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Geschichten vom Silberfluss – Nackt bis auf die Sonnenbrille und ihrer Wirkung gewiss, schreitet eine junge Frau durch die belebteste Einkaufsstraße von Paraguays Hauptstadt Asunción. Welche Turbulenzen sie erzeugt, schildert Ana María Strahms Erzählung „Calle Palma“ mit fühlbarem Vergnügen, die Motive der Blitzerin werden jedoch nur angedeutet. So schwebt trotz aller Entblößung ein zarter Schleier über dem Text, was ihm sehr bekommt. Dass die Schöne es auch auf das Cover schaffte, ganz ohne Schleier, versteht sich von selbst. Der Fluss, auf den der Titel anspielt, ist der Rio de laRead More
Argentinien ja, aber nicht allein – Gisela Trahms für CULTurMAG: In dem Band „Neues vom Fluss“ haben Sie 28 Erzählungen aus drei südamerikanischen Ländern versammelt. Wie haben Sie die Texte gefunden? In Deutschland gibt es seit einigen Jahren ein mobiles Festival lateinamerikanischer Literatur, die Latinale, die ich mit anderen Leuten zusammen organisiere. Dadurch lernte ich viele Schriftsteller aus Argentinien und Brasilien kennen. Als ich 2008 in Südamerika war, zum wiederholten Male in Argentinien, zum ersten Mal in Uruguay und Paraguay, habe ich durch diese Kontakte viele weitere geknüpft, die AutorenRead More
Reden ist Silber, brillant reden ist Gold – Dieser Streifzug durch die Geschichte der antiken Rhetorik ist sehr aufschlussreich, auch hinsichtlich der rhetorischen Defizite unserer zeitgenössischen Redner. Von Peter Münder Es ist peinlich und erschütternd, anrührend und extrem irritierend wie diese Panikattacke des stotternden Herzogs von York, „Bertie“, des späteren King George VI., einem zu Herzen geht: Man scheint beim Betrachten des grandiosen Films „The King’s Speech“ direkt in die Seele einer zutiefst verletzten, verunsicherten und verzweifelten Kreatur zu blicken – nur weil statt einer überzeugenden Rede vor den im Wembley-Stadion versammeltenRead More

Posted On März 2, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitMag-Quickies

LitMag-Quickies – Kurzrezensionen, diesmal zu Martin Sonneborn, Björn Kuhligk, James Orbinski, Christian Y. Schmidt und Paul Ginsborg von Tina Manske (tima), Frank Schorneck (fs) und Carl Wilhelm Macke (cwm). „DDR war sowas wie Krieg, glaube ich“ (tima) Im Jahr 2008 unternimmt der Satiriker Martin Sonneborn, Ex-Chefredakteur der Titanic und Gründer der PARTEI, einen ungewöhnlichen Ausflug: Er wandert einmal um Berlin herum, 234 Kilometer. Mit dabei ist der Dokumentarfilmer Andreas Coerper, der die Begegnungen auf dieser Reise durch den Osten mit der Kamera festhält. Das Buch „Heimatkunde“ ist die äußerst vergnüglichRead More

Posted On März 2, 2011By Stella SinatraIn Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Karmakoma 1 bild / 100 worte Bestandesaufnahme: Erst die Party, danach dieses NOBODY KNOWS THE TROUBLE I’VE hinter den Augen, dazwischen die Zwischenbilanz: Wo bleibt (schon wieder) der Fliegenpilzwodka… Einiges früher: Die Teppiche eingerollt und die Musik aufgedreht, THIS IS GROUND CONTROL, die Wohnung geentert, TO MAJOR TOM, von wildfremden Menschen, KARMAKOMA, qu’est-ce que c’est im Zentrum der Welt. Zigaretten NICHT alle, ein Glas geht kaputt auf Bestellung. Scooter = KEIN Genie. Schnaps. PSYCHIC TV. Die Kosmologie tendiert zum Nonsens, und die Gute Nachricht: Gott ist nicht †, nur derRead More
Die Literarische Woche diesmal u.a. mit Hunter S. Thompsons „Angst und Schrecken in Las Vegas“, Kirschen für Alfred Andersch, eine Radioparty für Georges Perec, ein Gespräch mit Thomas Hürlimann und als Literaturzeitschrift der Woche: Schreibtheft Nr. 76Read More

Posted On Februar 26, 2011By Jake AdelsteinIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Jake Adelstein: The Yakuza (1)

Über Jake Adelstein haben wir hier und hier berichtet, jetzt schreibt er exklusiv für CrimeMag über sein Thema, die mythenträchtige Yakuza, ganz ohne faule Mythen. Lesen Sie heute Teil 1. The Yakuza: No Longer Welcome in Japan By Jake Adelstein The Japanese Police Crackdown – The yakuza, the 80,000 gangsters that make up the Japanese mafia are no longer welcome in Japan. The days when they made hundreds of millions, running construction firms, collecting protection money, making real estate deals,  extorting companies and blackmailing civilians are fading away slowly. InRead More

Posted On Februar 26, 2011By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag, Kolumnen und Themen

Carlos

Carlos, der dicke Mann, Pforzheim und eine dolle Delta-Anthologie – sind Sie selbst erschüttert… Ich habe gestern Abend einen Mann gesehen, der in der Gaststätte Essighaus, Heidelberg-Altstadt, folgende Mahlzeit zu sich nahm: Zunächst die Tagessuppe – gestern war es Erbsensuppe – diese aber veredelte der ältere Herr sich mit einem guten Viertelliter Maggi sowie Unmengen von Parmesankäse. Beides, Maggi und Hartkäse nahm er sich selbstverständlich, ja selbstbewusst, seitens des Personals gebilligt, wenn nicht gar dazu ermuntert, vom Tresen. Nun bin ich in jenem Lokal seit geschlagenen 37 Jahren – kannRead More
Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – 2009 begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist… Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigten Plan undRead More

Posted On Februar 26, 2011By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Peter Münder: Pleiten, Pech und Pannen der Spionage

Get Your Kicks In The MFS – Überwachen, kontrollieren, bespitzeln – und das rund um die Uhr. Das ist die Aufgabe der mit gigantischen Mitteln ausgerüsteten Geheimdienste, die dann doch alles verpatzen und verpennen, wie wir gerade am Beispiel Tunesien und Ägypten erleben konnten, wo niemand die massiven Protestbewegungen vorhergesehen hatte. So war es eigentlich schon immer, nicht nur bei der CIA oder beim britischen Auslandsdienst MI6. Auch wer für den BND oder die Stasi als Spion im Einsatz war, kann ein hübsches Potpourri an Pleiten, Pech und Pannen präsentieren,Read More

Posted On Februar 26, 2011By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Stefan Kiesbye: Hemmersmoor

Schaurig, schaurig… Huuubuuu, auf´m Dorf geht´s ab. Mord und Unzucht, Leichenberge …. Thomas Wörtche hat sich schwer geschaudert… Am Anfang pisst eine Frau auf das Grab einer frisch verstorbenen Jugendfreundin. Das ist nicht nett und ein klein bisschen drastisch. Ein Hingucker auf jeden Fall. Damit beginnt der Roman „Hemmersmoor“ von Stefan Kiesbye, der laut Paratext (hier: Klappentext) ein „Schauerroman“ sein soll. Mit Paratexten will man Rezeptionen vorgeben, was allerdings nur bei einem arg naiven Publikum funktioniert, wenn Paratext und Text derart erstaunlich inkongruent sind. In „Hemmersmoor“ passieren auf schmalen 206Read More

Posted On Februar 26, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops, frisch & dampfend, heute von Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW) Ein Zissemännchen der Spannungsliteratur – (JF) Freunde der literarischen Leichenschnippelei kommen in Simon Becketts viertem Roman um den „forensischen Anthropologen“ Dr. David Hunter kaum auf ihre Kosten. Nur einmal darf der geniale Erforscher der „Chemie des Todes“ seine Expertise unter Beweis stellen. Aber ausgerechnet diesen kleinen Triumph gönnt ihm der ebenfalls bei der Ausgrabung eines Mordopfers im schauerlichen Dartmoor anwesende „forensische Archäologe“ nicht. Ja, man wundert sich, wer heutzutage alles im Dienste kriminalistischer Ermittlungen tätig wird.Read More

Posted On Februar 26, 2011By Christopher G. MooreIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Views from Bangkok Kriminalität funktioniert unterschiedlich, in manchen Kulturen. Allerdings auch nur manche Kriminalität. Christopher G. Moore diffenziert… Hier geht es zu einer Übersicht der bisherigen Teile. The Fear Factor inside a Thai Restaurant: Corporate Culture Bias and Criminal Conduct A Thai living in Boulder, Colorado was sent to jail for one year and a day for various criminal violations connected with his restaurant business. He was released on one million dollar bail and told to report to prison in 15 days. It wasn’t one law that he broke inRead More

Posted On Februar 24, 2011By Die RedaktionIn Litmag, Vermischtes

REAL LIFE of GLAMOUR GIRLS

Natalia und Olga – CULTurMAG goes Reality TV! Wir haben uns jetzt einen eigenen Kanal besorgt[i]. Anlass dafür sind zwei herausragende Talente, die wir neulich auf einer Party abseits der Berlinale kennengelernt haben, nennen wir sie Natalia und Olga. So heißen sie auch. Sie werden in den kommenden Wochen und Monaten aus ihrem Leben und von ihrem Streben berichten. Schieb ab, Paris Hilton, unsere Briefe hast du nicht beantwortet, jetzt sind wir nicht mehr interessiert.[ii] Weil wir Olga haben. Und Natalia. Die heißen wirklich so. Und sie haben einen Traum: Read More
Unter unserer Würde – Carl Wilhelm Macke über den schamlosen Beutezug des Gel-Barons zu Guttenberg durch das geistige Eigentum anderer. Wenn man in den sechziger, siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts seinen konservativen Onkel (Oberstudienrat, früher NS-Lehrerbund, dann CDU-Wähler) mal so richtig ärgern wollte, dann erwähnte man die „Universität Bremen“. Sofort krachte es dann los: „Rote Zelle‚ Kommunistenpack, Kaderschmiede statt akademische Ausbildung, linke Professoren“ usw., bis die Stimme sich überschlug. Für den Untergang des Abendlands (sprich die Sozialdemokraten um Willy Brandt an der Regierung in Bonn, die Gesamtschulen in Hessen und die KinderlädenRead More

Posted On Februar 23, 2011By Kerstin CarlstedtIn Bücher, Litmag

Nicole Krauss: Das große Haus

Beeindruckende Vorstellungskraft – Selten war es nachteilig, als Schriftstellerin gut auszusehen. Im Gegenteil. Wie bei Opernsängerinnen, bei denen früher nur die Stimme zählte, ist es heute auch für den Erfolg im Literaturbetrieb immer wichtiger, dass Newcomerinnen schön anzusehen sind. Oder wäre Zoe Jennys „Blütenstaubzimmer“ so wohlwollend besprochen worden, wäre sie nicht dieses ätherische, elfengleiche Scheidungsmädchen gewesen? Und wäre das Kurzgeschichtendebüt „Sommerhaus, später“ von Judith Hermann genauso zahlreich über den Ladentisch gewandert, wäre die Autorin nicht ausgesprochen vorteilhaft auf Klappentext- und Katalogbildern abgebildet worden? Bei Nicole Krauss hingegen ist es wohlRead More

Posted On Februar 23, 2011By Isabel BogdanIn Kolumnen und Themen, Litmag, Sachen machen

Sachen machen: Unter Katzen

Im Musical – Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen – diesmal wagt sie sich ins Musicalzelt. Also, Ihr coolen Musikchecker, macht Euch locker und seid nicht so arrogant: Isabel war bei CATS – und ihr hat’s sogar gefallen … Zu den vielen Dingen auf der Welt, die mir egal sind, gehören Katzen. Und Musicals. Da liegt es natürlich nahe, mir „Cats“ anzusehen. Zumal das eine der ersten Schallplatten war, die ich mir selbst gekauft habe, irgendwann Mitte der Achtziger. Sie lief damals dauernd, ich kannRead More

Posted On Februar 23, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Helmut Krausser: die letzten schönen tage

Quälende Chronik einer scheiternden Liebe – Mit „die letzten schönen Tage“ serviert Helmut Krausser seinen Lesern ein seltsames literarisches Mahl – es ist weder feurig-würzig, noch raffiniert-opulent, geschweige denn süß und verlockend. Es ist eher zäh und trocken und schwer zu schlucken – und gleicht damit dem  Leben und der Liebe in diesem Roman. Von Karsten Herrmann Im Zentrum des Buches steht Serge, ein zwanghafter, grundsätzlich pessimistischer und tendenziell hämisch-menschenverachtender Werbetexter in den Dreißigern, der an einen von Houellebecqs Antihelden erinnert. In dem von einem Jahrhundertwinter heimgesuchten eiskalten Berlin sollRead More

Posted On Februar 23, 2011By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Carolina Schutti: wer getragen wird, braucht keine schuhe

Der Staub der Glasmurmeln – Allein für den Titel kann man das Debüt von Carolina Schutti lieben. Ihrem Roman stellt sie zwei Betrachtungen voran: Zum einen beschreibt sie, wie enttäuschend der Blick auf den feinen Staub von zertretenen Glasmurmeln sein kann, die das Geheimnis ihres Innenlebens nicht preisgeben; zum anderen beschreibt sie, dass, wer getragen wird, keine Glasmurmeln zertritt: „Wer getragen wird, hat einen Träger.“ Der Wunsch nach einem Träger, nach jemandem, der vor Verletzungen schützt und Verantwortung übernimmt, scheint auch Anna zu erfüllen. Nur scheinbar ist die 18-Jährige selbständig,Read More

Posted On Februar 23, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Vermischtes

Magazin „Du“ , Ausgabe Nr. 813

Große Gefühle – Das Schweizer Edelmagazin Du widmet sich der Weltverbesserung. Von Carl Wilhelm Macke. Eine Zeitschrift wie das Schweizer Kulturmagazin Du bedarf keiner besonderen Werbung. Seit Jahrzehnten erwartet die Leser hier Print- und Fotojournalismus auf allerhöchstem Niveau. Unterbrochen wird der journalistische Teil der Zeitschrift nur hin und wieder durch großflächige Werbeseiten Schweizer Luxusuhren und weltweit bekannter (und berüchtigter) Schweizer Banken. Letzteres ist besonders pikant in dem Heft von Januar/Februar 2011, das sich dem Themenschwerpunkt „Humanitäre Organisationen“ widmet. Helfen doch viele der weltweit arbeitenden Non Government Organisations gerade in Ländern,Read More

Posted On Februar 23, 2011By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Kryptomnesie 1 bild / 100 worte Nietzsche hatte sie, R. L. Stevenson hatte sie, und jetzt wurde offenbar Guttenberg Jr.s Doktorarbeit davon befallen: Kryptomnesie. Die gutartige Hirnstörung gibt dem Betroffenen ein, Texte fremder Genies seien von ihm selbst. Als Verteidigung rechtlich unhaltbar, auch sonst schwierig: Ein Hirnkranker an der Spitze unserer Streitkräfte? Aber keine Sorge! Seine Doktorarbeit hat nicht Guttenberg selbst geschrieben, sondern sein guter Kumpel und Gefangener auf Schloss Guttenberg SUPERMAN, alias Clark Kent. Karl-Theodor hatte damals keine Zeit. Der außerirdische Überflieger wiederum wurde gefügig gemacht durch Kryptonit imRead More

Posted On Februar 20, 2011By Markus KuhnIn Bücher, Litmag

Daniel Kehlmann: Der fernste Ort

Die Oberfläche des Spiegels Der Stil so mittelmäßig wie der Held – Die Geschichte eines gescheiterten jungen Mannes Ein kleines Nest im Süden. Nebensaison. Bis auf die Gäste einer Versicherungstagung befinden sich keine Fremden im Ort. Julian, ein junger Tagungsteilnehmer, ignoriert die einheimische Warnung vor gefährlichen Strömungen und nutzt die Mittagspause, um im angrenzenden See schwimmen zu gehen. Gedankenverloren lässt er sich treiben und kommt vom Ufer ab. Er gerät in Panik, verliert das Bewusstsein, erwacht erschöpft an einem Ufer liegend, ohne zu wissen, wie er sich hat retten können.Read More

Posted On Februar 19, 2011By Dirk SchmidtIn Crimemag, Porträts / Interviews

Klassiker-Check: Friedrich Dürrenmatt

Friedrich Dürrenmatt: Der Verdacht –Dirk Schmidt, Anfang 2011 – mitten in den Jubilarien. Im Januar: Runtergefallen. Vom Regal auf den Boden. Beim Aufräumen des Arbeitszimmers. Um es spannender zu machen, sagen wir mal, von selbst. Also nicht, weil eine tektonische Ruhrgebietsschwingung in dem typischen Nachkriegshaus es in Bewegung brachte, sondern weil das ins Bräunliche angelaufene Papier nach so vielen Jahren der Einsamkeit einer Berührung bedurfte? Lassen wir diese Frage unbeantwortet und gehen weiteren nach. Muss man, nachdem man sich ins Kreuz bückt, um ein gefallenes Buch aufzuheben, es auch gleichRead More
Der Roman: Ein ekelhafter Leichnam (Un cadáver asqueroso) – 2009 begannen die Diez Negritos einen Online-Krimi zu verfassen. In ironischer Anlehnung an die surrealistische Methode des cadavre exquis („köstlicher Leichnahm“) betiteln sie ihren Gemeinschaftsroman mit „Ein ekelhafter Leichnam“ („Un cadáver asqueroso“); und tatsächlich präsentiert uns im ersten Kapitel ein Gerichtsmediziner einen unerklärlich ekelhaften Leichnam in einer Stadt, die Merkmale von allen möglichen hat und keine einzige ist … Nach der Maxime von Paco Ignacio Taibo II, derzufolge die Anarchie die einzige natürliche Ordnung ist, folgt der Roman keinem vorgefertigten PlanRead More

Posted On Februar 19, 2011By Frank GoehreIn Crimemag, Porträts / Interviews

David Osborn: Jagdzeit. Teil 2

Die Methoden des Machtkampfes Osborn im Klassiker-Check, Teil 2 – In diesem Frühjahr erscheinen in einer Neuauflage zwei lange vergriffene Klassiker amerikanischer Spannungsliteratur: James Dickey, Flussfahrt (280 Seite. 14 Euro. Seeling Verlag, Frankfurt) und David Osborn, Jagdzeit (272 Seiten. 10,95 Euro. Pendragon Verlag, Bielefeld). Beide Romane haben einen vergleichbaren Ausgangspunkt. Beide wurden Weltbestseller und beide wurden verfilmt – der eine mit Burt Reynolds, der andere mit Peter Fonda in der Hauptrolle. Der eine Film ist längst ein Klassiker, der andere ein weitgehend vergessenes B-Movie. Für sein Nachwort zu „Jagdzeit“ hatRead More

Posted On Februar 19, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – heute von Henrike Heiland (HH), Joachim Feldmann (JF) und Thomas Wörtche (TW) Porno und Elfen (HH) Per Mörner, Sohn des Pornoproduzenten Jerry Morner, hat ein altes Sommerhäuschen auf Öland geerbt. Vendela und ihr Mann, der Schriftsteller Max, haben eine neue Sommervilla gegenüber gekauft. Der 84-jährige Gerlof zieht sich ebenfalls auf die Insel zurück, weil er keine Lust hat, im Altersheim zu sterben. Noch kennen sie sich nicht, aber bald wird klar, wie eng ihre Leben miteinander verflochten und voneinander abhängig sind. Der Brandanschlag auf Pers Vater JerryRead More