Die richtige Lösung eingeschickt und den Buchpreis gewonnen hat Michael Bröhmer aus Pohlheim. Herzlichen Glückwunsch!
Read More Krawehl, Krawehl – Dichterlesung als Event (Unter anderem am Beispiel von Robert Harris, der diese Woche in Deutschland seinen neunen Thriller „Angst“ vorstellte). Von Henrike Heiland. Bei den Musikern ist es schon so weit: Sie müssen verstärkt auf Tour gehen, weil sie mit den reinen Verkäufen nicht mehr genug verdienen. Ob das bei Autoren auch eines Tages so sein wird, weiß keiner. Aber man kann sich durchaus schon mal Gedanken machen, wie eine vernünftige Bühnenperformance auszusehen hat. Am Dienstag begann Robert Harris seine Lesereise durch Deutschland in Berlin, moderiert von
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, der Herbst ist Hochsaison für Lesereisen, Schriftstellerinnen und Schriftsteller marodieren quer durch die Republik, von Ost nach West, von Süd nach Nord. Henrike Heiland macht sich Gedanken zum Genre der Autorenlesung und hat sich eine von Robert Harris genauer angeschaut. Bei Carlos hingegen wird ein wenig über ein paar beinahe vergessene Lieblinge sinniert, über Mappus und Gutti, zum Beispiel. Und es wird gedichtet. Ins Grübeln gerät Thomas Wörtche, weil er Lorraine Adams hochgelobten Roman „Crash“ gelesen hat, während Ulrich Barons Enttäuschung über „Die Larve“ von Jo Nesbø ziemlich
Read More Carlos ist erschüttert. Was machen seine Lieblingsschätzchen? Doch halt! Hier die neuesten Streiche von Mappus & Gutti & Co! Irgendwie klingt sie ein bisschen fassungslos, die gute Welt Online: Mappus hört bei Merck schon wieder auf Ehemaliger baden-württembergischer Ministerpräsident beklagt „diffamierende Angriffe“ Stuttgart/Darmstadt – Baden-Württembergs früherer Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hat seinen Wechsel in die Wirtschaft überraschend wieder abgesagt. Mappus erklärte am Montag, er werde Ende des Jahres beim Darmstädter Pharmakonzern Merck wieder ausscheiden. Der CDU-Politiker begründete den Schritt mit Kritik an seiner Rolle beim Kauf der Anteile der Energie
Read More Ja, toll, aber … Romane können durchaus sperrig sein. Das ist weder verboten noch per se schlecht. Aber auch nicht per se gut. „Crash“ von Lorraine Adams ist sehr sperrig. Aber warum? fragt sich Thomas Wörtche. Ja, so schlicht ist es manchmal vielleicht: Lorraine Adams ist die Gattin von [[Richard Price]]. Der hat jüngst mit einem Roman namens „Cash“ reüssiert, also bietet sich „Crash“ für die Gattin an, ist doch klar. Zum Glück spielt immerhin ein Flugzeugabsturz eine Rolle, aber den via Paratext „Titel“ zur inhaltlichen Dominante zu machen, ist
Read More Der Schmerzensmann – Spannung ist was Feines, aber die Methoden ihrer Erzeugung sind nicht immer die feinsten. Besonders störend zeigt sich das bei Jo Nesbøs neuem Roman „Die Larve“. Warum das so ist, beschreibt Ulrich Baron. Spannend sind sie zweifellos, die Harry-Hole-Romane, aber Spannung ist nicht alles. Schließlich muss man ja auch an die Folgen denken, an kaputte Beziehungen und an die hässliche Sauferei, in die Hole immer wieder verfällt. Und an die schrecklichen Verletzungen, die Nesbøs Held sich immer wieder einfängt, sodass er bald aussehen dürfte, als sei er
Read More Bloody Chops – heute von Thomas Wörtche (TW) und Christian Koch (CK) Mörder, begeistert (TW) Es gibt sie noch, die wunderbaren, miesen, gemeinen kleinen Kriminalromane. „Aus der Spur“, das Debüt von Gregory Smith, ist so einer. Kein unsterbliches Meisterwerk, aber ein richtig feines Buch mit Witz und Verstand. Und einem Mörder, der wirklich gute Gründe hat zu morden und dabei richtig fröhlich und engagiert zur Sache geht. Er ist Autoverkäufer und den Launen seiner Kundschaft ausgesetzt. Immer nur lächeln, wenn allerlei deviante, brave Bürger das „Dienstleistungsparadies“ USA volle Kanne ausnutzen
Read More Mord am Jakobsplatz – Die Kommissare Batic und Leitmayr ermitteln im Jüdischen Zentrum München – eine Vorschau von Michael Wuliger. Eine blutige Leiche liegt am Fuß einer Treppe. Im Prinzip nichts Ungewöhnliches für die Münchener Kriminalkommissare Ivo Batic ([[Miroslav Nemec]]) und Franz Leitmayr ([[Udo Wachveitl]]). Nur, dass diese Treppe sich im Jüdischen Zentrum der bayerischen Hauptstadt am Jakobsplatz befindet und der Tote Jude ist, ebenso wie sämtliche Tatverdächtigen. Kein „ganz normaler Fall“ also, wie der selbstironische Titel dieses Tatorts lautet, den das Erste am Sonntag, den 27. November, um 20.15
Read More Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – 2009 begannen die Diez Negritos, einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („Köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige tatsächlich ist … Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigten
Read More Als der Zirkus in Flammen stand von Georg Kreisler Als der Zirkus in Flammen stand Als der Zirkus in Flammen stand Sah ich selbst mit aller Ruhe Aus der Ferne das Getue – Als der Zirkus in Flammen stand Eine Löwin wär‘ fast verbrannt Weil sie nicht mehr den Ausgang fand Doch die meisten aller Biester Sprangen brüllend durchs Geknister Als der Zirkus in Flammen stand Menschen kreischten lauter noch als die Affen Vierzehn Tiger rannten in die Stadt In den Drähten hingen zwei Giraffen – Achtundzwanzig Kinder trat man
Read More Posted On November 23, 2011By Christiane GeldmacherIn Kunst, Litmag
Guerillakämpferinnen und Terroristinnen der Kunst – Pop Art wird gewöhnlich mit Stilikonen wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder Robert Rauschenberg assoziiert. Männlichen Künstlern. Pop-Art-Ausstellungen zeigen jedoch selten die Werke etwa von Evelyne Axell, Sister Corita oder Dorothy Iannone. Anfang des Jahres wurden Pop-Art-Künstlerinnen eigens in einer Ausstellung in der Kunsthalle Wien gezeigt, deren Katalog nun im DuMont Buchverlag erschienen ist. Ein Must-have, denn wie sagte schon Dorothy Iannone? „The next great Moment in History is ours.“ Dieser Moment – er dauert immer noch an. Von Christiane Geldmacher Guerillakämpferin mit Pinsel
Read More Posted On November 23, 2011By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, jetzt drehen wir völlig durch, jetzt gehen wir schon übers Wasser. Zumindest versuchen wir’s – Isabel Bogdan in Sachen machen. Besser klappt das mit dem Lesen: Joe Paul Kroll gefällt Howard Jacobsons erstes auf Deutsch veröffentlichtes Buch „Die Finkler-Frage“, das dank seiner mehrdimensionalen Protagonisten sehr viel mehr ist als ein bloßer Thesenroman. Ulrich Noller ist beeindruckt von der Sprachkunst in Julia Francks neuem Roman „Rücken an Rücken“ – aber auch ein bisschen genervt von der letztlich dramaturgisch sehr simpel erzählten Geschichte. Und Carl Wilhelm Macke unterstreicht Edouard Glissants
Read More Posted On November 23, 2011By Tina ManskeIn Musikmag
In unserer neuen Rubrik "Lyrhythmics" unterziehen wir Songtexte einer kritischen Analyse. In dieser Woche hat sich Tina Manske den Song "Snowflake" aus Kate Bushs neuem Album "50 Words For Snow" näher angesehen.
Read More Posted On November 23, 2011By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag
Alles wollen und nichts können – Ella, Thomas und Käthe. Das sind die zentralen Figuren in Julia Francks neuem Roman „Rücken an Rücken“. Mit ihnen im Zentrum, in ihrem Universum wird die DDR der 1950er- und 1960er-Jahre beschrieben: als ein Land, das im Großen ALLES sein will, die gelebte Utopie, der Gegenentwurf – und das im Kleinen doch so sehr NICHTS kann, das letztlich alles nichts sein wird. Von Ulrich Noller Käthe ist Bildhauerin, sie hat sich für ein Leben im Osten entschieden, weil sie mitarbeiten will an der anderen
Read More Water-Zorbing – Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige und ganz normale Sachen aus. Diesmal ist sie übers Wasser gegangen. In einem Museum läuft gerade eine Ausstellung zum Thema Wasser, und da wird schnell ein Zusammenhang herbeikonstruiert, der diese Plastikkugeln rechtfertigt, in denen man auf der Alster herumkugeln kann. Der herbeikonstruierte Zusammenhang läuft irgendwie darauf hinaus, dass man, wenn wir unsere Gewässer weiter so verschmutzen, bald nur noch in geschlossenen Kugeln aufs Wasser kann, aber nicht mehr darin baden. Was vermutlich totaler
Read More Posted On November 23, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Hohes Lied auf die Weltwerdung Èdouard Glissant und Patrick Chamoiseau lassen Mauern fallen und packen ihr Plädoyer für die „Schönheit der Welt“ in ein schmales Büchlein, das gerade in diesen Zeiten auf der Verkaufstheke jeder Buchhandlung ausliegen sollte. Von Carl Wilhelm Macke Jetzt ist wieder die hohe Zeit der Sicherheitstechniker. Jungnazis ziehen brandschatzend, raubend und mordend durch Deutschland und schon preisen die Handwerker des Sicherheitsstaats ihre Dienstleistungen an. Einige Schrauben im Verfassungsschutz müssten dringend wieder angezogen werden. Die Qualifikation der V-Leute lässt zu wünschen übrig. Die Beobachtungstechnik muss erneuert werden.
Read More Posted On November 23, 2011By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag
Der eingebildete Jude – Es gibt sie noch, die Autoren, die über Jahre hinweg ihre Stimme finden und schließlich die verdiente Anerkennung finden: So geschehen im Falle Howard Jacobsons, dessen Roman „Die Finkler-Frage“ („The Finkler Question“) 2010 mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet wurde. Erst mit der späten Würdigung durch die Booker-Jury bekommt nun auch eine deutschsprachige Leserschaft die Gelegenheit, Jacobson kennenzulernen – zunächst mit der „Finkler-Frage“, schließlich, wenn man der Ankündigung der DVA glauben darf, auch mit den früheren Romanen, die nach und nach übersetzt werden sollen. Von Joe
Read More Wer sind die Guten? Wer die Bösen? Die Afghanistan-ARD-TV-Doku von Ashwin Raman wollte vor allem den brutalen Alltag deutscher Soldaten zeigen. Doch der beeindruckende Doku-Realismus kann etliche analytische Defizite nicht kaschieren. Von Peter Münder. Zerfetzte blutige Leichen werden nach einem Bombenattentat auf einen Transporter gehievt, ein deutscher Militär-Konvoi wird bei einer heiklen Versorgungsfahrt zu einem Stützpunkt im Taliban-Gebiet gezeigt, wir sehen Trauer-Zeremonien für gefallene deutsche Soldaten und erleben auch, wie ein US-Minenräumkommando auf seinem elf Kilometer langen, sieben Stunden andauernden Himmelfahrtskommando mit den deutschen Schützenpanzern im Schlepptau durch vermintes Gebiet
Read More Fluchtschiff 1 bild / 100 worte „This is my life“: Kunst und Comics und Pornografie gestapelt rechts, links, mittig als Turm, drei Lagen tief an allen Wänden, ein Fluchtschiff im Pariser Erdgeschoss mit Platz für zwei bis drei Passagiere, der Rest wartet draußen vor vergitterten Fensterauslagen – „j’ai eu la chance de comprendre que le livre était pour moi la seul façon de me vendre, car la société c’est un peu ça, “se vendre”, et ça me paraissait la marchandise la plus exemplaire à partager avec les autres“ – der
Read More Posted On November 23, 2011By Die RedaktionIn Litmag
Elfriede Czurda: Stenogramm des Tages 23. november fenster auf und fenster zu jetzt ist ruh fenster hier und fenster da trallalla fenster immer fenster nie hollarehhidihhh fenster oben unten tür kann sie nix dafür fenster glas und fenster holz unser ganzer stolz fenster guck und fenster blind draußen peift der wind fenster auf fenster zu Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Edition Korrespondenzen aus: Elfriede Czurda: ich, weiß. 366 mikro-essays für die westentasche. Wien: Edition Korrespondenzen 2008. 23,70 Euro.
Read More Posted On November 23, 2011By Christina MohrIn Musikmag
Immer noch unter dem Eindruck der Buchmesse hat sich Christina Mohr in dieser Woche noch einmal Musikbücher angesehen, die sich unter unterschiedlichen Gesichtspunkten mit Frauen im Musikbusiness und -medien auseinandersetzen.
Read More Posted On November 23, 2011By Die RedaktionIn Musikmag
Neue Platten von Peaking Lights, Aluminum Babe, Laura Veirs, Rodriguez Jr. und Kate Bush, gehört von Thomas Backs (TB), Tina Manske (TM) und Christina Mohr (CM).
Read More Afrika, besonders Südafrika, erfreut sich in deutschen Zuschauerkreisen und bei TV-Machern großer Beliebtheit. Vor allem ein ganz bestimmtes Afrika. Gerade lief mal wieder ein einschlägiger Zweiteiler. CrimeMag hat unsere Südafrika-Korrespondentin Sandi Baker gebeten, sich den Film anzusehen … Verschollen am Kap – Another Take For many Europeans, Africa exists in two variants. There is the continent ravaged by disaster, conflict and hunger as seen in the news. And there is South Africa. Many TV productions in the last ten years or so have used that country (and to a lesser
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, die herbstlichen Infekte haben auch ein wenig bei den CrimeMag-Mitarbeitern gewütet – aber wir trotzen dem Unbill mit einer kleinen, feinen Kompaktausgabe: Im ZDF lief mal wieder ein notorischer Südafrika-Zweiteiler, „Verschollen am Kap“ – für uns hat sich die Südafrikanerin Sandi Baker den Film angeschaut. Weiter geht’s mit dem „Ekelhaften Leichnam“, dem Kettenroman der „Diez Negritos“ – heute sind wir beim 20. Kapitel angekommen, verfasst von Juan Ramón Biedma, übersetzt von Tanja Peters de Camargo und wie immer initiiert und lektoriert von Doris Wieser. Unser französischer Freund und
Read More Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – 2009 begannen die Diez Negritos, einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („Köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige tatsächlich ist … Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigten
Read More „Am Ende wird man immer aus einem Paradies vertrieben.“ [[Don Winslow]] gehört zu den spannendsten Autoren von Kriminalromanen. Nicht nur wegen seiner Stoffe, sondern auch wegen seiner künstlerischen Vielfalt und seiner stilistischen Variabilität. Unser französischer Freund und Kollege Christophe Dupuis hat sich mit ihm unterhalten, Barbara Bonneau hat das Gespräch übersetzt … CD.: Wenn ich Ihre Biografie lese, dann kommt mir die Vielzahl der von Ihnen ausgeübten Jobs (Schauspieler, Regisseur, Privatdetektiv, Safarileiter, Lehrer, Journalist, Sicherheitsagent und Koordinator für die Simulation von Geiselnahmen) typisch amerikanisch vor und ich verstehe, woher der
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