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Genauso wie Tim und Struppi ist der Appeal von deren Abenteuern nicht totzukriegen, zeitlos. Tom McCarthy – Künstler und Romancier – hat die Bilder gelesen, den Text betrachtet. Mit dem Rüstzeug französischer Strukturalisten ist der Engländer McCarthy den Tricks und Winkelzügen des belgischen Hergé auf die Schliche gekommen.Read More
Ein Bier für den Bürgermeister: Stefan Beuse war in Prag – und hat einem hoffnungsvollen Jungpolitiker eine wertvolle Lektion erteilt…Read More

Posted On November 11, 2010By Gisela TrahmsIn Hörbuch, Litmag

Dieter Wellershoff erzählt sein Leben als Soldat

Vom Krieg erzählen zu wollen in der Absicht, hinter die massiven Verkrustungen aus Büchern, Filmen und Fernsehdokumentationen zu gelangen – dazu gehört nach fünfundsechzig Jahren viel Selbstvertrauen. Ist das Eigene überhaupt noch erreichbar? Kann man es anderen vermitteln? Dieter Wellershoff (der in der vergangenen Woche 85 Jahre alt wurde) ist dies gelungen, wie Gisela Trahms festgestellt hat.Read More

Posted On November 11, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Jack Kerouac: On the Road. Die Urfassung

Der Zauber am Ende der Straße: Jack Kerouacs „On the Road“ war Weckruf und Manifest für ganze Generationen von Beatniks und Hippies in den 50er- bis 70er-Jahren. Über ein halbes Jahrhundert nach der vom Verlag stark überarbeiteten und gekürzten Erstausgabe des Buches ist jetzt die „Urfassung“ erschienen. Karsten Herrmann stellt fest, dass die Energie dieser Prosa auch heute noch eine euphorische Sogwirkung entfalten kann. Geschrieben hat Jack Kerouac diese Urfassung in drei schlaflosen Wochen im April 1951 mit Hilfe von jeder Menge Kaffee und Benezedrin auf einen 40 Meter langenRead More

Posted On November 11, 2010By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Daniele Mastrogiacomo: Tage der Angst

Daniele Mastrogiacomo eindrucksvolle Reportage „Tage der Angst“, in der er von seiner Entführung durch die Taliban erzählt, zeigt erneut, warum unabhängiger Journalismus so wichtig und unersetzlich ist. Von Carl Wilhelm MackeRead More

Posted On November 11, 2010By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Sascha Reh: Falscher Frühling

Sascha Reh seziert in „Falscher Frühling“ eine Theaterfamilie. Frank Schorneck stellt Ihnen den gelungenen Debütroman vor.Read More

Posted On November 11, 2010By Anica RichterIn Bücher, Litmag

Tom McNab: Finish

Projekt: Pacemaker In Zeiten, in denen jeder Bundesliga-Spieltag großen Teilen der Nation (Freuden-)Tränen in die Augen und Schweiß auf die Stirn treibt, wird deutlich, wie sehr Sport zum Opium fürs Volk geworden ist. In seinem Roman „Finish“ stellt Tom McNab eben diese Faszination für Sport, die durchaus nicht einer neuzeitlichen Sehnsucht nach manischer Depression geschuldet, sondern tief in der menschlichen Natur verankert ist, in den Mittelpunkt seines Romans. Dass dabei ausgerechnet Amerikas Wilder Westen zum Stadion wird, mag den geneigten Sportsfreund überraschen. Zum Meistertitel reicht es am Ende jedoch nicht,Read More

Posted On November 8, 2010By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Schwerkraft 1 bild / 100 worte Radfahren hebt die Schwerkraft auf, und dieses Glück bewegt den radelnden Menschen dazu, während des Fahrens fröhliche Lieder zu pfeifen. Anders Lenz, der in der Geschichte von Georg Büchner auf dem Kopf laufen möchte, dies aber nicht kann. Büchner wiederum flittert und flattert mit seinem Helden durch das Gebirge, als gäbe es keine gemeine Literaturpolizei, die das verbietet. – He Sie Dichter. Sie sind verhaftet! – Weswegen denn? Wegen Flitterns und Flatterns. – Oha, ich sterbe ohnehin gleich, in Zürich an Typhus. – UndRead More

Posted On Juni 21, 2010By Petra VesperIn Bücher, Litmag

John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

Unruhiges Gewässer sind oftmals flach aber manchmal auch tief „Halt die Stellung, Daniel – aber bleib am Leben“, appelliert der Koch Dominic Baciagalupo an seinen zwölfjährigen Sohn Danny. Was nicht einfach ist, denn unter den Holzfällern in Coos County, im nördlichen New Hampshire, unweit der kanadischen Grenze, herrschen in den 1950er-Jahren raue Sitten. Danny schafft es, am Leben zu bleiben – doch um welchen Preis? Ein halbes Jahrhundert später ist er ein einsamer Mann, der so ziemlich alle Menschen verloren hat, die ihm etwas bedeutet haben. Die Geschichte von DannyRead More

Posted On Juni 21, 2010By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Annika Scheffel: Ben

Was für eine Entdeckung! Die Kookbooks-Verlegerin Daniela Seel stellt wieder einmal ihr außerordentliches Gespür für neue literarische Stimmen unter Beweis und beschert uns mit dem Debüt der 1983 in Hannover geborenen Annika Scheffel einen der unkonventionellsten und überraschendsten Romane der letzten Zeit. Von Frank SchorneckRead More

Posted On Juni 21, 2010By Isabel BogdanIn Kolumnen und Themen, Litmag

Mit anderen Worten (21.6.2010)

Zum Übersetzen braucht man Talent und Handwerkszeug. Talent hat man, oder man hat es nicht, Handwerkszeug kann man lernen. Zum Beispiel auf der Jahrestagung des Literaturübersetzerverbands VdÜ. Isabel Bogdan war letztes Wochenende dort und hat mitgeschrieben.Read More

Posted On Juni 19, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Pete Dexter: God’s Pocket

Fast dreißig Jahre nach der amerikanischen Erstausgabe ist jetzt auch Pete Dexters Debutroman „Gods Pocket“ endlich auf Deutsch erschienen und erweist sich als weitere grandiose (Neu-) Entdeckung dieses hierzulande lange Zeit unbekannten Gesellschaftschronisten. Von Karsten HerrmannRead More

Posted On Juni 14, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Katrin Seddig: Runterkommen

Mit "Runterkommen" hat die Hamburger Autorin Katrin Seddig ein ebenso schräges wie sprachgewaltiges Roman-Debüt vorgelegt, in dem die Kulissen des Normalen entweder erst gar nicht existieren oder sang- und klanglos in sich zusammen stürzen. Von Karsten HerrmannRead More

Posted On Juni 14, 2010By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Kristof Magnusson: Das war ich nicht

Als Kristof Magnusson mit der Arbeit an seinem zweiten Roman begann, konnte er nicht ahnen, wie sehr er mit dem Thema den Nerv der Zeit treffen sollte. Von Frank SchorneckRead More
Tschechien und Brasilien, bis auf den Wortausklang darf gerätselt werden über das Verbindende und das Trennende zwischen diesen beiden Ländern. Auf den ersten Blick liegt ein Ozean dazwischen. Erzählerisch gelassen umspannt die Tschechin Markéta Pilátová in ihrem Debütroman den Globus. Von Senta WagnerRead More

Posted On Juni 14, 2010By Isabel BogdanIn Kolumnen und Themen, Litmag

Mit anderen Worten (14.06.2010)

Normalerweise werden Texte von einer Sprache in die andere übersetzt, aber es geht auch anders: Isabel Bogdan mit einer deutsch-deutschen Übersetzung eines Rilke-Klassikers.Read More

Posted On Juni 7, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Jürgen Teipel: Ich weiß nicht

In die literarische Chill-out-Zone führt uns der (ehemalige) DJ, Konzertveranstalter und Journalist Jürgen Teipel mit seinem Debütroman Ich weiß nicht und zielt auf die glückselige Verbundenheit von allen mit allem: „Wir waren einfach in allem enthalten.“ Von Karsten HerrmannRead More

Posted On Juni 7, 2010By Bernhard OberreitherIn Bücher, Litmag

Bettina Balàka: Auf offenem Meer

Wenn es um die Geschichte als Stoff geht, weiß man genau: Damit muss man ja auch erst einmal etwas wollen: Helden umdeuten, Vergessene zu ihrem Recht kommen lassen, scheinbar in Stein Gemeißeltes in Frage stellen oder das Schreiben über Geschichte selbst reflektieren. Oder man illustriert damit eine allgemeine These, wie Bettina Balàka es höchst amüsant tut. Von Bernhard OberreitherRead More

Posted On Juni 7, 2010By Ingo ArendIn Bücher, Litmag

Simon Froehling: Lange Nächte Tag

Simon Froehlings literarisches Debüt spielt zwar sehr explizit in der Homosexuellenszene – ist dabei jedoch eindeutig mehr als ein „Szeneroman“, da es mit feiner Symbolik von universellen seelischen und sexuellen Traumata erzählt. Ingo Arend über einen gelungenen Erstling.Read More
Clint Eastwood ist 80 Jahre alt geworden. Gisela Trahms gratuliert einer Ikone.Read More

Posted On Mai 31, 2010By Matthias PenzelIn Kolumnen und Themen, Litmag

Dennis Hopper ist tot

Dennis Hopper war immer sehr nahe am Puls der Zeit – oftmals schon lange, bevor es die Zeit wusste. Nun ist der Künstler im Alter von 74 Jahren in Los Angeles gestorben. Ein Nachruf von Matthias PenzelRead More
Quellen- und Faktenanalyse zum Nachhören: Im Hörbuch „Natürlich kann geschossen werden“ lässt Michael Sontheimer in prägnanter Form die kurze Geschichte der Roten Armee Fraktion erzählen. Den selbst erhobenen Anspruch, neue Erkenntnisse mit der Beantwortung alter Fragen zu verbinden, kann er dabei nicht einlösen. Von Jörg AubergRead More

Posted On Mai 31, 2010By Isabel BogdanIn Kolumnen und Themen, Litmag

Mit anderen Worten (31.5.2010)

Wahrscheinlich gibt es so viele Übersetzungsansätze wie Übersetzer. Jeder hat seine eigenen Theorien, Vorlieben und Vorgehensweisen; viele – Übersetzer, Lektoren, Kritiker, Leser – haben sogar eigene Wahrheiten, die sie für die allein gültigen halten. Die Wahrheiten des einen müssen aber nicht die Wahrheiten des anderen sein. Nur bei einem Thema sind sich scheinbar alle einig: wir alle wissen, was Das Böse™ istRead More

Posted On Mai 27, 2010By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

John Glassco: Die verrückten Jahre

Von seinen „verrückten Jahren in Paris“ berichtet der ansonsten in der literarischen Welt weitestgehend unbekannt gebliebene Kanadier Johnny Glasco in seinen autobiographischen Erinnerungen. Sie setzen im Montreal des Jahres 1927 ein ... Von Karsten HerrmannRead More

Posted On Mai 27, 2010By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Olivier Roy: Heilige Einfalt

Ungelöste Fragen nach der „Missbrauchsdebatte“. Von Carl Wilhelm MackeRead More
Zwischen heute und gestern. Jenseits von morgen. Anlässlich eines Sammelbands über den Iran macht sich Matthias Penzels Gedanken zu einer Nation, die fasziniert und verschreckt – und das nicht erst seit 1979. Von Matthias Penzel. Im angloamerikanischen Kulturkreis gibt es diese mantra-artige Frage: „Where were you when Kennedy died?“ Das Konversationsklischee ist so weit verbreitet, dass es häufig recyclet wird. Wenn mich also popkulturelle Gecken fra­gen: „Wo warst du, als der King starb?“, (was sie leider nie tun), dann habe ich da­rauf eine Antwort: „Ich kann mich ganz genau erinnern!Read More