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Posted On November 28, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (21): Werner Tübke

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Werner Tübkes „Sizilianischer Großgrundbesitzer mit Marionetten“. (Alle Folgen hier). Einundzwanzigste Ausfahrt Die Reisen, auf die meine Augen seit ein paar Monaten gehen, wenn ich in der Küche die alltäglichen Handreichungen verrichte, die allesamt sich um den Erhalt der Lebenskräfte drehen,Read More

Posted On November 28, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Random TV II 1 bild /  100 worte Random TV 9:03 – 9:18: Der Tropfen, der das Fass endlich zum Überlaufen brachte: Massagen. Rundmachen, Entspannen, Rundrücken, Entspannen, und noch einmal rund – ein hochemotionaler Fall. Was war das denn bitte für ein krankes Bild von dir? Junge Leute sehen das heute vielleicht ein bisschen anders. Das wäre mein Rührei – das gilt auch für eine zünftige Schlägerei. Aber inwieweit wird das, was wir Liebe nennen, von archaischen Trieben gesteuert, die nur ein Ziel haben: Fortpflanzung?? Tiere in dieser Zeit warenRead More

Posted On November 28, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Rainer Malkowski

Fotos All die nichtssagenden Fotos, in die wir unsere Liebe hineinlesen, unsere Erinnerung an Augenblicke, die nicht auf dem Bild sind. Ihr Armen, was tut ihr, wenn wir sterben, unter Menschen, die nur sehen, was ihr zeigt? Reduziert auf das Sichtbare: wer könnte so leben. „Weltlyrik’“ – das klingt nach großer, weiter Welt. Amerika, Karibik, Pazifik, China, Australien, Copacabana, Patagonien, Paris, New Delhi, Sao Paolo. Aber wer verbindet mit Brannenburg, einem kleinen, unbedeutenden Flecken an der bayerisch-österreichischen Grenze, „Weltlyrik“?! Und Rainer Malkowski (1939-2003), der die letzten Jahre seines Lebens, gezeichnetRead More

Posted On November 21, 2012By Gisela TrahmsIn Bücher, Film/Fernsehen, Litmag

Michael Haneke: Liebe. Das Buch

Text, Bild, Form – Am 1. Dezember werden auf Malta die Europäischen Filmpreise verliehen. Hanekes „Liebe“ ist sechsmal nominiert (Film, Regie, Drehbuch, Kamera, Darsteller). Gleichgültig, wie oft er gewinnt, ob er zum Jahresende noch einmal ein paar Statuetten einsammelt oder nicht – Kritiker und Jurys haben sich längst darauf verständigt, dass er in der Höhenluft jenseits solcher Ehrungen angekommen ist. Von Gisela Trahms Der Film über den langen Weg zum Tod, seit September in den Kinos, läuft immer noch. Erzählt man einem/r Dreißigjährigen die Handlung, antwortet er/sie: Muss ich mirRead More

Posted On November 21, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 21.11.12

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. Ende Oktober hat John Jeremiah Sullivan auf einer Lesereise die deutsche Ausgabe seiner Reportagen- und Essaysammlung „Pulphead“ präsentiert. Ein Anlass für Joe Paul Kroll, sich ein paar generelle Gedanken zu der Zukunft des Essays zu machen. Bereits in der vergangenen Woche hat Wolfram Schütte die lukrative Vortragsserie des Peer Steinbrück kommentiert, diesmal beschäftigt ihn die Frage, ob die SPD den „waidwund geschossenen Steinbrück“ nicht besser aufgeben solle, um sich die Chance auf einen kompletten Regierungswechsel zu bewahren. Am 1. Dezember werdenRead More

Posted On November 21, 2012By Joe Paul KrollIn Kolumnen und Themen, Litmag

Überlegungen zur Zukunft des Essays

Wohin bewegt sich der Essay als Genre und Form? – Bei der Lesung, die John Jeremiah Sullivan Ende Oktober in Frankfurt gab, ertappte ich mich bei einem verstörenden Gedanken: War meine wenig begeisterte Rezension seines Buches „Pulphead“ ungerecht gewesen gegenüber dem Autor, der da so charmant und lebhaft vortrug und obendrein nicht nur auf einer geliehenen Gitarre eine Gänsehaut erzeugende Version von Neil Youngs „Cortez the Killer“ zum Besten gab, sondern anschließend auch die textlichen Merkwürdigkeiten des Stücks präzise zu benennen vermochte? Doch die Erkenntnis, dass mich der Song tieferRead More

Posted On November 21, 2012By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Luiz Ruffato: Es waren viele Pferde

Anti-traditionell, avantgardistisch – Doris Wieser über ein aufregendes und vielseitiges Buch, das sich im Bereich zwischen Roman, Kurzgeschichte und Lyrik bewegt. „Es waren viele Pferde“ des Brasilianers Luiz Ruffato (*1961 Caraguases, Minas Gerais) ist – das sei vorweggenommen – ein ganz erstaunliches und unkonventionelles Werk. Angekündigt wird es als „Roman“, erfüllt aber keineswegs die gängigen Erwartungen an dieses Genre. Das Werk besteht aus 69 Kapiteln. Alle spielen in São Paulo, doch in jedem werden Figuren eingeführt, die gleich darauf wieder verschwinden. Ein Roman ist das Werk also nicht, wenn manRead More
Noch (oder: was möglich wäre) – Eine Glosse von Wolfram Schütte. Noch könnte die SPD bei der kommenden Bundestagswahl die Chance haben, wenn auch nicht stärkste Partei gegen Merkel & ihre CDU/CSU, so doch eine so starke Zweite zu werden, dass sie zusammen mit den Grünen in der Lage wäre, die „Bleiernen Jahre” Angela Merkels doch noch zu beenden. Noch. Denn noch ist ihr designierter Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nicht offiziell von einem Parteitag nominiert, jedoch schon weidlich demontiert, desavouiert & destabilisiert worden: durch seine privaten Hauptgeschäfte als hoch dotierter RednerRead More

Posted On November 21, 2012By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag

Anke Feuchtenberger: Die Spaziergängerin

Spazieren mit und ohne Hund – Anke Feuchtenberger, seit über 20 Jahren eine der stärksten Stimmen der alternativen Comic-Szene, ist nach längerem wieder bei Reprodukt Verlag im Programm. „Die Spaziergängerin“ führt in viele Gegenden, Brigitte Helbling hat sie erkundet. Zu Anke Feuchtenberger gehören Hunde, das macht sie zu einer Spaziergängerin aus Notwendigkeit, Überzeugung und Leidenschaft, und Hunde zu einem ihrer stärksten Bildmotiven. (Ihre echten Hunde, nebenbei, überzeugen selbst Hunde-Skeptiker durch bemerkenswerte Eleganz und Wohlerzogenheit.) Auch in Feuchtenbergers neustem Buch, „Die Spaziergängerin“, eine Sammlung von Comic-Impressionen aus verschiedenen Ländern und Städten,Read More

Posted On November 21, 2012By Kerstin CarlstedtIn Litmag, Porträts / Interviews

Chad Harbach im Video-Interview

Unterhaltsam und anspruchsvoll – Alle paar Jahre überrascht uns ein junger US-Amerikaner mit einem Roman, der sich so leicht und unterhaltsam, aber trotzdem anspruchsvoll liest, dass auch nach 600 Seiten Lektüre das Gefühl überwiegt: Ich wäre den Figuren gerne noch weitere 600 Seiten gefolgt. „Die Kunst des Feldspiels“ von Chad Harbach ist ein solches Kunstwerk, das Karsten Herrmann in seiner CULTurMAG-Rezension einen „literarischen Homerun“ nannte. Im „Interview Lounge“-Gespräch berichtet Harbach über seine Zweifel und den zuweilen zähen neun Jahren, die der Veröffentlichung seines Debüts vorangingen. Kerstin  Carlstedt, Interview-Lounge Chad Harbach:Read More

Posted On November 21, 2012By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Mira Magén: Wodka und Brot

Gesellschaft ohne festen Boden – Gute Bilder erzählen Geschichten. Würde man das Geschehen des Romans „Wodka und Brot“ von Mira Magén in einem Bild konzentrieren, sähe man ein kleines Haus am Dorfrand, eine Mittdreißigerin mit Kind, die nur schemenhaft erkennbare Figur einer 17jährigen, zwei Männer auf dem Sprung, bei denen unklar ist, ob sie kommen oder gehen. Von Ulrich Noller. Amia heißt die Frau mit dem Kind, sie war Managerin einer Bank, ist ausgestiegen, hat ein Haus auf dem Land bezogen, irgendwo nahe Tel Aviv. Gideon, ihr Mann, einst Staranwalt,Read More

Posted On November 21, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (20): Giorgione

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Giorgiones „La Tempesta”. (Alle Folgen hier). Zwanzigste Ausfahrt So ratlos wie diesmal war ich sonst nie, wenn ich beim morgendlichen Teebereiten (zu ordentlichem Kochen hat’s bei mir zeitlebens nicht gereicht) hochschaute zu dem Holzrähmchen neben der Spüle. Was ich darinRead More
Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock hat in den vergangenen Wochen exklusiv für CULTurMAG in einer wöchentlichen Kolumne den US-Wahlkampf begleitet. Nun ist die Entscheidung gefallen, Präsident Obama wird eine zweite Amtszeit das Land regieren. Zum Abschluss seines “Campaign Diarys” wirft Thomas Adcock noch einmal einen Blick auf die Verlierer des Wahlkampfes: Mitt Romney und seine Unterstützer. The South Shall Rise Again Destiny, as often portrayed, requires a man and a moment. These dramatic elements were in coalescence last week in the United States, thusly: • Willard Mitt Romney,Read More

Posted On November 21, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Mehr 1 bild / 100 worte Zeit für Vorsätze in S/W und Farbe: Und ewig lockt der Killerwal! Umfragen unter philippinischen Seeleuten ergaben, AHOI! Wir wollen mehr Sex, Gewalt und Gossip. Heute, antworten wir darauf nur, muss, MUSS! die Glocke werden. ALLERDINGS. Im Kosmos rumorts schon wieder, ständig wird geblitzt, vernebelt, gestalkt und gestorben, Kometen trennen sich, hin und wieder verendet ein Planetenjäger, einzig der Neuling aus dem Tunnel, Higgs Boson, enttäuscht durch seine Bravheit. OJOJOJ! Frisch, Gesellen, seid zur Hand! Im Namen des Sunyaev-Zel’dovich Effekts, VORAN! …Die Antwort kamRead More

Posted On November 21, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Inger Christensen

Trauer Finde den konzisen Ausdruck für trauer: eine waldschnecke mit schleim und dem reflexmechanismus in sinnloser ordnung, rechtzeitig ist der fühler draußen, rechtzeitig wieder eingezogen, und im körper drinnen präzise benutzt wie eine schwangre sirene, deren fallender ton fällt und fällt hinab durch allen organismus. Ach haut Mein äußerster radarschirm   Du gehst an mir vorbei Du gehst an mir vorbei während wir ganz still sitzen Ich rede an mir vorbei während du nicht hörst Wir tun nichts und ein engel liest uns auf   Licht I Ich erkenne abermalsRead More

Posted On November 14, 2012By Judith Momo HenkeIn Bücher, Litmag

Nora Bossong: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Abgesang auf die narrativen Muster der Vergangenheit – Nora Bossong hat mit „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ einen Roman über die deutsche Wirtschaftsmacht nach der Finanzkrise geschrieben – Judith Momo Henke stellt uns diese Geschichte über „Aufstieg und Fall eines Familienunternehmens“ vor. Gerade in New York gelandet, nimmt ein deutscher Geschäftsmann im feinen Zwirn am Flughafen den falschen Ausgang. Statt am Taxistand findet er sich in der Warteschlange für den Bus wieder. Eine blondgefärbte Amerikanerin hievt ihre Koffer in den stählernen Bauch des Fahrzeugs. Eine andere Frau verwechselt ihn, ruft ihnRead More

Posted On November 14, 2012By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 14.11.2012

Liebes CULTurMAG-Publikum, willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag. In Leipzig fand in dieser Woche das „Festival der Dilettanten“ statt.  „Ja ist denn schon wieder ‚Piraten‘-Parteitag“ werden Sie denken – aber nein: Es geht um die „Explosivkraft des Tätigseins“, wie Kurator Frank Motz unserer Mitarbeiterin Sophie Sumburane erklärt, die Zeugin einiger interessanter Auftritte war. Von Unternehmern, die nur sehr eingeschränkt Verantwortung für ihr Tun unternehmen, handelt Nora Bossongs Roman „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“, der den „Aufstieg und Fall eines Familienunternehmens“ erzählt und gleichzeitig als ein Abgesang auf die narrativen MusterRead More

Posted On November 14, 2012By Sophie SumburaneIn Kunst, Litmag

Bericht vom Leipziger „Festival der Dilettanten“

Vom Universal-Dilettanten und dem erstarrten Experten – Am vergangenen Wochenende (9.-11.11.) fand in der HALLE 14 auf der Leipziger Baumwollspinnerei im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Über den Dilettantismus“ das „Festival der Dilettanten“ statt. Sophie Sumburane hat sich für CULTurMAG dort umgesehen. Die Gesellschaft. Das scheint etwas zu sein, das uns vorgibt, wie wir zu sein haben. Konform, vorwärts strebend, immer den Experten zu Rate ziehend. Geht etwas kaputt, ruft die Gesellschaft den Experten. Der sitzt in seinem Mikrokosmos, schaut nicht mehr nach links, auch nicht nach rechts und verkommt zumRead More

Posted On November 14, 2012By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Klassiker-Check: Jorge Amado: Die Werkstatt der Wunder

Eine Liebeserklärung an die Mulatten von Bahia – „Die Werkstatt der Wunder“, eine wahrhafte Liebeserklärung Jorge Amados an seine Heimat Bahia im Nordosten Brasiliens, erzählt die Lebensgeschichte Pedro Archanjos, eines dunklen Mulatten aus armen Verhältnissen mit außergewöhnlichem Kampfgeist und Überlebenswillen. Vier anthropologische Essays schreibt der fiktive Autodidakt und Freidenker zwischen 1907 und 1930 und lässt sie auf schlechtem Papier mit miserabel gesetzten Lettern unter größten finanziellen Schwierigkeiten drucken. Seine Bücher werden allerdings bald dem Vergessen anheim gegeben, passen sie doch nicht zum damals vorherrschenden wissenschaftlichen Diskurs, der Mischlinge zu MenschenRead More

Posted On November 14, 2012By Thomas WoertcheIn Bücher, Litmag

Fabien Baron (Hrsg): Das Kate Moss Buch

Kate ist klasse – Wer braucht einen 3 Kilo schweren, 78 Euro teuren, in der ersten Auflage gleich mit acht verschiedenen Covern gelieferten tea table-Klotz, der nur eines zeigt: eine meist nackte Frau? Kate-Moss-Fans natürlich, die schon immer vom Anti-Image des britischen Models fasziniert waren. Undiszipliniert, rauchend, saufend und alle möglichen und unmöglichen Substanzen einpfeifend, alles andere als eine trophy women, mal Lolita, mal heroine chick, mal Luxusschlampe, aber nie Oberschichts-Tusse. Der neue Prachtband resümiert über 20 Jahre Model-Business und versammelt so ziemlich alle Fotografen, mit denen Kate Moss zusammengearbeitetRead More
Der gewitzte Entertainer Von Wolfram Schütte Wie ich eben lese, wird der “Atriumtalk” der Bochumer Stadtwerke eingestellt. Die Lokalveranstaltung war kurzzeitig bundesweit bekannt geworden, nachdem SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück offen gelegt hatte, dass er von dieser Institution 25.000 € als Honorar erhalten hatte. Wie sich jedoch aufgrund journalistischer Recherche bald herausstellte, noch nicht einmal für einen “Vortrag“, sondern für eine “Plauderstunde“ (Welt). Das üppige Honorar für den Bochumer Auftritt des damaligen Bundestagsabgeordneten Steinbrück, war – wie jetzt bekannt wurde – auch anderen Atriumstalkern wie z.B. dem damaligen Privatmann & heutigen BundespräsidentenRead More

Posted On November 14, 2012By Michael ZellerIn Litmag, Zellers Seh-Reise

Michael Zellers Seh-Reise (19): Egon Schiele

1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Egon Schiele: Selbstbildnis mit Lampionfrüchten. (Alle Folgen hier). Neunzehnte Ausfahrt Eine Woche lang habe ich fragend in dieses Gesicht eines Jünglings geschaut. Was für ein Blick ist das? Die Starrheit seiner großen dunklen Pupillen, widerläufig zur Richtung des Gesichts, leichtRead More
Der amerikanische Autor und Edgar-Gewinner Thomas Adcock hat in den vergangenen Wochen exklusiv für CULTurMAG in einer wöchentlichen Kolumne den US-Wahlkampf begleitet. Nun ist die Entscheidung gefallen, Präsident Obama wird eine zweite Amtszeit das Land regieren. In der letzten Folge seines “Campaign Diarys” zieht Thomas Adcock eine erste Billanz des Wahlkampfs und des Ausgangs der Wahl. REJECTED by American voters last week (from left to right): the disastrous presidency of George W. Bush; homophobia; the stupidity of Sarah Palin; anti-science boobs; the proto-fascist Tea Party; the fetus obsessed; right-wing blowhardRead More

Posted On November 14, 2012By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Hundert Bilder Ein 1 bild / 100 worte Wort.       Danke, Li Tzu Chien, und qoSlIj DatIvjaj, Stella!Read More

Posted On November 14, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Jan Skácel

Empfindsam und noch empfindsamer Für den alten aberglauben und für so kluge ohren, fürs radar der sommernächte unter den linden, für die häßlichkeit des eigenen antlitzes schlugen einst die menschen die fledermaus ans tor. Mit dem stift durchdrangen sie die dünne haut der flügel, die kleine leiche hing zerknittert in der stille, und das schamvolle entsetzen, seidenglatt, rauschte lange auf den kleinen fallschirmen der glocken. Warum trag ich dieses marterbild in mir, und warum prüfe ich, bevor in einem neuen haus ich um nachtlager bitte, aufmerksam und lange die pfostenRead More
Versammeltes weibliches Wissen – Für ihre in „Der Augenblick“ versammelten Reportagen hat Gabriele Goettle 26 sehr unterschiedliche Frauen getroffen und sich mit ihnen über ihre Berufs- und Lebensrealitäten unterhalten. Birgit Haustedt über die so entstandenen „Reisen durch den unbekannten Alltag“. In ihrem ersten Buch „Deutsche Sitten“ (1991) griff Gabriele Goettle zu ungewöhnlichen Recherchemethoden. Einmal klaute sie drei Säcke Kleiderspenden, die ein Lehrerehepaar für die Arbeiterwohlfahrt auf die Straße gestellt hatte. Dann beschrieb sie detailliert Zustand, Farbe, Material plus Etikett der Hosen, Blusen, Mäntel und was sonst noch drin war. WieRead More