Über Schuld und Sühne kann man beliebig oft neu verhandeln. Das geht mal gut, mal weniger. Manchmal könnte man es aber auch lassen. Joachim Feldmann hat so einen Fall bei seinen Streifzügen durch die überbordende Produktion gefunden.
Read More Jim Nisbet gilt vielen immer noch als ein Geheimtipp. Dabei hat der 1947 geborene Autor einiges vorzuweisen: Seine ersten drei Kriminalromane erschienen in der legendären Black Lizard-Reihe und der Noir-Roman Dark Companion wurde 2006 für den Hammett-Preis nominiert. Dieser ist jetzt in deutscher Übersetzung bei Pulp Master erschienen und bietet dem Leser eine hervorragende Möglichkeit, diesen bemerkenswerten Autoren kennen und schätzen zu lernen. CLAUS KERKHOFF feiert Buch und Autor.
Read More Prof. Dr. Dschungelkind
Seit sich jeder Quadratzentimeter belebte Natur per Knopfdruck auf den Bildschirm holen lässt, seit keine noch so abseitige Frage im Netz länger als fünf Minuten unbeantwortet bleibt, spätestens aber seitdem die Bilder von mit Speeren nach Hubschraubern werfenden Wilden um die Welt gegangen sind, ist das noch Unbekannte wieder aufregend, das Unentdeckte sexy.
Read More Julia Leigh ist inzwischen im englischsprachigen Raum wie auch in Frankreich eine bekannte Autorin. Hierzulande ist sie eher noch ein Tipp – einer, dem man nachgehen sollte, findet Carola Ebeling.
Read More Das Leben ist eigentlich wie der Orgasmus einer Frau. Es dauert ewig, bis es in Fahrt kommt, erreicht dann einen kurzen, aber dramatischen Höhepunkt und flaut endlos unspektakulär ab. Bunny Munros Leben ist wie der Orgasmus eines Mannes: Kurz, heftig, vorüber. Und schließlich ist Nick Caves Roman Der Tod des Bunny Munro wie der Trieb selbst – drängend, unerbittlich und voller Leidenschaft. ANICA RICHTER ist fasziniert.
Read More Posted On März 1, 2010By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
In diesen Tagen erscheint in polnischer Sprache eine Biographie über Ryszard Kapuscinski, die das von vielen errichtete Denkmal des vor drei Jahren gestorbenen Weltreporters aus Warschau erheblich ankratzt. Von Carl Wilhelm Macke
Read More Unter den vielen, vielen nordischen KriminalautorInnen, die alle gar nicht so wichtig sein können, wie man uns immer erzählen will, gibt es ganz sicher einen, der wirklich wichtig und originell ist: Matti Rönkä. Ein Kauftipp vom Krimibuchhändler unseres Vertrauens, Christian Koch.
Read More Andrew Taylors historische Kriminalromane verdienen eine sehr genaue und kompetente Lektüre, denn sie sind etwas sehr Eigenes. Dafür Lob und Preis von Tobias Gohlis.
Read More Das Regional-Krimi-Gedöns treibt oft seltsame Blüten. Joachim Feldmann hat den Glauben an das Gute noch nicht aufgegeben und streift unerschrocken durch seltsame literarische Gegenden. Heute durch Wien …
Read More Polina Daschkowa gilt als die wichtigste Krimiautorin Russlands. "In ewiger Nacht" ist der neunte Krimi, den der Aufbau Verlag von ihr veröffentlicht. Kirsten Reimers ist beeindruckt.
Read More Die irische Autorin Tana French hat mit ihrem neuesten Roman "Totengleich" einen dicken Schmöker für den Urlaub fabriziert, der sich leicht liest und an dem es erst einmal überhaupt nichts auszusetzen gibt: Ein altes Herrenhaus, eine mysteriöse Doppelgängerin, gefährliche Liebschaften und eine Heldin aus dem 21. Jahrhundert ergänzen das Tableau zum Mord und betten ihn in eine schauerromantische Kulisse. Aber … Nadja Israel ist enttäuscht.
Read More "Kap der Finsternis" von Roger Smith hat in Deutschland abgeräumt: Bester Kriminalroman des Jahres bei der KrimiWelt-Bestenliste und zweiter Platz beim Deutschen Krimipreis – hervorragende Kritiken allerorten. Max Annas, der in Südafrika lebt, ist jedoch skeptisch. Ein Kommentar über Rezeption, Nähe und Point-of-View …
Read More Pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr bringt der Pendragon Verlag D. B. Blettenbergs Roman Land der guten Hoffnung in einer Neuauflage heraus – mit dem fragwürdigen Zusatz „Südafrika-Krimi“. An Aktualität hat der erstmals 2006 erschienene Roman nichts verloren. Es geht um ein Land, das auch fast zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Apartheid-Regimes noch immer unter dessen Nachwirkungen leidet. Joachim Feldmann empfiehlt …
Read More Dexter Morgan, Forensiker bei der Polizei von Miami, frönt einem dunklen Hobby: dem Meucheln von Serienkillern, ist er doch selbst einer von ihnen. Behauptet zumindest sein Autor wortreich und wohlklingend. Kirsten Reimers zweifelt an dem oft beschworenen bösen Grundzug des freundlichen Serientäters.
Read More Posted On Februar 8, 2010By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag
Magischer Realismus aus Deutschland – Stefan Petermann hat sein beachtenswertes Debüt im noch jungen asphalt & anders Verlag gegeben. Von Frank Schorneck
Read More Jo Nesbøs Romane um seinen Helden Harry Hole sind Phänomene. Evidenterweise sind sie eher mittelmäßig und wenig originell, dennoch landete jetzt der Leopard auf allen Listen und Rankings ganz oben. Joachim Feldmann hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht.
Read More Es gibt noch echte Entdeckungen im Crime County: Inspektor Singh aus Singapur, ein pummeliger Sikh, ausstaffiert mit Rauschebart, Turban und Turnschuhen, ist ein wunderbarer, unkonventioneller Cop. Die ehemalige Singapurer Rechtsanwältin Shamini Flint schickt Singh in ihrem ersten Krimi "Die tödliche Familie Lee" auf eine Dienstreise nach Malaysia – und dort ist der Teufel los. Eins steht fest: Flint und ihr Sikh-Inspektor Singh ergeben eine unwiderstehliche Kombination … Eine Trouvaille von Peter Münder.
Read More Posted On Februar 4, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Februar 1, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Mit Witz und Wehmut zeichnet der junge amerikanische Schriftsteller Keith Gessen in seinem Debütroman "All die traurigen jungen Dichter" das Porträt einer männlichen „Generation X“, die feststeckt zwischen Baum und Borke. Von Karsten Herrmann
Read More Simon Schott, 1917 in München geboren, gilt als einer der besten lebenden Barpianisten der Welt. Nach seinem Abitur kommt er als Soldat nach Frankreich. Vor Kriegsende desertiert er und bleibt die nächsten 20 Jahre in Paris. In Harry’s New York Bar spielt Simon Schott auf seinem Piano vor Ernest Hemingway, Coco Chanel, Georges Simenon und anderen Berühmtheiten dieser Zeit. Heute lebt er wieder in München und spielt dort immer noch mehrere Stunden täglich in einem nicht ganz unbekannten Hotel. In den 50er Jahren schrieb Simon Schott mehrere Kriminalromane um den
Read More Gewohnt souverän erzählt Martin Suter in seinem neuen Roman Der Koch von der Wirtschaftskrise, vom Krieg in Sri Lanka und dem Geschäft damit, von der Molekularküche und der Liebe. Heraus kommt ein gewohnt elegant geschriebener Roman mit ein paar Längen. Frank Rumpel lässt sich den Appetit aber nicht verderben, au contraire …
Read More „Mann, wie genug ich habe! Was für ein Scheißjob!“, heißt es so treffend in Jean Amilas "Die Abreibung", weshalb H.L. Burkhardt auch leider nicht in Lob verfällt.
Read More Ian Rankin und die Kurzgeschichte – für Henrike Heiland der perfekte Anlass, eine kompakte, kleine Poetik der Short Story in einer Rezension zu verstecken …
Read More James Ellroy war schon immer ein sehr emsiger und bemühter Selbstdarsteller. Deswegen hat CrimeMag ihn sich in Hamburg angeschaut – ein vergnüglicher Lesungsbericht von Peter Münder.
Read More Brigitte Kronauers neuer Roman ist ein unvergessliches Plädoyer für die Macht der Visionen und Utopien. Von Tina Manske
Read More Grundsätzlich ist großes Misstrauen geboten, wenn Verleger ihre eigenen Werke verlegen. Denn der Subtext heißt: Sonst will sie ja keiner haben … Der Hard Case-Verleger Charles Ardai riskiert diesen Reflex und schreibt unter Richard Aleas in seinem eigenen Verlag Kriminalromane, die richtig gut sind, findet Joachim Feldmann.
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