Politik und Sonne, Atem und Wellenschlag Zum Kriminalroman »Der Mann und das Meer“ von Jochen Brunow Es fehlt eine Atemgeschichte der Literatur. Welche Bücher lassen tief zufrieden ausatmen am Ende, schwingen glücklich nach? Die Literaturwissenschaft hat dafür keine Kategorie. Als würde man nur mit dem Kopf lesen, der Körper taub. Dabei lesen – immer – alle Sinne mit. Und sind mit dabei beim Eindruck, den ein Buch uns macht. Das Erlebnis ist immer auch physiologisch grundiert, korrespondiert mit dem Intellekt. Wir aber tun so, als ob der Körper und der
Read More Beckmann trägt – Eine neue Figur etabliert sich Alf Mayer über den zweiten Roman von Jochen Brunow „Einmal in ihrem Flussbett eingeschlossen, läuft die Geschichte Gefahr, darin zu versickern, wenn man nicht zulässt, dass sich ihre Zeit nach außen hin verlängert, dorthin, wo wir, die Protagonisten aller Geschichten, leben. Wo nichts abgeschlossen ist.“ (Michelangelo Antonioni; als Motto in „Die Chinesin“) Das hatte ich in meinen 45 Kritikerjahren so auch noch nicht: schon gleich wieder so viel Magnetismus, dass ich das neue, noch gar nicht erschienene Buch eines Autors unbedingt schnellstmöglich
Read More Ulrich Baron In einem anderen Winter, im Kriegsjahr 1940, entwarf Walter Benjamin sein Bild vom Engel der Geschichte: „Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert.“ Betrachtet man heute die Trümmerhaufen in der Ukraine, besonders in Kiew, so weckt das Erinnerungen an Michail Bulgakow und seinen Roman „Die weiße Garde“, dessen Handlung 1918 in dieser vielfach umkämpften Stadt anhebt und dessen Bühnenfassung „Die Tage
Read More Sandi Baker –Rolf Barkowski –Ulrich Baron –Jon Bassoff –Gerhard Beckmann – Sandi Baker: Jam, Shakespeare and Inequality in South Africa South Africa is one of the most unequal countries in the world with a Gini coefficient ( the Gini coefficient measures inequality) of between 0.660–0.696 where ‘0’ represents a perfectly equal society and ‘1’ a completely unequal society. So, it is no surprise that to survive people take to the streets where they beg at traffic lights, clean car windows, sell sweets and fizzy drinks and perform acrobatics. Some even
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