Arno Frank Tag

Ein Nazi-Bilderbuch. „Ginsterburg“ wurde mir empfohlen, als wir (aus aktuellem Anlass) über ein Hinüberrutschen nach rechts sprachen. Die Kleinstadt, in der die Frage exemplarisch durchgespielt wird, ist fiktiv, die Figuren auch. Von jedem Typus gibt es einen Vertreter, auch Vertreterinnen. Der Blumenhändler wird zum NS-Kreisleiter, der (natürlich jüdische) Zeitungsbesitzer begeht Selbstmord, der Redakteur des Provinzblattes ist nicht für die Nazis, lässt sich aber dann doch bestechen. Die Söhne des Kreisleiters sind bösartig und selbstverständlich in der Hitler-Jugend. Die (recht zurückhaltende) Opposition wird, wie könnte es anders sein, von der BuchhändlerinRead More