Es choppen, dass die Fetzen fliegen – Tobias Gohlis (ToGo) George Pelecanos, Klaus Kamberger (KK) Christoph Leuchter, Kirsten Reimers (KR) Megan Abbott, Frank Göhre (FG) Sam Hawken, Frank Rumpel (rum) Émilie de Turckheim. Schlechtes Geschäft (ToGo) Stephen King und Lee Child können irren. George Pelecanos entpuppt sich in „Ein schmutziges Geschäft“ als ziemlicher Langweiler und nicht als „der größte lebende Spannungsautor“ (King). Und Lee Child soll diesen Start einer neuen Serie mit PI Spero Lucas als „Pflichtlektüre“ gelobt haben – für mich war Pflicht Last. Lästig: Personen werden durch Markennamen
Read More KickAss – Bloody Splinters aus dem täglichen Branchenwahnsinn: Skandalöser Skandal!? Wenn gar nichts geht, greift man zum Auto-Alarmismus und schreit: „Skandal!“, in der guten Hoffnung, ein paar Berufsaufreger schreien mit und ein paar Distinktionsgewinn-Jäger finden’s toll. Ach ja … Und gähn! Christian Koch beschreibt ein durchsichtiges Manöver … Im Februar beziehungsweise im April dieses Jahres sind zwei ganz unterschiedliche Kriminalromane in Deutschland erschienen: „High Life“ des amerikanischen Autors Matthew Stokoe sowie „Das Ende von Alice“ der amerikanischen Autorin Amy Michael Homes. In verschiedenen amerikanischen und deutschen Verlagen veröffentlicht, von verschiedenen
Read More Heute: Non olet – Christopher G. Moore über Alltagsverbrechen, über Landwirtschaft, Scheiße, blanke Gier und organisierte Kriminalität. When Poo has the wrong bad smell Governments in most places want to help citizens who struggle to make a living. Thailand is no exception. The law of unintended consequence unfortunately comes into play when government policy attempts to control market forces. Greed is a bulldozer that ploughs through Wall Street, it also rolls through the rubber plantations and rice fields of Asia. In the South of Thailand there are many rubber plantations.
Read More Careless Love by Alonzo „Lonnie“ Johnson Love oh love oh careless love Love, love oh careless love You have caused me to weep You have caused me to moan You have caused me to lose my happy home Don’t never drive a stranger from your door Don’t never drive a stranger from your door It may be your best friend knockin‘ on your door Then it may be your brother, you will never now Careless love, look how you carry me down Careless love, look how you carry me down
Read More Die „Bunte“ des Mittelalters – „Bei diesem Professor hätte man gerne studiert!“ schreibt Birgit Haustedt, die Kurt Flaschs „Einladung, Dante zu lesen“ nachgekommen ist. Ihr Befund zu Flaschs Neuübersetzung der „Göttlichen Komödie“: Sehr gut lesbar, nicht gerade billig. Zwei Jungs erklären in einem Film auf YouTube das Videospiel „Dantes Inferno“. „Nichts für schwache Nerven“, sagt der eine. „Eine tolle Story jedenfalls“, ergänzt der andere: „Sie stammt von einem gewissen Dante.“ Dass videospielende Computerfreaks den Begründer der italienischen Literatur nicht kennen, überrascht kaum. Aber auch Gebildeten sind Dante Alighieri und seine
Read More Posted On Mai 23, 2012By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Pfingstausgabe von LitMag und MusikMag, in der wir uns – natürlich – mit Hölle und Paradies beschäftigen: Birgit Haustedt ist Kurt Flaschs „Einladung, Dante zu lesen“ gefolgt und hat sich die Neuübersetzung der „Commedia“ gründlich angesehen. Außerdem im LitMag: Michael Zeller denkt in seinem Essay „Von der Freiheit des Dichtens“ nach über die Rolle einer Künstlerexistenz in der modernen Mediengesellschaft, Kerstin Carlstedt hat Frank Goosen interviewt und sich mit dem Bochumer Autor über sein neues Buch „Sommerfest“, die Verwurzelung im Ruhrgebiet, die „ernsten“ Seiten des Humoristen
Read More Der Weltraum, unendliche Weiten. Wie oft haben wir uns beim Nachdenken über Zeit und Raum, Entfernungen und Größen und Astrophysik schon das Gehirn verrenkt. Diese Zeiten sind nun vorbei. In der neuen Kolumne „Lichtjahre später” wird uns Autor und Astronom Aleks Scholz regelmäßig alles erklären, was wir wissen müssen: Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter! Heute: Der Monitor ist vor allem deshalb eine so hervorragende Metapher für den Sternenhimmel, weil er nur optische Daten bietet. Keine Gerüche, keine Geräusche, keine Haptik. Astronomie ist eine reine Monitorwissenschaft, es gibt nichts
Read More Männer, Frauen und die Lösung –In diesem Frühjahr/Sommer kommt man nicht drum herum, über die Geschlechterfrage nachzudenken, zumindest dann nicht, wenn man ab und zu eine Buchhandlung aufsucht. Die Regale sind voll mit Neuerscheinungen zum Themenkomplex Männer und Frauen und die Probleme, die sie mit- und ohne einander haben. Im Männersektor hat sich Ralf Bönt mit „Das entehrte Geschlecht“ durch waschlappige Larmoyanz besonders hervorgetan, bei den Frauen sorgt unsere Familienministerin Kristina „Püppi“ Schröder mit ihrem unverhohlenen Antifeminismus gleichermaßen für Befremden und Heiterkeit. Christina Mohr zeigt, dass es auch anders geht.
Read More Von der Freiheit des Dichtens – Just zu Pfingsten, dem Fest, da das Wort über die Menschen kommt, ist vor ein paar Jahren ein landesweit bekannter Maler gestorben. Die Boulevardmedien hatten heftig Anteil genommen an Jörg Immendorff in seiner letzten Zeit. Der „Düsseldorfer Malerfürst“ – darunter ging es nicht. Die Dominanz unter den Malern Deutschlands erreichte Immendorff beim Boulevard durch zwei Umstände, die mit seiner Arbeit – naturgemäß – nicht das Mindeste zu tun hatten. Da war vor allem seine polizeiliche Festnahme in einem Düsseldorfer Hotel, in das er sich
Read More Zusammenprall am Wochenende – Bereits seit einigen Wochen sind CULTurMAG und das Videoportal „Interview Lounge“ Partner. Nun freuen wir uns, Ihnen in den nächsten Wochen ganz exklusiv Gespräche zu zeigen, die Kerstin Carlstedt mit interessanten Autorinnen und Autoren geführt hat. Diesmal: Frank Goosen. Zum Dreh: Frank Goosen haben wir bei einer Veranstaltung literaturliebender Studenten auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse „aufgelauert“. In „Sommerfest“ spielt Goosen mit dem Gedanken, dass ein Leben fernab des Ruhrgebiets vielleicht möglich gewesen wäre – und wie es sein könnte, nach zehn Jahren zurück in den „Pott“
Read More Aus dem Fenster 1 bild/100 worte Während wir noch aus dem Fenster starren, ist der Sufi längst im Kosmos unterwegs, besucht die Engel, trägt ihre Ansichten zurück zu seinem Pir. Die Meldungen sind düster, die Engel deprimiert. Dazu könnte Mensch wohl sagen: Mir doch egal! denn fehlte ihm nicht oft genug das Mitgefühl der Engel? Den Pir wiederum treibt eine andere Frage um: Jeden Abend beim Einschlafen verlässt er umstandslos seinen Körper, nur im Wachzustand will ihm das Kunststück nie gelingen. Jaha-ja, Kleist. Am Fenster spaziert grad ein Mädchen vorbei.
Read More Schreibverbot „Ich habe Schreibverbot, das Publizieren bleibt mir erlaubt, eine besonders raffinierte Schikane. Ich versuche immer wieder gegen das Schreibverbot anzuschreiben. Vergebens. Der, der es mir auferlegt hat, ist stärker als ich“ In diesem Jahr jährt sich am 24.Mai zum 5.Mal der Todestag von Wolfgang Bächler (geb. 1925 – einen CM-Nachruf finden Sie hier). Müßig darüber zu streiten, ob seine Gedichte den Rang von „Weltlyrik“ besitzen. Auf jeden Fall muss sein Name genannt werden, wenn an die großen, vergessenen literarischen Stimmen der deutschen Nachkriegszeit erinnert wird. Bächler hat uns Gedichte geschrieben
Read More Posted On Mai 23, 2012By Die RedaktionIn Musikmag
Drei Frauen, eine Platte: In dieser Woche hören Janine Andert (JA, Tina Manske (TM) und Christina Mohr (MO) das neue Album der Soulsavers, eine Zusammenarbeit mit Dave Gahan: "The Light The Dead See".
Read More Posted On Mai 23, 2012By Henrike HeilandIn Musikmag
Alles ist noch da – nur ein wenig poppiger – Dass ich das neue Album von Rufus Wainwright besprechen darf, sein siebtes Studioalbum, hat damit zu tun, dass ich seine Musik seit Jahren rauf- und runterhöre. Und mit jedem neuen Album muss man sich bei ihm erst einmal ein Stück weit umgewöhnen, macht er doch gerne immer wieder was ganz was anderes als vorher. Von Henrike Heiland 2007 erst opulent und überorchestriert „Release The Stars“, drei Jahre später nur ein Mann und sein Piano mit „All Days Are Nights: Songs For Lulu“,
Read More Posted On Mai 23, 2012By Thomas BacksIn Musikmag
Gaukler – Seltsame Gestalten, die da in diesen Tagen auf den Bühnen der Republik zu sehen sind. In schrägen Kostümen, die hier und da an Bonaparte erinnern. Ein wenig jedenfalls. Von Thomas Backs Musikalisch sind Orph aus Weimar weit entfernt vom sprechsingenden Punk und Electro-Clash der Berliner, auf dem vielschichtigen „Poems For Kui“ entführt das Projekt um Marco De Haunt und Hendrik Winter in Klang-Welten, die ohne visuelle Untermalung einige Fragezeichen hinterlassen. Ein Konzept-Album? Performance-Kunst? Gut vorstellbar, beim Hören dieses Debüt-Werks. Ohrwurmqualitäten hat in all diesem alternativen Pop vor allem der
Read More Posted On Mai 23, 2012By Die RedaktionIn Musikmag
Neue Platten von und mit F.S.K., Beach House, Lower Dens, Conor Oberst and The Mystic Valley Band, 2:54 und The Jezabels, gehört von Janine Andert (JA), Tina Manske (TM) und Christina Mohr (MO).
Read More Posted On Mai 23, 2012By Die RedaktionIn Musikmag
Mit dem MusikMag zu Sandow – CULTurMAG verlost 2 x 2 Tickets für das Konzert zum 30jährigen Bestehen von Sandow in der Volksbühne in Berlin am 28. Mai. Einfach eine Mail an redaktion@cult-mag.de schicken und ihr seid im Lostopf! Die Volksbühne schreibt zur Einstummung auf das Jubiläumskonzert: „30 Jahre Sandow bedeuten das Jubiläum einer Band, in deren Werk sich, mithin auf dessen Höhepunkt, ein gesellschaftspolitischer Bruch ohnegleichen abbildet. Sandow waren DDR-Untergrund, ein Beispiel für harten Exzess und Sehnsucht nach etwas Uneinlösbarem. Die Geschichte der Band ist nun die Blaupause für
Read More Die Rückkehr des Privatdetektivs, revisited – Ältere Menschen können sich vielleicht noch an die gemischten Gefühle erinnern – an die ersten Robert B. Parker-Romane mit Spenser, dem Mike-Hammer-von-links (TW) und seiner immer nervigeren Susan Silverman und dem netten Hawk. Aber irgendwie mochte man sie doch. Und heute, mit viel zeitlichem und intellektuellem Abstand mag man sie noch viel lieber. Ein Klassiker-Check von Joachim Feldmann. Kommissar Maigret hat den Dienst quittiert. Auch die Abschiedsvorstellung des belgischen Meisterdetektivs Hercule Poirot liegt bereits Monate zurück. Selbst der Haudrauf Mike Hammer, Alptraum des politisch
Read More Posted On Mai 19, 2012By Die RedaktionIn Crimemag
Liebes CrimeMag-Publikum, Sie lesen heute einen Klassiker-Check: Robert B. Parkers „Spenser“-Romane, neu angeschaut von Joachim Feldmann. Dazu Carlos‘ frühlingshafte Visionen, wie der Sommer einst sein wird … Ein kräftiges KickAss gibt es von Ulrich Baron – über Einwort-Titel und anderen verlegerischen Unfug. Gunter Gerlach hingegen hat wieder einmal zwei Bücher nicht zu Ende lesen mögen. Hier lesen Sie, warum. Über Pleiten und Reinfälle erfahren Sie alles von Christopher G. Moore, und für unsere Weiterbildung in Sachen Gilbert Keith Chesterton, John Dickson Carr und die alten Römer sorgt verlässlich Thomas Przybilkas
Read More Der Sommer wird sehr groß, bei Carlos wird schon darüber nachgedacht, wie’s so laufen mag, auf der Welt. Visionär! So, und was werden nun diesen Sommer die Schlagzeilen sein? Womit wird man uns das süße Nichtstun sozusagen verschlagsahnen? Patrick und Christian Lindner beteuern: Da ist nichts dran! Lars Riedel hält zu seinem Let’s Dance-Kumpel: „Ich war zu DDR-Zeiten schließlich auch kurz in der Waffen SS!“ Islamist Pascal Vogel lädt Günter Grass in sein Ferienhaus in Kabul ein. Grass will darüber nachdenken und dann ein Gedicht schreiben, wo sich nicht reimt.
Read More KickAss – Bloody Splinters aus dem täglichen Branchenwahnsinn – Vermutlich hat der Diogenes Verlag bei Dick Francis damit angefangen, mit den Einworttiteln (und folgte damit der Logik der Originale), aber das ist nur für Philologen wirklich wichtig und man wird sicher auch frühere Einzelfälle finden, die nicht unbedingt verwerflich sind. Verwerflich ist allerdings der inflationäre Unfug, der damit zurzeit getrieben wird – vor allem, wenn wenig Inspiration zu spüren ist. Das ist uns durchaus ein KickAss wert – Ulrich Baron über: Einworttitel Also noch mal ganz langsam, damit selbst die
Read More Verrisse sind oft nicht ganz fair. Manchmal sogar richtig unfair. So wie bei uns: Gunter Gerlach stößt sich an Büchern, die anderen gut gefallen – dabei hat er sie noch nicht einmal zu Ende gelesen … Zur Bestätigung der Vorurteile „Lächeln!“, befiehlt Maja. „Lächeln!“ Aus den Tiefen meiner Eingeweide löst sich ein Schmerz, steigt auf und verlässt als dumpfes Grollen meine Lungen. „Weißt du, wie du aussiehst?“, fragt Maja. „Wie ein Chinese, der sein Todesurteil empfangen hat und gleich zu weinen anfängt.“ „Es ist ja auch zum Heulen.“ Ich klappe
Read More Erst kein Glück, dann kommt auch noch Pech dazu, wie eine Fußballer-Weisheit lautet. Gilt auch für alle Arten von Verbrechen, reale und literarische … Christopher G. Moore über Pannen & Co. … When Things Go Terribly Wrong in the World of Crime The laws of unintended consequences and collateral damage apply to criminals just like they do anyone else. I’d like to give some examples of ‘crimes’ that might have the judge and jury shedding tears—ones of laughter. In South Carolina A driver went to the trouble to find a
Read More Pick of the Week N° 8 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag jede Woche ein paar Titel aus
Read More Te conozco, bacalao von Héctor Lavoe bacalao jajaja salao yo te conozco bacalao no venga con jubilatos que tu vienes cada rato pidiendome una peseta te conzoico bacalo conmigo tu no te metas, te conozco bacalao no trates de persuadirme siempre que te veo me dices mi pana estoy arrancao conmigo tu no te metas, te conozco bacalao salao, tengo que cerrar las puertas y ventanas de mi casa cuando te veo caminar y pegadito la pasas que muchacho tan incordio que tipo mas agarrao viene ya esta cansado te
Read More Heftig abgestaubt – Ein Porträt des Milena Verlags aus Wien von Senta Wagner. Erst neulich sei einer mit Fußfessel hereinspaziert gekommen und wollte ein Buch kaufen. Was von außen vielleicht wie eine Buchhandlung aussieht wegen der ausgestellten Bücher und Plakate in den kleinen Fenstern, stellt sich von innen heraus als die Heimat des Wiener Milena Verlags. Dieser befindet sich ebenerdig in einem großen Wohngebäude – in Ruf- und Sichtweite des größten österreichischen Gefangenenhauses. Wir sind hier bitte mitten in einem Wohnbezirk, in einer Wohnstraße, im 8. Gemeindebezirk (hinterrücks vom Rathaus
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