Nachsommer – Gerhard Falkner hat mit „Bruno“ dem Bären gleichen Namens und seiner traurigen Geschichte ein würdiges Denkmal gesetzt – und dabei eine wundervolle Künstlernovelle geschaffen, meint Tina Manske. Wir alle erinnern uns an den Sommer 2006, als ein verirrter Braunbär Mitteleuropa in Atem hielt. Viele Menschen empfanden das durch heimische Wälder und Wiesen stapfende Tier als ökologisches Geschenk, mindestens ein Bayer aber verlor jeglichen Halt und hielt unverständliche Vorlesungen über Normal- und Problembären, die uns noch heute zu amüsieren vermögen, und ein paar von Stoibers Landsleuten schossen schließlich scharf.
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Igor Stiks Roman lüftet das stattliche Geheimnis um das Schicksal eines Schriftstellers vor der Kulisse des Balkankriegs einerseits, den Schatten der historischen Katastrophen des letzten Jahrhunderts andererseits. Von Senta Wagner
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Matthias Gnehm aus Zürich treibt das Pathos der Aufklärung, die Identifikation des Mörders in den hellen Wahnsinn. "Das Selbstexperiment" ist ein Irrgarten mit komischem Ausgang und dabei die reine Freude. Thomas Wörtche hat sich das Bild/Text-Labyrinth angeschaut.
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Wir können mit dem realen Afrika und seinen Problemen kaum etwas anfangen. Gerade putzige „Grimmis“ aus der Gegend belegen das immer wieder – nur Afrika ohne unschöne Realitäten „verkauft“ sich angeblich. Das stimmt aber nur bedingt – unsere Autorin Lena Blaudez hat für uns mit leiser Skepsis ein Sachbuch zum Thema gelesen.
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Eine Anthologie der New Yorker Zeitschrift n+1 zeugt von der Lebendigkeit der intellektuellen Kritik der herrschenden Zustände jenseits des stromlinienförmigen Kulturmarktes. Jörg Auberg
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Uljana Wolf: auf einen alten tornister. – Der alte Tornister! Da liegt er im Winkel der Abstellkammer, verstaubt und eingedellt, und sein Anblick schwemmt eine Flut von Kindheitserinnerungen heran, bittere und süße… So denken wir uns das, wenn wir den Titel lesen, und täuschen uns gründlich.
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Scharfes Sittenbild Aravind Adiga wirft in seinem Romandebüt „Der weiße Tiger“ einen bitter-ironischen Blick auf die Gesellschaft des Globalisierungsgewinners Indien. Von Jörg von Bilavsky Genetisch gesehen gibt es zwischen den indischen Kasten kaum einen Unterschied. So die überraschenden Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Forschungsstudie. Vor sieben Jahren behaupteten andere Wissenschaftler noch, die höheren Kasten seien eher mit den Europäern verwandt. Doch wie Anthropologen und Genetiker das indische Erbgut auch auseinanderdröseln, die indische Gesellschaft teilt sich noch immer in Herren und Diener. Daran scheinen weder die Gene noch die Globalisierung etwas geändert
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Bei Kriminalliteratur geht es um Geheimnisse und Rätsel. Sagt man. In Christophe Blains Comic "Das Getriebe" ist das ganz sicher der Fall.Thomas Wörtche hat sich das schöne Bilderbuch angesehen.
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