Katrin Doerksen hat für uns wieder die Berlinale beobachtet und in lockerer Folge davon berichtet. Hier ihr Abschlussbericht. Der Auftakt für 2023 hier. Ihr Berlinale-Tagebuch #1 für dieses Jahr hier, ihr Tagebuch #2 hier. Und hier geht es zu ihren anderen Texten bei uns – d. Red. In der Mitte der Funke Wenn man eine Mine aus großer Höhe filmt, sieht es aus als sei die Erde pockennarbig. Das weiß ich von zwei sehr unterschiedlichen Filmen der letzten Tage. Einer davon ist der australische Wettbewerbsfilm Limbo von Ivan Sen, ein Wüstennoir in düsterem Schwarzweiß. Travis (Simon Baker) liegt
Read More Posted On Februar 27, 2020By Katrin DoerksenIn Crimemag
Wie Frösche im heißen Wasserbad von Katrin Doerksen Sonntag ist Märchentag auf der Berlinale. Matteo Garrone hat Pinocchio verfilmt und tatsächlich sieht der Film aus und fühlt sich auch so an wie eine weitere Episode aus seiner Volkssagenadaption Das Märchen der Märchen. Erneut finden wir uns in einer fantastischen Welt wieder, die in der realen Historie verankert scheint, als hätten sprechende Grillen und blauhaarige Feen einmal selbstverständlich existiert. Kaum ein europäisches Land würde sich dafür wohl besser eignen als Italien mit seinen zahlreichen halb verlassenen und verfallenen Städtchen, mit Dörfern,
Read More Der nasse Glanz der Scherben Nach einer Vorauswahl und einer Vorschau hier nun der erste Berlinale-Bericht unserer Korrespondentin Katrin Doerksen. Wir berichten weiter. Schauen Sie wieder herein zu uns. Das gab es lange nicht mehr: einen Eröffnungsfilm der Berlinale, der Diskussionen auslöst. In den letzten Jahren waren die Filme meist langweilig, die Frage war höchstens: wie sehr? Nicht so bei Wes Andersons Isle of Dogs. Es bewahrheitet sich nur Minuten nach der Pressevorführung, was schon während des Films zu erahnen ist: die Negativreaktionen reichen auf der Bewertungsskala von exotistisch bis rassistisch, von unsensibel
Read More Double Feature: Trümmer-Time in Germany – Zwei neue deutsche Filme untersuchen die junge Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg. Einmal als verschüchterte Hommage an den Staatsanwalt Fritz Bauer. Einmal als Kulisse für ein intellektuell aufgedonnertes Melodram. Christopher Werth war wenig begeistert. Giulio Ricciarellis “Im Labyrinth des Schweigens” “Im Labyrinth des Schweigens” hat ein wichtiges Leitmotiv. Die Entnazifizierung und wie wenig sie von Erfolg gekrönt war. Fritz Bauer ist dafür eine entscheidende historische Figur, er sorgte dafür, dass es überhaupt 1963 zu einem Auschwitz-Prozess kam. Ganz egal, wie man das “Labyrinth des
Read More Deutscher Geschichtsunterricht oder: Gespräch mit sich selbst – Christian Petzolds „Phoenix“: ein falsches Melodram als ein richtiges Gedankenspiel. Von Wolfram Schütte Das außerordentlich Schöne an Christian Petzolds brillantem „Phoenix“ ist seine Vieldeutigkeit: eine traumwandlerische Unsicherheit, die dem Thema & Petzold/Farockis künstlerischer Annäherung entspricht. Es ist nicht das Zeichen einer (Aus-)Flucht, wenn Vieles in „Phoenix“ vage bleibt; sondern Ausdruck des geistig-politischen Respekts & des ästhetischen Skrupels Petzolds – im Blick auf das riskant-prekäre Thema. Die Vieldeutigkeit des Films erlaubt den Zuschauern nicht nur, sondern verlangt geradezu von ihnen, sich jeweils selbst
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