Flirrende Tage Die Entdeckung des Erzählers, aber auch und vor allem des großen Verlegers Alberto Vigevani (besonders seine Lebenserinnerungen „La febbre die libri“) steht bei uns noch aus. Der „Sommer am See“ ist da – hoffentlich – nur ein Anfang. Was wären wir nur ohne den editorischen Mut kleiner Verlage…?! Kleine Verlage sind wichtig und unverzichtbar für das literarische Leben und Überleben unserer Kultur. Man kann dies laut und mit viel Rhetorik hinausposaunen oder an einem Beispiel zu zeigen versuchen. Wer es sich als ein großer Verlag leisten kann, vertrautRead More
Die Kunst des Mordens Pierre Emme ist in Killerspiele einem mörderischen Wettbewerb auf der Spur. Und der kennt nur einen Sieger: Den vermeintlich perfekten Mörder. Vom perfekten Mord träumen kaltblütige Killer und kreative Krimiautoren. Nichts befriedigt diese beiden Berufsgruppen mehr als ein Verbrechen, das für niemanden zu lösen ist. Sowohl Killer als auch Krimiautoren wollen es nämlich den realen wie fiktiven Kommissaren so schwer wie möglich machen. Vertrackter wird die Sache, wenn die Killer den Krimiautoren ihre erfundenen Tötungsmethoden klauen und in die Tat umsetzen. Und genau das ist imRead More

Posted On Juni 14, 2007 By In Bücher, Crimemag

Kersten Knipp: Flamenco.

Knipp liefert eine umfassende Geschichte des Flamenco, nicht im mindesten romantisch, aber dafür von hohem Unterhaltungswert. Er rechnet mit den Mythen und Legenden ab, die um den spanischen Tanz entstanden sind. Von Eva KarnofskyRead More
In der „eigenen Zeit sterben“ Zum Tod des Lyrikers und Übersetzer Michael Hamburger. Lesen Sie Auszüge aus einem bisher unpublizierten Gespräch des Dichters mit Carl Wilhelm Macke. In einem 1961 geschriebenen Gedicht erinnert sich Michael Hamburger an seine vermutlich in einem Konzentrationslager gestorbene Großmutter. „They finished her off who was old and ill enough/ to die before long in her own good time…“ Bei Menschen der Generation von Michael Hamburger, die tief geprägt ist von dem Zivilisationsbruch der Nazi-Jahre, kommt einem bei der Todesnachricht immer auch ein flüchtiger Dank inRead More
Mission Impossible Alek Popovs grandiose Groteske lässt uns die Welt der osteuropäischen Diplomaten mit ganz neuen Augen betrachten, und zwar mit Augen voller Lachtränen. Ja, was sind die Bulgaren denn jetzt: hinterhältig, opportun, rücksichtslos oder einfach nur naiv? Womöglich verteilen sich diese Eigenschaften gleichmäßig über alle Völker. Gebündelt kommen sie nur in Alek Popovs spektakulärer Satire „Mission: London“ vor, in der die nicht ganz alltäglichen Machenschaften des freilich fiktiven bulgarischen Botschaftspersonals in der britischen Hauptstadt aufgedeckt werden. Hier hortet ein etwas naiver Koch gestohlene Enten, eine attraktive Putzhilfe geht zwielichtigenRead More