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Anfang Februar vor 200 Jahren wurde Charles Dickens geboren. Aus diesem Anlass fragte das British Council in Berlin: “What would Dickens write – and what would he write about – if he were alive today?” Unsere „Afrika-Korrespondentin” Sandi Baker ist in ihrem „Klassiker-Check“ dieser Fragestellung aus einer ganz spezifischen Perspektive nachgegangen… Hard Times in Kibera Africa is home to some of the biggest slums in the world from Khayelitsha in Cape Town to Kibera in Nairobi. Kibera is one of the biggest slums in the world; it is home toRead More

Posted On Februar 1, 2012By Brigitte HelblingIn Litmag, Lyrik

Ham.Lit-Spezial (6): Nora Bossong: Sommer vor den Mauern

Ebenfalls morgen Abend (2.2.) bei der „Langen Nacht junger deutschsprachiger Literatur und Musik“, der dritten „Ham.Lit“: Nora Bossong, vorgestellt von Britgitte Helbling. Schneide den Kopf auf Themen, die in diesem Bericht angesprochen werden: Der Kopf des Lyrikers, der Peter-Huchel-Preis, die Kokainleidenschaft von Papst Leo der Dreizehnte, das Beklauen von Dichtern, Windpocken, Arbeitstipendien in New York, Verdacht auf Heimweh. Von Brigitte Helbling Schneide den Kopf des Lyrikers auf und schaue nach, was drin steckt. Bei Nora Bossong zum Beispiel: Geschichte und Geschichten, Gewänder und Kirchen, Natur und Familie – gemeint sindRead More
„Hochheilige Quantenverschränkung“ Au commencement était la fable (Paul Valéry) Eine – im besten Verstand – irrsinnige Love Story zweier Nichtidentitäten, die sich aufgrund ihrer Grundverschiedenheit einander zugehörig fühlen, legt die 1975 geborene Schweizer Autorin Ursula Timea Rossel mit ihrem barocken Quantenroman „Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz“ einem wohl ordentlich verdutzen Lesepublikum zu Füßen. Gunst dem Beginnen: Ausuferndes Mind-Mapping Vielleicht lässt sich, was über den mit Kalendern und Karten gespickten, zweifarbig gedruckten Band (in schwarz und marienkäferrot) verknappend referiert werden kann, auf obige, gleichwohl irreführende Weise am besten einleiten.Read More

Posted On Februar 1, 2012By Senta WagnerIn Bücher, Litmag

Melinda Nadj Abonji: Im Schaufenster im Frühling

Ins Ohr geflüstert – Wenn sich schon früh in einem Leben etwas verschiebt: Etwas, was nicht normal ist, ist auf einmal normal, dann ist diese verdrehte Sicht vielleicht mit Schuld an einem viel späteren, erwachsenen Leben, das immer ein wenig neben der Spur verläuft. In ihrem leisen und verstörenden Debüt wacht Melinda Nadj Abonji so gut es geht über ihrer Hauptfigur. Von Senta Wagner Wahrscheinlich könnte Luisa Amrein nur in dem Schaufenster von Herrn Zamboni wirklich schlafen, ohne böse Träume zu bekommen, ohne Angst. Der Frisör ist der Freund vonRead More

Posted On Februar 1, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Agent 1 bild / 100 worte Aber [I]ch schweife mal wieder ab. Solange wir nicht genauer wissen, wie [D]ie elektronischen Verbindungen des Gehirns funktionieren, bleiben Drogen das wichtigste Mittel des Verhörspezialisten […] Barbiturate sind dabei natürlich so gut wie wirkungslos. Jeder, dem auf diese Art und Weise beizukommen ist, würde auch den infantilen Methoden jedes amerikanischen Polizeireviers sofort erliegen. Scopolamin wird häufig [E]rfolgreich eingesetzt, wenn es darum geht, den Widerstandswillen zu brechen, allerdings beeinträchtigt die Droge das Erinnerungsvermögen: Ein Agent ist vielleicht bereit, seine Geheimnisse zu verraten, kann sich aberRead More

Posted On Februar 1, 2012By coerIn Litmag, Rätsel

Preisrätsel Februar 2012 – Wortsalat

Das monatliche Preisrätsel - finden Sie das Zitat im Wortsalat und gewinnen Sie einen Buchpreis!Read More
Die richtige Lösung eingeschickt und den Buchpreis gewonnen hat Florence Ferret aus Montreuil-sous-Bois. Herzlichen Glückwunsch nach Frankreich!Read More

Posted On Februar 1, 2012By Tina ManskeIn Musikmag

Ham.Lit-Spezial (7): Die Sterne

Morgen Abend (2.2.) findet in Hamburg das Literaturfestival „Ham.Lit“ statt , die dritte „Lange Nacht junger deutschsprachiger Literatur und Musik“– präsentiert u. a. von CULTurMAG. 15 Autorinnen und Autoren lesen parallel auf drei Bühnen, dazu gibt es zwei Konzerte. Als Band dabei Die Sterne, vorgestellt von Tina Manske Klassiker der deutschen Demo-Disko Seit 20 Jahren gibt es sie schon; in den 90er-Jahren bildeten sie die Vorhut der „Hamburger Schule“ – ein Begriff, der heute nicht mehr sinnvoll ist, aber dennoch sofort einen Diskursraum öffnet, wenn er fällt. Nicht zufällig alsoRead More

Posted On Februar 1, 2012By Tina ManskeIn Musikmag

Interview mit Dan Mangan

Fans von Bands wie Mumford & Sons, Bon Iver oder den Fleet Foxes haben diesen Mann bestimmt bereits auf dem Schirm, und alle anderen sollten ebenfalls einmal reinhören, was dieser Kanadier zu sagen hat. Read More

Posted On Februar 1, 2012By Janine AndertIn Musikmag

Lana Del Rey: Born To Die

An Lana Del Rey scheiden sich die Geister. Die einen halten sie für den neuen Star am Pophimmel, die anderen für ein Marketingprodukt, das mit den Mechanismen des Internethypes spielt. Janine Andert klärt die Fronten.Read More
Harmonious Thelonious: Listen

Posted On Februar 1, 2012By Die RedaktionIn Musikmag

Blitzbeats

Neue Platten von und mit Beth Jeans Houghton, Harmonious Thelonious, Goldfrapp, Burnt Friedman, Portico Quartett und Pure Desmond, gehört von Ronald Klein (RK), Tina Manske (TM) und Christina Mohr (MO).Read More

Posted On Februar 1, 2012By Thomas BacksIn Musikmag

Mark Lanegan Band: Blues Funeral

Sein erstes Solo-Album seit 2004 veröffentlicht in diesen Tagen Mark Lanegan. Der Mann mit der Whiskey-Stimme hat seit den Grunge-Jahren einen Output, der kaum zu toppen ist. Thomas Backs genießt „Blues Funeral“ und empfiehlt für den nächsten Party-Besuch den „Lanegan-Test“.Read More

Posted On Februar 1, 2012By Monique SchmiedlIn Musikmag

Emanuel And The Fear: Hands EP

Das Musikerkollektiv von Emanuel And The Fear klingt wie ein zusammengewürfelter Haufen von ADHSlern - was Monique Schmiedl nicht davon abhält, die EP "Hands" lecker zu finden.Read More

Posted On Januar 28, 2012By Rosa Ribas und Sabine HofmannIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Rosa Ribas/Sabine Hofmann: Arbeitsjournal (I)

Zwei Schrifstellerinnen schreiben zusammen einen Roman. Das ist nicht unbedingt etwas sehr Neues. Die eine ist Spanierin, die andere ist Deutsche. Da wird’s schon ungewöhnlicher. Und dann wird der Roman auch noch zweisprachig – ab da wird’s richtig spannend. Über den Prozess des Schreibens und Übersetzens mit allen möglichen Implikationen, Problemen und Chancen, über ein Projekt mit open end auf jeden Fall – der Roman hat bis jetzt noch nicht einmal einen Namen – führen die beiden Autorinnen ein Arbeitsjournal. CrimeMag freut sich, das Projekt begleiten zu dürfen und präsentiertRead More

Posted On Januar 28, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Editorial, 28.1.2012

Liebes CrimeMag-Publikum, wir freuen uns sehr, Ihnen ab heute ein ungewöhnliches Projekt präsentieren zu können: Die beiden Autorinnen Rosa Ribas und Sabine Hofmann schreiben einen Kriminalroman, der im Barcelona der 1950er Jahre spielt. Sie tun das zweisprachig und führen ein Arbeitsjournal über diesen Prozess. Und Sie können regelmäßig mitlesen, work in progress … Lange hat sich Carlos zurückgehalten, aber dann brachen auch bei ihm die Dämme – deswegen heute alles, was Sie über WULFF garantiert nie wissen wollten. Alf Mayers „Blutige Ernte“ porträtiert den großen britischen Autor R.J. Ellory. ThomasRead More

Posted On Januar 28, 2012By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag

Carlos

Lange hat Carlos mit sich gerungen und widerstanden. Aber was ist menschliches Wollen gegen ihn, gegen WULFF. Deswegen: Es gilt nun tapfer die Stimme zu erheben, angesichts der beispiellosen Schmutz- und Verhetzungskampagne eines gewissen Kai Dödelmann, eines schäbigen Satrapen der Finsternis, eines letztlich biederen Kostgängers dessen, der ohne Namen, Schuft und Schädling, Schreiblümmel! Denn dies ist die Wahrheit! Bereits als Nulljähriger hat ER unserem Land gedient. Blicken wir zurück. 1945. Ein Reich am Boden, die Männer gefallen, gefangen, die Weiber erloschen. Da trat ER an: „Frauen des Landes! Lasst unsRead More

Posted On Januar 28, 2012By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Alf Mayers „Blutige Ernte“

Wunden der Kindheit – Die Krimi-Balladen von R.J. Ellory und sein Meisterwerk „A Quiet Belief in Angels“, untersucht von Alf Mayer. Sein tiefstes, betörend schönes Buch wurde bislang in 23 Sprachen übersetzt, Deutsch ist nicht darunter. „A Quiet Belief in Angels“ (Ein stiller Glaube an Engel) von 2007 fiel hierzulande offenbar durch alle Raster, da halfen auch Auszeichnungen und Preise in Frankreich, England und Kanada nichts. Hiesige Leser müssen sich mit einigen wenigen Krumen des Autors R.J. Ellory genügen. Aber auch die sind gehaltvoller als das, was sich auf GrabschhöheRead More

Posted On Januar 28, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Carsten Stroud: Niceville

Sinn und Entertainment – Horror oder Krimi, Mysteriöses oder Politisches, Magie oder Verbrechen. Man weiß es nicht immer in Carsten Strouds Roman „Niceville“. Ist auch egal, denn „Niceville“ funktioniert wie geschmiert. Thomas Wörtche über die Lust an einem (tief-)sinnfreien, aber unterhaltsamen Buch. Kreuzungen sind in, Mysteries sind nicht mehr Whodunits, sondern Spannungsromane (Filme, Serien etc.) mit Geisterkram und Paranormalem und Übersinnlichem drin. Und natürlich mit kriminalliterarischer Anmutung, die manchmal sogar dominant ist: so wie bei Carsten Strouds „Niceville“, ein Buch, dessen Designer-Zutaten so klar zu Tage liegen, dass man sieRead More

Posted On Januar 28, 2012By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – Bücher von Keith Melton/Robert Wallace, Georg M. Oswald und Orlando Figes, zierlich zerlegt von Christiane Geldmacher (CG), Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW). Tricky stuff (CG) An sich ist die Story interessant: 1953 beauftragte die CIA den Magier John Mulholland, ein Handbuch mit Zaubertricks zu verfassen, das der US-Geheimdienst im Kampf gegen den Kommunismus unterstützen sollte. True story. Gedacht war an James-Bond-Zaubertricks – gerne mit tödlichem Ausgang – wie Gift in Zahnpasten, Pillen in Cremedosen, halluzinogene Sprays (für Fidel Castro). Das alles liest sich ziemlich unglaublichRead More

Posted On Januar 28, 2012By Anne KuhlmeyerIn Crimemag

Kitsch und Kunst und Mainstream und Glaubensfragen

Kitsch oder Kunst  – und ein toter Hasi – Eine Alltags-Story von Anne Kuhlmeyer. „Hach, war dat wieder schön“, sagt Birgit, räumt die überzähligen Pintchen in die Spülmachine und schenkt uns einen Roten nach. Birgit ist meine Nachbarin und wir tauschen schon mal Bücher. Literaturkaffee nennen wir das, wenn die anderen auch da sind und jeder ’n Pülleken mitbringt. Ich nippe an meinem Glas: „Nur was heute so gekommen ist …“, und schüttele den Kopf. Auf dem Küchentisch liegen zwei Bände von Rosamunde Pilcher, Schlank im Schlaf, Grimms Märchen und derRead More

Posted On Januar 28, 2012By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Krimigedicht: Goethe – Der Totentanz

Der Totentanz von Johann Wolfgang von Goethe Der Türmer, der schaut zumitten der Nacht Hinab auf die Gräber in Lage; Der Mond, der hat alles ins Helle gebracht, Der Kirchhof, er liegt wie am Tage. Da regt sich ein Grab und ein anderes dann: Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann, In weißen und schleppenden Hemden. Das reckt nun, es will sich ergötzen sogleich, Die Knöchel zur Runde, zum Kranze, So arm und so jung, und so alt und so reich; Doch hindern die Schleppen am Tanze. Und weilRead More

Posted On Januar 25, 2012By Roland OsswaldIn Kolumnen und Themen, Litmag

Zum Tod von Carl Weissner

Muss man im Jenseits auf Giftschlangen achten? fragte Carl Weissner in einem Interview 2006. Gestern Abend erreichte mich die Nachricht von Weissners Tod als Einzeiler im Mikrobloggingdienst Twitter. Erst glaubte ich, es handle sich um einen schlechten Scherz. Eine halbe Stunde später häuften sich die Rest-in-Peace-Bekundungen in den einschlägigen Foren. Das zwang mich in die Knie. Ich brauchte eine weitere Stunde um es vor die Tür zu schaffen. Auf der Runde um den Block erwachten Erinnerungen. Bilderfetzen im Wechselstrom entlang meiner vorbehaltlichen Wahrnehmung. Im Sommer 1987 (vielleicht war es auchRead More

Posted On Januar 25, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 25.1.12

Liebes CULTurMAG-Publikum, Wir sind traurig: Carl Weissner ist gestorben, Roland Oßwald mit einem Nachruf auf den Mannheimer Autor und Übersetzer. Und wir sind lyrisch (Brigitte Helbling passt sich (zumindest sprachlich) der schüchternen Lyrik Norbert Hummels an), wir sind radikal (Christiane Geldmacher über das Buch „Gespräche in der Nacht. Francis Bacon uns seine Arbeit“), wir sind frech (J.S. Gusze ärgert Leif Randt), wir sind nachdenklich (Peter Münder hat neue Philosophie-Bücher zu Friedrich Hegel gelesen), wir freuen uns auf „Ham.Lit“ (Tina Manske stellt Felicia Zeller vor, die auf dieser „langen Nacht derRead More
„Mein ganzes Leben fließt in meine Arbeit“ – Es gibt ein Bild von Vincent van Gogh, auf dem der Maler bei glühender Sonne mit der Staffelei in die provenzalische Landschaft hinauszieht. Das Bild „Der Maler auf der Straße nach Tarascon“ stammt aus dem Jahr 1888.  Francis Bacon liebte es und ließ sich davon zu einer Serie eigener Arbeiten inspirieren. Das erste Bild der Serie zeigt, wie der Maler in der Nacht zurückkehrt. Auf dem Hut sind die Farben van Goghs aufgenommen, der Rest ist dunkel bis schwarz. Allein diese BilderserieRead More

Posted On Januar 25, 2012By Die RedaktionIn Musikmag

Blitzbeats

Neue Platten von den Gomma All Stars feat. Peaches, Tapage, Ani DiFranco, Acretongue, Gotye und Benjamin Damage & Doc Daneeka, gehört von Janine Andert (JA), Ronald Klein (RK) und Christina Mohr (MO).Read More
Der Weltraum, unendliche Weiten. Wie oft haben wir uns beim Nachdenken über Zeit und Raum, Entfernungen und Größen und Astrophysik schon das Gehirn verrenkt. Diese Zeiten sind nun vorbei. In der neuen Kolumne „Lichtjahre später” wird uns Autor und Astronom Aleks Scholz nun regelmäßig alles erklären, was wir wissen müssen: Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter! Heute:  Objects in astronomy may appear bigger than they actually are 1.400.000 Kilometer. Ungefähr diese Strecke hat ein Mensch zurückgelegt, der zweieinhalb Jahre lang ununterbrochen mit der Transsibirischen Eisenbahn gefahren ist, insgesamt 150-malRead More