Globalisierungskataster – Der ‚Atlas der Globalisierung’ Neu ist das alles nicht. Schon 1809 leitete Johann Peter Hebel in seinem „Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes“ eine Abhandlung über die Folgen des Tilsiter Friedens‚ mit einer Bemerkung ein, die nichts an Aktualität verloren hat. „In der Welt sieht es kurios aus. Gestern so, heute anders, und wer weiß was morgen kommt….Wohl dem, der von weitem zuschauen kann, wie es manchmal drunter und drüber geht, und muß nicht dabei sein, wenn die langen Messer dreinhauen.“ Wohl dem,der heute, gut zwei Jahrhunderte später von weitem
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Modick ist ein Insider; er weiß, wovon er schreibt, wenn er die Mechanismen der Literaturindustrie gnadenlos offen legt. Von Petra Vesper
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Holzbein, sei wachsam Grzegorczyk spielt geschickt mit den Erwartungen des Lesers, dreht erst sehr zaghaft am Schräubchen der Emotionalität, um dem Leser schließlich einen desto heftigeren Tritt zu versetzen. Als „subtiler Krankenhaus-Thriller“ wird der Erstling des 1965 geborenen Matias Grzegorczyk beworben, ein Etikett, mit dem der Hamburger Autor eigentlich kaum einverstanden sein kann. Sicher, ein Großteil der Handlung spielt in einer Klinik und es kommt durchaus zu kriminellen Handlungen und bedrohlichen Situationen, doch letzten Endes ist der Psycho-Krieg, den sich zwei Bettnachbarn hier liefern, nur ein Teilaspekt einer sehr komplexen
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„Roaring“ Twenties Zwei tollkühne Männer auf ihren röhrenden Maschinen rasen der Deutschen Meisterschaft im Motorradfahren entgegen, kämpfen verbissen um den Titel und am Ende ums nackte Überleben. Ein kluger Krimi vom Historikerduo Birkefeld & Hachmeister. „Du suchst’n Kopf, ich such’n Kopf, und überall an den Rennorten liegen Leichen herum, denen auch die Köpfe fehlen. Was ist hier los?“, fragt sich Motorrad-As Arno Lamprecht, nachdem fast ein halbes Dutzend Männer und Frauen gewaltsam ihr Haupt und damit ihr Leben lassen mussten. Lamprecht sucht nach dem Kopf seiner Frau, sein schärfster Konkurrent
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Trashiges Potpourri Rhapsodisch springt André Kubiczeks Prosa mitreißend dahin und erfasst die Zeit und ihre Wirklichkeit mit Bildern von großer Tiefenschärfe. André Kubiczeks Helden gehören zu einer alles andere als rund laufenden „Generation Golf“: Sie sind Anfang 30, lavieren sich am Rande der Gesellschaft zwischen Studium und Jobs durch das Leben und stolpern ohne Ziel und mit viel Alkoholgenuss nach vorn – und dabei mitten hinein in die „Abenteuer dieser Tage.“ So machen sich Kubiczeks Protagonisten Rock und Bender eines schäbigen Sommertages mit ihrem klapprigen T3 von Berlin aus auf
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