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Posted On April 16, 2011By Joachim FeldmannIn Crimemag, Porträts / Interviews

Interview mit dem Autor James Sallis

„Unsere Welt ist trostlos.“ Ein Interview mit dem amerikanischen Autor James Sallis, dessen neuer Roman „Der Killer stirbt“ schon bald Furore machen wird, wenn uns nicht alles täuscht.  Eine Rezension folgt in einer der nächsten CrimeMag-Ausgaben. Von Joachim Feldmann „Der Killer stirbt“ ist eine der ungewöhnlichsten Kriminalromane, die ich seit langem gelesen habe. Es wird nicht nur die Geschichte eines sterbenskranken Auftragsmörders erzählt, der seinen letzten Job zu erledigen hat, sondern wir treffen auch auf einen Jungen im Teenageralter, der, von beiden Eltern verlassen, sich mit dem An- und VerkaufRead More

Posted On April 16, 2011By Frank GoehreIn Bücher, Crimemag

Charles Manson: Meine letzten Worte

Ich mag ihn Auf der Skala der „beliebtesten“ Mörder steht Charlie Manson sicher ganz weit oben. Ganz in der Nähe von Hannibal Lecter, so möchte man beinahe meinen, wenn man Michal Welles Devotionalie liest. Frank Göhre hat sie für CrimeMag gelesen. Und ist ziemlich angefressen … „Hör mir zu, Frau, ich erzähl dir jetzt mal was … Bitte versuch, mich zu verstehen … Ich will dir einen Rat geben … Schreib das Buch, verdammt noch mal. Bring es endlich raus.“ So beschwört Charles Manson, 76, „des Mordes für schuldig befunden“Read More

Posted On April 16, 2011By Eva KarnofskyIn Bücher, Crimemag

Leonardo Padura: Der Mann, der Hunde liebte.

Trotzki & andere Zeitgenossen … Der Kubaner Leonardo Padura hat sich in den letzten Jahren mit nachdenklichen und sozialkritischen Krimis einen Namen gemacht. Schauplatz war immer Paduras Heimatstadt Havanna. Erstmals hat er nun einen Roman vorge­legt, in dem er über die Grenzen Kubas hinausschaut, nach Spanien während des Bürgerkrieges, in die Sowjet­union, nach Mexiko. Padura wid­met sich darin der Ermordung des sowjeti­schen Revolutionärs und Politikers Leo Trotzki am 21. August 1940 in Mexiko-Stadt durch den spanischen Kommunisten Ramón Mercader. Eva Karnofsky über den spannendsten kubanischen Schrifsteller unsere Tage und seineRead More

Posted On April 16, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – aus Druck- und Bildmaterial angerichtet heute von Doreen Wornest (DW), Joachim Feldmann (JF) und Frank Rumpel (rum). Kommissarin Lund. Das Verbrechen II. (DW) Kommissarin Lund ist zurück! Von ihrem ehemaligen Chef aus der Provinz nach Kopenhagen zurückgerufen, soll sie zusammen mit ihrem neuen Partner Ulrik Strange den Mord an der Rechtsanwältin Anne Dragsholm aufklären. Dieser Mord markiert den Beginn einer grausamen Serie. Die weiteren Opfer haben vor einiger Zeit zusammen als Soldaten in Afghanistan gedient. Jens Peter Raben, einer dieser Soldaten und seit zwei Jahren in derRead More
Normalerweise machen wir im redaktionellen Teil keine Werbung. Diesmal sehen wir von diesem hehren Grundsatz ab, weil unser über alles geschätzter Autor Jake Adelstein an einem Projekt beteiligt ist, das wir unterstützen. „Quakebook, an e-book who’s profits all go to the Japan Red Cross was put together by some friends of mine in Japan and they managed to get William Gibson, Barry Eisler and Yoko Ono to contribute as well. I wrote a piece for it and offered some advice, and got a little pre-publicity for it.  I didn’t doRead More

Posted On April 16, 2011By Christopher G. MooreIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Views from Bangkok Wir  denken bei  Thailand automatisch an Sex-Business, Sex-Tourismus, Korruption und Organisierte Kriminalität. Von außen. Christopher G. Moore lebt in dieser Gesellschaft. Deswegen heute: Disposable People Crime authors are accustomed to killing off characters in their novels. In this fictional world, a man’s life might not be worth more than a dime on longshoreman’s payday. We have no problem dispatching the evil, malignant, cruel, and selfish megalomaniac. In fact our readers often like those scenes when the bad guys expiry date is reached. If we reflect on thisRead More
Fake Mexican Tourist Blues Kevin Ayers Hey, mister, would you like my sister Her name is Juanita, I think you’d like to meet her. She’s a little bit risky, Drinking always whiskey. But she’s really a tiger Take you right inside her. Hey, mister, got another sister Her name is Dolores. She likes pretty colores; She’s a little bit silly, Eating always chili; But she’s very sexy, Take her home in a taxi. Hey, Juanita, Juanita Banana Hey, Juanita, would you hold my banana; I’d like it now, I don’tRead More

Posted On April 13, 2011By Die RedaktionIn Kunst, Litmag, Online-Galerie

Online-Galerie (3): Jessica Halm

In unserer Online-Galerie stellen wir in regelmäßigen Abständen Arbeiten interessanter Künstlerinnen und Künstler vor. In diesem Monat zeigen wir Ihnen Bilder der Malerin Jessica Halm. MARIE O´NETT, Öl auf Leinwand, 200 cm x 140 cm, 2010 CHATEAU D’HALM, Ausstellungsansicht, Westwerk, Hamburg, 2010 S, Öl auf Leinwand, 150 cm x 110 cm, 2010 Ausschnitt „JE“, Öl auf Rauhfaser, Papier und Leinwand, 360 cm x 300 cm, 2010 SICH DEM SANFTEN WAHN HINGEBEN, Öl auf Digitalprint, 30 cm x 20 cm, 2010 EUNUCH TROPAION, diverse Materialen, 250 cm x 90 cm xRead More

Posted On April 13, 2011By Isabel BogdanIn Kolumnen und Themen, Litmag

Sachen machen: Spaziergang im Darm

Faszination Darm – Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige und ganz normale Sachen aus. Manchmal macht sie richtig was durch. Faszination Darm. FASZINATION DARM! Das muss man sich mal, Verzeihung: auf der Zunge zergehen lassen. Fas-zi-na-tion Darm. FASZINATION DARM (jawohl, in Großbuchstaben) ist, so ist es auf der Webseite zu lesen, Europas größtes Darmmodell. Schon mal ein spitzenmäßiger Superlativ, die Burdastiftung hat also den längsten, dann wäre das auch geklärt. Tatsächlich handelt es sich bei FASZINATION DARM um eine hüpfburgartige, aufblasbare,Read More
Gaddafis „Grünes Buch“ So populär wie Maos Rote Fibel war Gaddafis „Grünes Buch“ zwar nie. Aber der Wüstenrebell aus Sirte (dort wurde er 1942 geboren) hatte sich mit seiner „Dritten Universaltheorie“ einen gewissen Nimbus als Staatsmann geschaffen, der sich zu Höherem berufen fühlte und als Nasser-Nachfolger an die Spitze der panarabischen Bewegung setzen wollte. „Das Grüne Buch“ gehörte als Zwangslektüre in jeden libyschen Haushalt und jede Volksschulklasse. Aber wurde es auch gelesen? Und was steht eigentlich drin? Von Peter Münder Als die mit malerischen Kaftans ausstaffierten afrikanischen Exzellenzen, all dieRead More
Ach Deutschland, mein Deutschland, komm‘ wieder nach Hause – Deutschland, du bist wieder da! Ich freue mich so! Ach, wie hab ich dich vermisst. Die letzten Wochen hast du so abwesend gewirkt, du warst so ganz und gar nicht du selbst. Ich dachte schon: Wenn das so weitergeht, muss ich raus hier, nur weg. Wirst du jemals wieder zu dem Land werden, in das ich mich verliebt habe? Doch jetzt bist du wieder da, und ich freue mich einfach. Der Schreck begann, als Angela Merkel begann, Atomkraftwerke abzuschalten. „Mein Gott!“,Read More

Posted On April 13, 2011By Christina MohrIn Bücher, Litmag

Tanja Dückers: Hausers Zimmer

Westberlin, frühe 1980er-Jahre – Die 14-jährige Julika ist in ihren Nachbarn verknallt. Sie und ihre Freundinnen verzieren Mauern und Buspolster mit geheimen Zeichen. Und Julika will auswandern, am liebsten in ihr Sehnsuchtsland Patagonien. Mit dieser Protagonistin hätte man einen ganz normalen, handelsüblichen Coming-of-age-Roman gestalten können, circa 250 Seiten lang. Die Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers aber hatte mit ihrer Erzählerin Julika Zürn (der Name erinnert gewiss nicht zufällig an die Künstlerin Unica Zürn) anderes vor: Nichts weniger als ein 500 Seiten dickes Denkmal Westberlins der frühen 1980er-Jahre ist „Hausers Zimmer“ geworden.Read More

Posted On April 13, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Dave Eggers: Zeitoun

Erschütterndes Lehrstück – Mit „Zeitoun“ unternimmt der amerikanische Romancier, Verleger und Creative-Writing-Aktivist Dave Eggers einen Ausflug in das Genre der Doku-Fiction. Von Karsten Herrmann Die Folie des Buches bildet der Hurrikan Katrina, der 2005 die Stadt New Orleans auf unvorstellbare Weise verwüstete: „Eine Katastrophe, deren Größe und Schwere mythische Dimensionen hatte“ – und mit der alle bisherigen Gewissheiten und Sicherheiten plötzlich nichts mehr galten. Dave Eggers zeigt das am Beispiel der Familie Zeitoun. Der Vater Abdulrahman ist gebürtiger Syrer und gläubiger Moslem und hat den Ehrgeiz, seiner Frau Kathy undRead More

Posted On April 13, 2011By J.S. GoszeIn Bücher, Litmag

Sacha Sperling: Ich dich auch nicht

RüdhJvdJüadeDuSs – In Frankreich feiert man ihn als die literarische Entdeckung des Jahres. Jetzt kommt Sacha Sperling (Jahrgang  ’90) auf den deutschen Markt. Er scheint zu halten, was er verspricht . In seinem Debütroman sieht J.S. Gosze ein Talent auf dem Weg zum Routinier. Mit „Du mich auch nicht“ („Mes illusions donnent sur la cour“) bedient Sperling die Nachfrage einen sich im Aufstieg befindenden Genres: Romane über die hedonistische  Jugend, von der Jugend über all dies etwas Drogenkonsum und Sex streuseln. Kurz: RüdhJvdJüadeDuSs. RüdhJvdJüadeDuSs ist kein leichtes Feld für einenRead More
Eine beeindruckende Reportage von Rita Knobel-Ulrich – Mit Impressionen einer militärischen Übung in Hammelburg, bei der Attentatsopfer, eine Frau mit Burka und schreiende Zivilisten den bevorstehenden Afghanistan-Einsatz ganz realistisch simulieren, beginnt die Reportage über deutsche Soldaten am Hindukusch. Dann folgen Interviews mit Familienangehörigen. In ihrer Reportage geht es Rita Knobel-Ulrich vor allem darum, wie Familien damit fertig werden, wenn der Vater einen mehrmonatigen Einsatz in Kunduz oder Kabul absolviert. „Natürlich habe ich Angst“, sagen einige Frauen, „aber es muss ja sein – ein Feuerwehrmann kann seinen Einsatz ja auch nicht jedesRead More

Posted On April 13, 2011By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Das Wetter in Deutschland 1 bild / 100 worte Ein Regenband wandert in den Morgenstunden von der Ostsee über Sachsen-Anhalt bis zum Mann ohne Eigenschaften in Wien, der in einem kleinen Palais am Fenster stehend eine Zigarette raucht. Pendelnde 10 Grad. Mittags erfasst die Chance auf Sonnenstrahlen Niederrhein und Saar, die sich heftig und erfolglos zur Wehr setzen. Ab Nachmittag gerne freundlichere Phasen mit Kinderlachen und Sahnetorten und TV-Serien über Mitbürger, die ihre Heimat verlassen. Feuchte und milde Luft. Der südliche bis südwestliche Wind frischt kräftig auf und geht anRead More
Hier, wie in der letzten CrimeMag-Ausgabe versprochen, der Nachruf auf H.R.F. Keating von www.kaliber38.de-Macher Jan Christian Schmidt Henry Reymond Fitzwalter Keating wird am 31. Oktober 1926 in St. Leonards-on-Sea, East Sussex, geboren. Der distinguierte Name ist seinem Vater geschuldet, ein Schulmeister, der gerne selbst als Schriftsteller reüssiert hätte und der der Überzeugung war, dass pompöse Initialien auf einem Buchdeckel eindrucksvoll wirken. Keating besucht die Merchant Taylors‘ School in Middlesex, Greater London, doch schon mit 16 Jahren verlässt er die Schule und verdingt sich bei der BBC als Techniker. Kurz vorRead More

Posted On April 9, 2011By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Editorial, 9.4.2011

Verehrtes CrimeMag-Publikum, Sie lesen heute den angekündigten Nachruf von Jan Christian Schmidt auf den jüngst verstorbenen H.R.F. Keating. Bei Carlos gibt es eine Blütenlese des „Grimmi-Wettbewerbs“. Definitiv nicht um Koch-Grimmis oder ähnlichen Unfug geht es im ersten Teil eines längeren Essays von Michael Kegler und Achim Stanislawski über ein mit Schauder und Faszination besetztes Thema: Kannibalismus. Ein vermutlich nicht ganz zufälliges Doppelfeature von Christian Koch und Christophe Dupuis – beide Buchhändler unseres absoluten Vertrauens – beleuchtet die französische Autorin Dominique Manotti. Bill Moody denkt anhand seines detektivischen Jazzpianisten Evan HorneRead More

Posted On April 9, 2011By Carlo SchaeferIn Carlos, Crimemag, Kolumnen und Themen

Carlos

Na also, geht doch …  Carlos Wettbewerb hat schöne Früchte getragen. Hier, um im schiefen Bild zu bleiben, die Blütenlese … Was für ein Erfolg! Durch einen Tränenschleier blinzelnd schrieb ich meine letzte Kolumne, niemand hatte bei meinem schönen Lokalkrimiwettbewerb mitgemacht! Enttäuscht taumelte ich gar ins weite Feld der Literaturtheorie, in die ich doch gar nicht gehöre! (Freilich handelte es sich um das dann doch nicht so weite, das da heißet: Taugt er oder nicht, der Regiogrimmi? Ist die See ein Protagonist, gibt’s die böse Provinz oder nicht und dannRead More
Tupi or not tupi, that is the question … eine wahrhaftige Historie von wilden, nackten, grimmigen Menschenfresser-Leuten und gegrillten Männern. Kriminalliteratur und Essen hat in den letzten Jahren einen eher albernen Marketing-Zusammenhang zwischen Morden & Kochen gebildet … Aber um Käse-Grimmis geht es wahrlich nicht. Das Thema sitzt tiefer. Michael Kegler und Achim Stanislawski zeigen in  ihrem zweiteiligen Text, wo … Teil I Nur die Anthropophagie eint uns. Sozial, ökonomisch, philosophisch. Einziger Ausdruck der Welt. Maskierter Ausdruck aller Individualismen, aller Kollektivismen. Aller Religionen. Aller Friedensabkommen. Tupi or not tupi, thatRead More
Dominique Manotti! von Christian Koch und Christophe Dupuis Dominique Manotti gehört in der Tat zu den wichtigsten zeitgenössischen Kriminalautorinnen. Deswegen heute eine doppelte Würdigung bei CrimeMag: Ein dringender Kauftipp von dem Buchhändler unseres Vertrauens, Christian Koch, vom Berliner „Hammett“. Nach den beiden eigenständigen Werken „Hartes Pflaster“ und „Letzte Schicht“ liegt nun mit „Roter Glamour“ der erste von zwei Romanen mit der Pariser Polizistin Noria Ghozali vor. Während bedeutende Wirtschaftslenker, Politiker und andere Schergen in einem noblen Pariser Club einen illegalen Waffendeal mit dem Iran feiern, explodiert ein Transportflugzeug über derRead More

Posted On April 9, 2011By Bill MoodyIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Bill Moody: Jazz’n Crime

Bill Moody ist Jazzprofi mit erheblichen Meriten und Kriminalschriftsteller von Rang. Seine Romane um den Jazzpianisten Evan Horne, der hin und wieder in kriminelle Malaisen rutscht, genießen Kult-Charakter. Heute geht es um Plausibilität & um Evan Horne, den Jazzpianisten mit der detektivischen Ader … Plausibility in Crime Fiction and Film I think it was Somerset Maugham who said “there are three rules for good writing.” He also said, “Unfortunately, nobody knows what they are.” Maugham may be right, but there is at least one rule necessary for convincing, realistic crimeRead More

Posted On April 9, 2011By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Klassiker-Check: Graham Greene zum 20. Todestag

No Risk, No Fun, No Book ! Von wegen Entertainment: Was im „Third  Man“, „Our Man in Havanna“ oder dem „Quiet American“ so leicht und locker anmutete, waren literarische Hochkaräter, auch wenn diese von Kritikern und Nobelpreis-Komitees permanent unterschätzt  wurden. Eine Würdigung des Altmeisters aus Anlass seines 20. Todestags (er starb Anfang April 1991 in Vevey, Schweiz) von Peter Münder Irgendwas musste er immer kompensieren: entweder seinen tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplex, die schweren Depressionen oder seine Angst vor Misserfolgen und vor einer paralysierenden Langeweile. Daher war Graham Greene (1904–91) auch meistens aufRead More

Posted On April 9, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – lange Texte kompakt besprochen, heute von Klaus Kamberger (KK), Kirsten Reimers (KR) und Joachim Feldmann (JF). Hand & Fuß (KK) Kommt immer mal wieder vor – da springt ein Debütant mit Elan auf die Bühne, legt einen Erstling hin, der es in sich hat, bekommt sein Fett weg, will sagen: wird hoch gelobt. Und dann ist das Gejammer umso lauter, wenn der mit Spannung erwartete Zweitling nicht mehr so ganz dem entspricht, was man sich erhofft hat. Ging das nicht sogar einem Günter Grass so, als seinerRead More

Posted On April 9, 2011By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Krimigedicht: G.A.Bürger – Lenore

Lenore Von Gottfried August Bürger Lenore fuhr ums Morgenrot Empor aus schweren Träumen: »Bist untreu, Wilhelm, oder tot? Wie lange willst du säumen?« – Er war mit König Friedrichs Macht Gezogen in die Prager Schlacht, Und hatte nicht geschrieben: Ob er gesund geblieben. Der König und die Kaiserin, Des langen Haders müde, Erweichten ihren harten Sinn, Und machten endlich Friede; Und jedes Heer, mit Sing und Sang, Mit Paukenschlag und Kling und Klang, Geschmückt mit grünen Reisern, Zog heim zu seinen Häusern. Und überall all überall, Auf Wegen und aufRead More

Posted On April 6, 2011By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag

Konrad Lorenz: Rohrkrepierer

Huck Finn auf dem Hamburger Kiez – Der obere Saal im Literaturhaus Hamburg ist überfüllt, den hinteren hat man zusätzlich aufgemacht, und der ist auch voll. Der Anlass: Eine Lesung des Hamburger Autors Konrad Lorenz aus seinem Roman Rohrkrepierer. Das Kapitel, das Lorenz gerade liest, könnte man (fahrlässig) so zusammenfassen: Wir waren jung, wir waren dumm, und Huren gehörten bei uns zum Straßenbild. Von Brigitte Helbling. Und wer wollte bei diesem Auftritt auch nicht dabei sein?  In Rohrkrepierer beschreibt der 69-jährige Lorenz seine Jugend im Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli alsRead More