Karl May Tag

Eine Reise ins kollektive Gedächtnis  „Winnetou – der Mythos lebt“ nannte 2016 RTL seinen Versuch, vom Nimbus der Karl May-Verfilmungen der 1960er Jahre zu profitieren. Allein, die modernisierte Variante des Stoffes verfing nicht – die drei aufwendig produzierten Fernsehfilme gingen sang- und klanglos unter. Beworben wurde das antizipierte Medienereignis übrigens mit dem Hinweis, man habe an „Originalschauplätzen“ gedreht. Und die finden sich interessanterweise nicht in den USA, sondern in Kroatien, das vor mehr als einem halben Jahrhundert als Kulisse für ein gutes Dutzend deutsche Western diente – von „Der SchatzRead More
Der Entlarver Über Jan-Christoph Hauschilds „Das Phantom“ – eine Replik B. Traven ist 50 Jahre tot, also erinnert man sich. Der Autor seiner neuesten Biographie hat, wie er in einem Interview betont, die „letzte offene Lücke im Leben des geheimnisumwitterten B. Traven“ geschlossen, er fand „genau die Bindeglieder, die noch fehlten, um die Sache wasserdicht zu machen“. Für Jüngere, denen der Name, genauer gesagt, das Pseudonym, nicht vertraut ist, sei erwähnt, dass B. Traven in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts und noch lange nach dem 2. WeltkriegRead More
„Wenn ich sterbe, werden Millionen Taschentücher nass!“ Alf Mayer hat Parallellektüre betrieben: zwei Bücher, das eine randvoll gespickt mit Anekdoten, das andere glänzt mit Tiefgang. Als die Bilder auf der Leinwand laufen lernten, gehörten Cowboys und Indianer zu den ersten Darstellern. Auf den allerersten Bildern, die ins Laufen kamen, sah man ein Pferd – im Galopp. Deutschlands Faszination mit dem Wilden Westen war da längst geweckt, Friedrich Gerstäcker und Karl May waren die bekanntesten, bei weitem aber nicht die einzigen Propheten. Die Tournee von William Frederick Cody, genannt „Buffalo Bill“,Read More