Reise in das finstere Herz eines Landes – In seiner Reihe über „crime fiction from down under“ beschäftigt Alf Mayer sich nach einem Besuch bei Garry Disher (CM-Text hier) dieses Mal mit einem Buch von Chloe Hooper, das einen Tod in Polizeigewahrsam zum Anlass nimmt, sich mit noch größeren Verbrechen auseinanderzusetzen – nämlich der schuldbeladenen Geschichte der weißen Besiedelung Australiens und dem Verhältnis der Weißen zu den Ureinwohnern des Kontinents. Ein wichtiges Buch, auch für Deutschland im Frühjahr 2016, findet AM. Eine junge Schriftstellerin, die länger im Ausland gelebt hat,
Read More Film, Verbrechen und ungleiche Mittel (5) Heute: David Millers „Executive Action“, nach einem Drehbuch von Dalton Trumbo. Von Max Annas „Executive Action“ beginnt mit dem Zoom auf ein Landgut und zwei davor stehende, sehr teure, Autos. Die Einstellung sagt: Die Leute, die wir jetzt sehen, haben Geld. Viel Geld. Der erste Schnitt führt zu Robert Ryan, immer noch mein favorisierter Schauspieler in Hollywood, vielleicht überhaupt. Er geht auf die sich zurückziehende Kamera zu, ruhig, aber entschlossen, während wir im Hintergrund einen Vortrag hören über die Kennedys und ihren Plan, das
Read More Seltsam distanziert von Katja Bohnet Fangen wir hinten an: der Klappentext! Er verrät die komplette Story des Romans. Mehr ist da auch tatsächlich nicht. Warum?? Ideen oder Antworten faxen Sie bitte an: info@derfrauenloseroman! Mord und Wäsche in den 30ern Marion Sylder ist Schmuggler und John ein junger Bursche, empfänglich für eine Leitfigur, weil sein eigener Vater starb. Dass ausgerechnet dieser Schmuggler Johns Vater auf dem Gewissen hat, ahnt der Junge nicht. Er rettet Sylder das Leben. Die beiden bauen eine Beziehung zueinander auf. Nun könnte McCarthys Debüt „Der Feldhüter“ ein
Read More Aliens: „Erlösung“ – ein Essay von Markus Pohlmeyer „Erlösung“[1] aus dem Alien-Universum markiert schon via Titel religiöse Kon- und Subtexte. Die folgende BilderGeschichte löst dies ein; und es ist hier zu zeigen, dass dabei Motive des Christentums mehr als nur Dekoration sind. Die Ausgangslage scheint typisch für das Alien-Universum: Ein Raumschiff mit geheimer Mission und Fracht, es kommt zu einem Zwischenfall, Absturz. Zwei Überlebende am Rande des Wahnsinns, so dass der eine den anderen tötet und isst, um zu überleben. Der Erzählerkommentar ist identisch mit der Hauptfigur und gibt einen inneren
Read More Bloody Chops im März 2016 – Heute am Hackklotz: Zoë Beck (ZB);Katja Bohnet (kb); Anne Kuhlmeyer (AK); Joachim Feldmann (JF); Sonja Hartl (SH); Alf Mayer (AM); Thomas Wörtche (TW) – über Don Winslow, Alfred Bodenheimer, Olaf R. Dahlmann, Franzobel, Charlotte Otter, Michael Bar-Zohar und Nissim Mischal, Christiane Dieckerhoff, Ana Paula Maia, Joe R. Lansdale, Helmut Müller-Enbergs, Armin Wagner, Alfred W. McCoy, Tom Cooper und Norman Lewis. Frankie goes in den Puff (TW) So kann´s gehen, vom Top-Act zur Marginalie: Don Winslows neues Buch „Germany“ ist noch nicht mal mehr ein Aufreger,
Read More „BUDDHA SIEHT ALLES“ – nur nicht rote Ratten, perfide Prinzlinge und korrupte Kader – Der unbestechliche, von alter chinesischer Lyrik begeisterte Shanghaier Oberinspektor Chen wird plötzlich auf einen unbedeutenden Posten weggelobt, dann verschwinden Beteiligte und Zeugen, die in dubiose Korruptionsaffären verwickelt waren. Chen stochert bei seinen eigenmächtigen Ermittlungen im Nebel; er wird massiv bedroht und taucht in einem Provinznest unter. Der Fisch stinkt auch im turbokapitalistischen, rot kaschierten China vom Kopf her, wie der in den USA lebende chinesische Uni-Dozent, Übersetzer und Autor Qiu Xiaolong in seinem achten Chen-Krimi „Schakale
Read More The Crime Questionnaire (Vol. 13). Lawrence Block von Marcus Müntefering Autoren, die nicht nur alle paar Jahre etwas veröffentlichen, werden gern abwertend als Vielschreiber diskreditiert. Vor allem wahrscheinlich von Menschen, die froh sind, dass, sagen wir mal, Gernegroßliteraten wie John Irving oder Donna Tartt nur alle Jubeljahre einen neuen Wälzer raustun, weil sie mehr als ein Buch im Jahr sowieso kaum lesen könnten. Nun muss man ja gar nichts gegen Mühlsteine haben; James Ellroy braucht Zeit und Raum, ebenso wie das New-York-Panorama „City on Fire“ von Garth Risk Hallberg, das
Read More Wölfisches Grinsen, ein Buch, ein Film … von Alexander Roth „Blutige Fressattacke: Der Wolf ist zurück und er hat Hunger!“ – so lautet die Überschrift eines Online-Artikels der Berliner Zeitung vom 30. März letzten Jahres (Achtung, drastische Bilder!). Die Reaktionen auf solch eine Meldung dürften, damals wie heute, gespalten ausfallen. Einerseits die Faszination, die dieses wilde Tier auf die urbane Gesellschaft ausübt, andererseits die tief in uns verwurzelte Angst vor dem, was seine spitzen Zähne alles anrichten können. In etwa so verhält es sich auch mit den zwei vorliegenden Werken:
Read More Über Anpassung und Über-Leben – „Raum“ ist eines der aufwühlendsten Kinoereignisse des Jahres. Sonja Hartl hat sich dem Buch von Emma Donoghue und dem gleichnamigen Film von Lenny Abrahamson beschäftigt. „Heute bin ich fünf. Als ich gestern Abend in Schrank eingeschlafen war, war ich noch vier. Aber dann wache ich im Dunkel in Bett auf und bin plötzlich fünf, Abrakadabra.“ Mit diesen Sätzen beginnt Emma Donoghues Roman „Raum“, in dem der nun fünfjährige Ich-Erzähler Jack von seinem Leben erzählt, dessen Eigentümlichkeiten anfangs vor allem sprachlich markiert sind. Er wacht „in
Read More Immer wieder die Familie als Angelpunkt – Anna Veronica Wutschel über die TV-Serie “Die Brücke III”. Das bewährte Erfolgsrezept voll ausschöpfen, dem Zuschauer in abgewandeltem Gewand das Gleiche, aber nicht dasselbe vorsetzen und ihn mit Gespür für die erzählten Charaktere an die Serie binden – so scheint das Konzept der Macher von “Die Brücke – Transit in den Tod”. Auch in der dritten Staffel wird der Zuschauer dementsprechend mit äußerst brutalen Morden konfrontiert, die die Polizei erst nach und nach als Serie eines Einzeltäters identifizieren kann. Erneut wird dem tödlichen
Read More Warum nicht das Original? Die britische TV-Serie “House of Cards” von 1990 ist ein perfekt geschliffenes Unterhaltungsstück, hat Anna Veronica Wutschel sich überzeugt. Heutzutage macht man es sich einfach auf dem Sofa gemütlich und ruft mit ein, zwei Knopfdrücken das Programm ab, das man gern sehen möchte. Diese vermeintliche Unabhängigkeit beim TV-Schauen wird immer populärer, dabei wähnten wir uns in grauer Vorzeit bereits mit dem allwöchentlichen Besuch in einer irgendwie immer leicht schmuddlig wirkenden Videothek als autonome Geister, die sich ihr Schauprogramm lieber selbst zusammenstellten. Dann wurde es komfortabler, die
Read More Ja, die Landschaft ist wunderschön Anna Veronica Wutschel über die vierte Staffel von „Vera“ – “Vera” bleibt ein Phänomen. Mehr als 6 Millionen britische Zuschauer im Durchschnitt erfreuten sich ab Januar dieses Jahres an der Ausstrahlung der Episoden der 6. Staffel zum besten Sendetermin. In Deutschland schaffte es “Vera – Ein ganz spezieller Fall” von Beginn an ‘nur’ in den allmontäglichen Krimiabend von ZDF Neo mit alten „Columbo“– und „Barnaby“-Folgen als Rahmenprogramm. Ihre Fans hat sie dennoch auch in Deutschland gefunden, was sicherlich vornehmlich an der Darstellerin Brenda Blethyn liegen
Read More Definitiv in die Flop-Kategorie Anna Veronica Wutschel über die TV-Serie “Candice Renoir”. La Vie est Belle ! Der Franzose – correspondant au cliché -, weiß mit der entspannten Laisser-Faire-Attitüde das Leben zu genießen. Und so wird auch gern das französische Kino betrachtet: Leichtfüßig kommt es daher, zuweilen schweigsam, zuweilen etwas verschwatzt, selten ohne intellektuelles Herzstück, dem die Franzosen jedoch statt mit bildungsphilistrischer Schwere das Geistreiche mit lockerer Gelassenheit abgewinnen können. Das muss nicht jeder goutieren, diesbezüglich gibt es unzählige Ausnahmen, und generell sollte niemals etwas Komplexes undifferenziert miteinander gleichgesetzt werden.
Read More Posted On März 15, 2016By Thomas PrzybilkaIn Crimemag
Hinweise zur Sekundärliteratur von Thomas Przybilka Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag unregelmäßig ein paar Titel aus dieser Fülle,
Read More Rocking Hemingway’s Boat von John Harvey. Ever since I started writing with any degree of seriousness, or even a little before, I’ve been fascinated by interviews with writers about their work – hence the pile of „Paris Review“ single issues and anthologies ever-growing on the shelf. In a few cases, not many, this has spilled over into an interest in their wider lives – biographies, collections of letters, diaries – F. Scott Fitzgerald, D. H. Lawrence, Arnold Bennett, Virginia Woolf. But, although Hemingway was one of those writers I began
Read More Posted On März 15, 2016By Claudia FiedlerIn Crimemag
Krimilesungen vom 15.03.2016 bis 15.04.2016 Unser Veranstaltungskalender bietet Ihnen eine feine Auswahl an interessanten Autoren, die sich zurzeit auf Lesereise befinden. Zuerst aber ein Hinweis auf einen nach wenigen Abenden schon zur festen Einrichtung gewordenen Hamburger Treff, nämlich auf „439 Noir“, wo CrimeMag-Autor Marcus Müntefering, Carsten Germis und Wolfgang Franßen sich jeweils drei Büchern widmen und alle zum Mitdiskutieren eingeladen sind. Thema des nächsten Abends ist Frankreich. Mit „Fatale“ von Jean-Patrick Manchette (Distel), „Der Mann mit der Bombe“ von Christian Roux (Polar) und Tito Topin, „Exodus aus Libyen“ (Distel). 24.03.2016
Read More Frankie´s Gun by The Felice Brothers My car goes Chicago Every weekend to pick up some cargo I think I know the bloody way by now, Frankie And turn the god damn radio down, thank you Pull over, count the money But don’t count the thirty in the glove box buddy That’s for to buy Lucille some clothes Bang, bang, bang, went Frankie’s gun He shot me down Lucille He shot me down Lucille He shot me down He shot me down He shot me down Work zones double
Read More Herzlich willkommen zur neuen CrimeMag-Ausgabe Erfreuen wir uns gemeinsam an der reichhaltigen, ja überschäumenden Februarausgabe des CrimeMag, gleichzeitig die erste Ausgabe im neuen Jahr nach der Winterpause. Beginnen wir mit Europa: Thomas Wörtche hielt vor einiger Zeit einen Vortrag über europäische Kriminalliteratur, ein Begriff, der griffig klingen mag, aber wenig mitbringt. Gehen wir auf eine Reise durch nahe und ferne Regionen, durch das E und U der EU. Um dann mit Thomas Adcock zu schauen, was denn da gerade so los ist, in diesen Vereinigten Staaten von Amerika. Donald Trump
Read More Krimi, Kriminalliteratur, regional, europäisch … Thomas Wörtche hielt diesen Vortrag an der Evangelischen Akademie Villigst und stellte ihn uns zur Verfügung. Europäische Kriminalliteratur – was soll das sein, kann es die geben? Unter welchen Voraussetzungen? Und wer versteht darunter eigentlich was? Diesen und vielen weiteren Fragen geht er hier nach. Sehr geehrte Damen und Herren, Europa auf dem Stier ist ein sehr schöner Aufmacher. Er zeigt, kriminalliterarisch gesehen, in eine originelle Richtung: Vermutlich eine eher einvernehmliche Entführung mit anschließend vermutlich einvernehmlich menschlich-göttlicher Beiwohnung – das ist als Quellmetapher für unser heutiges
Read More Der Schauplatz als Charakter Ein Treffen mit Garry Disher und seiner Peninsula. Von Alf Mayer. Crime fiction aus down under ist im Kommen. Alf Mayer hat sich vor Ort umgesehen und wird in den nächsten CrimeMag-Ausgaben davon berichten. Nächsten Monat folgt ein Interview mit Michael Robotham, von dem gerade „Schlaf für mich“ erschienen ist. Hier zum Auftakt der Reihe eine Begegnung mit Garry Disher. Über seinen in diesen Tagen auf Deutsch erschienenen Roman „Bitter Wash Road“ konnten CrimeMag-Leser bereits im September 2014 lesen. Deutschland hat für ihn einen guten Klang,
Read More —New York Daily News cover page, 20 January 2016 ‘WHOOPEE the Ice Queen,’ also known as Sarah Palin, favors a Manhattan billionaire-bigot-blowhard for president— ‘reality TV’ tycoon Donald Trump. Satirists are not amused. The Orthodoxy of Unreality America Through the Looking Glass ‘We don’t need no stinkin’ facts’ NEW YORK, near America On the first honestly cold winter’s day of the year, my friends Pam Trelstad and Frank Esser came visiting from the charming university town of Cedar Falls, Iowa. They had some pleasant business to conduct in New
Read More Glut und Asche: Blaise Cendrars Er ist ein Weltreisender, ein Abenteurer. Er stellt sich jeder Situation mit offenem Blick. Bereit, neue Erfahrungen zu machen. Er ist ein Kämpfer. Seine Linke ist gefürchtet. Der rechte Arm ist ihm weggeschossen worden. Sein Gesicht ist wie aus Leder, wettergegerbt. In seinem Mundwinkel klebt immer eine Zigarette. Er raucht Kette, und er trinkt: Gebt mir Wein, Champagner, Cognac, Whisky zu trinken, aber bleibt mir vom Hals mit Gin und all diesen Getränken auf Ginbasis, mit denen die ganze Welt sich benebelt und die mir
Read More Flüchtlingspolitik mit einem Twist – Ein Porträt der australischen Aktivistin Shen Narayanasamy. Von Chloe Hooper In Australien ist es Realität, woran bei uns die Flüchtlingsgegner und humanistisch Eingeschränkten arbeiten – die Abwehr der Asylsuchenden schon weit vor der Landesgrenze. „We have the shark patrol“, sagte mir ein Australier in einem Pub; fremdenfeindliche Parolen wie die mit der „Hai-Polizei“ bringen Wählerstimmen und halten die konservative und neoliberale Regierung im Amt. Seit 2013 fängt die australische Marine mit der „Aktion Souveräne Grenzen“ („Sovereign Borders“) Bootsflüchtlinge systematisch ab und zwingt sie zur Umkehr,
Read More The Crime Questionnaire (Vol. 12). Karin Slaughter von Marcus Müntefering Ist „Cop Town“ jetzt „der seit Jahren verdammt beste Polizeiroman alter Schule“, wie Alf Mayer hier im Crimemag behauptet? Oder ein „Polizeiroman mit einer geradezu subversiven Erzählstrategie“ und einem ausgeprägten „Sinn für Sozialgeografie“, wie ich bei Spiegel Online schrieb? Oder hat Thomas Wörtche Recht, der in seinem Leichenberg kritisierte: „Ihre ungelenke Dramaturgie tut schon fast weh, alles wird klitzeklein erklärt, die Redundanzen häufen sich.“ Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte, so richtig wichtig ist das aber auch nicht. Denn auf jeden
Read More Bloody Chops: Februar 2016 Heute am Hackklotz: Katja Bohnet (kb), Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Peter Münder (PM) und Frank Rumpel (rum). Unter ihrem Beil: Wilfried Kaute (Hg.) („Wenn es Nacht wird“), Paul Duncan („Das James Bond Archiv“), Uta-Maria Heim („Heimstadt muss sterben“), Max Bronski („Mad Dog Boogie“), Ray Banks („Saturday‘s Child“), S. Freytag: („Goodbye Ruby Tuesday“), Daniel Woodrell („Tomatenrot“), Anja Conzett („Lohndumping“), Samuel Fuller („Brainquake“), Robert B. Parker („Spenser und das gestohlene Manuskript“), Ed McBain („Cut Me In“), Iceberg Slim („Shetani’s Sister“), Ross Thomas („Porkchoppers“), Gregor Weber („Stadt der
Read More Einschusslöcher von Katja Bohnet Ich liebe Western. Das Lakonische, Männer auf Pferden, Staub. Weniger Bud Spencer als Charles Bronson, Henry Fonda, Clint Eastwood, Claudia Cardinale, Hailee Steinfeld und später auch kongenial Javier Bardem. Weniger „Winnetou“ als „Spiel mir das Lied vom Tod“, „No Country for Old Men“ oder „True Grit“. Vor und nach allem Cormac McCarthy mit „All die schönen Pferde“ in der Literatur. Extreme Temperaturen und extreme Grausamkeit in einem Land, das sich selbst und die Welt im Konflikt zerreißt. Das in jeder noch so abgelegenen Ecke seiner Landesgrenzen
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