Ralph Gibson Tag

Die Verantwortung der Interpretation liegt klar beim Betrachter Sollte ich die Fotografien von Ralph Gibson pitchen, würde ich sagen: Präzise Rätselhaftigkeit. Der jüngst erschienene Retrospektivband „Photographs 1960–2024“  dokumentiert eindrücklich seinen Status als Solitär in der Fotogeschichte eines halben Jahrhunderts.  Man muss gar nicht groß darüber grübeln, was seine Arbeiten so rätselhaft, oft gar hermetisch macht. Schubladen funktionieren nicht. Am ehesten noch ex negativo: Gibsons Bilder erzählen nichts, keine Geschichten, keine Anekdoten. Sie sind auf ihre Sujets, ihre Objekte konzentriert. Abstrakt, surreal, radikal enigmatisch. Fotos pur. Sie erliegen dem Abgebildeten nicht,Read More