Angel’s Doorway by Suzanne Vega Angel comes home, his clothes in a cloud Of the dust and the dirt and destruction She waits inside, she knows he’s arrived She feels this with no introduction At angel’s door, you have to leave it on the floor Don’t bring it in (Don’t bring it in) He can’t show what she doesn’t want to know Those things he’s seen She knows the smell of that life he can’t tell Of the fires and the flesh and confusion Inside his brain he’s never the
Read More Mean Streets à la Gran – Eine ganz wichtige Stimme des Genres ist Sara Gran, was man spätestens seit ihren beiden Romanen um die geniale Privatdetektivin Claire DeWitt („Die Stadt der Toten“ und „Das Ende der Welt“ (dazu hier und hier bei CM) weiß. Jetzt legt ihr deutscher Verlag endlich „Dope“ nach. Eine Rezension von Thomas Wörtche. „Dope“ stammt schon aus dem Jahr 2006, wurde sträflicherweise bis jetzt nie übersetzt und ist alles andere als ein Frühwerklein oder eine Fingerübung für größere Aufgaben. Sara Gran tut zunächst ganz unschuldig so,
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, ein neues Buch von Sara Gran ist immer willkommen. Selbst wenn es kein wirklich neues Buch ist: „Dope“ stammt aus dem Jahr 2006, ist aber ein großartiger Roman. Thomas Wörtche hat ihn gelesen. Carlos, eigentlich sonst eher dem Alttestamentarischen zugeneigt, gibt heute den Paulus oder Petrus oder so. Will sagen: Carlos schreibt einen Brief an u. a. die Leipzicher. Kerstin Schoof hat sich in Bad Homburg die Ausstellung „NaturGewalten“ des Photographen und Filmemachers Ori Gersht angeschaut, der sehr spannend mit den Räumen von Gewalt und Verbrechen umgeht. Frank
Read More Liebe Ostdeutsche! Petrus, Paulus und Jakobus und so schrieben Briefe, an die Kolosser, Thessalonicher und Galater und so. Heute schreibt Carlos einen Brief. An seine ostdeutschen Schreibkolleg_innen: Ja, ich weiß, die Wünsche vom letzten Mal wollen erfüllt werden. Aber das muss noch eine Woche warten. Ich bin noch mit der statistischen Auswertung befasst. Mag ich z. B. über den dicken Ex-Kanzler, wenn er denn im Sterben liegt, nicht allzu sehr abledern, verbietet sich momentan Fußballkram, da einen das Realinferno Fifa sowie links überholt. Daher nutze ich die Zeit für einen
Read More Zwischen Zerstörung und Schönheit – Bis zum 14. Juni 2015 zeigt das Sinclair-Haus in Bad Homburg Fotografien und Videos des israelischen Medienkünstlers Ori Gersht. Die erste deutsche Einzelausstellung des 48-jährigen Wahl-Londoners und der zugehörige Katalog machen aufmerksam auf Gershts eigenwillige Annäherung an die Verbrechen unsichtbarer Vergangenheiten. Von Kerstin Schoof Wie kann Vergangenheit greifbar, längst vergangene Erfahrungen erlebbar werden? Ori Gershts Fotografien und Filme stellen sich diese Fragen anhand der Schauplätze vergangener Kriege und Verbrechen, die oftmals keinerlei Spuren der dort stattgefundenen Geschehnisse aufweisen. In der Ausstellung „NaturGewalten“ sind es Landschaften,
Read More Von Kühen und Menschen – Ein bemerkenswertes Debüt kommt wieder einmal aus Australien: „Prime Cut“ von Alan Carter. Down Under ist qualitatives Krimi-Boom-Land. Eine Rezension von Frank Rumpel. Erst mal einer toten Kuh den Kopf aufsägen – so beginnt der erste Einsatz von Philip „Cato“ Kwong beim westaustralischen Viehdezernat, das zuständig ist, wenn etwa Rinder oder Schafe gestohlen werden oder, wie in diesem Fall, erschossen am Straßenrand liegen. „Das war einer der großen Unterschiede zwischen dem Morddezernat und dem Viehdezernat, sinnierte Cato, man brauchte nicht auf die Obduktion zu warten,
Read More Löwen wecken – Es gibt Kriminalromane, auf denen steht einfach Roman drauf. Man soll sie nicht mit „Krimis“ verwechseln. Und das ist gut, wie das Beispiel von Ayelet Gundar-Goshens kapitalem Kriminalroman „Löwen wecken“ zeigt. Einer Rezension von Anne Kuhlmeyer. Alles – den neuen Geländewagen, das spärliche Grün und Dr. Etan Griens Mitgefühl – bedeckt der Wüstenstaub Beer Shevas, der Stadt, in die Etan aus dem pulsierenden Tel Aviv verbannt wurde, weil er seinem Chef und Idol Korruption vorgeworfen hatte. Unter der weißen Schicht versteckt sich der Ekel, den Etan täglich mit
Read More Back In The U.S.S.R. – Der Schwede Daniel Espinosa hat Tom Rob Smiths Welterfolg „Kind 44“ (hier bei CM) verfilmt, nicht immer stringent und spannend. Ansehen sollte man ihn sich trotzdem. Lutz Göllner hat das schon getan. „Verbrechen gibt es nicht im Paradies“, drei Mal fällt dieser Satz im Laufe des Films. Das hat durchaus eine innere, fast schon orwellsche Logik, denn wo der Staat die größten Verbrechen begeht, verblassen andere Taten nahezu. Aber war es wirklich der sowjetische Staat, der Leo Demidow gebrochen hat? Als Kind ein Überlebender des
Read More Posted On Juni 6, 2015By Anna Veronica WutschelIn Crimemag, DVD
Sin City Gent – Der Code für Sexualdelikte bei der belgischen Polizei ist „Code 37“. Der jüngst verstorbene, große belgische Autor Jef Geeraerts hat sich zeitlebens mit bitterbösen und ätzenden Texten an diesem Thema abgearbeitet. Jetzt ist es TV-Serien-kompatibel geworden. Anna Veronica Wutschel hat sich durch die DVDs geschaut: „Ihnen ist klar, dass nicht alle Täter gefasst werden können!“, wird Hannah Maes (Veerle Baetens), die neue Leiterin des Sittendezernats zu ihrem Amtsantritt informiert. „Es gibt keine unlösbaren Fälle, nur Polizisten, die nicht lange genug nachforschen“, antwortet Hannah ebenso selbstsicher wie
Read More Interna, Termine, Veranstaltungen ‒ Für das Literaturforum im Brecht Haus in Berlin hat TW eine kleine Reihe konzipiert: „Unsere neuen Nachbarn“ Gemeint ist damit der BND, der seine neue Zentrale ein paar Meter vom Brecht Haus gebaut hat. Für uns ein willkommener Anlass, uns mit dem Treiben von Auslandsgeheimdiensten in Fiktion und Realität auseinanderzusetzen. Am 10. Juni geht es los – mit Christian von Ditfurth. Im September mit Martin Maurer, im Januar 2016 mit Zoë Beck und im März 2016 mit Alf Mayer. Hier das gesamte Programm.
Read More Mein Mann ist verhindert von Lothar Metzel Mein Mann ist verhindert Er kann Sie unmöglich sehen Liebste Mein Mann ist verhindert Er kann Sie unmöglich sehen Ach es tut mir so schrecklich Leid Denn Sie warten wohl auf ihn im Abendkleid, Liebste Mein Mann ist verhindert Er kann Sie unmöglich sehen! Ach, ich weiß ja, mein Mann Der hat eine Garçonnière, Liebste Ich frage mich nur Wer kann seinen Geschmack verstehen? Gestern stand ich vor jenem Haus Da traten Sie mit ihm zum Tor heraus, Liebste Mein Mann ist verhindert Er
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, willkommen zu unserem Miami-Blues-Special, 1 Buch, 5 Perspektiven: „Miami Blues“ von Charles Willeford ist einer jener mythenumwobenen Klassiker der Kriminalliteratur, die man eigentlich kennen muss, die aber oft bei uns nur antiquarisch zu bekommen sind. 1984 erschienen, bildet er den Auftakt eines Quartetts um Sgt. Hoke Mosley vom Miami Police Department. „Miami Blues“ ist in jedem ernsthaften „Best of Crime ….“-Ranking erwähnt, Willeford ist ein writer´s writer par excellence. Der Alexander Verlag bringt die vier Bände überarbeitet und mit neuen Paratexten jetzt wieder in die Buchläden. Wir haben fünf unterschiedliche Perspektiven
Read More Joachim Feldmann – Der Muret-Sanders (5. Auflage 1978), auch als Langenscheidts Enzyklopädisches Wörterbuch der englischen und deutschen Sprache bekannt, schlägt für das Adjektiv „blithe“ folgende Bedeutungen vor: fröhlich, lustig, munter, vergnügt. Als veraltet werden hingegen die Übersetzungen „gütig“ und „freundlich“ markiert. Beide Bezeichnungen wären auch denkbar ungeeignet, um Frederic J. Frenger jun. zu charakterisieren. Denn der 28-jährige Gewohnheitsverbrecher aus Kalifornien hat während der langen Zeit, die er in staatlichen Institutionen verbringen durfte, eins gelernt: Altruismus führt zu nichts. Oder um es in den Worten Charles Willefords, der mit Frenger einen
Read More Nele Hoffmann – Neulich war ich bei einer Hochzeit, die diesen manchmal ohnehin skurril ausgeschmückten Ritus aus verschiedenen Gründen an Skurrilität noch weit übertraf, aber das wäre eine story of its own. Hier reicht es zu berichten, dass in den hinteren Rängen nur mit Mühe vielstimmiges Grölen und Schenkelklopfen unterdrückt werden konnte, als vorn am Altar mit vollem Ernst der Brief des Apostel Paulus an die Epheser, Kap. 5 Vers 22 verlesen wurde. Ja, genau: Die Weiber seien Untertan ihren Männern … Und schon sind wir bei Charles Willefords „Miami
Read More Alf Mayer – Ein Roman ist eine Fallstudie; die Fallstudie des Schreibers, und wenn er ehrlich geschrieben ist, wird er im Schweiß und in den Tränen des Künstlers gebadet sein. „Künstler“ ist ein selten zu verwendendes Wort. Es gibt Autoren, die Künstler in dem Sinne sind, wie ein Hersteller von Strapsgürteln ein Künstler ist. Wenn man zehn Strapsgürtel bestellt, bekommt man zehn Strapsgürtel. Wenn man eine Liebesgeschichte in der Länge von 3.000 Worten bestellt, wird man von einem guten Handwerker eine bekommen. Oder zehn. Ein Roman ist die Fallstudie eines
Read More readingMarcus Müntefering – Unser Bild von Miami schärfte sich in den Achtzigerjahren. Erst kam Brian De Palma mit seinem irrwitzigen „Scarface“-Remake, das die Stadt als Abenteuer-Spielplatz von Männern ohne Moral zeigte: Gier ist geil. Es folgte „Miami Vice“, ein anderer Ansatz – die Serie, die mit der Unterstützung Michale Manns produziert wurde, beschrieb die sich ausbreitende Drogenkriminalität aus dem point of view zweier Undercover-Cops, die zwar die Bösen zur Strecke brachten, den Lifestyle, den das viele Drogengeld mit sich brachte, aber sichtlich genossen. Sowohl Film als auch Serie inszenierten Miami
Read More Thomas Wörtche – Romananfänge sind entscheidend. Nicht nur erste Sätze, sondern das, was man klassischerweise als Exposition bezeichnet. Nicht selten definieren sie einen Roman als „Klassiker“. „Miami Blues“ von Charles Willeford, der erste Teil eines Quartetts um den Detective Sergeant Hoke Moseley vom Morddezernat des MPD, ist so ein Fall. Frederick J. Frenger jun, genannt Junior, der – in einer früheren Ausgabe „wohlgemute“, in der überarbeiteten Neuausgabe – „unbekümmerte“ Psychopath aus Kalifornien kommt auf dem Flughafen in Miami an und bricht einem bettelnden Hare-Krishna-Jünger den Finger, weil der ihn nervt.
Read More Au weia, Mimi – Jüngst erschien im „Börsenblatt“ ein fast rührender Artikel, der sich mühte, den Unterschied zwischen Blogs und professioneller Kritik nachzuzeichnen. Wenn ich den Text richtig verstanden habe, möchten viele Blogger einfach ihrem Hobby nachgehen und sich mit anderen Menschen über ihre Lieblingsbücher austauschen. Weil es aber in der Öffentlichkeit – und sei sie die begrenzte Öffentlichkeit der Blogger – keine Unschuld gibt, ist diese Grenzlinie problematisch. Das sieht man schon daran, dass den Marketingabteilungen vieler Verlage die Blogger als Multiplikatoren noch ihrer schundigsten Produkte gerade recht kommen.
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, eigentlich sind wir ja ziemlich cool. Manchmal allerdings platzt auch uns der Kragen – wenn zum Beispiel die Nennung von Übersetzern für überflüssig erklärt wird, wie das „Krimimimi“ jüngst kaltschnäuzig getan hat. Das gibt dann ein KickAss von Thomas Wörtche. Carlos zeigt sich heute als Demokrat und gibt die Themen seiner nächsten Kolumne zur Wahl frei – machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch! Thomas Adcock, unser USA-Korrespondent, der die klarsichtigsten Analysen über den inneren Zustand der Weltmacht schreibt, die derzeit in der Presselandschaft zu haben sind, kümmert sich
Read More Wählen! Jetzt! Carlos ist ein unfassbar guter Demokrat. Bei ihm haben Sie, lieber Leserinnen und Leser, die Wahl und bitte bedenken Sie, dass Demokratie nur funktioniert, wenn Sie Ihr Wahlrecht wahrnehmen. Also los! Und beklagen Sie sich dann nicht … Immer wieder etwas Neues will ich meiner riesigen Leserschaft bieten und nun also sogar interaktiv diesselbe einbinden. „Weil, nämlich“ (Dr. Friedrich Katz) ich Dich, treuer Leser, und Dich, Du Luderleserin, hiermit ermächtige, die Themen der nächsten drei Kolumnen via Kommentarfunktion aus der (s. u.) Liste auszuwählen. Bei nur einer Wertung,
Read More NEW YORK CITY, near America In the annals of modern American presidential campaigns, no strategy has been more beneficial to those who own the government than the pernicious pact Big Business has forged with Big Religion. If only for the god of wicked irony, the association would never have developed. Once upon a biblical time, a socially conscious carpenter was appalled on seeing the ancient temple of Jerusalem packed to the rafters with fast-talking sharpies exchanging currency at usurious rates. (A chronicle of sorts—El Greco’s La Expulsión de los mercaderes
Read More Markus Pohlmeyer treibt sich mal wieder rum – zwischen den Genres, zwischen Philosophie, zwischen Theologie und Populärer Kultur. Sein heutiger Essay geht von Ann Leckies Roman „Die Maschinen“ aus und reicht mühelos vom Imperium Roman bis zu Goethes Iphigenie. Lassen Sie sich vergnüglich bilden …. 1) Kauf mich! Das Cover von Die Maschinen. Ein Roman aus der fernen Zukunft[1] (engl. Ancillary Justice. Sinngemäß: Hilfseinheitengerechtigkeit), von Ann Leckie ziert eine beeindruckende Liste von gewonnenen Auszeichnungen: Arthur C. Clarke Award, Hugo Award, Nebula Award … Fortsetzung der Liste siehe bitte Rückseite, die
Read More Zwischen Bomben und Landhausidylle – Adrian McKintys „Die verlorenen Schwestern“ gehört in die Reihe der Sean-Duffy-Romane und ist wie alle Bücher von McKinty ein Feuilletonliebling. Das hat gute Gründe. Sonja Hartl zählt sie auf. Lange Zeit gab es angesichts der Allgegenwärtigkeit der Gewalt fast keine Kriminalliteratur, die in Nordirland spielte. Verleger glaubten, niemand wolle es lese, außerdem wurde vermutet, Leser könnten es als ‚geschmacklos‘ empfinden. Doch dann kamen in den 1980er Jahren erste Kriminalromane auf, die die troubles thematisierten, und seit den 1990er Jahren nimmt ihre Anzahl stetig zu. Eoin
Read More In Bradfield nichts Neues – Val McDermid ist bekanntlich eine sehr professionelle Autorin – das kann manchmal zu glatter Routine führen. „Eiszeit“ ist so ein etwas zu stromlinienförmiger Roman geworden – Anna Veronica Wutschel erklärt, warum … In Bradfield treibt auch in „Eiszeit“, dem achten Roman um das Ermittlerteam Carol Jordan und Tony Hill, ein Serienmörder sein Unwesen. Gute Zeiten für seinesgleichen, denn die Polizei ist nicht nur wegen großer, schwerer Sparpakete ordentlich geschwächt. Das von Carol Jordan aufgebaute Spezialteam, das Major Incident Team, wurde aufgelöst, die Kooperation mit dem
Read More Philosophie und Verbrechen – Sie kommen einfach nicht los von ihrem Borges-Paradigma, die Argentinier, Intertextualität und Selbstreferentialität allenthalben. Manche können’s nicht so gut, andere liefern trotzdem Spitzenromane. So wie Ricardo Piglia mit „Munk“. Eine Rezension von Karsten Herrmann. Der in seiner Heimat Argentinien schon längst als Klassiker geltende Schriftsteller Ricardo Piglia verbindet in seinen Romanen und Erzählungen immer wieder auf meisterliche Weise Elemente des Detektiv- und Kriminalromans mit philosophisch-existentiellen Themen. In seinem neuen Roman „Munk“ treibt er dieses hybride Spiel nun auf die Spitze und erfindet den amerikanischen Kriminalroman gleichsam
Read More Käpt’n Ahab als Cop – CrimeMag gibt heute wieder einmal unentschiedenen Programm-Machern einen Hinweis für lau. Alf Mayer hat den neuen Roman von Richard Price „The Whites“ schon einmal im Original gelesen und begutachtet. Der Polizeiroman ist lebendiger, robuster und anspruchsvoller denn je. Richard Price, einer der renommiertesten Autoren der USA, erfährt das gerade zur eigenen Verwunderung am eigenen Werk – mit dem unter dem Pseudonym Harry Brandt erschienenen Roman „The Whites“. Eigentlich wollte er der Kohle wegen schnell eine Cop Novel schreiben, hatte dafür vier Monate eingeplant, glaubte, das
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