Agenten sind nie wirklich pensioniert John Antink war während des Kalten Krieges Geheimagent, wurde später Chef des niederländischen Geheimdienstes. Inzwischen ist er längst pensioniert, doch die Vergangenheit holt ihn immer wieder mal ein – ein Agent ist nie wirklich pensioniert. Im vorzüglichen Roman „Repair Club“, 2024 auf Deutsch erschienen, war es der lange Arm des früheren KGB-Agenten in Dresden, der heute Russland autokratisch regiert, der Antink zurück in die Sphären der geheimen Dienste zwang. Sogar noch besser ist nun der zweite Antink-Thriller des niederländischen Autors Charles den Tex: „Trauma“ heißt
Read More Dem Agenten des Anti-Zeitgeistes auf der Spur Über OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika und den Autor Jean Bruce – von Bodo V. Hechelhammer Anders als im echten Leben sind in der Spionageliteratur Agenten leicht durch ihre Nummern zu identifizieren. Der britische James Bond führt die 007 und die 18, die trägt der deutsche Bob Urban, unser Mister Dynamit. OSS 117 ist die interne Code-Bezeichnung für Hubert Bonisseur de la Bath, einen in den USA geborenen Agenten französischer Abstammung, der für verschiedene amerikanische Geheimdienste arbeitete, zunächst für das Office of
Read More Was jetzt, Spion? In seinem letzten Roman, „Silverview“, demontiert John Le Carré den Job des Spions und den Spionageroman gleich mit – von Thomas Wörtche „Silverview“ ist der letzte Roman von John Le Carré. „Silverview“ ist nicht der letzte Roman von John Le Carré. Ja, John Le Carré ist am 12.12.2020 gestorben, sein Sohn Nicholas Cornwell, der bei uns als Aidan Truhen Furore machte und auch unter dem Namen Nick Harkaway schreibt, hat das Manuskript am Ende milde redigiert, ein paar Tupfer hier und da ergänzt. Mit dem Roman selbst allerdings
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