„Am Ende wird man immer aus einem Paradies vertrieben.“ [[Don Winslow]] gehört zu den spannendsten Autoren von Kriminalromanen. Nicht nur wegen seiner Stoffe, sondern auch wegen seiner künstlerischen Vielfalt und seiner stilistischen Variabilität. Unser französischer Freund und Kollege Christophe Dupuis hat sich mit ihm unterhalten, Barbara Bonneau hat das Gespräch übersetzt … CD.: Wenn ich Ihre Biografie lese, dann kommt mir die Vielzahl der von Ihnen ausgeübten Jobs (Schauspieler, Regisseur, Privatdetektiv, Safarileiter, Lehrer, Journalist, Sicherheitsagent und Koordinator für die Simulation von Geiselnahmen) typisch amerikanisch vor und ich verstehe, woher der
Read More Notbesetzung vor Gordischem Knoten – Island war Gastland auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Die Schwemme isländischer Krimis war bedrohlich. Immerhin, Arnaldur Indriðason hat es inzwischen auch ohne „Welle“ zur wichtigen, kriminalliterarischen Stimme gebracht. Ulrich Baron macht sich dennoch Sorgen … Dieser im Boomjahr 2005 angesiedelte Roman ist nun schon der zweite Kommissar-Erlendur-Krimi ohne Kommissar Erlendur. Der ringt in den Ostfjorden weiterhin mit den Gespenstern seiner Familiengeschichte, sprich mit den langen Schatten, die das spurlose Verschwinden seines Bruders nicht nur auf seine Kindheit geworfen hat. Und langsam macht man sich doch
Read More Posted On November 16, 2011By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag
Der Mann, der die Gedächtnismaschine erfand – Schon in der Schulzeit, schreibt der Dichter Ron Padgett über seinen Jugendfreund, habe Joe Brainard sämtliche Kunst-Preise abgeräumt, die es abzuräumen gab. Im Laufe eines nicht sehr langen Lebens – Brainard starb 1994 im Alter von 52 – schuf der Künstler Werke als Maler, Collagist, Illustrator, Bühnenbildner und Schriftsteller. Nur wenige Jahre, nachdem er sein heimatliches Oklahoma für die Ostküste verlassen hatte, wurde ihm in New York eine Anerkennung als Künstler zuteil, die über 20 Jahre lang nicht nachließ. Eine Solo-Ausstellung jagte die
Read More Dass die fundierte und leidenschaftliche Auseinandersetzung mit Literatur quer durch alle Medien immer weiter ausdünnt, dass sich die professionelle Literaturkritik aus vielerlei Gründen in der Krise befindet, das ist so wahr wie ärgerlich. Wend Kässens mit einem Beitrag zur Diskussion: Für mehr Kritik in den Medien – Mit der Literatur ist im großen Ganzen schon alles in Ordnung. Nichts Neues unter der Sonne. Die Autoren schreiben, was sie schreiben müssen, manche auch das, was sie oder andere wollen. Die thematische Bandbreite und die literarische Vielfalt, auch die formale, scheinen mir
Read More Posted On November 16, 2011By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Eine Jagd durch wilde (Wort-)Abgründe – Der ukrainische Romancier, Lyriker, Essayist und Übersetzer Juri Andruchowytsch ist einer der wichtigsten Vertreter einer avancierten osteuropäischen Literatur. In seinem im Original bereits 1999 erschienen Roman „Perversion“ zeigt er sich als Postmoderner par excellence und als Meister des Grotesk-Karnevalesken. Der Roman erzählt – besser: rekonstruiert – das Verschwinden des ukrainischen Undergroundhelden und Performance-Aktivisten Stanislaus Perfezki in Venedig: „Stets setzte er alles aufs Spiel – seine Habe, sein Talent, sein Leben.“ Der hochverschuldete Literat war dort zu dem internationalen, die Postmoderne genüsslich parodierenden Seminar „Postkarnevalistischer
Read More Aus Sorge um Italien – Soll man jetzt noch einmal in allen skandalösen und süffisanten Details das Besondere am Regierungsstil des Silvio Berlusconi ausbreiten? Was es für die politische Kultur eines Landes „inmitten von Europa“ bedeutet hat, für viele Jahre im Bann eines mal schlitzohrigen, mal kriminellen, mal senilen, mal potenzprotzigen Medienmoguls gestanden zu haben? In den letzten Tagen, die auch seine – vermutlich – letzten Tage als „Primo Ministro“, als „Erster Minister“ in Italien gewesen sind, wurden in den Medien noch einmal alle über Berlusconi archivierten Nachrichten dem staunenden
Read More Posted On November 16, 2011By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag
Der Wellnessbereich als Bühne des Lebens – Gibt’s was Schlimmeres als eine Fünfzigerfeier in einem spießigen Lokal? Eindeutig ja, findet Ulrich Noller. „Sauna, Hot Stones, Schweißausbrüche“, so wirbt der Deutsche Taschenbuch Verlag auf dem Cover für „Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt“, das neue Erfolgsbuch von Dora Heldt. Und dann geht’s direkt ins Herz der Dinge: „Gibt es etwas Schlimmeres, als seinen fünfzigsten Geburtstag in einem spießigen Lokal mit der ganzen Familie feiern zu müssen, Geschäftskollegen des Mannes und Nachbarn inklusive?“ Betroffen ist Doris, 49, klar, und Hausfrau, auch
Read More Posted On November 16, 2011By Kathrin BredeIn Bücher, Litmag
„Es ist, wie es ist, und es kommt, wie es kommt“ – In dem Heuhaufen der diesjährigen Neuerscheinungen auf dem deutschen Buchmarkt findet sich mit dem Erstlingsroman des Schweden Jonas Jonasson „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ eine glänzende Nadel, meint Kathrin Brede. Ja, 100 Jahre Lebenszeit, das ist verteufelt lang. Könnte sein, dass da einer viel erlebt hat. Oder sogar sehr viel. So wie Allan Karlsson, der just am Tag seines 100. Geburtstages die Faxen von den nervtötenden, strengen Reglements im Seniorenzentrum (und besonders der garstigen
Read More Weltraum-Warenhaus 1 bild / 100 worte Zurück zum Wesentlichen: Das Universum. Ist es unendlich? Die Antwort lautet: Ansichtssache. Je nach dem, wen man fragt, schrumpft das Weltall mal, mal expandiert es, oder es ist ganz einfach da. Mal ist es einem Ei entsprungen, mal einer toten Gottheit. Der Urknall war oder war nicht. Wem ein Universum nicht reicht, kann sich viele denken: Multiversen mit variablen Dimensionen. All das liegt in der Auslage des Weltall-Warenhauses auf, wo auch der irre Wissenschafter seine Modelle anbietet. Wir entscheiden uns für eine Tüte Strings,
Read More Weiß auf Schwarz – Was soll da schiefgehen? Tardi adaptiert und illustriert Manchette. Feiner geht’s kaum, findet auch Matthias Penzel. Selbst auf die Gefahr hin, hier jetzt wie ein hinterwäldlerischer Dorfdepp mit bedenklich xenophoben Tendenzen zu klingen – eine haarstäubende Gefahr – geh ich mal kurz auf Risiko und sage: Der Held der Geschichte ist Franzose, und das merkt man ihm auch an. Terriers Stimmung changiert ziemlich nonstop, in sehr langen Nächten zwischen missmutig-griesgrämig und schlicht asozial. Tagsüber ist er eher nüchtern, mit Hang zur Melancholie. Auch ständig in Bewegung.
Read More Der Herbst ist gekommen, nachdenklich, milde und die Nebel wallen – auch bei Carlos: Ja, was soll ich denn machen? Dass einem mal nichts einfällt, ist ja normal und in meiner Erstexistenz als Landesbeamter auch nicht weiter schlimm. Als Kolumnist freilich ist es fatal und so kann ich nur um Vergebung bitten und den Fokus der geneigten Leserschaft auf meine Nöte lenken. Was hatte ich in Momenten der Ideenferne noch vor Jahresfrist, gar Zweijahresfrist für prächtige Hilfe hier im Südwesten, als dessen Dummheitschronisten ich mich – zunächst im Tittenmagazin oder
Read More „Not for me“ – Mal wieder gibt es Neuauflagen der Wexford-Fälle in Großbritannien, und das Random House-Imprint Arrow lockt auf dem Rückumschlag: „Ruth Rendell’s timeless Wexford novels continue to intrigue, enthral and surprise readers time and time again“. Grund genug, sich einen der alten Wexfords vorzunehmen. Ein Klassiker-Check von Henrike Heiland. Vor zwei Jahren noch wollte Rendell mit Wexford aufhören, sagte sie der Presse, doch 2011 ließ sie ihn im Ruhestand ermitteln und verband mit „The Vault“ ihre nunmehr 22-teilige Ermittlerserie mit einer ihrer standalone novels „A Sight For Sore
Read More Der Einzelhandel ist ein ganz besonderer Ort … – Ein Kauftipp des Krimi-Buchhändlers unseres Vertrauens, Christian Koch vom Berliner HAMMETT. Ungewöhnliche Handlungsorte haben gerade mal wieder Konjunktur im Kriminalroman. Verliese in nordischen Ländern sind zum Beispiel gerade en vogue, verbunden mit einem schmissigen Einwort-Buchtitel bilden sie quasi ein Erfolgsgarant auf dem deutschen Buchmarkt. Aber dann kommt plötzlich Regina Nösslers „Auf engstem Raum“ daher und ist von Beginn an ganz anders: Das Buchcover hat etwas mit dem Inhalt des Romans zu tun! Das gleiche gilt für den Buchtitel! Und der Handlungsort?
Read More Durchgenudelt – Wie ein Widergänger springt er immer wieder aus seiner Gruft. Der Mehr-als-ein-Grimmi, der „literarische Krimi“ – hier als „Torso“, nicht der von Apoll, sondern von Wolfram Fleischhauer. Klaus Kamberger kommt um ein paar grundsätzliche Gedanken nicht herum … Den mal guten, mal biederen, mal bemühten, aber auch oft genug ausdrucksstarken Deutsch-Krimi kennen wir ja spätestens seit glausig-fleschigen Zeiten. Derzeit aber scheint er sich in seinen komparativen Aggregatzustand aufzuschwingen, er wird nämlich „literarisch“. Kürzlich erst bei Blessings (vom CrimeMag bereits gewürdigt), nun auch bei Droemers. Jedenfalls preisen sie dort
Read More Lena Blaudez, selbst in „Krisengebieten“ ziemlich herumgekommen, würdigt einen Reiseführer der etwas anderen Art. Kontext pur für Polit-Thriller … Verbale Auseinandersetzungen mit Voodoo-Priestern sind tunlichst zu vermeiden Diesen und andere wichtige Tipps hält das „Handbuch für die gefährlichsten Orte der Welt“ bereit, ein Survival-Kit für und von Journalisten, NGO-Mitarbeitern, Ärzten und anderen, die in den Krisenregionen der Welt arbeiten. Das Buch ist ein Sammelsurium von praktischen Tipps, Anekdoten, Erinnerungen und Geständnissen – zusammengetragen und geschrieben von der britischen Journalistin Rosie Garthwaite, die für [[Al Jazeera]], [[Reuters]] und [[BBC]] berichtet und
Read More Bloody Chops Schales hinter ehrwürdigen Fassaden (KR) Der Brite John Harvey ist im Krimigeschäft ein alter Hase. Seit Jahrzehnten wird er der Krimielite des UK zugeschlagen. Über hundert Bücher hat er geschrieben, auch unter verschiedenen Pseudonymen. Viele gute Krimis sind dabei: solide und stimmig aufgebaut, ausgefeilte Figuren, durchdachte Plots, alles eingebettet in eine realistische Szenerie. Nach den mittelprächtigen Kriminalromanen um den Privatdetektiv Scott Mitchell, den richtig guten um DI Charlie Resnick oder den noch besseren mit Ex-Cop Frank Elder liegt mit „Splitterndes Glas“ nun der erste Band einer neuen Reihe
Read More Tristan von [[Gottfried von Straßburg]] Gedaehte mans ze guote niht, von dem der werlde guot geschiht, sô waere ez allez alse niht, swaz guotes in der werlde geschiht. Der guote man swaz der in guot und niwan der werlt ze guote tuot, swer daz iht anders wan in guot vernemen wil, der missetuot. Ich hoere es velschen harte vil, daz man doch gerne haben wil: dâ ist des lützelen ze vil, dâ wil man, des man niene wil. Ez zimet dem man ze lobene wol, des er iedoch bedürfen sol,
Read More Posted On November 9, 2011By Anna HelblingIn Comic, Litmag
Von Schrift und Liebe – Satte 672 Seiten auf meinem Schreibtisch, 1,7 Kilo in your face. Zwischen weinroten Buchdeckeln mit goldenen Verzierungen: „Habibi“, das neuste Graphic Novel von Craig Thompson, das zeitgleich auf Englisch, Deutsch und Französisch erschienen ist (oder erscheinen sollte: die französische Ausgabe hat sich verzögert). Von diesem Werk reden spätestens seit der Buchmesse in Frankfurt viele, und keineswegs nur die Feuilletons. Dieser Craig Thompson! Schon sein letzter Graphic Novel „Blankets“ war ein Schwergewicht. Auf immerhin 582 Seiten beschrieb die autobiographische Coming-Of-Age-Geschichte den jungen Craig, sein Hadern mit
Read More Kunst und Sünde – Isabel Bogdan begibt sich für CULTurMAG ins Handgemenge mit den Dingen und probiert skurrile, abseitige und ganz normale Sachen aus. Diesmal ist ihr gar nichts peinlich… Die Welt ist bunt, Menschen haben unterschiedliche Hobbys und Vorlieben, und das ist auch gut so. Manche ziehen sich sonderbar an oder lassen sich gern schlagen. Freunde – nennen wir sie S. und M. – haben mich eingeladen, mit zu einer Orgie zu kommen, zu einer SM-Party, und mir das anzusehen. SM, so mein Freund, könne schließlich auch für „Sachen
Read More Posted On November 9, 2011By Christina MohrIn Bücher, Litmag
Schnittstelle: Berliner Mauer. Christina Mohr im „Doppelschlag“ über einen Sammelband, der die künstlerische Auseinandersetzung mit der Berliner Mauer dokumentiert und über David Byrnes „Bicycle Diaries“, in denen der Musiker Berlin (und andere Metropolen) als „radelnder Flaneur“ mit dem Fahrrad erkundet. Mauer-Geschichten „Beuys empfiehlt die Erhöhung der Berliner Mauer um 5 cm (bessere Proportion!). “ Seit ihrer Errichtung bot die Berliner Mauer Anlass zu Klagen und zynischen Kommentaren (siehe Beuys-Zitat), denen überwiegend der Wunsch innewohnte, das menschen- und ländertrennende Bauwerk einzureißen. Doch wie andere Grausamkeiten dieser Welt wurde die Mauer vielen
Read More Posted On November 9, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Der Wille zu überleben – Carl Wilhelm Macke über die Neuauflage der beiden zentralen Bücher von Primo Levi. Es gab einmal eine Zeit, da waren die Bücher von Primo Levi über seine Zeit in Auschwitz und seine Flucht aus dem Ort des absoluten Schreckens in die Freiheit ständig präsent in den öffentlichen Literaturdebatten. Hier ist auch noch einmal an einen der besten je über Levi geschriebenen Texte von Philip Roth zu erinnern: „Gespräch mit Primo Levi in Turin“ (erschienen in Philip Roth „hop Talk“, 2001). Levi galt in den ersten
Read More Ewige Liebe 1 bild / 100 worte Schnitt zum Sternenhimmel: Australien fliegt in einer perfekten Boomerang-Bewegung zurück zu unserem Planeten. Beim Eintritt in die Atmosphäre entzündet sich sein totes Restgehölz. Schnitt zur Erde: Die Ozeane sind dabei, das Loch, wo einst Australien war, mit Salzwasser zu füllen. In diesen Gigatümpel fällt nun – PLATSCH! – das kontinentale Brandgeschoss. Satellitenbild: Rauchwolken vernebeln die Südhemisphäre, Tsunamis rasen um den Erdball. Schnitt zum Erdmittelpunkt, in Hellboys Saloon sitzt die Dame in Lila:„Sie Unhold! Was haben Sie getan?“ – „Sweet Jane, wovon reden Sie
Read More ¡Vamos a matar! Don Winslows neuer Roman „Zeit des Zorns“ erzählt eine kleine Geschichte. Wie er sie erzählt, das ist ganz groß. Ein Plädoyer für gute Romane von Thomas Wörtche. Nach dem Riesenpanorama „Tage der Toten“ hat [[Don Winslow]] jetzt mit „Zeit des Zorns“ ein Detail aus demselben Themenkreis ausgekoppelt – ein Genre-Bildchen, im malerischen Sinn. Eine kleine, schmutzige Geschichte, ein B-Movie mit allen Vorzügen eines bescheidenen production designs. Subversiv, abseits des Mainstreams, eine Geschichte aus unseren Tagen eben. Stilisiert und somit verdichtet. Keine Kolportage, keine fiktionalisierte Reportage, sondern Genre
Read More Krisen-Reporter: Ohne Grenzen und Schmerzen? Kaum eine Berufsgruppe übt heute einen so gefährlichen Job aus wie Reporter in ausländischen Krisen- und Kriegsgebieten: Sie sollen möglichst schnell und objektiv berichten und trotz der hektisch-brisanten und gefährlichen Ereignisse umfassend informiert sein. Wie hat sich aber die Berichterstattung in den letzten Jahren durch die Neuen Medien verändert? Wie wirkt sich der Konkurrenzdruck von TV-Sendern, Print- und Online-Journalismus auf die Reporter aus? Werden die Berichte heute stärker emotionalisiert oder gar sensationslüstern frisiert? Und bleiben Informationen auf der Strecke, wenn drastische Bilder zu sehr in
Read More Lesen! Dringend! Drei Klassiker in einem Band – und eine kollegiale Erstleserin. Anne Kuhlmeyer über Frank Göhres „Kieztrilogie“. Mit diesem Buch sollte man ausnahmsweise hinten beginnen. In „Hamburger Verhältnisse, Hintergründe und Materialien zur Kiez-Trilogie“ am Ende des letzten Teils liefert der Autor auf knapp dreißig Seiten einige Ergebnisse seiner Recherchetätigkeit – eine ausgesprochen spannende Lektüre. Im Übrigen ist es eine Zumutung, über das Buch schreiben zu müssen, denn besonders nützlich scheinen Begeisterungsstürme wie – großartig! wunderbar! genial! – nicht. Aber ich will mich nicht beklagen nach der Freude beim Lesen
Read More Mehrwert & Nebenwirkungen – Never judge a book by its cover … Ein Paradebeispiel für diese Weisheit ist [[Christian Försch]]s „Acqua Mortale“ – und wie gut, dass Ulrich Noller sich nicht hat abstoßen lassen! Mit Privatschnüfflern tut man sich im deutschsprachigen Genre schwer, schließlich ist Krimi ja „realistisch“, und wir haben hier nun mal keine Detektivkultur. Alle möglichen Ersatzkonstruktionen müssen herhalten, bevorzugt Journalisten, liegt ja auf der Hand. Auch wenn wir nicht nun auch nicht gerade eine investigative Publikationskultur haben, aber das ist eine andere Geschichte … Dass man trotz
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