Nie daheim Solch ein größenwahnsinniges, aus der Rolle fallendes, hintertriebenes, bitterböses, lustiges Album kann nur aus dem hassliebenden Österreich kommen. Von Tina Manske Dass eine Band, die sich nach einem österreichischen Ex-Bundeskanzler benennt, sich in ihren Songs nicht ins Private zurückzieht, ist ziemlich logisch. Kreisky machen auf ihrem nach dem Schuldbekenntnis der katholischen Liturgie benannten Album das Private zum Politikum. Nichts läuft im Universum dieser vier Männer aus Wien reibungslos, Reibung wird hier gebraucht, denn sie erzeugt die Wärme, die im Alltag dieser Songs fehlt. Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang –Read More
Es reicht nicht zur Vision Maria Svelands Bitterfotze beginnt als wütende Rundumanklage gegen ein System, das Frauen immer noch auf Sparflamme hält, unterdrückt und klein haut – und enttäuscht am Ende doch mit einer Affirmation des heteronormativen Weltbilds. Von Tina Manske Die dreißigjährige Sara nimmt sich eine Woche Urlaub und fliegt nach Teneriffa ohne ihren Mann und ihren kleinen Sohn. Der Grund ihres Ausflugs ist eine erwünschte Auszeit, da sie beginnt, eine verbitterte Frau zu werden. „Ich bin richtig bitterfotzig“, sagt sie, und ihr fällt auf, dass ihr täglich BitterfotzenRead More
Einen Frosch heiraten, einen Geist herbeirufen, sich selbst verschwinden lassen – Millhausers elegant erzählte Fantasien werden Leser mit Sinn für Grenzerweiterungen bestens unterhalten. Von Gisela TrahmsRead More
Hinter dem Pseudonym J.M. Calder verbergen sich die beiden australischen Autoren John Clanchy und Mark Henshaw, die nach ihrem gemeinsamen Erstling "If God Sleeps", nun einen „Bestseller“ geschrieben haben. Ob das gut geht? Nadja Israel ist sich da nicht so sicher Read More
Gerade ist Guillermo Martínez Roman Roderers Eröffnung erschienen, über den wir in Kürze berichten werden. Als Einstimmung darauf hat sich Doris Wieser Der langsame Tod der Luciana B. (2008) vorgenommen, und wie immer bei argentinischen Autoren lohnt sich ein Blick zu der Nationalinstitution Jorge Luis Borges und überhaupt nach Lateinamerika.Read More
Kleine Kriminalistik für Krimis. Heute: Wie lange ist er denn nun schon tot?Read More

Posted On April 16, 2009 By In Musikmag

Gala Drop: dito

Bananenstauden auf Discolicht Sieben Stücke rein instrumentaler psychedelischer Trunkenheit, zwischen Dub und Dschungelbeat, zwischen Krautrock und kosmischem Jamaica-Walzer. Von Tina Manske Die nachösterlichen Tage sind wie gemacht für das Debütalbum der portugiesischen Band Gala Drop: Man hat mal wieder viel zu viel gefressen und getrunken, deswegen möchte man vielleicht, kann sich aber gar nicht exzessiv bewegen, sondern muss erstmal wieder auf Betriebstemperatur gebracht werden. „Gala Drop“ bietet dafür die perfekte Umgebung: Sieben Stücke rein instrumentaler psychedelischer Trunkenheit, zwischen Dub und Dschungelbeat, zwischen Krautrock und kosmischem Jamaica-Walzer. Rückgrat dieses Sounds undRead More

Posted On April 9, 2009 By In Musikmag

Flare Acoustic Arts League: Cut

Träume in Edelweiß Fast klassisch zu nennende Melodien, sanfter Gesang, der nach klassischer Ausbildung riecht, und Texte vollen Unernstes. Von Tina Manske Flare Acoustic Arts League sind ein Musikerkollektiv um Mastermind LD Beghtol, der sich nicht nur als Musiker mit seiner Band LD & The New Criticism einen Namen gemacht hat, sondern auch als Designer und Schriftsteller. „Cut“ ist bereits das dritte Album des Kollektivs, und damit sollte es endlich herauskommen aus der Ecke des unbekannten Indies und hineintreten ins helle Licht des gefeierten Unterhaltungskünstlertums. Denn unterhalten wird man durchRead More