And so: Christmas 1 bild / 100 worte In der Kirche spritzt Blut und Mäntel zerreißen und all das in Anwesenheit von Kindern, die entweder schlafen oder rückwärts über die Bänke starren. Irgendetwas hindert die Galaxien daran, aus- und umeinander zu treiben, wie sie es würden, wenn dieses Etwas nicht wäre. Das Rätsel bleibt, hurra!, hängen wir’s in den Baum! zum neuen Jahr, als neues Glück. Wie John und Yoko einst texteten. Was sangen sie noch? Keine Angst, ein Ende dem Krieg, Friede, Freude und so fort, und daran kann
Read More Hinter der Linie, vor dem Spieltag – Eine Kolumne von Mara Braun. Niemals ist es so gefährlich, sich morgens vom Radiowecker aus dem sanften Schlummer reißen zu lassen, wie in der Vorweihnachtszeit, wenn der Horror einen Namen hat: Wham – Last Christmas. Selbstredend berechnet sich die Antwort auf die Frage, wie man durch den Advent gekommen ist, denn auch so: Tag, an dem man dem Song erstmals zum Opfer fiel, geteilt durch 24; mein Ergebnis lautet in diesem Jahr 0,71 – ich hatte also Glück. (Schlimmer dran ist, wer den
Read More Mit Vollgas unterwegs in Sachen Bücher und Autos – Ein Verlagsporträt von Senta Wagner. Es gibt Häuser und es gibt Bücher. Aber nur ein Haus der schönen Bücher. Mit diesem Attribut schmückt sich der in Wien ansässige Septime Verlag, der 2008 von Jürgen Schütz gegründet wurde. Und über das Schöne der Bücher wird zu reden sein. Das Gespräch findet jedoch nicht in jenem Haus statt, denn Schütz führt seinen Buchverlag vom Laptop aus, sondern im Raucherabteil eines Kaffeehauses. Bis heute, der Frühjahrsvorschau 2014, ist das Buchprogramm beachtlich angewachsen auf etwa
Read More Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er regelmäßig alles, was wir über das Universum wissen müssen. Seit Januar 2013 befindet er sich auf einer Irrfahrt über den Nachthimmel. Heute: Die harte Arbeit der Himmelsdurchmusterung. Die kosmische Fake-Langeweile Der Himmel ist voll mit Sternen. Schon mit bloßem Auge sind es ein paar Tausend. Ein kleines Fernrohr, ein Spielzeug, sieht eine Million. Ein solides Profi-Teleskop eine Milliarde. Fast alle sind entsetzlich langweilig. Fast alle senden zu fast jedem Zeitpunkt einen fast gleichmäßigen Strom aus Photonen. Tausend
Read More Posted On Dezember 18, 2013By Ole FrahmIn Comic, Litmag
„Ich hasse die ganze Welt.“ Die Welt ist grau in grau. Die einzige Farbe, die in dieses Grau leuchtet, ist das rot der Hakenkreuzfahne. Es ist nicht viel zu erzählen. Der graue Himmel. Der Hunger. Der Regen. Der Hunger. Die Schläge. Der Hunger. „Papa, du wiederholst dich“, sagt der diesen Comic erzählende Sohn mehrmals. Auch er wiederholt sich. Aber gerade das muss mit diesen keineswegs redundanten Wiederholungen erzählt werden, denn der Hunger, der Regen, die Schläge waren ständige Begleiter des Kriegsgefangenen. Von Ole Frahm „Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag
Read More Der einzigartige “Michel” – Ein “deutscher Michel” ist er gewiss nicht, obwohl ein Deutscher – und “Michel” nennen ihn alle, die zeigen wollen, dass sie mir ihm vertrauten Umgang haben, obwohl er Michael Krüger heißt, im Dezember 70 Jahre alt wurde & noch bis zum Jahreswechsel der geschäftsführende Verleger des C. Hanser-Verlages ist. Von Wolfram Schütte Er verlässt den Münchner Verlag nicht aus eigenem freiem Willen, nachdem er (& einige andere mit ihm) das einst konservative Haus – erst als Lektor, dann als Verleger – zu dem neben Siegfried Unselds
Read More Posted On Dezember 18, 2013By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag
Der Weg ist das Ziel – oder auch nicht ‒ Terézia Moras neuer Roman wurde mit Auszeichnungen überhäuft. Mehr als zu Recht. Kaum ein Werk beschreibt unsere Zeit und unser Sein besser. Ein Text, der das Zeug zum Klassiker hat. Von Andreas Pittler Als Terézia Mora vor knapp zehn Jahren die Welt der Literatur betrat, tat sie dies auf mehr als beachtliche Weise. Ihr Roman „Alle Tage“ war für mich, der ich damals eine Kolumne für die „Wiener Zeitung“ zu osteuropäischer Literatur schrieb, ein potentielles „Buch des Jahres“. Mit einer
Read More Posted On Dezember 18, 2013By Patrick SpaetIn Bücher, Litmag
Revolution, schwarz auf weiß – „Cherry Guevara“, so heißt ein in Australien verkauftes Eis-am-Stiel der beliebten Magnum-Reihe von Langnese. Auf der Verpackung steht: „Der revolutionäre Kampf der Kirschen wurde erstickt, als sie zwischen zwei Schokoladenschichten in die Falle tappten – möge ihr Andenken in Ihrem Mund weiterleben!“ Von Patrick Spät Ja, der Kapitalismus versteht sich meisterlich darin, seine Gegner einfach zu verwursten und für sich zu nutzen. Auf der Eisverpackung prangt auch das weltberühmte Konterfei des „Guerillero Heroico“ Che, fotografiert 1960 von Alberto Korda. Natürlich darf dieses Bild, das auch
Read More An average white South African’s take on Madiba – Aus Südafrika von Sandi Baker. When I heard the news that F W De Klerk had unbanned the ANC and that Nelson Mandela was to be released, I was stunned. It was unexpected; I thought it was a trick. I was part of a generation of white South Africans who were at that stage contemplating leaving South Africa to live overseas as there was no opportunity in South Africa, there was increasing unrest and there sanctions against South Africa. I had
Read More Posted On Dezember 18, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Litmag
Neuer Bücher von Junot Diaz, Jelle Behnert, Hans Magnus Enzensberger und Konrad Lorenz – kurz vorgestellt von Karsten Herrmann (KH), Frank Göhre (FG), Carl Wilhelm Macke (CWM) und Brigitte Helbling (HEL). Ein Erzähler wie ein Vulkan (KH) Der Pulitzer-Preisträger und gebürtige Dominikaner Junot Diaz ist einer der wichtigsten literarischen Vertreter des farbigen Amerika. In seiner kurioserweise als „Roman“ titulierten Kurzgeschichtensammlung „Und so verlierst du sie“ erzählt er vom Leben und Lieben der (dominikanischen) Einwanderer in New Jersey. Hauptprotagonist ist der Ich-Erzähler Junior, der wie alle Helden bei Diaz eigentlich „kein schlechter Kerl
Read More Franziskus, Retter Snowdens? Wie der Papst seinem Namenspatron nacheifern & Ehre machen könnte. Von Wolfram Schütte In der TAZ streiten Michael Braun & Daniel Scholz darüber, warum Time zu seinem „Mann des Jahres“ Papst Franziskus gekürt hat und nicht den Whistleblower Edward Snowden, der bei dem US-Newsmagazin nur auf Platz 2 gekommen ist. Immerhin. Man kann man darüber trefflich streiten, wer der „Mann des Jahres 2013“ sein sollte. Ob es Feigheit war, was die Time-Redakteure am Ende für den argentinischen Papst votieren ließ, wie Scholz unterstellt, sei dahingestellt. „Herkulisch“ sind
Read More Posted On Dezember 18, 2013By Anne SchuesslerIn Bücher, Litmag
Die Faszination des schlechten Bestsellers – Ein Buch steht auf Bestsellerlisten und gewinnt Preise. Dabei gehört es zu den ärgerlichsten Veröffentlichungen des Jahres. Wie das nur sein kann, fragt sich Anne Schüßler. Ich lese selten schlechte Bücher. Oder anders gesagt: Ich lese selten Bücher, die ich schlecht finde. Das mag zum einen daran liegen, dass ich grundsätzlich vor allem erwarte, dass ich über eine Spanne von 300 bis 800 Seiten ausreichend unterhalten werde, und solange ein Buch das irgendwie schafft, auch geneigt bin, das okay zu finden. Zum anderen vielleicht auch,
Read More Posted On Dezember 18, 2013By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag
„Alles ist erfunden, doch fast alles ist geschehen“ – Von Christiane Quandt. Brasilien scheint auf den ersten Blick kein Land, wo Vergangenheitsbewältigung großgeschrieben würde. Eher die Gegenwart, Tanz, Körperkult und Karneval scheinen in diesem Land wichtig. Denkmäler, Orte der Erinnerung an die Opfer der verschiedensten Phasen von Gewalt verfallen tatsächlich eher, als dass sie so gewürdigt würden wie die Erinnerungsorte und Mahnmale des 2. Weltkrieges in Europa, vor allem in Deutschland. Auch in Lateinamerika ist Brasilien (noch) eines der Länder, die erst langsam eine aktive Erinnerungskultur bezüglich ihrer blutigen Militärdiktatur
Read More “Ich bin ein Hinterkopfschreiber”, sagt Gerbrand Bakker über seine Schreibweise. Ein paar Elemente, ein Anfang und dann schreiben. Wenn das Buch fertig ist, überlässt er es seinem Lektor, das Thema zu bestimmen. Die Elemente von “Der Umweg”: Nordwales, Emily Dickinson und eine Heldin, die viele Schmerztabletten schluckt. Gerbrand Bakkers erstes Buch “Oben ist es still” (zur CM-Rezension) über einen Sohn, der seinen alten Vater ins Obergeschoss seines Hofes verbannt, machte ihn in den Niederlanden zum neuen Star der Literaturszene. Der Roman ist gerade verfilmt worden. Der diplomierte Gärtner, der sich
Read More Siebengestirn 1 bild / 100 worte Advent im Kreis der Sieben, die im Kerzenflackern ein Rehlein verzehren („sah ein Knab ein Rehlein stehn, Rehlein war ein Heide“) und besungen habens den Braten auch schon („hab acht!“), wenngleich recht schlecht. Hier gilt: Je älter, desto fälscher die Töne. Wer aber sind die Sieben? Hinter der Sternversammlung stecken die Pleiaden, je nach Kulturkreis auch mit sechs bis neun Himmelskörpern bestückt. Festrelevante Eckdaten: Der Sehungsbogen ist bei klarem Bethlehem mit 14,5° bis 15,5° anzusetzen; bei Stalllicht mit 19,5° bis 20,5°. Mit klangreiner Verkündung
Read More (Musik-) Bücher – Neue It´s the time of the season… um mal wieder was zu lesen, zum Beispiel. Weihnachten und die Zeit „zwischen den Jahren“ bieten sich perfekt dazu an, und rein zufällig hätte Christina Mohr hier was für Sie. Nämlich Bücher rund um Musik, Bands, DJs, Mode und Kunst von Jonnie Schulz, Jürgen Teipel und Farkas, Seidl, Zwirner. Senfkanone und Döner-Bass Wer mit den Begriffen Senfkanone, Döner-Bass, Frank The Raving Sausage und „Entfaltung“ etwas anfangen kann, gehört ziemlich sicher zu den wenigen Auserwählten, die einem Konzert der Butch Meier
Read More „Ich blicke nicht gern zurück“ Frank Göhre wird Siebzig. Ein Gespräch über Wurzeln, Quellen, Inspirationen, Techniken, Pläne und Projekte. Außerdem erstmals und exklusiv: Wie ganz am Anfang nur dank des Einsatzes einer halben Flasche Whiskey knapp verhindert werden konnte, dass Frank Göhre, der Vertreter des urbanen Noirs in Deutschland, mit seinen Geschichten in der Lüneburger Heide landete. Von Ulrich Noller Ulrich Noller: Allem Anfang wohnt ein Ende inne. Deshalb, als erste Frage zum Siebzigsten: Gibt’s etwas, das für Dich als Autor überhaupt nicht mehr in Frage kommt? Was ist Deine
Read More Bratkartoffeln Für Frank Göhre. Von Zoë Beck. Das Haus, in dem ich in Blankenese gewohnt habe, hat sich verändert. Nicht von außen, aber es sind ganz andere Leute drin. Meine Nachbarn, mit denen ich mir die Katze geteilt habe, sind weggezogen. Von mir ist nichts mehr dort. Der türkische Schneider ist auch nicht mehr da, er hatte versucht zu klagen, aber natürlich hat sein Vermieter gewonnen. In dem Lokal gegenüber von Frau Lühmann ist schon wieder Leerstand, aber es sagen sowieso alle, dass auf diesem Lokal ein Fluch liegt. Niemand
Read More Dublette — voll auf den Punkt ‒ Die beeindruckende Trefferquote des Frank Göhre. Von D.B.Blettenberg. Lange bevor ich Frank Göhre auch persönlich kennen und schätzen lernte, habe ich ihn über seine Bücher wahrgenommen. Das ist der Königsweg, auf dem ein guter Schriftsteller seine Leser erreicht, denn die Bücher sind die Stars und haben im Vordergrund zu stehen. Wenn jemand sagt: „Sankt Pauli Nacht …? Kenne ich! Tolles Buch! Von wem ist das noch mal?“ ist das allemal erfreulicher als: „Frank Göhre? Ist das nicht ein Schriftsteller? Was hat der eigentlich
Read More Als ich zum ersten Mal Frank traf, war ich noch nie im Puff gewesen Von Tobias Gohlis. Wenn Frank Göhre auftritt, dann erblickt man einen großen kräftigen Mann. Wer Geister sehen kann, sieht hinter ihm noch einen kleinen zarten dunkelhaarigen mit dem gleichen Initialen FG. Das steht für Friedrich Glauser. Neben der Verehrung für den Stilisten und Schriftsteller Glauser war es Göhres tiefe Empathie mit den Armen, Geschlagenen, mit den Außenseitern und Umhergetriebenen, die ihn auf Glauser stoßen und an ihm festhalten ließ. Eine Wurzel finden, umgehen mit der Heimatlosigkeit
Read More Zeitgenosse Göhre Zu den „sonstigen“ Texten eines außergewöhnlichen Autors. Von Alf Mayer Er hat es wieder getan – und endlich gibt es Nachschub für meine kleine heimliche Sucht. Ja, ich bin ein wenig süchtig. Nachwortsüchtig. Begierig nämlich auch auf jene Texte, die Frank Göhre außerhalb seiner Romane und Erzählungen schreibt, meist eben als Nachworte. Diesmal heißt der Text „Es war einmal St. Pauli“ und rundet im buchstäblichen Sinne den Sammelband „Geile Meile“ ab, den der Pendragon Verlag jetzt zum 70. Geburtstag Frank Göhres herausgebracht hat. 507 Seiten Göhre sind hier
Read More Weihnachten mit Carlos, wie sonst? Es wird Weihnachten. Da muss der Schwurbverlag – wir! ‒ Osterburken endlich mal wieder nachfassen. Es gibt ja super (Lind-)Festivals (siehe hier), die jetzt Schriller und Bumser vereinigen, das inspiriert uns sehr und hart: Daher unsere dekalogische Anthologie: Nikolauser – Todesmauser! Erotischer Weihnachtskurzschriller mit Lokalhumor und Kolorit Vorwort von Pfarrer Jürgen Bibel: Passt auf! Der Engel bengelt drauf! (Ahnen achten, Spenden senden …) Die Rute am Sack! (Karlo Käfer) Bumskamenkoitus am Heiligabendladenschluss (Alf Abend – humorvoll) Schwengel die Engel! (Hans Hass-Horst) Missbrauche Messias mehrmals! (Kardinal
Read More Letzte Heuler ‒ Segelbücher von Erskine Childers und Sam Llewellyn und die Angst vor Deutschland im Wandel der Zeit. Ein Klassiker-Check von Lutz Göllner. Segelboote und Bücher sollten eigentlich natürliche Feinde sein. Ich meine: Wo verstaut man auf einem engen Boot das unhandliche Papierzeugs? Was tun, wenn das Buch nass wird? Und hat man beim Segeln überhaupt Zeit zu lesen? Trotzdem bieten sich ja doch einige Bücher für eine kleine, aber feine Segelbibliothek an: Patrick O’Brians „Aubrey & Maturin“-Serie kommt da in den Sinn (dazu TW auf kaliber.38), der ziemlich
Read More Zu karstiger Zeit ‒ Uta-Maria Heim ist schon immer eine glücklicherweise nicht ausrechenbare Autorin, komplex, spröde und konturiert. Das gilt auch für ihr neues Buch „Wem sonst als Dir“. Eine Rezension von Frank Rumpel. „Wem sonst als Dir.“ ‒ so widmete Friedrich Hölderlin den Hyperion seiner heimlichen Geliebten Susette Gontard und so hat nun Uta-Maria Heim ihren neuen Roman betitelt. Hölderlin ist darin ein wichtiger Bezugspunkt. Heims Protagonist Christian Schöller war Gymnasiallehrer und schrieb nebenher, nachdem es mit einer Promotion nicht klappen wollte, an einem Roman über Hölderlin. Er lebte
Read More „Pfuhl der Wehrlosigkeit“ – Im direkten Fight gegen „Fight Club“ hat Frank Bills Romanerstling „Der Geschmack der Gewalt“ schlechte Karten, findet Sophie Sumburane. Wir befinden uns irgendwo im Nirgendwo des amerikanischen Mittleren Westens, einer krisengebeutelten Region der USA. Hier gibt es nichts außer Verlierer, brutale, desillusionierte Menschen, die einzig an die Macht des Stärkeren glauben, und natürlich Drogen. Chemische Drogen, ausgefallene Zähne und Whiskey. Mit diesem Cocktail liefert der amerikanische Autor Frank Bill in seinem Debütroman „Der Geschmack der Gewalt“ etwas ab, das ganz klar ins Genre „transgressive fiction“ einzuordnen
Read More Bloody Chops ‒ kurz, grausam und gerecht – heute führen das Beil Alf Mayer, AM, („Tabu“ von Ferdinand von Schirach), Stefan Linster, SL (Michèle Minelli: „Wassergrab“) und Joachim Feldmann, JF (Ragnar Jónasson: „Todesnacht“). Sensation! Goyas nackte Maya im Spermabad! (AM) Hut ab vor Matthias Brandt, der es geschafft hat, diesen Roman, ohne ins Lachen auszubrechen, als Hörbuch einzusprechen. Keine andere Lektüre des Jahres 2013 ließ mich öfter an Karl Krausens Diktum denken: „Manches erledigt sich durch lautes Lesen.“ Oft, zu oft, riecht es in „Tabu“ nach Dichterschweiß und krachlederner Bedeutungsseligkeit.
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