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Posted On April 1, 2022By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag April 2022

Markus Pohlmeyer: Cixin Liu „Supernova“

Vom Ende und Anfang der Welt Dargestellt in Spielszenen – Ein Essay. „Als es geschah, war die Erde ein Planet im Universum.“[1] Es? Und Planet im Universum? Was denn sonst? Banal … Oh nein. Denn „Supernova“ – die deutsche Übersetzung des ersten Romans von Cixin Liu (2003), dem Autor von ‚Trisolaris‘ – spielt ein erschreckendes Gedankenexperiment durch: Was wäre, wenn die Auswirkungen einer Supernova in unserer kosmischen Nachbarschaft die Erde erreichten und nicht nur das Klima veränderten,[2] sondern auch alle Menschen älter als 13 aufgrund der Strahlung zum Tode verdammten?Read More

Posted On April 1, 2022By Constanze MatthesIn Crimemag, CrimeMag April 2022

Constanze Matthes liest Kent Haruf

Eindrucksvolle Tiefe Er ist zurück, sitzt, etwas massiger geworden über die Jahre, in einem protzigen roten Cadillac in der Hauptstraße von Holt. Ralph Bird, Besitzer eines Bekleidungsgeschäfts, sieht und erkennt ihn zuerst: Jack Burdette, früher eine Sportskanone und ein Mann mit gutem Ruf und Ansehen, der mittlerweile gewaltig Dreck am Stecken hat. Denn vor acht Jahren war er von einem Tag auf den anderen verschwunden und mit ihm eine stolze Summe aus der Kasse der Farmer-Kooperative, deren Chef er war. Jacks überraschende Rückkehr bringt erneut Unruhe in die sonst verschlafeneRead More
Den Menschen, die ausUnd vor Russland fliehen I Ich war Einst Werde sein Einst Werde gewesen sein II Kierkegaard[1] Da spricht jemandIn seinem BuchVon einer Liebe,Die liebt mit demBewussten Risiko,Nie, nie erwidert werdenZu können, und dieNicht anders kann,Dass sie rein gar nichtsZurück will.So gibt es fürDas DuKeine größereFreiheit. III Vergil[2] Vergil, geleiteDu Meine SeeleDer du weinst mit Den ZerbrochenenUndDen Zerbrechenden Geleite du meine SeeleDurch die Tränen der WeltDurch Tränen um die Welt Mich IV Persius[3] Lehre mich diese Welt zerreißenMit Versen! Wer war denn so irre und gabIrren Atomwaffen, werRead More
Bettenwechsel Zu Amir Hassan Cheheltans „Der Zirkel der Literaturfreunde„. Bettenwechsel im Heinrich Böll-Haus in Langenbroich in der Eifel. Seit 1991 finden hier Künstler:innen und insbesondere Schriftsteller:innen einen Ort zum Schaffen oder Schreiben, die in ihren Heimaten geschnitten, totgeschwiegen, verfolgt oder mit dem Leben bedroht werden. 1974 beherbergte das Haus einen russischen Literaten von Weltrang; Heinrich Böll hatte dafür gesorgt, dass Alexander Solschenyzin nach seiner Ausbürgerung aus der UdSSR hier Unterkunft fand. Wer als nächstes einzieht, wird sich weisen. Bedrängte und gefährdete Künstler:innen gibt es leider immer noch mehr als genug. AusziehenRead More

Posted On April 1, 2022By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag April 2022

Krimigedicht von Leonard Cohen

The Future Give me back my broken nightMy mirrored room, my secret lifeIt’s lonely hereThere’s no one left to tortureGive me absolute controlOver every living soulAnd lie beside me, babyThat’s an order Give me crack and anal sexTake the only tree that’s leftAnd stuff it up the holeIn your cultureGive me back the Berlin wallGive me Stalin and St. PaulI’ve seen the future, brotherIt is murder Things are going to slide, slide in all directionsWon’t be nothing (won’t be nothing)Nothing you can measure anymoreThe blizzard, the blizzard of the worldHasRead More
Herzlich willkommen! Was für Zeiten. Während unser USA-Korrespondent Thomas Adcock von „Fraud, Fear & Fascism“ berichtet und unsere Kolumnistin Iris Boss sich schützend vor „Alte bunte Frauen“ stellt, schmieden sich quer durch diese Ausgabe europäische Allianzen. Wolfgang Brylla, der uns bereits die Krimiszene einiger osteuropäischer Länder skizziert hat, richtet sein Augenmerk auf die Kriminalliteratur der Ukraine und der Sowjetunion. Frank Rumpel spricht mit dem Verleger Oliver Vogt und liest Toine Heijmans „Pristina“, Thomas Wörtche blickt auf das Gemeinschaftswerk „Terminus Leipzig“ von Jérôme Leroy und Max Annas, während Alf Mayer das niederländisch-deutscheRead More
NORTH CHATHAM, New York Most nights in America nowadays—more properly nowadaze—the so-called political analysts employed by television news networks lament the self-immolation of a formerly presentable Republican Party. Founded in 1854 as a vehicle for abolishing the evil of slavery, the party evolved over the next two centuries as a coalition of family farmers, dutiful church folk, Main Street bourgeoisie, and Wall Street conservatives. One could disagree with Republicans philosophically, but respect that they came to their views based on honest reasoning and lived experience. In recent years, however, theRead More
Alte bunte Frauen Unglaublich, aber wahr: Bei „Germany’s Next Topmodel“ wird ein letztes Tabu gebrochen: Nach Women of Color, Transfrauen, Mehrgewichtigen, Kleinwüchsigen, Großwüchsigen, Frauen mit Behinderungen, Tätowierungen und seltsamen Akzenten (die Essgestörten, Untergewichtigen und -belichteten durften ja von Anfang an dabei sein), kommt nun endlich auch die abartigste Unterform des weiblichen Geschlechts in den Genuss, sich von Frau Klum öffentlich demütigen zu lassen: Die alte Frau! Darüber, dass es dabei nicht um „Diversity“ geht, müssen wir uns in der aufgeklärten Runde, an die ich mich in meiner Vorstellung wende, nichtRead More

Posted On März 1, 2022By Wolfgang BryllaIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Wolfgang Brylla: Free Ukraine

Blofeld zum Trotz Der sowjetische und ukrainische Kriminalroman. Ein unverhofft hyperaktueller Überblick von Wolfgang Brylla Ein rachsüchtiger Ex-KGB-Offizier älteren Semesters mit Hang zum Despotismus hat nichts Besseres zu tun, als ein unabhängiges Nachbarland militärisch anzugreifen und sich als Big Player auf der politischen Europakarte in Szene zu setzen. Cyberattacken und Desinformationsmaskeraden, Geheimdienste im Dauereinsatz, ein Lügengebäude zumindest so groß wie die Moskauer Universität und ein befreundeter Schnurbart-Diktator von der Sorte „am Wochenende jagen wir zusammen Bären in der Taiga“. Was wie ein neuer kitschiger Bond-Roman mit dem Superschurken Blofeld klingt,Read More

Posted On März 1, 2022By Dietrich LederIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Dietrich Leder seziert Crime im TV (1)

Der Fernsehkrimi im deutschen Fernsehen boomt. Ungezählt all die Verbrechen, die jeden Tag auf dem und für den Bildschirm begangen und die fast ausnahmslos in maximal 89 Minuten aufgeklärt werden. Dietrich Leder, der viele Jahre für die „Medienkorrespondenz“ über das Fernsehen schrieb, ehe dieses zweiwöchentliche Periodikum im Dezember 2021 eingestellt wurde, wird sich jeden Monat eine Erscheinung des laufenden Krimi-Programms vornehmen und so sezieren, wie es die Darsteller der Pathologinnen und Pathologen in den Serien versprechen.  Die Kommissarin Martina Bönisch (Anja Schudt)steht in einem nur gering beleuchteten Kellerraum. Es soll sichRead More

Posted On März 1, 2022By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Markus Pohlmeyer: Das erste Mal Ich

Der Dichter Archilochos – Ein Essay Für Beate Fränzle I Fragmente Archilochos „[…] von Paros, griech. Lyriker, ca. 680-630 v. Chr. […] Es sind etwa 300 Fragmente erhalten. 1974 kam die sog. Kölner Epode (fr. 196a), die von sexuellem Erleben berichtet, hinzu.“[1] Und nun ein weiteres Zitat, von dem ich behaupten möchte, das fast alles von dem Folgenden ebenfalls auf Archilochos zutreffen kann: „Desorientierung, Auflösung des Geläufigen, eingebüßte Ordnung, Inkohärenz, Fragmentarismus, Umkehrbarkeit, Reihungsstil, entpoetisierte Poesie, Zerstörungsblitze, schneidende Bilder, brutale Plötzlichkeit, dislozieren, astigmatische Sehweise, Verfremdung …“[2] Worum geht es? Hugo Friedrich sucht in diesemRead More

Posted On März 1, 2022By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Thomas Wörtche: Der Néo-Polar lebt

Jérôme Leroy und Max Annas haben gemeinsam einen Roman geschrieben: „Leipzig Terminus“ Manche Ideen sind irgendwie logisch. Das Lyoner Festival „Quais du Polar“, eine der feinsten Adressen im europäischen Krimi-Festival-Zirkus hatte die Idee, einen „vierhändigen“ Roman schreiben zu lassen, eine Art literarischer Cadavre-exquis, wie diese Methode bei André Breton und den Surrealisten genannt wurde. Einer fängt an, der andere macht weiter. Die beiden Spieler, Jérôme Leroy und Max Annas, sind hinreichend unterschiedliche Autoren, um kreative Spannung und Reibung aufkommen zu lassen, aber sie stammen eben auch, wie Leroy in einemRead More
Es beginnt wie eine Romanze: In einer Bar begegnet Seema dem wesentlich älteren, sehr charismatischen Lazaro. Er ist wie kein anderer Mann – aber was will er von ihr? Und warum beginnt Seema, sich zu verändern? Sonja Hartl hat Liza Codys Schauerroman gelesen. Es gibt Autor*innen, von denen lese ich alles. Liza Cody ist eine von ihnen und ihr neuestes Buch „Milch oder Blut“ entpuppt sich als ein irrer Trip: Seema Dahami ist Ende 20, atheistische, vegetarische Jüdin und Gärtnerin in London. Sie lebt mit ihrer besten Freundin Amy inRead More

Posted On März 1, 2022By Alf MayerIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Alf Mayer: Alexander Kluge ist 90

Der Leser als Produzent seiner Erfahrung! Kleine Begegnungen mit Alexander Kluge und seinem Werk Hamburg, Ende September 1979. Einem Sonderzug aus München entsteigen am Bahnhof Dammtor unter anderem Margarethe von Trotta, Alexander Kluge, Werner Herzog, Rainer Werner Fassbinder, kurz alles, was im Jungen Deutschen Film Rang und Namen hat. Im CSU-Bayern waren sie mit Forderungen nach Filmförderung auf Granit gestoßen, Hamburg wird das erste Bundesland, das ihnen die Tore öffnet. Dort veranstaltet der deutsche Autorenfilm jetzt sein erstes Filmfest. Im Abaton. Aus diesem Anlass tagt dort auch die AG derRead More
von Anne Kuhlmeyer An den Kanten gesellschaftlicher Brüche kichert das Groteske. An Groteskem hat Gudrun Lerchbaum wirklich nicht gespart in ihrem neuen Roman. Kaum dreht der Winter den Rücken, sprießt er. Ab Ende Februar reckt der Bärlauch die ersten Blättchen aus der feuchten Erde und beduftet die Auwälder koblauchig bis zu den Ufern ihrer Flüsse, fast durch den gesamten Frühling hindurch. Alle Jahre wieder freut das die Restaurantküchen, Feinschmecker, Kräuterfans und Naturverbundenen. So auch in Wien in einem Frühjahr in nächster Zukunft. Kiki, Christiane Bach, die nach ihrer Haftentlassung alsRead More
Abschiebung um jeden Preis  Besprechung von Frank Rumpel samit Interview mit Verleger Albert Drillings Bilanz ist makellos. Er ist ein reisender Bürokrat, ruhig, loyal, gut sortiert und zudem überzeugt, das Richtige zu tun. 134 Menschen hat er in den Niederlanden schon aufgespürt und zurück in ihre Herkunftsländer gebracht. Sie waren ohne Aufenthaltsstatus im Land, Illegale, die der Regierung irgendwann hätten Schwierigkeiten bereiten können. Deshalb schickt sie die Ein-Mann-Sondereinheit Albert Drilling, ein Spitzenbeamter des Ministeriums, der verdeckt ermittelt und weitreichende Befugnisse hat.  Nun soll er auf einer kleinen niederländischen Insel eineRead More
Thomas Wörtche zu Josephine Teys „Nur der Mond war Zeuge“ „Das Grauen“, schreibt Louise Penny in ihrem Vorwort zu Josephine Teys „Nur der Mond war Zeuge“, ist „weit mächtiger, wenn es nicht ausbuchstabiert wird, sondern nur angedeutet“.  Ja, so etwas kann in der Tat bei Kriminalromanen oder anderen einschlägigen Narrativen (zum Beispiel bei Henry James „The Turn of the Screw“) vorkommen. Aber auf welcher Ebene siedeln wir das Grauen jeweils an? „Nur der Mond war Zeuge“ – ab jetzt verwende ich den Original-Titel „The Franchise Affair“, weil der Mond in demRead More
Im Zuge der Wiederauflagen-Welle in der Kriminalliteratur ist Ende Oktober 2021 im Diogenes Verlag auch der erste Band von Valerie Wilson Wesleys Tamara-Hayle-Reihe erschienen. Erstmals in den USA 1994 veröffentlicht, gab es bereits 1996 eine erste Ausgabe von „Ein Engel über deinem Grab“ im Diogenes Verlag, auch die weiteren Teile wurden bis 2009 dort veröffentlicht. Sonja Hartl hat den ersten Band mit der Schwarzen Privatdektivin gelesen. Tamara Hayle ist eine ehemalige Polizistin, die mittlerweile als Privatdetektivin arbeitet und mit ihrem 14-jährigen Sohn Jamal in Newark, New Jersey lebt. Am AnfangRead More

Posted On März 1, 2022By Markus PohlmeyerIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Markus Pohlmeyer: Das „Dune“-Universum

Erlösung und mehr? – Ein Essay „Kwisatz Haderach, der: Der ‚Verkürzer des Weges‘. Bezeichnung der Bene Gesserit für das ‚Unbekannte‘, für das sie eine genetische Lösung suchten: ein männlicher Bene Gesserit, dessen organisch-geistige Kräfte Raum und Zeit überbrücken sollten.“[1] „Die Religion stellt den Versuch des Erwachsenen dar, ein Kind zu bleiben. Sie ist das Sich-Einkapseln in die Glaubenswelt der Vergangenheit […]. Und immer wieder lautet ihr ultimativer, unausgesprochener Befehl: ‚Du sollst keine Fragen stellen.‘ Aber wir stellen Fragen […]. Denn die Aufgabe, die wir uns gestellt haben, besteht darin, dieRead More

Posted On März 1, 2022By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Achtung, schlimm …

Die Triggerwarnung – Eine Glosse von Thomas Wörtche Ein gar nicht so neuer Aufreger schwirrt mal wieder durch die literaturbetriebliche Blase: Die Triggerwarnung. Sie wissen schon, der Hinweis, dass es in einem Buch oder einem Film (oder einem sonstigen Medium) zu Sex, Nacktheit, Gewalt, Alkohol oder Drogenkonsum kommen oder dass unflätiges Vokabular benutzt werden könnte. Man hat sich allmählich daran gewöhnt, dass z. B. bei Amazon Prime bei jeder noch so harmlosen Serien-Folge links oben vor derlei schlimmen Dingen gewarnt wird. Mehr als ein amüsiertes Lächeln dürfte die Angelegenheit eigentlichRead More

Posted On März 1, 2022By Robert RescueIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Robert Rescue: Wenig Raum für Ekstase

Boah, war das langweilig, als Olaf Scholz Kanzler wurde. Da wäre doch etwas Glanz und Gloria angesagt gewesen so mit Militärparade, landesweiten Besäufnissen, Märkten mit Schießbuden und Karussell und einer Samstagabendshow mit Heinz Erhardt, Hans Rosenthal und Peter Frankenfeld. Gerade in Zeiten von Corona, wo sich das Leben der Bürger nur noch zwischen Home-Office und Netflix-Sofa dreht, braucht es doch irgendetwas, was einen glauben lässt, sich nicht als Hauptrolle in einer Neuverfilmung von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ zu fühlen. Oder gar eine Revolution? Mal angenommen, Angela Merkel hätte sichRead More

Posted On März 1, 2022By Hanspeter EggenbergerIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Eggenberger: „Lightwood“ von Steph Post

Tiefschwarzer Country Noir aus dem sonnigen Florida Die Sonne brennt an diesen heißen Sommertagen in Florida. Doch wir sitzen da weder unter Palmen auf den Keys noch auf der schattigen Terrasse eines schicken Art-Deco-Hotels in Miami. Sondern an den staubigen Straßen einer Kleinstadt im Norden Floridas. Silas war die Art von Stadt, die nützlich war, wenn ein Zombie-Angriff drohte und die Überlebenden einen Save-A-Lot-Supermarkt brauchten, den sie plündern konnten, oder leere Ladenfronten, um sich zu verstecken. Silas ist ein fiktiver Ort, aber Steph Post kennt solche Orte. Sie ist imRead More
Als der Kalte Krieg die gute Fernsehstube wärmte Ein Rückblick von Bodo V. Hechelhammer Diese ganze Sache mit den Agenten.Ich war von Anfang an dagegen, ich hab‘ ihr immer gesagt,halte Dich aus diesen Kreisen heraus.(aus Ein Mann namens Pavlow, 1965) Die Fünfte Kolonne[1] kündigte sich nicht gerade leise an. Mit Paukenschlägen wie Pistolenschüssen setzte die eindringliche Erkennungsmelodie von Erwin Halletz ein und präsentierte dem bundesdeutschen Fernsehpublikum am 6. Juni 1963 ein neuartiges Format. Kurz nach Sendestart des ZDF und zwei Monate nach Ausstrahlung der Reihe Kriminalmuseum, die in direkter Konkurrenz zur ARD-Reihe Stahlnetz stand, sendeten dieRead More
Rückkehr nach Corona III 1 Alles Reden kommt hierAn eine Grenze: PhotographienDes Hubble-Teleskops.[1]Nimm und schau. Welcher WegVon dort nach hier,In meine kleine Stadt, inMein Zimmer für mich selbst?Copernicus und Einstein,Papyrus und Buchdruck.Eine Reise dorthinDurch das SonnensystemZu fernen Galaxien,Zu tiefer Zeit,Blicke zurück in eine Vergangenheit,Als noch kein Alphabet erfunden,Kein Computer, kein Mensch. Auf nur einer einzigen SeiteAll die Punkte:Sind GalaxienMit Milliarden von Sternen,Mit Milliarden Planeten:Welche GeheimnisseWürden auf uns warten,Wenn wir nicht … Sieh’ doch, dort, damalsGravitationssuiten und SphärenklängeAus unwirklichen Farben. SymphonischeMonumente der Schöpfung, wenn es dennEine solche gegeben hat. Oder vielerSchöpfungen.Read More
Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Kerzen Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo             Sie zündete die Kerzen an und trat einen Schritt zurück, neigte den Kopf zur Seite und musterteRead More

Posted On März 1, 2022By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag März 2022

Bloody Chops – März 2022

Kurzbesprechungen – fiction Kurzbesprechungen von Günther Grosser (gg), Frank Rumpel (rum), Thomas Wörtchen (TW): Massimo Carlotto: Und es kommt ein neuer WinterPatrick Findeis: Paradies und RömerThomas Hoeps und Jac Toes: Der Tallinn TwistRiku Onda: Die Aosawa MordeFabio Stassi: Ich töte wen ich will À la Borges (TW) Wüsste ich nicht, dass Fabio Stassi Italiener ist, bei einem blindfold-Test hätte ich darauf gewettet, dass Ich töte wen ich will (ja, ohne Komma) ein argentinischer Roman ist. Die Geschichte von dem sanften Sonderling Vince Corso, der in seiner römischen Dachwohnung Menschen fürRead More