On Februar 13, 2004 By In Bücher, Litmag

Nick McDonell: Zwölf

Drogen, Sex, Gewalt Still ist es um die jungen und jüngsten literarischen Wunderkinder geworden, mit denen sich die deutschen Verlage seit Benjamins Leberts „Crazy“ zu toppen versuchten. Neue Sensationsmeldungen kommen dagegen nun aus Amerika: So das Debut des 17jährigen Nick McDonell, das selbst die ehrwürdige New York Times als „so schnell wie Speed und so erbarmungslos wie Acid“ bejubelte. McDonell erzählt in „Zwölf“ von White Mike, einem jungen Drogendealer, der selber absolut clean ist und cool dem Nietzsche- Credo des „Amor fati“ folgt. Getrieben vom hektischen Rhythmus seiner Heimatstadt NewRead More
Die schwarze Materie der Gefühle Der junge Amerikaner Jonathan Safran Foer legt ein ebenso wagemutiges wie faszinierendes Debüt vor. Jonathan Safran Foer ist der Shooting-Star und der Hoffnungsträger der jungen amerikanischen Literatur: Annähernd 500.000 Dollar strich der 25jährige für sein in den USA schon 100.000 mal verkauftes Debut ein, das jetzt unter dem Titel „Alles ist erleuchtet“ auch auf Deutsch erschienen ist. Um es gleich vorweg zu nehmen: „Alles ist erleuchtet“ ist ein verwegener, tief berührender und darüber hinaus auch erstaunlich weiser Roman. Er nimmt seinen Ausgang von einer Reise,Read More