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Send in the Clowns Republican Genius on Parade By Thomas Adcock Copyright © 2013 Thomas Adcock NEW YORK, near America Two decades ago, I worked for a mordantly wise and very wealthy man named Jasper R. That which he taught me I hereby pass along to you, dear Reader: lessons to help us grasp meaning from a fresh cycle of political flapdoodle now commenced—namely, a new cotillion of Republican Party clowns campaigning for presidency of the United States, never mind that the election is three years from happening. While stillRead More
Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Fernando Botero: Selbstbildnis im Kostüm von Vélasquez. (Alle Folgen hier). Neunundvierzigste Ausfahrt Eine Woche lang hat Fernando Boteros „Selbstbildnis im Kostüm von Velásquez“ gute Laune in meine Küchengalerie gebracht. Damit ist doch schon mal eine große soziale Leistung von Kunst benannt.Read More

Posted On August 28, 2013By Britta BehrendtIn Bücher, Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Barbara Beuys

„Ein zentrales Stück deutsch-niederländischer Geschichte“ – Selbst Justin Bieber nahm sich auf seiner Europatournee die Zeit, das Amsterdamer Versteck von Anne Frank zu besuchen (und einen recht unbescheidenen Eintrag im Gästebuch zu hinterlassen). Ihr Tagebuch vermittelt wie kein anderes Buch ein Gefühl und ein Bild für das Leben der untergetauchten Juden im Nationalsozialismus. Und doch war Anne Franks Schicksal nicht in jeder Hinsicht exemplarisch. Barbara Beuys hat sich in „Leben mit dem Feind“ mit der Judenverfolgung in Amsterdam beschäftigt, wo die deutschen Besatzer in gewisser Weise einen Sonderweg beschritten. DieRead More
Infam – Wolfram Schütte zur Polemik in Füllers Anti-Grünen Pamphlet in der Causa Pädophilie. Die Weigerung der TAZ-Chefredakteurin Ines Pohl, einen bereits umbrochenen polemischen Artikel des TAZ-Redakteurs Christian Füller nicht erscheinen zu lassen, hat sowohl im Internet als auch in der TAZ selbst – wie auch bei der Printkonkurrenz – zu vielfältigen hämischen Reaktionen geführt. Der Blogger Stefan Niggemeier hat den redaktionellen Vorfall öffentlich gemacht, den nicht in Print erschienenen Artikel Füllers ins Netz gestellt & sogleich polemisch ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Grünen & TAZ unterstellt wie zwischen der CSU &Read More

Posted On August 28, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Besuch 1 bild / 100 worte Die Kontaktierten: George Adamski (Tellerwäscher), Truman Bethurum (Straßenbau-Mechaniker), Daniel W. Fry (Raketentest-Roadie), George van Tassel (Flugzeugmechaniker), Orfeo Angelucci (Fließbandarbeiter), George King (Taxifahrer), Buck Nelson (Landwirt), Betty Hill („spoiled it all“). Du lebst nicht, um zu arbeiten, du arbeitest, um mit Aliens zu verkehren – da stehen sie schon, die Venusianier, vor deiner Haustür: „Hi“. Kein Funken Stoff am Leib, ach. „Was leuchtet so süß in euren Tupperware-Dosen?“ „Die Tränen deiner Mutter, die dich gebar.“ Die Antwort passt hier nicht, die wird redigiert. „Petticoats!“ Ja.Read More

Posted On August 24, 2013By Alf MayerIn Bücher, Crimemag, Nachruf

Ein Nachruf auf Elmore Leonard von Alf Mayer

The King of Cool – Ein Nachruf auf Elmore Leonard Von Alf Mayer ‒ Fragt jemand in seinen Büchern: „Wollen Sie Kaffee?“, wird es heißen: „Schwarz, zwei Zucker“, niemals aber „Das wäre schön“, „Sicher“ oder „Danke“. Wörter zu finden in seinen Romanen, die man streichen könnte, darauf lohnt sich beinahe ein Preisgeld auszusetzen. Nun schläft er den großen Schlaf, der Mr. Cool der Kriminalliteratur, dort wo die Schafe ihn zählen. Für einen, der seinen Körper einst geschunden, exzessiv getrunken hatte, bis er seinen Alkoholismus überwand, hat er ein biblisches AlterRead More

Posted On August 24, 2013By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag, Kolumnen und Themen

Carlos

Heute: Der politische Carlos, bestürzend – Jetzt wird bald gewählt! Ich bin ja so was von gespannt. „Wahlkrimi!“ (HAHAHAHAHA!) Packt es Steinbrück? (Ngggggg… HUA HUA HUA!!!) Sollte es noch mal interessant werden in der deutschen Politik, dann doch vielleicht dadurch, dass unsere Politmenschen endlich in der richtigen Partei landen – Sie sind nämlich mehrheitlich irgendwann ganz seltsam falsch in irgendwas eingetreten. Bleiben wir beim Herausforderer Peer „Danish Dynamite“ S. Der gehört, exotisch nordisch schnarrend, in die CSU. Er als rechte Hand von Seehofer, das gäb dem Freistaat Weltläufigkeit und Härte!Read More

Posted On August 24, 2013By Zoe BeckIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Zoë Beck über Hobbys …

oder: Die schönen Dinge im Leben, die ich komplett verpasse, weil ich keinen anständigen Beruf habe. Früher war das ganz einfach. Mit „früher“ meine ich: in der Schule. Da gingen diese Steckbriefalben rum (ich bin Jahrgang 75, zur Erinnerung), in die man seine Lieblingsband und Augenfarbe und was nicht noch alles reinschreiben sollte, und eben auch: Hobbys. Ich weiß noch, wir schrieben einfach alles rein, was wir so machten, wenn wir nicht gerade in der Schule waren. Lesen, Schwimmen, Klavierspielen, Musikhören, mit Freunden rumhängen. Ein Hobby wird darüber definiert, dassRead More

Posted On August 24, 2013By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Max Wilde: Schwarzes Blut

Slish-slash – Eimerweise Menschenfetzen, meterlange Gedärme, das Grauen, Horror & Kreisch – da sind Kettensägenmassaker Kinderkram dagegen. „Schwarzes Blut“ – ein Roman von Max Wilde, den man ansonsten als Roger Smith kennt. Der eigentliche Roger Smith, wie Thomas Wörtche meint. Die erfolgreichen Südafrika-Thriller von Roger Smith sind clever gemachte Reißer, bei denen der hysterische Unterton stört, mit dem Smith die „Angst vorm schwarzen Mann“ inszeniert (Rezension bei CULTurMAG) und in schicke Metzelgemälde verwandelt. Das lässt sich gut als „knallharten“, „kompromisslosen“ Realismus ans schaudernde Publikum verkaufen, das gerne seine noch so krausen Afrika-BilderRead More

Posted On August 24, 2013By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Sam Eastland: Der Rote Sarg

Zwischen Lob und Tod: Stalins Sonderermitler zwischen allen Fronten – Nach „Roter Zar“ ist nun der zweite Band des Amerikaners Sam Eastland (Pseudonym für Paul Watkins) mit dem Sonderermittler Pekkala als zentraler Figur erschienen. Der NKWD-Agent ist zwar mit allen möglichen Sonderrechten ausgestattet, kann aber auch jederzeit in Ungnade fallen und wieder im sibirischen Straflager landen. Von Peter Münder Bei Umfragen zu den beliebtesten Politikern stand Stalin bei den Russen in den letzten Jahrzehnten meistens auf Platz eins ‒ jetzt ist er nach Breschnew und Lenin auf Platz drei gerutscht, währendRead More

Posted On August 24, 2013By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Alf Mayers Blutige Ernte: Ava Lee

Zweite Klasse – Ava Lee: weiblich, ledig, weltgewandt. Alf Mayer porträtiert die Figur von Ian Hamilton, die nichts in der First Class zu tun hat. Wir treffen sie am Anfang der „Wilden Bestien von Wuhan“ in Willemstad, der Hauptstadt von Curaçao, als sie gerade Luft schnappt von einer Familienkreuzfahrt. Es folgt ein wenig Sightseeing, das Kura-Hulanda-Museum mit einer bedeutenden Ausstellung zur Geschichte des Sklavenhandels, die Synagoge mit einem Sandboden aus der Wüste Sinai. Dann klingelt Ava Lees Handy, ihr Onkel aus Hongkong ruft an. Eigentlich stammt er aus Wuhan, dasRead More

Posted On August 24, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – am Beilchen heute Anna Veronica Wutschel (WUT) über „Inspector Lewis“, die 5. Staffel; Klaus Kamberger (KK) über Therese Philipsen: „Sündenspiel“ und Joachim Feldmann (JF) über Christopher Brookmyre: „Die hohe Kunst des Bankraubs“. Pseudo-intellektuell, pseudo-tiefsinnig (WUT) Knifflig geht’s zu, wenn Inspector Lewis und Sergeant Hathaway gemütlich durch das malerische Oxford spazieren. Und dabei in pseudo-intellektuelle, pseudo-tiefsinnige Plaudereien versunken, über die sich der Zuschauer dezent amüsieren mag, unzählige Morde lösen. Da knobeln Rätselknacker ganz unter sich: Geboten werden fast so viele Tote wie Verdächtige, kompliziert gelegte Spuren und unzähligeRead More

Posted On August 24, 2013By Christopher G. MooreIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Was also haben Godot und Auftragsmörder miteinander zu tun? Und wer könnte auf die Idee kommen, das könnte tatsächlich so sein? Christopher G. Moore, unser Mann in Bangkok, klar: When Godot is an Assasin and You don’t have to wait The 2013 Thai Most Wanted Hitmen list has 100 names. The 2011 list had only 75 names. That’s a 25% productivity and employment increase in two years. If this were the economy, people would be in the streets celebrating. This list is not Thai companies on the stock exchange butRead More
Zeitlos aktuell – Am 7. November 2013 würde Albert Camus 100 Jahre alt. Anlässlich dieses Ereignisses erscheint seine Erzählung „Jonas oder der Künstler bei der Arbeit“, die erstmalig 1957 veröffentlicht wurde, als Graphic Novel. Von Anne Kuhlmeyer. Bevor die Geschichte beginnt, beginnt sie mit der Verzweiflung des leeren Blattes. Der Künstler, das Papier und die Farben … Wer kennt nicht die Faszination und die Qual des Anfangs? Jonas Eltern trennen sich. Die Mutter ist caritativ tätig und ständig unterwegs, der Vater ist Verleger und unzufrieden mit der Abwesenheit seiner Frau.Read More

Posted On August 21, 2013By Lena BlaudezIn Kolumnen und Themen, Litmag

Lena Blaudez: Bescheidener Vorschlag

Tja, Gleichberechtigung ist schon eine bedrohliche Sache und ängstigt so manchen Mann (und seine Lillifee). Wie gut, dass den ganzen Emanzipationskram ja auch eigentlich keiner will, so in der Praxis, im wirklichen Leben…  Lena Blaudez über des Deutschen ewiges Patriarchat. Mongolische Verhältnisse Ich sag’s gleich: Bitte keine mongolischen Verhältnisse! In Ulan Bator gehen nämlich die Männer auf die Straße und fordern endlich mehr Gleichberechtigung. Größere Bildungschancen, besser bezahlte Jobs, Karriere. Die Folgen des Kommunismus mit dieser verheerenden Glorifizierung der Gleichberechtigung haben nämlich dort das Selbstbewusstsein der Männer zerstört. Bis heuteRead More

Posted On August 21, 2013By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Moacyr Scliar: Kafkas Leoparden

Wie Kafkas Leoparden nach Brasilien kamen. Leoparden im Tempel: Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie. Franz Kafka Diese Kürzestgeschichte oder eher dieser Aphorismus bildet den Dreh- und Angelpunkt der Novelle „Kafkas Leoparden“ des brasilianischen Autors Moacyr Scliar (1937-2011). An ihrer Deutung haben sich die Kafka-Exegeten die Zähne ausgebissen, wie auch an so manch anderem seiner Texte. Als eine „Anfangsgeschichte der Moderne“ liest sie beispielsweise Tobias Döring. Ratinho, der ProtagonistRead More
Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Giovanni Battista Tiepolos „Afrika“. (Alle Folgen hier). Achtundvierzigste Ausfahrt Würzburg ist es gewesen. Hier sind mir die Augen aufgegangen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich dort erfahren, dass eine Stadt ein Kunstwerk ist. Dass man sich in ihr bewegenRead More
„Meins ist besser als deins“ – Jesper Juul ist der internationale Star unter den Familientherapeuten. Nun hat er eine Streitschrift zum Thema Frühbetreuung geschrieben. Nora Helbling hat sie gelesen. Das Thema Kitabetreuung ist besonders mit Blick auf den 1. August 2013 von aktueller Brisanz. Seit diesem Tag gewährt das bundesweite Kinderförderungsgesetz einen Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder ab einem Jahr. Die Süddeutsche Zeitung hat den dänischen Familientherapeuten Jesper Juul gebeten, seine Ansichten zu diesem Thema in einem Artikel festzuhalten. Juul ist durch seine Bücher und dem Projekt „Family Lab“ inRead More

Posted On August 21, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Jean Rolin: Einen toten Hund ihm nach

Streunende Hunde – Jean Rolin treibt sich auf dem Globus herum. Von Wolfram Schütte. Bislang war der französische Reportagejournalist & Erzähler Jean Rolin nur durch seine Streifzüge über den „Boulevard Ney“ bei uns bekannt. Nicht weniger kurios als seine eigenwillige Evokation sowohl dieser Straße, ihres Umfelds & ihrer Bewohner in Paris als ihres Namensgebers aus napoleonischen Zeiten, ist nun auch das zweite auf Deutsch vorliegende Buch des 1949 geborenen Ex-Maoisten. Allein schon sein deutscher Titel irritiert einen: „Einen toten Hund ihm nach“. Im Französischen klingt er schlüssiger: „Un chien mortRead More

Posted On August 21, 2013By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Karl-Markus Gauß: Das Erste, was ich sah

Expedition in die Tiefe der Erinnerung – Ist es Zufall, dass einem bei der Lektüre der Kindheitsgeschichten von Karl-Markus Gauß immer auch Walter Benjamin einfällt? Diese Assoziation ist nicht übertrieben, nicht eine Nummer zu groß. Da schreibt einer, den wir vornehmlich als literarischen Botschafter des „anderen, an den Rand unserer Aufmerksamkeit gedrängten Europas“ kennen, über eine Reise in die vergessenen Winkel seiner Autobiographie und immer fühlen wir uns da auch an die Kindheitsszenen bei Walter Benjamin erinnert. Von Carl Wilhelm Macke. Gauß kopiert in seinen Texten nicht Benjamin, sondern erRead More

Posted On August 21, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Keller 1 bild / 100 worte Sitzt ein struppiger, glasiger Trinker in der Öpfelchammere. Mit einem Mal trübt sich das Licht. Was ist mit euch, „Augen, meine lieben Fensterlein“? Aja. Kein anderer ist’s als der Gottfried Keller. Viel schrieb und dichtete der Schweizer, doch mit den Frauen wollte es nicht klappen, und so soff er vor sich hin. Die Öpfelchammere mit ihrem hölzernen Oberstübchen steht bis heute, auch wir tranken einst da, zwar keinen Schnaps, und noch erloschen unsere Augen nicht, glimmten nicht innerlich zwei Sternlein, die Wanderschuhe stecken weiterRead More

Posted On August 17, 2013By Thomas AdcockIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Thomas Adcock: Thrown-Away City

‘MOTOWN’ THEN and NOW, clockwise from top left: John F. Kennedy, Democratic Party candidate for president, campaigns in Detroit on Labor Day 1960; Diana Ross (center) and The Supremes—Detroit girls who sang “Motown” to the world; Martin Luther King, Jr. (left) and labor leader Walter Reuther; a burned out house on Detroit’s west side; a neighborhood ablaze during the “race riot” of July 1967; Governor Rick Snyder, the venture capitalist who abolished democracy in all five of Michigan’s majority African American cities; an abandoned factory, somewhere in a thrown-away quarterRead More

Posted On August 17, 2013By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag, Kolumne

Carlos

Aus Carlos’ arkaner Sammlung ‒ heute: Kurze Sätze. Danke! Ich sammle. Damit bin ich nicht allein, von der Briefmarke bis zu wechselnden Hohlköpfen im Bett, von denen frau verhauen und betrogen wird, kann man ja alles sammeln. Meine Sammlung ist freilich unsichtbar, wenn nicht geheim. Ich sammle Sätze, kurze schriftliche Zeugnisse, seltener kurze Dialoge. In aller Regel muss ich so etwas nicht aufschreiben, es ist mir ins Hirn gebrannte. Und endlich will ich die Welt an meinen Karfunkeln teilhaben lassen. Rauchender Obdachloser in Pforzheim, 1983: „Hasch du mir Feuer oderRead More

Posted On August 17, 2013By Alf MayerIn Bücher, Crimemag

Dominik Bernet: Das Gesicht

Das Hässliche ist das Böse ‒ Ein Ausflug in die Geschichte der Rasterfahndung. Dominik Bernets Lavater-Roman „Das Gesicht“. Eine Rezension plus von Alf Mayer. 200 Jahre vor der Gesichtserkennungssoftware von Facebook, den Zuordnungsfunktionen beinahe schon jeder Digitalkamera, 200 Jahre vor dem automatischen Erkennen unserer Absichten und der Hochrechnung unseres Charakters alleine aus unserem elektronischen Erscheinungsbild gab es das schon alles. Rudimentärer natürlich, aber nicht weniger unheimlich – und gottgleich. Ja, auch bei den theologischen Omnipotenz-Zuschreibungen und den Bekräftigungen der natürlich nur allerbesten Absichten lassen die Ähnlichkeiten frösteln. So ist esRead More

Posted On August 17, 2013By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Mariusz Czubaj: 21:37

Polnischer Mainstream ‒ Gesellschaften im Umbruch produzieren meistens spannende Kriminalliteratur. Manchmal mit eigenen Themen und Strukturen. Manchmal aber auch schon für den internationalen Markt stromlinienförmig designt. Möglichst überall gelesen und verstanden werden zu wollen ist nichts Schlimmes, au contraire. Nur manchmal hapert es noch ein wenig mit der Balance. Mariusz Czubajs Roman „21:37“ ist so ein Fall. Eine Besprechung von Thomas Wörtche. Kriminalliteratur hat als globales Verständigungssystem ein paar einfache Figuren und Standardsituationen entwickelt, die nationale, regionale und kulturelle Unterschiede integrieren können. Etwa so: Menschen werden mit Plastiktüten erstickt undRead More

Posted On August 17, 2013By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Dror Mishani: Vermisst

Interpretationsbedürftiges Regelwerk ‒ Kriminalromane aus Israel erfreuen sich seit Batya Gur und Shulamit Lapid bei uns seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Jetzt gibt es den Kriminalroman über israelische Kriminalromane, die es angeblich nicht gibt. Joachim Feldmann über Dror Mishanis „Vermisst“ ‒ ein etwas zähes Meta-Exerzitium. Würde Inspektor Avi Avraham selbst beherzigen, was er der Mutter eines verschwundenen Sechzehnjährigen erzählt, wäre er erheblich näher an des Rätsels Lösung. Doch der Kriminalist aus Cholon in der Nähe Tel Avivs, dessen liebster Zeitvertreib darin besteht, fiktiven Ermittlern wie Hercule Poirot Fehler nachzuweisen, hat eigentlichRead More