Grenzgebiete und ethische Grauzonen Von Peter Münder Urban Waite hatte schon in „Schreckensbleich“ und „Wüste der Toten“ kriminelle Aktivitäten an der amerikanisch-kanadischen Grenze beschrieben, die verheerende emotionale Auswirkungen auf familiäre Beziehungen hatten. Im neuesten Band „Keine Zeit für Gnade“ steht ein Vater-Sohn Konflikt im Mittelpunkt, den die beiden Protagonisten einfach nicht in den Griff bekommen. „The Terror of Living“ lautete der Originaltitel des 2011 als „Schreckensbleich“ in deutscher Übersetzung veröffentlichten Thrillers von Urban Waite (Vgl. Culturmag hier), in dem die Brutalität des Konflikts von Wunschdenken und erbarmungsloser Alltagsrealität thematisiert wurde.
Read More Noch ein letzter, lukrativer Drecksjob und dann aussteigen – Sind es plumpe Lebenslügen, konkrete Karrierepläne oder ein zockerhaftes Driften in gefährliche Risikozonen, was Außenseitern suggeriert, sich mit dem letzten großen Ding aus dem Milieu befreien und in eine schöne heile Biedermeier-Welt abtauchen zu können? Darum geht es eigentlich – neben Drogenschmuggel, brutalen Verfolgungsjagden mit einem Auftragskiller und dem Identitätskonflikt eines vom Vater enttäuschten Cops – in Urban Waites mitreißendem Thriller „Schreckensbleich“. Von Peter Münder Zwei Reiter stolpern mit ihren Gäulen durch die Berge an der amerikanisch-kanadischen Grenze, warten nachts auf die
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