Kurzbesprechungen von Hanspeter Eggenberger (hpe), Joachim Feldmann (JF) und Alf Mayer (AM): Wolfgang Bortlik: Basler GleichstandFrauke Buchholz: BlutrodeoMaddalena Fingerle: MutterspracheMarie Hermanson: Die Pestinsel Karin Slaughter: Die VergesseneLavie Tidhar: MarorJürgen Tietz: Berliner Monster. 1947: Kommissar Adlers erster Fall Wer je sein Brot mit Tränen aß (AM) Welch ein Brett, dieser Staats-Noir mit dem Titel Maror. Das soeben in Großbritannien erschienene Magnum Opus des in einem Kibbuz geborenen Lavie Tidhar (Jahrgang 1976) ist ein Ausnahme-Buch, wird Wellen schlagen. Sein letztes hierzulande veröffentlichtes Werk war „Osama“ (Kein & Aber, 2013), in dem ein Privatdetektiv nach dem
Read More The Crime Questionnaire (Vol. 12). Karin Slaughter von Marcus Müntefering Ist „Cop Town“ jetzt „der seit Jahren verdammt beste Polizeiroman alter Schule“, wie Alf Mayer hier im Crimemag behauptet? Oder ein „Polizeiroman mit einer geradezu subversiven Erzählstrategie“ und einem ausgeprägten „Sinn für Sozialgeografie“, wie ich bei Spiegel Online schrieb? Oder hat Thomas Wörtche Recht, der in seinem Leichenberg kritisierte: „Ihre ungelenke Dramaturgie tut schon fast weh, alles wird klitzeklein erklärt, die Redundanzen häufen sich.“ Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte, so richtig wichtig ist das aber auch nicht. Denn auf jeden
Read More Posted On Februar 15, 2016By Anna Veronica WutschelIn Bücher, Crimemag
Schrecken und Schauder In der Pressemappe zu “Pretty Girls” erklärt Karin Slaughter in einem Interview – man darf vermuten, dass sie kokettiert -: “Ohne den kleinsten Hintergedanken zu haben, kann ich sagen, dass die Leser von Thrillern die schlausten und attraktivsten Leser überhaupt sind!” Damit wäre wohl ein weiteres, bislang unerforschtes Mysterium endlich geklärt. Doch trotz der Schmeichelei schleichen sich unbehagliche Zweifel bezüglich dieser kühnen Behauptung ein. Nun, ein Blick auf die Kollegenrunde beruhigt, das sind alles hochgescheite und äußerst attraktive Köpfe. So weit also so gut. Bleibt jetzt nur
Read More Polizeiroman, weiblich von Alf Mayer. Atlanta, November 1974. Morgendämmerung über der Peachtree Street. Der Cop Jimmy Lawson schleppt seinen Partner Don Wesley wie einen Sack Mehl aus der Gefahrenzone. Der Mann über seiner Schulter ist tot, Jimmys Gehirn aber weigert sich, das zu akzeptieren. Die Szene spult vor- und rückwärts. Sie waren überfallen worden. Eine billige Pistole, an jeder Getto-Ecke für fünfundzwanzig Mäuse zu haben. Soviel war das Leben seines Partners also wert. Jimmy hatte alles aus direkter Nähe mitbekommen. „Er wusste, wie eine Waffe funktionierte. Der Schlitten der 25er
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