Täter, Opfer, Zuschauer Wir, die nach Kriegs- und Faschismusende Geborenen, verdanken den Arbeiten des amerikanischen Historikers Raul Hilberg sehr viel. Von C.W. Macke Als im Jahr 1950 die von den Nationalsozialisten aus Deutschland in die Vereinigten Staaten vertriebene Philosophin Hannah Arendt zum ersten Mal nach dem Krieg wieder mit Europa, ihrer alten Heimat konfrontiert wurde, notierte sie in ihr Reisetagebuch: „Nirgends wird dieser Alptraum von Zerstörung und Schrecken weniger verspürt und nirgendwo wird weniger darüber gesprochen als in Deutschland. Überall fällt einem auf, daß es keine Reaktion auf das GescheheneRead More
„Männer haben Schwerdienst leicht / außen hart und innen geeicht“. Petra Vesper über eine willkommene Fortsetzung.Read More
Ewig brennender Ofen Das Buch von Richter ist eine gründlich recherchierte und gut geschriebene Aufklärung über die spannende Geschichte eines Berges, zu dem die Menschen rund um den Golf von Neapel – und wohl auch der Autor selbst – immer noch gebannt hoch schauen. Von C.W. MACKE Er war erschüttert, fassungslos, wie von Sinnen. Als Gustav Flaubert im März 1851 einige Stunden am Fuße des Vesuvs verbrachte, verlor er jede Contenance und schrieb sich seine erotische Verwirrung von der Seele. „ Ich bin verrückt wie ein Esel ohne Packlast. SchonRead More

Posted On Juli 23, 2007 By In Bücher

Sean Rowe: Traumschiff

Hardboiled Rowe schreibt schnörkellos, zupackend und stahlhart. Mit wenigen Strichen zeichnet er ausdrucksstarke Charaktere und mixt im klassischen Hardboiled-Stil Coolness und Gewalt mit einem Schuss Liebe und Hoffnung. Sean Rowes Krimi-Debut beginnt mit einem Knalleffekt und endet mit einem klassischen Show Down – dazwischen liegen 200 Seiten temporeiche Spannung zu Lande und zu Wasser. Im Zentrum von Rowes Romans stehen die Stiefbrüder Matt und Jack. Der eine ist ein ehemaliger FBI-Agent und jetziger Sicherheitschef einer Kreuzfahrt-Reederei in Miami, der andere ist gerade aus dem Knast entlassen, er ist „der Betrüger,Read More
Carl Wilhelm Macke zeigt beispielhaft, Wie die „Prekarisierung“ heute immer mehr in den gesamten Kulturbetrieb hineinwuchert und zur Grunderfahrung intellektueller Arbeit auf allen Niveaus geworden ist. Ein über jeden Verdacht erhabener Literaturwissenschaftler fragt einen Autor, ob er Interesse habe, einen Lexikonartikel zu schreiben. Das Lexikon hat einen großen und guten Ruf in der Literaturwelt. An diesem Ort zu veröffentlichen, ist für jeden Autor eine Ehre. Da man glaubt, für die vorgesehenen Lexikonartikel eine gewisse Kompetenz zu besitzen, bekundet man Interesse an einer Mitarbeit. Der das Lexikon betreuende Wissenschaftler zeigt sichRead More