Die literarische Woche 07 – 13. Februar 2011 – Thomas Bernhard zum 80. Geburtstag, Der Nobelpreisträger Kenzaburo Oe, das philosophische Radio über Fleischkonsum und als Literaturzeitschrift der Woche: Sinn und Form.
Read More Nina Ballerina und der Abgrund – Von Henrike Heiland. Natürlich sitzt man immer wieder mal mit Leuten im Kinosaal, die eine vollkommen falsche Erwartung an das haben, was auf der Leinwand gezeigt wird. Manchmal stehen diese Leute auf und gehen unter gemurmeltem Protest. Manchmal bleiben sie sitzen, schlafen ein oder hoffen, dass doch noch alles ganz anders wird, es ist schließlich ein Film, da weiß man nie. Im Blankeneser Kino blieben sie bei Darren Aronofskys „Black Swan“ höflich und hoffend sitzen, die Getäuschten, um am Ende ausreichend verstört ins beruhigende
Read More Die literarische Woche 5 - 31. Januar bis 6. Februar 2011 - Eine Doku über Dylan Thomas; eine Lange Nacht über Thomas Bernhard, Kunst im Pappkarton, Du in Haiti.
Read More Verehrtes CrimeMag-Publikum, wir verstehen, dass man manchmal lieber Bilderbücher anschaut, als zusammenhängende Texte zu lesen. Thomas Wörtche empfiehlt Ihnen deshalb einen prächtigen Comic: „Jeronimus“ von Dabitch & Pendanx. Viele Bücher hat Andus zu Weihnachten bekommen und trotzdem (oder deswegen) ruft er im neuen Brief an seine Felicitas zur hemmungslosen Lektüre von Kriminalromanen auf! Bei dem „Ekelhaften Leichnam“ handelt es sich zweifelsfrei um einen Kriminalroman, gar als Fortsetzungs- und Kettenroman inszeniert – heute Kapitel 10, von Sébastien Rutés verfasst, von Katharina Meyer übersetzt. Bill Moody, gleichzeitig Jazzdrummer und Kriminalautor von Rang,
Read More An artist who lived in St. Ives Collected quaint African knives; But his children all thought, They were bought for their sport Out of eight only one now survives. (Arthur Glyn Prys-Jones zugeschrieben, ca. 1900)
Read More iRead – Livestream make.tv Rocko Schamoni im Stream – Rocko Schamoni liest aus seinem neuen Roman „Tag der geschlossenen Tür“. Wer den Live-Stream verpasst hat, hier läuft die Aufzeichnung. Viel Vergnügen!
Read More Die literarische Woche Nummer 4 ::: Arte stellt die Autorenvereinigung Olipo vor, der MDR bringt den Spielfilm "Jakob der Lügner", der BR hat Ingo Schulze porträtiert. Im Radio ist Josef Winkler zu hören, unser Podcast bringt ein Gespräch mit Karen Duve, die Website www.getidan.de ist unser "Tipp der Woche".
Read More KickAss – Bloody Splinters aus dem täglichen Wahnsinn unserer Branche – (JK) Verwirrung about Ken Bruen: Auf der Suhrkamp-Webseite heißt es „Aus dem Englischen“. Im Buch selbst (zu sehen in dieser Leseprobe) heißt es dann „Aus dem Amerikanischen“: … na ja, der Mann ist schließlich Ire, wir wissen das, das muss sein Verlag aber noch lange nicht wissen – ist ja nur Krimi … (Frisp) „Und der Engel spielt dein Lied“ – ein schneller, brutaler, schnörkelloser Krimi – zeigt die für viele Krimis typischen Defizite. Blasse Protagonisten, fragwürdige Zufälle. Ein
Read More The Pope Song von Tim Minchin Fuck the motherfucker Fuck the motherfucker Fuck the motherfucker He’s a fucking motherfucker Fuck the motherfucker Fuck the fucking fucker Fuck the motherfucker He’s a total fucking fucker Fuck the motherfucker Fuck the motherfucker Fuck the motherfucker Fucking fuck the motherfucker Fuck the motherfucker Fuck the motherfucking Pope. Fuck the motherfucker And fuck you, motherfucker If you think that motherfucker is sacred If you cover for another motherfucker Who’s a kiddie fucker Fuck you, you’re no better Than the motherfucking rapist And if you
Read More Unsere Autorin Christina Mohr hat sich durch musikalische Neuveröffentlichungen aus Frauenhand gehört und nebenher zwei interessante Bücher mit feministischer Brille gelesen.
Read More Die literarische Woche 3 ::: Literatur im Radio und Fernsehen vom 17. Januar - 23. Januar 2011. Podcast der Woche: André Schiffrin im Gespräch. Tipp der Woche: Zeitraffer-Videos. Literaturzeitschrift der Woche: Sprache im technischen Zeitalter.
Read More Die literarische Woche Nr. 2 - "Martin Suter - Romancier und Gentleman-Farmer" im BR, "König der Spione - John LeCarré" auf 3sat, dazu im Radio: "Mythisch, deftig und postmodern - Das literarische Spektrum des jungen Estland" auf Deutschlandradio Kultur. Tipp der Woche: Michael Pilz' epischer Dokumentarfilm Himmel und Erde. Außerdem: Lettre Nr. 91.
Read More Mit Schirm, Charme und Skurrilität – Nicht wirklich gesamt, aber doch eine Menge: Kirsten Reimers ist begeistert von der Gesamtedition „Mit Schirm, Charme und Melone“. Vor 50 Jahren, am 7. Januar 1961, lief im britischen Fernsehen die allererste Folge von „The Avengers“ (Die Rächer) – „Hot Snow“ hieß sie. Im Mittelpunkt stand der Arzt Dr. Keel (gespielt von Ian Hendry), dessen Verlobte ermordet wurde. Keel schwor Rache – daraus erklärt sich der etwas blasse Originaltitel, der für die gesamte Serie beibehalten wurde – und traf im Zuge seiner Ermittlungen auf
Read More KickAss – Bloody Splinters aus dem Wahnsinn unserer Branche: (TW) SPIEGEL ONLINE hat uns schon immer viel Freude gemacht mit Artikeln zur Kriminalliteratur, die so ulkig sind, dass man sie für Parodien auf Kompetenz-Journalismus halten könnte, oder auch, besonders apart. Nur noch ärgerlich hingegen, weil indolent üblen Realien gegenüber, ist allerdings dieses perfide Stückchen Gefühligkeitskitsch-Journalismus, das Tobias Gohlis aufgespürt und hier zu Recht gegeißelt hat. Bitte beachten Sie auch den vertiefenden Kommentar der Ärztin, Psychotherapeutin und Autorin Anne Kuhlmeyer zu der ganzen ekligen Kiste. (TW) Richtig putzig und drollig, nachgerade
Read More Le vin de l´assassin / Der Wein des Mörders (Auszug) von Charles Baudelaire: Je l´ai jetée au fond d´un puits, Et j´ai meme poussé sur elle Tous les pavés de la margelle. – Je l´oublierai si je le puis! Ich stieß sie in den Brunnenschacht Und warf auf sie sehr froh und munter Die Mauersteine noch hinunter. – Vielleicht vergeß ich sie heut Nacht! (Übersetzung: Carl Fischer, 1960) Charles Baudelaire greift mit diesem Vers ein Motiv des „Lykanthrop“ (Wolfmann) Pétrus Borel auf, der, 1809 geboren, – Mario Praz in „Liebe,
Read More Zum Jahresbeginn hat unsere Autorin Christina Mohr ein wenig über all die Möglichkeiten kontempliert, die nun vor uns liegen - und gleich noch die passende Musik dazu herausgesucht. Wem das nicht reicht, dem gibt sie auch noch was zu lesen mit auf den Weg.
Read More Queen Daphne ist von Beruf Was-mit-Medien sowie Seismographin und wohnt in Berlin-Neukölln. Die "Feldaufnahme" ihrer Wege und Umwege ist für uns ein selbstverständlicher Akt der modernen Aufklärung…
Read More Viva Sisyphos! Journalisten gehören allerspätestens seit Eric Ambler zum Grundbestand des Polit-Thrillers. Und in der realen Welt werden sie, siehe die Vorgänge um WikiLeaks, nicht nur von tyrannischen Regimen oft ungern gesehen. Ihr Blick auf die Welt, ihre Erfahrungen, ihr Wissen lässt sich – siehe u.a. David Ignatius oder Robert Littell – nur fiktionalisieren. Aber erst einmal muss man aus dem Schlamassel wieder rauskommen. Carl Wilhelm Macke erinnert an ein paar unschöne Tatsachen. Christiane Amanpour, Starkorrespondentin von CNN, liebt die direkte Rede. „Egal ob Staaten, Paramilitärs, Aufständische – alle wollen
Read More Blutige Splitter – Die sicherlich kurioseste Nummer der letzten Tage stammt von Dörte Graul. In einem Fragebogen des Buchmarkts ärgert sich die Pressefrau von Ariadne bei Frage 2: „Worüber haben Sie sich 2010 am meisten geärgert? Über Vertreter der Presse, die mir auf meine Nachfrage, ob sie rezensieren, genervt und larmoyant von den übergroßen Bücherstapeln vor ihnen berichteten.“ Was ärgert Sie da genau? Dass andere Verlage auch Bücher schicken? Dass nicht alle sofort und pausenlos Ariadne-Bücher rezensieren? Dass Sie mit solchen Aktionen nicht die einzige Pressedame sind? Oder dass wir
Read More Der Festschmaus von Ludwig Rubiner Vergiftet sind die gelben Berberfische, Eh noch der Wagen mit den Trustherrn naht. DETEKTIV GREIFF erfährt dies durch Verrat. FRED schleppt den Fallschirm in die Schloßturmnische. DER FREUND – das keiner aus dem Haus entwische Vom prassenden Getreidesyndikat – Legt um den runden Saal Elektrodraht. Die Gäste stürzen sterbend auf die Tische. GREIFF hat das Schloß mit Militär umstellt. Der Luftschirm trägt die Freunde fort und fällt. Man dringt ins Haus. GREIFF tritt auf den Kontakt. Spät birgt man Leichen, blutig und zerhackt. FRED fälscht
Read More The Future von Leonard Cohen: Give me back my broken night my mirrored room, my secret life it’s lonely here, there’s no one left to torture Give me absolute control over every living soul And lie beside me, baby, that’s an order! Give me crack and anal sex Take the only tree that’s left and stuff it up the hole in your culture Give me back the Berlin wall give me Stalin and St Paul I’ve seen the future, brother: it is murder. Things are going to slide, slide in
Read More Neue Häppchen, heute: Christiane Geldmacher (CG) und Senta Wagner (SeWa) mit einem Ausstellungstipp, einer Preisverleihung und den Romanen von Siri Hustvedt und Moritz Rinke. Fügungen Es heißt ein Dichter ist einer der Worte zusammenfügt Das stimmt nicht Ein Dichter ist einer den Worte noch halbwegs zusammenfügen wenn er Glück hat Wenn er Unglück hat reißen die Worte ihn auseinander (Erich Fried) Terézia Mora erhält den Erich-Fried-Preis 2010 Eine in Berlin lebende Ungarin, die Deutsch schreibt und aus dem Ungarischen übersetzt, bekommt auf Vorschlag eines Schweizer Jurors den nach dem großen
Read More Queen Daphne ist von Beruf Was-mit-Medien sowie Seismographin und wohnt in Berlin-Neukölln. Die Aufzeichnung ihrer Wege und (im Winter nicht geräumten) Umwege ist für uns ein selbstverständlicher Akt der modernen Aufklärung...
Read More Sven Regeners Roman "Neue Vahr Süd" läuft in der ARD; Sendungen in Funk und Fernsehen zu H.C. Artmann; die ersten Genmücken dürfen fliegen; Kathrin Passig über das Buch als Geldbäumchen; eine neue Nummer der Literaturzeitschrift "Bella triste" ist erschienen - Der Newsletter für die Woche Nr. 48.
Read More Verzweifflungs-gedichte von Christian Hofmann von Hofmannswaldau Die augen schloß ich traurig zu / Die hände deckten meine stirne / Ich war entblöst von lust und ruh / Der kummer füllte das gehirne / Bald wacht ich auff / bald schlieff ich ein / Bald wolt ich tod und asche seyn / Bald wünscht ich weit von hier zu leben; Und daß ja nichts sey unbekannt / So hat die thorheit meiner hand Papier und feder übergeben. Auff auff mein sinn und du mein fuß / Ich kan nicht länger hier
Read More Unangestrengt universell in der Schwebe: Am Thalia-Theater in Hamburg wird derzeit Ibsens Klassiker „Peer Gynt“ gespielt. Stefan Beuse hat sich die Inszenierung von Jan Bosse angesehen – und fand sie durchweg gelungen. Um die Wahrheit zu sagen: Ich bin nicht so der Theatertyp. Ich bin auch nicht so der Museumstyp. Was vielleicht daran liegt, dass mein Verständnis von Kunst eher konservativ ist. Wenn mich ein Bild nicht anspricht, gehe ich weiter. Ich setze keine Brille auf, um das Kleingedruckte daneben zu lesen. Ich gehe einfach weiter und warte darauf, dass
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