Ross Macdonald Tag

„Die Packhäuser der landwirtschaftlichen Betriebe standen wie Flugzeugschuppen am Rand der grünen Felder. Etwas weiter zur Stadt hin folgten die üblichen Tankstellen, Drive-ins und Motels. Der Highway war ein strenger, sozialer Äquator. In der nördlich höher gelegenen Hälfte lebten die Weißen; Inhaber und Angestellte von Banken,Restaurants, Textil-, Lebensmittel- und Spirituosengeschäften.“ (Ross Macdonald, 1952; dt. Ein Grinsen aus Elfenbein, Zürich, 1976) Der Highway 101, von Norden bis Süden an der kalifornischenKüste entlang. Von San Francisco bis Los Angeles.An Santa Barbara vorbei.An Hope Ranch.Hope Ranch ist eine Gemeinde am Pazifik mit ca.Read More
Reiche sterben auch nicht anders Das schon länger angekündigte „Dark City. The Real Los Angeles Noir“ von Jim Heimann erscheint – endlich – Mitte März. Alf Mayer hat sich bereits mit dem Band beschäftigen können. James Graham Ballard hätte dieses Buch gemocht. Los Angeles war dem britischen Autor – der als erster großflächig begriff, dass unsere Zukunft dystopisch sein wird – immer die Hauptstadt der dunklen Träume. Unvergessen sein Bekenntnis, 1992 im Sammelband „The Pleasures of Reading“, dass ihm seine dreibändigen, im Beverly Hilton Hotel gestohlenen Gelben Seiten von L.A. ein unerschöpfliches MaterialRead More
Das „Mr. Hitchock, wie haben Sie das gemacht?“ der Crime Fiction Das Buch ist beinahe LP-Cover-groß. Wir sprechen von fetter Kassette. Als ich es aufblätterte, musste ich mich setzen, so haute es mich um. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Über 1.300 Farbabbildungen zum Werk eines einzigen Schriftstellers, alles sorgsam und übersichtlich gestaltet, beste Farb- und Druckqualität, die Bilder vom Layout den entsprechenden Textstellen zugeordnet, die Bildtexte knackig. Alles sitzt, hat Luft und passt. Ein überlegt gestaltetes, wunderbar großzügiges Buch. Eine Augenweide. Ein Fest. Und da hatte ich nochRead More

Posted On September 15, 2016By Alf MayerIn Crimemag, Porträts / Interviews

Alf Mayer: Porträt Ross Macdonald

Das Leben der Anderen Alf Mayer über Ross Macdonald. Als er 1983 starb, war er Amerikas bekanntester crime writer. „Der blaue Hammer“ von 1976 war sein vierundzwanzigster und letzter Roman binnen 30 Jahre, er hatte an die zwei Jahre daran gearbeitet, zahllose Revisionen gemacht, das Ende neu geschrieben und als Sparringspartner den Autorenkollegen William Campbell Gault hinzugezogen, dem das Buch dann auch gewidmet war. Die Erstauflage beim renommierten Verlag Alfred A. Knopf betrug 35.000 Exemplare, 33.518 gingen bereits am Erstverkaufstag über die Theke (was mein Exemplar nicht ganz so einzigartigRead More

Posted On September 15, 2016By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Klassiker-Check: Ross Macdonald: Der blaue Hammer

Meisterwerk? – Hier wird beleuchtet und argumentiert! Kenneth Millar, verheiratet mit der großen Margaret Millar, aka Ross Macdonald (1915 – 1983) ist einer der Klassiker der us-amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Alf Mayer hat ihn als Vorbereitung zu unserem Klassiker-Check einläßlich eingeordnet. Sein letzter Lew Archer-Roman, „Der blaue Hammer“ von 1976, ist gerne als sein „Meisterwerk“ gefeiert worden. Aber ist das wirklich so? Joachim Feldmann, Alf Mayer, Susanna Mende und Thomas Wörtche haben den Roman noch einmal mit frischem Blick gelesen. Zuletzt im KlassikerCheck gewesen: Eric Ambler mit „Die MaskeRead More