Detroit, 1976/77. Ein Serienmörder ermordet junge weiße Kinder, in der Regel Jungs, und stellt ihre nackten, gewaschenen Körper zur Schau. Die Presse hat ihm den Namen „Babysitter“ gegeben. Er wird nie gefasst. New York, 1976/77. Ein Serienmörder ermordet in der Bronx und in Queens heterosexuelle Liebespaare in ihrem Auto. Die Presse gibt ihm erst den Namen „44 Caliber Killer“ – wegen der Waffe, die er bevorzugt benutzt. Später dann beginnt er, Briefe an die Polizei und Zeitungen zu schreiben, die er mit „Son of Sam“ unterzeichnet. Im August 1977 wird
Read More Ein anderer Serienkiller-Roman Ansel Packer hat mehrere Frauen ermordet. In zwölf Stunden wird er mit einer Spritze hingerichtet. Das ist der Plan der Justiz. Ansels Plan sieht anders aus. Mit einer Gefängniswärterin, der er schöne Augen gemacht hat, hat er seine Flucht geplant. Während er von seinem Gefängnis für die Hinrichtung in eine andere Einrichtung überführt wird, will er sich mit der Waffe, welche die Gefängniswärterin unter dem Sitz im Transporter deponieren soll, befreien. Der Countdown über die zwölf Stunden bis zur Todesspritze bildet den Rahmen des Romans „Notizen zu
Read More Hanspeter Eggenberger bespricht Danya Kukafkas „Notizen zu einer Hinrichtung“ hier in dieser Ausgabe nebenan als Kriminalroman. Tobias Gohlis macht auf einen weiteren Aspekt aufmerksam. Diese Autorin muss man sich merken. Danya Kukafka, Jahrgang 1993, schon für ihr zweites Buch „Notizen zu einer Hinrichtung“ 2023 ausgezeichnet mit dem Edgar Allan Poe Award. Die Todesstrafe trübt wie eine bleierne, ungesühnte Schuld das ethische Bewusstsein der Vereinigten Staaten, egal, wie die einzelnen Bundesstaaten zu ihr stehen, die sie mal vollstrecken, mal nicht. Mit ihren „Notizen“ sticht Kukafka in den soziologisch-psychisch-moralischen Bereich, zu dessen
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