Geschrieben am 1. Juni 2026 von für Crimemag, CrimeMag Juni 2026

Schatzsuche Juni 2026 – Lese- und Hinschaustoff

Eine Vielzahl von Krimi-Neuheiten …

… erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays. 

Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren. 

CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe der befreundeten Buchhandlungen

Chatwins (Berlin), 

Wendeltreppe (Frankfurt)

und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg)

auf interessante Neuerscheinungen hin.

Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokalen Buchhandlungen besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. Man kann das nicht oft genug sagen – und tun.

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Claudia Denker, Chatwins, Berlin:

Diesen Monat muss ich es sehr kurz machen. Wegen Dauerstress im Sommer, vielleicht nachzulesen am Ende des Jahres in den Highlights des CulturMag.

Meine kurzen Lesepausen verbringe ich momentan mit einem Titel aus dem Februar – komplett vergessen: »Der Horizont der Nacht« von Gianrico Carofiglio (Folio, deutsch von Verena von Koskull), sehr schön. Wird übrigens beim nächsten Krimi-Talk »Abweichendes Verhalten« besprochen.

Im Juni beginnt eine neue Reihe (»Die Promi-Brigade«) von Sophie Hénaff»Rufmord, Rache und Rosé« (Penguin, deutsch von Monika Buchgeister), vielleicht beginnt sie ja so lustig wie damals das »Kommando Abstellgleis«.

Und noch etwas aus Frankreich, ich bin neugierig. Philippe Djian ist wieder da: »Offene Rechnung« (Diogenes, deutsch von Norma Cassan).

Vielleicht noch ansehen: »Sunshine Man« von Emma Stonex (Fischer, deutsch von Eva Kemper) – und nun muss ich los – wünsche einen schönen Juni!

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Jutta Wilkesmann und Hildegard Gansmüller, Wendeltreppe, Frankfurt:

Hier die Tipps aus der Wendeltreppe – für viele verschiedene Gemütslagen:

Monika Geier: Ein schönes Kind (Ariadne)

Toni Rivera: Die Familie sehen und sterben (Kiepenheuer & Witsch)

Jens Lapidus: Stockholm Blues (btb)

Ethel Lin a White: Die Frau im Zug (Doerlemann)

Leonie Swann: Widdersehen (DuMont)

Iva Prochazkova: Der Mann am Grund (Braumüller)

…und weiterhin schöne Sommertage

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Torsten Meinicke, Buchladen in der Osterstraße, Hamburg:

Ein paar spannende Sachen habe ich trotz des sommerlichen Wetters in den letzten Wochen gelesen.

– Pascal Garnier, Die Insel (Ü: Felix Mayer), Septime 2025, 168 S., 22 Euro: Nun habe ich die letzte Lücke meiner Garnier-Werkausgabe geschlossen. Auch „Die Insel“ ist wieder ein kleines dreckiges Vergnügen. Und das Schönste: Im September kommt mit „Die Panda-Theorie“ schon der nächste Band. Weiter so, Jürgen Schütz!

– William Boyle, Heilige der Narrows Street (Ü: Andrea Stumpf), Polar 2026, 380 S., 26 Euro: Der große Chronist von Gravesend ist wieder da! Über viele Jahre begleiten wir bei der Lektüre die Schwestern Risa und Giulia Franzone und Risas Sohn Fabrizio. Es wird gelogen, verschwiegen und gestorben. Polizeilich ermittelt wird nicht. Trotzdem ist Boyles Roman ein ebenso spannender wie großariger Roman.

– Kim Koplin, Die Toten von morgen, Suhrkamp 2026, 270 S., 18 Euro: Nein, nicht Annas, nicht Groschupf, nicht Buchholz und auch nicht Beck! Der Kollege Edgar Rai steckt hinter dem so lange gehüteten Pseudonym. Und er liefert eine würdige rasante Fortsetzung des ersten Bandes „Die Guten und die Toten“. Ich lese gern noch mehr von Nihal, Saad und Leila. 

– Jochen Brunow, Der Mann vom Meer. Ein Sardinien-Krimi, ars vivendi 2026, 320 S., 18 Euro: Schon die dritte Ermittlung des pensionierten Kriminalrats Gerhard Beckmann auf „meiner“ Insel. Eigentlich mag ich ja keine Regio-Krimis, aber dieser steht qualitativ weit darüber und spielt hat auch am richtigen Ort. Ende September mache ich den Faktencheck vor Ort. Schöne Aussichten. – Anm. d. Red.: Siehe dazu auch die Besprechung von Alf Mayer im CrimeMag Mai 2026: Politik und Sonne, Atem und Wellenschlag.

Euch allen – trotz der disaströsen Weltlage – einen schönen Frühsommer und viele gute Leseerlebnisse!

Torsten Meinicke

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