Fesseln und Abenteuer und Tod In meinen letzten Highlight-Beiträgen erzählte ich nicht allein von den Büchern meines Jahrs, sondern berichtete von „Abenteuern“ auf der kleinen kanarischen Insel La Palma. (Ob das wen außer Alf Mayer und mich interessiert? – Oder nur etwas ist für meine „private Archivierungslust“, die ermöglicht wird in diesen von Alf Jahr für Jahr engagiert zusammengestellten und schön gestalteten Highlight-Rückblicken, danke!) – Siehe 2024: Eine große Freiheit, 2023: Mein Krimiberg, 2022: Aus der Lavasteinzeit, 2021: 18 Meter, 2020 hier, die Red. Mir fällt die Serie von Enid
Read More Die thematischen Anthologien aus dem Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke haben sich zu einer formidablen Reihe entwickelt, die immer wieder durch ihre Themenbreite, Vielseitigkeit und Tiefe verblüfft. Nach den Bänden »über Bücher« (55), »Tod« (56), »der, die, das Fremde« (57) und »Arbeit« (58) ist nun gerade als Konkursbuch 59 »Freiheit« erschienen. Wir präsentieren Ihnen hier in unserer Mai-Ausgabe exklusiv vier Beiträge – hier von Claudia Gehrke, die den Band zusammen mit der Autorin Regina Nössler kuratiert und herausgegeben hat. Her nebenan die »Freiheitstexte« von Regina Nössler, Thomas Wörtche und Alf Mayer.
Read More Meine Lesereise durch dieses Jahr endet mit drei Romanen von Liz Nugent. Die Autorin entdeckte ich dank eines Tipps der Thriller-Autorin Regina Nössler. „Kleine Grausamkeiten“ (übersetzt von Kathrin Razum, Steidl Verlag, 2021, die Taschenbuchausgabe soll Februar 2023 erscheinen) werde ich vielleicht ein zweites Mal lesen. Geschwisterverhältnisse tragen manchmal Sprengstoff in sich, der ein Leben lang explodieren kann. Eifersucht spielt eine Rolle, einer fühlt sich nicht geliebt, festgefahrene Rollen und seltsame Mütter, Missgeschicke der Kinder werden zum Familienunterhaltungsstoff … Ähnliches gibt es in vielen Familien. Die Leserin weiß es von Beginn
Read More Claudia Gehrke: 18 Meter Die Wand von Marlen Haushofer las ich in diesem Jahr zum dritten Mal. Das erste Mal war vor Jahrzehnten, in einer Zeit, in der ich monatelang alleine in einem alten Haus am Rand eines großen wilden Gartens lebte. „Das passt zu dir“, sagte unser ehemaliger Berliner Auslieferer Christian W. Lutz, als ich ihn auf der Insel besuchte und er mir das Buch schenkte. Er und sein Lebensgefährte waren kurz davor, direkt nach Tschernobyl, nach La Palma ausgewandert. Zu Zeiten, in denen ich Bücher bastelte, besuchte ich
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