Himmelsakrafixnochamal Sie kennen das: Man schubst eine alte Frau die Treppe runter und gröhlt dann: „Eyy, was rennste denn auch so, Oma!“ Genau das macht das hochverehrte ZDF mit einer der intelligentesten, witzigsten, erfreulichsten, mit der schlicht besten Fernsehserie der letzten Jahre: Mit der wunderbaren Familien-Soap „Die Sopranos“. Natürlich bekommt man keine Quote, wenn man die Zuschauer jeden Samstag abend mit der bangen Frage terrorisiert, wann senden sie, senden sie jetzt überhaupt oder doch wieder nicht? Seit ein paar Wochen wird diese Folter noch getoppt: Zwischen Sportstudio und den „Sopranos“
Read More Thomas Wörtche, 11.03.2002 Nichts regt zum Spulen an, alles geht seinen grauen Gang. Jetzt machen sie uns wirklich fertig, jetzt haben sie uns an den Eiern, jetzt langweilen sie uns zu Tode. Korruption in Müllwirtschaft, Rathaus und Parteienlandschaft, ja was denn sonst? Deutsche Soldaten kommen bei Ausübung ihres Berufs ums Leben. Schlimm, aber Teil der Arbeitsplatzbeschreibung. Kanzler gegen Stoiber, nu, business as usual. Peter Handke ist doch ein großer Dichter und das mit den Serben, war da was? Wir leben schließlich in einer Alzheimer-Kultur. Der FC Bayern holt auf. Hat
Read More Thomas Wörtche, 29.04.2002 Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Immer wenn ich durch die Kanäle zappe, schleppen aufgekratzte junge Menschen lange Klopapier-Bahnen hinter sich her oder ein alberner Bär macht alberne Verrenkungen, die auch wieder irgendwie mit Klopapier zu tun haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, zunehmend in einer Gesellschaft zu leben, deren drängendstes Problem die Diarrhöe ist. Oder der Analzwang. Auf jeden Fall muss so eine Marketingoffensive, die Spurenbeseitigung und Analhygiene als fun & frolic inszeniert, irgendeinen besonderen Haken in der Realität haben: Entweder hat dieses Volk die Hosen
Read More Thomas Wörtche, 20.05.2002 Wir wollen nette Dackel nicht beleidigen und bedenklich in Falten gelegte Stirnen nicht als dackelfaltig beschimpfen. Bedenklich in Falten gelegte Stirnen, gerade wenn multimedial zu betrachten, sind recht eigentlich der Ausdruck einer gewissen Offenhosigkeit. Denn ein Benehmen wie eine offene Hose legen diejenigen Herrschaften an den Tag, die die Intelligenz des pp.Publikums so geringschätzen, wie sie es offenkundig tun. Wobei man tunlichst zur Anstrengung der Klassifikation greifen sollte, um nicht gefühlte Offenhosigheit, profitorientierte Offenhosigkeit und tückische Offenhosigkeit zu vermischen. Selbst beim Pöbeln wollen wir schließlich Minimalstandards einhalten.
Read More Eine Kolumne von Thomas Wörtche – In „Far Side of the World“, dem zehnten Teil von Patrick O`Brians grandioser Seefahrer-Saga, segelt die Fregatte „Surprise“ endlos durch den Pazifik, immer am Äquator entlang, von der Westküste Südamerikas zu den Marquesas. Es blasen milde Winde, die See ist spiegelglatt, die Mannschaft hat nicht allzu viel zu tun. Mr. Mowett, der tüchtige Erste Offizier des Schiffes, nutzt die Zeit, um Homers Ilias zu lesen; jeden Tag ein Gesang. Ich kann deswegen auf Mr. Mowett neidisch sein, weil ich zu Patrick O`Brian nur nachts
Read More Posted On März 25, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Einer der wichtigsten deutschsprachigen Kulturkritikers des XX. Jahrhunderts. Einer, der das Suchen nach moralischen Orientierungen in einer Wüste von Gleichgültigkeiten nicht aufgibt. Einer, der sich seine Geistesfreiheit durch nichts und niemanden einschränken läßt. Zwanzig Jahre lang, zwischen den fünfziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, gehörte der in Wien geborene, nach dem Anschluß Österreichs nach Belgien emigrierte und vornehmlich im deutschsprachigen Raum publizierende Jean Amèry zu den luzidesten intellektuellen Köpfen. Stilistisch war er vielleicht sogar einer der ganz großen deutschsprachigen Publizisten des XX. Jahrhunderts. Obwohl Amèry in den großen Zeitungsfeuilletons
Read More Posted On März 25, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Kleine Enzyklopädie des ‚anderen Europa‘ Geschichten, Essays und sonstige Erregungen eines erfolgreichen Außenseiters der zeitgenössischen österreichischen Literatur. Um die Bedeutung des Wortes „Empathie“ zu verstehen, kann man im Duden nachschlagen: „Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellung anderer Menschen einzufühlen“. Man kann aber auch ein Buch des in Wien und Madrid lebenden Schriftstellers Erich Hackl lesen, um so lesend zu erfahren, was man sich unter ‚Empathie‘ vorstellen kann. In großer Distanz zu allen literarischen Moden und Aufgeregtheiten, schreibt Hackl jetzt schon seit vielen Jahren an einem aus vielen kleinen Erzählungen
Read More Ohne Wenn und Aber ein Standardwerk Es gibt Bücher, die sind kompetent gemacht und nützlich. Lexika, zum Beispiel. Es gibt aber auch Bücher, die sind zudem noch unterhaltsam, witzig, an Kenntnissen reich und wichtig. Das Lexikon der Jazz-Standards gehört in diese Kategorie. Jazz-Standards sind, wie der Name schon sagt, Musikstücke, die durch die Jazz-Geschichte in unendlicher Gestalt mäandern, manchmal verschwinden, irgendwann wieder und vermehrt auftauchen, Konjunktur haben, totgenudelt und plötzlich wieder ganz neu & frisch sind. Jazz-Standards sind nicht unbedingt Jazz-Kompositionen (wenn dies contradictio mal erlaubt ist), sondern können aus
Read More Erfolgreich und von höchster Qualität Kahns Buch ist eine Kontextstudie, in deren Mittelpunkt das Kunstwerk steht. Als ich vor zwei Jahren die Originalausgabe von Ashley Kahns grandiosem Buch über eine einzige Schallplatte, eben Miles Davis` „Kind of Blue“, auf den Schreibtisch bekam, durchzuckten mich zwei neidgrüne Blitze: Erstens – warum hast du das nicht selbst geschrieben? Zweitens – warum kannst du es nicht verlegen? Blitz zwei hat sich erledigt, denn die deutsche Ausgabe sieht angemessen schön aus und ist dito angemessen schön übersetzt. Blitz eins nagt auch nach nochmaliger Lektüre
Read More Makabre und sehr interessante Kontextstudie zum Jazz „Jazz & Death“ ist nicht nur ein makabres und schwarzhumorig-lustiges Buch, sondern eine sehr interessante Kontextstudie zum Jazz. Wollen wir das eigentlich wirklich so genau wissen? Vermutlich ist Billie Holiday im Manhattan Hospital am 17. Juli 1959 deswegen gestorben, weil sie sich, von Leberzirrhose und Herzschwäche eh schon stark angeschlagen, ein paar Dollarscheine in die Vagina geschoben, dadurch den dort angebrachten Katheder infiziert hat, der das Ganze an die Blase und schließlich an die Nieren weitergeben hat, was letztlich zu einer tödlichen Nierenentzündung
Read More Posted On März 22, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Wozu denn Reue? Reportagen, Erinnerungen und Porträts aus der Zeit der heute fast schon wieder vergessenen Kriege auf dem Territorium von Ex-Jugoslawien. Im Schatten des seit dem Anschlag auf die Twin Towers in New York und aktuell dem Zug-Attentat von Madrid alles überragenden Top-Themas ‚Terrorismus‘, schwelt immer noch ein Gewalt-Konflikt in unserer europäischen Nachbarschaft weiter. Auf den brodelnden Kochtopf, den wir etwas zu verallgemeinernd das Etikett ‚Balkan‘ gegeben haben, liegt nur ein durch verschiedene Abkommen zusammengehaltener Deckel. Jederzeit kann der in dieser Region immer latente Hass der diversen Ethnien wieder
Read More Aus dem Leben der Eintagsfliegen Nach dem großen Erfolg von Jeffrey Eugenides‘ Middlesex ist jetzt auch sein Erstling wieder neu aufgelegt worden – und bietet mit großem Einfühlungsvermögen und einer poetischen Sprache ein exzellentes Lesevergnügen. „An dem Morgen, an dem schließlich die letzte Lisbon-Tochter ihren Selbstmordversuch unternahm – Mary diesmal, mit Schlaftabletten wie Therese –, wussten die Sanitäter schon genau, wo die Schublade mit den Messern war, wo der Gasherd und wo im Keller der Balken, an dem man sich aufknüpfen konnte.“ Vor über zehn Jahren erschien im sehr engagierten
Read More Lakonisch-düstere Endlosschleife Von triebgesteuerten Männern, scheiternden Aussteigertypen und paranoiden Großstadtmenschen. Sibylle Berg bleibt sich selber treu. Ein Mann. Allein. Auf seinem Bett. In der fernöstlichen Nacht. Bei vierzig Grad hinterm Moskitonetz. In den Ecken: Spinnen und Riesenkakerlaken. Er starrt an die Decke. Raucht eine nach der anderen. Das Betttuch klebt, die Haut auch. Er weiß, dass Schlafen keinen Sinn macht. Wozu auch? „Die Nächte schwül und zu lang, die Tage heiß und zu hell und so allein, dass noch nicht einmal ein Gespräch mit sich selber möglich.“ Was ihn hierher
Read More Die unerträgliche Belanglosigkeit des Seins Der archaische Kampf auf Leben und Tod und das Dahintreiben in postmodernen Belanglosigkeiten – dies sind die beiden Pole, zwischen denen Colson Whitehead in seinem zweiten, enzyklopädisch ausgreifenden Roman hin und her pendelt und dabei einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt. Der 1969 in New York geborene Afro-Amerikaner erzählt in„ John Henry Days“ zum einen die Legende von John Henry, der als „Bohrhauer“ im Westen Virginias einen Tunnel durch das Big Bend trieb und durch seinen heroischen Wettkampf mit einer Dampfbohrmaschine der ersten Generation berühmt wurde. Diesen
Read More Posted On März 14, 2004By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Um der Wahrheit willen Mariane Pearl, die Frau eines in Pakistan entführten und hingerichteten amerikanischen Journalisten, erinnert sich in bewegender Weise an dessen Leben und letzte Wochen. Man hat sich an diese Nachricht fast schon gewöhnt. Irgendwo unter vermischte Weltnachrichten wird über einen verschleppten, bedrohten, getöteten Journalisten berichtet. Man reagiert zynisch („Berufsrisiko“) oder flüchtig und teilnahmslos. Gäbe es nicht Organisationen wie vor allem die Reporter ohne Grenzen, dann wären diese Ereignisse schnell vergessen. Die Statistik aber ist erschreckend. Allein im Jahre 2003 sind über 40 Journalisten im Rahmen ihrer beruflichen
Read More Zwischen Ehrenkodex und Intrigen Endlich liegt mit „Manche tun es nicht“ ein Hauptwerk von Ford Madox Ford in deutscher Übersetzung vor und versetzt die Leser auf erstaunlich avancierte Weise in die englische Gesellschaft zu Anfang des letzten Jahrhunderts. Ford Madox Ford ist einer der wichtigsten Vertreter der englischen Moderne und steht in einer Reihe mit Autoren wie James Joyce, T.S. Elliot, Virginia Woolf oder Joseph Conrad. Rund 30 Romane und unzählige Aufsätze und Rezensionen hat der 1873 in London geborene und 1939 in großer Armut verstorbene Schriftsteller verfasst. Als Herausgeber
Read More Ohne Nachhall Für einen neuen Fänger im Roggen reicht es bei dem in die Jahre gekommenen Dirk Wittenborn nicht. Sein flott geschriebener Roman über das Erwachsenwerden bleibt ohne Nachhall. Wir schreiben das Jahr 1978 und der fünfzehnjährige Finn wohnt zusammen mit seiner Mutter in einem heruntergekommenen New Yorker Loft zwischen Lafayette und der Bowery. Während der anderweitig verheiratete Vater von Dirk Wittenborns Ich-Erzähler als berühmter Ethnologe die Yanomani im Amazonas-Regenwald erforscht, verdient seine Mutter Elizabeth ihre Brötchen als Masseurin und lebt ansonsten noch mitten in der Flower-Power-Zeit: „Mit den Drogen
Read More Anwalt der Underdogs Schon in seiner grandiosen Marseille-Trilogie rund um den melancholischen Polizisten Fabio Montale hat Jean-Claude Izzo den Zugewanderten, Ausgestoßenen und Gescheiterten der französischen Gesellschaft ein besonderes Augenmerk geschenkt. In „Die Sonne der Sterbenden“ beleuchtet er nun in halb-dokumentarischer Weise das Leben auf der Straße und rückt das immer noch romantisierende Bild vom weinseligen Clochard zurecht. Gleich im Prolog erleben wir das würdelose Sterben von Titi, der den „Winter in sich trägt“ und Tag für Tag immer mehr den Boden unter den Füßen verliert. Das Leben zwischen Pariser Metrostationen,
Read More Spiel mit doppeltem Boden Schon vom ersten Satz an summt Martin Suters traumhaft sicherer und kristallklarer Ton betörend in den Ohren und zieht den Leser in einen weiteren atmosphärisch dichten Psychothriller des Schweizer Erfolgsautoren hinein. Martin Suters Protagonist ist dieses Mal ein 23-jähriger Kellner namens David Kern. Er arbeitet in einer von trendy (Pseudo-) Schriftstellern, Art Directors, Architekten und Künstlern bevölkerten Retro-Lounge-Bar und lebt recht antriebslos in eine unbestimmte Zukunft hinein – bis er bei einem Trödler ein altes Nachttischchen kauft, das sein Leben radikal verändert. In der verklemmten Schublade
Read More Witziger Egotrip Dass der Bochumer Kabarettist und Autor Frank Goosen nach gerade einmal zwei Romanen im vergangenen Jahr mit dem Literaturpreis Ruhrgebiet geehrt wurde, hat auch ihn selbst überrascht. Schließlich sieht er sein literarisches Schaffen mit Stolz als „Unterhaltungsliteratur“ – und dies erfüllt er auch in seinem neuen Buch im besten Sinne. Doch Goosens literarische Karriere scheint voll von Überraschungen zu sein. So war zwar nach dem Ende des überaus erfolgreichen Vortragsduos „Tresenlesen“ zu erwarten, dass ein eingeschworener Fankreis das geschriebene Wort Goosens begierig aufnehmen würde, doch dass Liegen lernen
Read More Dr. Mabuse lebt Verschwörungstheorien und Terrorszenarios haben seit den Anschlägen vom 11. September Hochkonjunktur und finden zunehmend auch in der Literatur Widerhall. David Zeman liefert in seinem Debüt „Das Pinocchio-Syndrom“ dafür ein hochbrisantes, wenn auch literarisch nicht gerade überzeugendes Beispiel. Schon der Prolog ist ein Paukenschlag: Ein Kreuzfahrtschiff voller hochbegabter amerikanischer Jugendlicher wird von einer Rakete mit Atomsprengkopf vernichtet. Kurze Zeit später bricht eine rätselhafte Krankheit aus, bei der die Betroffenen wie zu Stein erstarren und nach monatelanger Leidenszeit versterben. Der amerikanische Vizepräsident ist eines der ersten Opfer. Alles deutet
Read More Warten auf den Wahnsinn In naher Verwandtschaft zu Don DeLillo zeigt Costello uns eine paranoische Gesellschaft, die auf Kontrolle fixiert ist und die, um diese aufrecht zu erhalten, groteske Sicherheitssysteme aufbaut und in einem zerreißenden Zustand ständiger Bereitschaft lebt – ein in sich kreiselndes Paradox. Beschaulich und mit einem leicht skurrilen Touch lässt Mark Costello seinen Böses ahnen lassenden Roman „Paranoia“ einsetzen: In Center Effing, einem kleinen Kaff an der Küste New Hampshires, umgeben von Salzwiesen und einem Air-Force-Stützpunkt, lebt zu Carters Zeiten die Familie Asplund. Vater Walter ist ein
Read More Dialektik von Markt und Qualität „Blue Note. Die Biographie“ ist ein zentrales Stück Jazzgeschichte, also Musikgeschichte, also Kunstgeschichte, also Geistesgeschichte, also Zeitgeschichte. Man kann nie genug lernen. Selbst wenn man sich nun seit ungefähr 30 Jahren intensiv mit Jazz beschäftigt hat und glaubte, gerade über Blue Note Records, über die beiden Berliner Emigranten Alfred Lion und Frank Wolff, über den genialen Tonmeister Rudy Van Gelder und den Designer Miles K. Reid so ziemlich alles irgendwann mal mitgekriegt zu haben, ja, selbst dann ist die Lektüre von „Blue Note. Die Biographie“
Read More Fight fire with fire Eine toughe Frau führt Rachefeldzug gegen feindliche Männerwelt 1991 mischte die Engländerin Helen Zahavi den Literaturbetrieb gehörig auf: Ihr Roman „Schmutziges Wochenende“ schildert recht drastisch den Vernichtungsfeldzug einer Frau gegen die feindliche Männerwelt. Insbesondere diese Männerwelt war nicht allzu begeistert vom Tonfall des Romans, was vor allem daran liegen dürfte, dass Männer hier nicht allzu gut wegkommen (um ehrlich zu sein, kommen sie gar nicht mehr „weg“, wenn sie an Bella, die Heldin des Romans geraten sind). Nach „True Romance“ (deutscher Titel „Dirty Games“ !!) kehrt
Read More Vielversprechende Neuentdeckung Es ist noch gar nicht so lange her, da hätte eine Autorin um die Dreißig keine Chance erhalten, mit einem Erzählband zu debütieren. Zunächst musste ein Roman her, in dessen Kielwasser sich auch Kurzprosa vermarkten ließ.Doch Kurzprosa hat in den letzten Jahren enorm an Renommee und Ansehen bei Lesern und Kritikern gewonnen – nicht zuletzt dank der Wiederentdeckung Raymond Carvers oder (im deutschsprachigen Raum) der Neuentdeckung Judith Hermann. Eine dieser zu entdeckenden Stimmen ist auch die von Tanja Schwarz. Nach dem Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig hat es
Read More Top, die Wette gilt „Auf ganzer Linie“ ist ein rasanter und ungemein witziger Roman. Eine Hass-Liebeserklärung an das ebenso marode wie wichtige Londoner Fortbewegungsmittel U-Bahn. Was Männer nicht alles leisten, wenn sie das Wettfieber greift: Da wettet einer im Jahr 1872, die Erde in 80 Tagen umrunden zu können, ein anderer wettet im Jahre 2001, das Londoner U-Bahn-Netz an einem Tag komplett abfahren zu können. Nun gut, die Erdumrundung ist heute ein Klacks, aber die Londoner Underground ist feindliches Terrain für jeden, der es eilig hat. Der 1970 geborene Keith
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