Ein etwas schwermütiger Kriminalroman ist das Debüt des Finnen Marko Kilpi, der eine durchaus raffinierte Geschichte liefert, die allerdings nicht so richtig zünden will. Frank Rumpel ist nicht so recht zufrieden …
Read More Nichts als Lügen Michael Connelly ist einer der erfolgreichsten Autoren der USA – gleichermaßen geschätzt von Lesern und Kritikern. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Edgar Award for Best First Novel und der Shamus Award for Best Novel. Jetzt ist sein neuster Roman So wahr uns Gott helfe in deutscher Übersetzung erschienen und CLAUS KERKHOFF ist beeindruckt. Der erste Satz lautet: „Alle lügen. Polizisten lügen. Anwälte lügen. Zeugen lügen. Die Opfer lügen. Ein Prozess ist ein wahrer Lügenwettstreit.“ Damit steckt Michael Connelly den Rahmen seines neuen Romans
Read More Politische Peinlichkeiten von Schriftstellern aller Sortierung ist man ja grundsätzlich gewöhnt. Eigentlich sagt das nur, dass Intellektuelle per se keine moralischen und politischen Instanzen sind, auch wenn sie das gerne glauben möchten. Selten aber trifft politische Peinlichkeit (siehe die FREE GAZA-Nummer in türkischem Dienst und zu Gefallen der Hamas) und schriftstellerisches (Un-)Vermögen so deckungsgleich aufeinander wie bei Henning Mankell. Thomas Wörtche hat seinen angeblich letzten Wallander-Roman tatsächlich ganz durchgelesen …
Read More Mit "Runterkommen" hat die Hamburger Autorin Katrin Seddig ein ebenso schräges wie sprachgewaltiges Roman-Debüt vorgelegt, in dem die Kulissen des Normalen entweder erst gar nicht existieren oder sang- und klanglos in sich zusammen stürzen. Von Karsten Herrmann
Read More Als Kristof Magnusson mit der Arbeit an seinem zweiten Roman begann, konnte er nicht ahnen, wie sehr er mit dem Thema den Nerv der Zeit treffen sollte. Von Frank Schorneck
Read More Tschechien und Brasilien, bis auf den Wortausklang darf gerätselt werden über das Verbindende und das Trennende zwischen diesen beiden Ländern. Auf den ersten Blick liegt ein Ozean dazwischen. Erzählerisch gelassen umspannt die Tschechin Markéta Pilátová in ihrem Debütroman den Globus. Von Senta Wagner
Read More Hoffentlich wird aus Adrian McKinty kein Hype. Der Autor ist zu gut, als dass man ihn sofort allzu schreiend hochjubelt. Denn ein paar Macken hat der erste Band um Michael Forsythe, dem Iren in New York, durchaus. Aber Joachim Feldmann ist gerecht …
Read More Ja, so was verkauft sich wie das berühmte „geschnitten Brot“ … Thriller-analoge Bücher zum Passivdenken, hergestellt von Schreibomaten, auch und vor allem maschinenlesbar. Unterhaltung für ein breites Publikum, das es so saublöd in Wirklichkeit sicher nicht gibt, wenn es denn so etwas je lesen würde. Mit anderen Worten – erfolgreich, aber absolut schauderhaft. Henrike Heiland hat sich durch Patterson/Marklund gequält, ihr Resümee ist erschöpfend:
Read More Horacio Castellanos Moya, 1957 in Tegucigalpa/Honduras geboren, wuchs in El Salvador auf und ist zurzeit nicht nur der bekannteste salvadorianische Schriftsteller, sondern auch derjenige, der die Geschichte seines Landes am umfassendsten und überzeugendsten fiktionalisiert. Von Doris Wieser
Read More D.B. Blettenberg ist einer der wenigen, wirklich wichtigen deutschsprachigen Kriminalautoren. Und dabei ist er gar kein Kriminalromanautor im üblichen Sinn. Denn Schubladen sind ihm zu eng, so wie regionale Räume auch Enge schaffen. D.B. Blettenbergs Romane brauchen Raum … Thomas Wörtche stellt den neuen Roman vor …
Read More California Nightmare Mit dem wunderbaren Mafia-Roman „Frankie Machine“ hatte Don Winslow zu Recht Ruhm und Ehre angehäuft. Die Surferromane um Boone Daniels liegen deutlich auf einem anderen Level. Freunde haben sie aber dennoch. Jörg von Bilavsky gehört dazu. Der einsame Schnüffler sitzt nicht mehr in einem verrauchten Büro mitten in der sündigen Großstadt, die Füße auf dem Schreibtisch und die Whiskey-Flasche in der Schublade. Er wartet nicht mehr auf die hereinstöckelnde Blondine, die mit verweinten Augen nach ihrem kriminellen Geliebten sucht. Nein, heute aalt sich der braungebrannte und muskelgestählte Privatdetektiv
Read More In den letzten Monaten hat sich Joachim Feldmann kreuz und quer durch die ganz durchschnittliche Krimi-Produktion gelesen – neue Autoren angeschaut, bekannten eine Chance gegeben. Manchmal gezielt, manchmal mit Zufallsfaktor. Vor der Sommerpause hier noch ein paar seiner Leseeindrücke und ein Blick auf das neue Buch von Louise Welsh, das erst nächste Woche in den Buchhandlungen liegen wird.
Read More In die literarische Chill-out-Zone führt uns der (ehemalige) DJ, Konzertveranstalter und Journalist Jürgen Teipel mit seinem Debütroman Ich weiß nicht und zielt auf die glückselige Verbundenheit von allen mit allem: „Wir waren einfach in allem enthalten.“ Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Juni 7, 2010By Bernhard OberreitherIn Bücher, Litmag
Wenn es um die Geschichte als Stoff geht, weiß man genau: Damit muss man ja auch erst einmal etwas wollen: Helden umdeuten, Vergessene zu ihrem Recht kommen lassen, scheinbar in Stein Gemeißeltes in Frage stellen oder das Schreiben über Geschichte selbst reflektieren. Oder man illustriert damit eine allgemeine These, wie Bettina Balàka es höchst amüsant tut. Von Bernhard Oberreither
Read More Simon Froehlings literarisches Debüt spielt zwar sehr explizit in der Homosexuellenszene – ist dabei jedoch eindeutig mehr als ein „Szeneroman“, da es mit feiner Symbolik von universellen seelischen und sexuellen Traumata erzählt. Ingo Arend über einen gelungenen Erstling.
Read More Ariel Magnus scheint gerade everybody’s darling zu sein. Doris Wieser gehört allerdings nicht zu seinen Fans. Eine skeptische Lektüre …
Read More Kurz, knapp und auf den Punkt. Max Annas knöpft sich einen schwer gehypten Autor vor.
Read More Ingvar Ambjørnsen ist ein produktiver Autor. Neben fast 30 Romanen, Kinder- und Jugendbüchern hat er in recht großen Abständen immer wieder Bände mit Erzählungen veröffentlicht, zuletzt 1999. Nach zehn Jahren ist nun Teilweise abwesend erschienen, ein Band mit virtuos erzählten, mal düsteren, mal skurrilen Geschichten. Angepriesen von Frank Rumpel
Read More Die Schweden-Welle rollt und rollt. Und allmählich rollt sie sogar aus. Trotzdem findet man hin und wieder ein ganz charmantes, wenn auch nicht sehr belangvolles Teilchen zum Wegknabbern. Joachim Feldmann hat einen Urlaubstipp …
Read More Grimmis in allen Verabreichungsarten. Ist schon okay. Diesmal also Budapest, 1936. Ach ja, Max Annas ist nicht übermäßig beeindruckt …
Read More Ein neues Buch von Paco Ignacio Taibo wird immer freudig begrüßt. Auch wenn dieses neue Buch so neu gar nicht mehr ist. Eine kleine Einordnung von Thomas Wörtche.
Read More Morden schwer gemacht Jörg von Bilavsky amüsiert sich über Max Allan Collins, der sich über creative writing amüsiert. Selten so gelacht. Schon gar nicht bei einem Hardcore-Krimi dieses Kalibers. Was das schriftstellerische Multitalent Max Allan Colins mit seinem ersten Quarry-Roman produziert hat, liest sich bestens. Mag der Plot auch noch so brutal und anstößig sein: Collins ist einfach cool. Mit einer Lässigkeit spricht er über die abgebrühte Philosophie eines Auftragsmörders. „Denn jeder, der auf Beschluss eines anderen getötet werden sollte, war bereits tot, zumindest wenn dieser andere so mächtig und
Read More Von seinen „verrückten Jahren in Paris“ berichtet der ansonsten in der literarischen Welt weitestgehend unbekannt gebliebene Kanadier Johnny Glasco in seinen autobiographischen Erinnerungen. Sie setzen im Montreal des Jahres 1927 ein ... Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Mai 27, 2010By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Ungelöste Fragen nach der „Missbrauchsdebatte“. Von Carl Wilhelm Macke
Read More Zwischen heute und gestern. Jenseits von morgen. Anlässlich eines Sammelbands über den Iran macht sich Matthias Penzels Gedanken zu einer Nation, die fasziniert und verschreckt – und das nicht erst seit 1979. Von Matthias Penzel. Im angloamerikanischen Kulturkreis gibt es diese mantra-artige Frage: „Where were you when Kennedy died?“ Das Konversationsklischee ist so weit verbreitet, dass es häufig recyclet wird. Wenn mich also popkulturelle Gecken fragen: „Wo warst du, als der King starb?“, (was sie leider nie tun), dann habe ich darauf eine Antwort: „Ich kann mich ganz genau erinnern!
Read More Vielschreiber Dietmar Dath legt ein Bilderbuch über die Finanzkrise vor und lässt dabei die Sehnsucht nach älteren Texten aufkommen. Von Tina Manske
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