Posted On September 19, 2017By Alf MayerIn Crimemag
Schreib, was du weißt und kennst Unerklärlicherweise ist der 2004 gestorbene Larry Brown hierzulande ein Unbekannter geblieben. Jetzt ist sein Roman „Fay“ zu entdecken, „Joe“ soll in absehbarer Zeit folgen. Larry Brown war Heumacher, Ofen- und Zaunsetzer, Anstreicher, Gabelstapelfahrer, Hilfsarbeiter und lange Jahre dann Feuerwehrmann, sein Schriftstellerleben lang blieb er auf dem Boden. Das mit großer Qualität, und bevor man es Country Noir nannte. Alf Mayer hat sich dem Südstaaten-Autor angenähert. Normalerweise, wenn ein großer Autor stirbt, gibt es Tausende Worte zu seinen Ehren. Das ist gut so. Noch schöner aber ist, wenn Freunde, Bewunderer
Read More Erschütterungen Von Sonja Hartl Dieses Buch stellt viele Fragen: Sind große Bombenanschläge wirklich schlimmer als kleine? Sie fordern mehr Opfer, brennen sich in unser Gedächtnis ein, verschaffen mehr Aufmerksamkeit – aber wie bemisst man eigentlich den Schaden? In Toten? In Schlagzeilen? Oder in den Folgen, die sie haben? Und wie beurteilt man diese Folgen, sind sie nicht eventuell nachträglich hergestellte Kausalitäten, die den Eindruck erwecken sollen, dass im Rückblick alles Sinn ergibt und als scheinbar unweigerliche Konsequenz bestimmte Ereignisse so eintreten mussten? Oder wird damit nicht vielmehr verschleiert, dass es
Read More Terror-Anschläge auf Brücken, Fähren und den Eurotunnel: Was Ist die Botschaft? Irgendwas mit Wasser? Mit seinem dritten Band um Kommissar de Both liefert Christian von Ditfurth nach „Heldenfabrik“ und „Zwei Sekunden“ wieder einen gelungenen Thriller: So eigenwillig, brillant und originell wie seine Hauptfigur ist auch „Giftflut“ angelegt. Von Peter Münder Besonders zimperlich bei der Beschreibung mörderischer Gemetzel war Christian von Ditfurth, 64, noch nie: Sieben Vorsitzende eines Chemiekonzerns werden bei einer Sitzung von einem angeheuerten Killerkommando ermordet; ein Bombenattentat wird auf den Konvoi der Kanzlerin und des russischen Präsidenten mitten
Read More Heute: Stuart MacBride von Marcus Müntefering Muss man eigentlich 2017 noch etwas sagen zu Stuart MacBride aus Aberdeen? Inzwischen sollte doch jeder anglophile Krimileser seine Reihe um den aufgrund einer Mehr-als-Nahtod-Erfahrung Lazarus genannten Polizisten Logan McRae und seine Vorgesetzte Roberta Steel, die dauerfluchende Lesbe mit zweifelhaften Ernährungsgewohnheiten, kennen. Sollte. Irgendwie wird MacBride gern übersehen, bekommt in Deutschland kaum einen Fuß auf die Erde – Rankin hat die Hardcover und die besseren Übersetzer, bekommt mehr Rezensionen und taucht wenigstens gelegentlich mal in der Krimi-Bestenliste der “FAS” auf (an mir liegt’s nicht!).
Read More Grüner wird’s nicht von Frank Schorneck „Es war in der Einwohnerschaft von Duneen weitgehend akzeptiert, dass, sollte ein Verbrechen geschehen und es Sergeant Collins gelingen, den Täter festzunehmen, dieser Verhaftung wohl kaum eine Verfolgung zu Fuß vorausginge.“ – Sergeant PJ Collins war schon dick, bevor er seinen Dienst in Duneen antrat, einem südirischen Kaff, das verschlafen zu nennen noch ein Euphemismus wäre. Ein Polizeialltag, der zwischen den reichhaltigen, von der fürsorglichen Haushälterin zubereiteten Mahlzeiten noch so manche zusätzliche Leckerei bereit hält und ansonsten weder geistige noch körperliche Beweglichkeit erfordert, hat
Read More Real to Reel: From Slow Motion Riot to Law & Order: SVU by Peter Blauner. With „Proving Ground“ – see CrimeMag’s „Reading Ahead“ in last month’s issue – he just came back from an eleven year hiatus as a novelist. Alf Mayer called it “ an author’s comeback of considerable weight“, Richard price stated: „Over the last 25 years Peter Blauner has proven to be a master of the urban darkside, his crime novels suffused with a knowing compassion for the bottom dogs who live in the Minotaur’s maze that is
Read More Ein Experiment von genialster Brutalität Von Beatrice Behn Wenn man nach Darren Aronofskys mother! das Kino verlässt, dann wankend in Körper, Geist und Seele. Genau so fühlt es sich an, wenn ein Film wie eine Waffe benutzt wird, die sich gegen das Publikum richtet und gleichzeitig da ist, um seine heilige menschliche Integrität zu beschützen. Wahrlich, mother! ist eine Schrotflinte, deren Munition einem direkt ins Gesicht geschossen wird und deren Blei vorher in existenzialistische Säure ganzer Philosophengenerationen getaucht wurde, damit sie sich durch das Fleisch frisst, durch die Muskeln und Sehnen, das Fett und
Read More I got a razor By Willie Dixon Who me? Man, you know I ain’t never Lost no fight I’m way too fast for that cat Now look If me an a grizzly’s havin‘ a fight No! Don’t you think the fight ain’t fair You talkin‘ ‚bout helpin‘ me? You better help that grizzly bear I’ve got a razor, man And I’ve got a *chib, this a cinch Man, I can split a bolt a-lightnin‘ Befo‘ the lightnin‘ could move an inch Now, look If me an a wildcat Is all
Read More Krimilesungen vom 19.09.2017 bis 15.10.2017 Unser Veranstaltungskalender bietet Ihnen eine feine Auswahl an interessanten Autoren, die sich zurzeit auf Lesereise befinden. Bernhard Aichner präsentiert „Totenrausch“: 21.09.2017 Kronensaal, A-Bludesch, Beginn 20:00 Uhr 25.09.2017 Bestattungshaus Kuckelkorn, Köln, Beginn 20:00 Uhr 28.09.2017 Kulturzentrum Reither-Haus, A-Herzogenburg, Beginn 19:00 Uhr 07.10.2017 Öffentliche Bibliothek der Pfarre Asten, A-Asten, Beginn 19:00 Uhr 10.10.2017 Stadtbücherei, Langen, Beginn 20:00 Uhr 15.10.2017 Kulturzentrum, A-Sillian, Beginn 11:00 Uhr Weitere Infos gibt es hier. Lesungen von Friedrich Ani aus „Ermordung des Glücks“: 26.09.2017 Theater der Keller, Köln, Beginn 20:00 Uhr 27.09.2017 Bürgermeisterhaus,
Read More Herzlich willkommen zu unserer Augustausgabe 2017 Das Crime-Genre ist ein weites Feld. Predigen wir immer wieder. Exemplifiziert wird Ihnen das hier mit unserem prallen Magazin, mit dem wir nun aus der Sommerpause zurückkehren. Da kommentiert zum Beispiel die Hamburger Autorin Simone Buchholz (aktuell gerade ihr „Beton Rogue“) im Gespräch mit Marcus Müntefering die Ereignisse beim „G 20-Gipfel“ äußerst kritisch, da bieten wir Ihnen exklusiv die Eingangssequenz aus Viet Thanh Nguyens großem Vietnam-Thriller „Der Sympathisant“. Da schreibt unser USA-Korrespondent Thomas Adcock mit „SHOOT!“ über den Waffenkult in den USA und wie das mit den
Read More Verraten und verkauft Simone Buchholz war während des G20-Gipfels nicht in Hamburg. Weil sie mitten auf St. Pauli wohnt, quasi auf halbem Weg zwischen Reeperbahn und Schanze, in einer engen Straße, die auf jeden Fall zu den Routen der Gewalt gehören würde. Und weil sie ein neunjähriges Kind hat, das sie nicht in Gefahr bringen wollte. War es die richtige Entscheidung? Vielleicht nicht. Aber es war die einzig mögliche. Im Interview mit Marcus Müntefering spricht die Schriftstellerin darüber, was sie in den Wochen nach (und vor) dem Gipfel erlebt hat
Read More Posted On August 15, 2017By Viet Thanh NguyenIn Crimemag
„So ist das mit den Dingen, die gefährlich sind…“ CrimeMag-Lesern ist er bereits wohlbekannt: unser Autor Viet Thanh Nguyen, dessen Erstling – aus dem wir hier den Anfang veröffentlichen dürfen – sowohl den Pulitzer-Preis als beste „fiction“ wie auch den Edgar (Allen Poe Award) als beste „crime novel“ des Jahres errungen hat. Sein eleganter und kluger Vietnam-Thriller „Der Sympathisant“ ist rundum eine Freude, und beweist, dass die Zeit großer Politthriller keineswegs zuende ist, sondern eine Zukunft hat. Herzlich willkommen damit in Germany, dear Viet! Viet Thanh Nguyen bisher bei CrimeMag: Essay: „I am a refugee.“ Mit
Read More I shall not now dwell upon the daily caboodle of news involving an orange-faced hoodlum with a soft spot for swastikas—he who presides over an imploding White House. Were there simple justice in America—a nation where uniformed nazis and kluxers armed with semiautomatic assault rifles and side arms are now free to march through the streets of Charlottesville, Virginia—this despicable man would be in prison, along with his flock of fools and felons. We hope for their imminent departure from the nation’s capital, preferably in manacles, and a time that
Read More Eine Kugel für Trump Kann man Donald Trump eigentlich noch toppen? Schwierig, schwierig, Sam Bourne hat es in seinem Roman „Der Präsident“ versucht, aber ist gescheitert. Mike Wuliger ist enttäuscht. Die amerikanischen Demoskopen stellen eine Frage leider nie: Wie viele Bürger träumen davon, dass ihren derzeitigen Präsidenten der Schlag treffen möge, notfalls auch die Kugel eines Attentäters? Die zustimmenden Antworten wären möglicherweise höher als Trumps aktuelle Popularitätswerte. In Sam Bournes “Der Präsident” – der englische Originaltitel heißt “To kill the President” – scheint dieser Wunsch in Erfüllung zu gehen. Weil
Read More Labyrinth der Bewusstseins-Zombies. Brauchen wir noch ein Buch, noch eine Exegese, noch eine Meditation über den Film noir? Thomas Brandlmeier nennt seinen Beitrag zu einer unendlichen Diskussion „Film noir. Die Generalprobe der Postmoderne“ Doch, ja, meint Thomas Wörtche, dieses Buch brauchen wir. „Film noir existiert nicht“, so beginnt der Münchner Filmwissenschaftler Thomas Brandlmeier sein Buch über eben dieses nicht-existierende Phänomen. Er hätte auch sagen können: Kein Mensch weiß so genau, was „Film noir“ ist. Aber natürlich erkennen wir alle einen Film noir, wenn wir einen sehen. Diese Filme existieren, aber
Read More „Dieser Stadt fehlt die Demut“ Je heller das Licht, desto dunkler die Schatten. Alf Mayer über David Whish-Wilson und „Die Ratten von Perth“. Was wusste Raymond Chandler von Los Angeles? Wir alle sind uns sicher: eine ganze Menge. Dieses Chandler-Gefühl, dass da ein Autor mit präzise bösem Strich das Bild einer ganzen Stadt auf die Seiten wirft, dieses leider doch ziemlich seltene Gefühl, das hatte und genoss ich beim Langstreckenflug nach Perth, Hauptstadt des Bundeslandes West Australia. Ich hatte es, weil ich im Flieger David Whish-Wilson las. Seine scharf geschliffenen,
Read More Arrival. Ein kurzer hermeneutischer Kommentar von Markus Pohlmeyer Prolog I „Die Geschichte deines Lebens“[1] von Ted Chiang verbindet eine tiefe und tief traurige Mutter-Tochter-Geschichte mit der Ankunft von Außerirdischen. Privates scheint Welthistorischem gegenüber zu stehen: und doch wirkt dies alles ineinander! Chiang übernimmt Prinzipien der Quantenwelt (Mikrokosmos) als ontologischen Bauplan seiner Geschichte (Makrokosmos). Die Story transformiert sich zu einer großen Metapher, d.h. Allegorie, des Quantenkosmos. Darum: Anfang und Ende in der gewohnten Reihenfolge? Für die Quantenelektrodynamik scheint das ohne Belang, z.B.: „Das Elektron emittiert ein Photon, eilt in der Zeit
Read More John Harvey: Charlie Resnick Übersetzung: Susanna Mende In Erinnerung an zwei Profis, Laurence James und Dulan Barber, ohne die es Charlie Resnick womöglich nie gegeben hätte – und für Marian Wood, die Charlie und mir als meine US-Herausgeberin bei Henry Holt über zehn Jahre die Treue gehalten hat. Danke, Marian. Dass ich überhaupt Schriftsteller geworden bin – und somit Charlie Resnick zum Leben erweckt wurde – ist vor allem einer Reihe glücklicher Fügungen zu verdanken. Ich habe nie irgendwelche Ambitionen gehegt, Schriftsteller zu werden, jedenfalls kein Romanschriftsteller, und bis mein
Read More Ein deutscher Meisterspion in der mexikanischen Revolution Von Jürgen Neubauer Seit jeher ist Mexiko ein lockendes Ziel für Abenteurer, natürlich auch aus Deutschland. Einer davon war Felix Sommerfeld, der vor dem Ersten Weltkrieg vom Goldsucher zum wichtigsten deutschen Geheimagenten in Nordamerika wurde und an der Seite von Francisco I. Madero und Pancho Villa in der mexikanischen Revolution mitmischte. Agenten sind von Berufs wegen schwer zu fassen; in seinem Buch Im Schatten der Öffentlichkeit unternimmt Heribert von Feilitzsch den Versuch, das filmreife Leben des Meisterspions zu rekonstruieren. Felix Sommerfeld kommt 1879 in Posen zur Welt. Seine
Read More Schmerzfreiheit und Schlaf für alle! Von Anne Kuhlmeyer Unter Umständen gibt es keine Alternative für einen gebeutelten Gastronomen, als den persönlichen Schutzgelderpresser im eigenen Betonboden zu versenken, selbst wenn man sich damit akustische Intrusionen einhandelt oder sich die Gewaltexzesse im postbrexitischen Königreich zur Last legen muss, wie Leigh – freundlich, kompetent, schwul – das egozentrisch tut. Denn der Erpresser hatte eine alteingesessene, exzellent vernetzte Organisation hinter sich, die sich nicht gern in die Suppe spucken lässt. Schon gar nicht von jemand Neuem, der ihr den Gewinn aus Drogengeschäften schmälert und
Read More Irland und der Nationalsozialismus Von Sonja Hartl „Rattenlinien“ heißen jene Fluchtlinien, die führende Vertreter des Nationalsozialismus und Angehörige der SS nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs genutzt haben, um aus dem Land zu kommen. Einige ihrer Gesinnungsgenossen hatten sehr früh erkannt, dass der Zusammenbruch bevorsteht und sich abgesetzt. Dann organisierten sie vom Ausland aus Fluchtrouten für ihre Verbündeten, „mit Unterstützung der Kirche oder dem ein oder anderen Regierungsmitglied. Ein Empfehlungsschreiben, ein paar Devisen, um die Reise zu erleichtern, und Bargeld, um ein neues Leben zu beginnen.“ So steht es in
Read More Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Zerteilt und serviert von: Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum), Thomas Wörtche (TW). Bücher von: Lee Child, Karen Dionne, Garrett M. Graff, Uta-Maria Heim, Robert Hültner, Institut für Sozialforschung, Pankaj Mishra, Antonin Varenne, Donald E. Westlake. Was ist das, das da mordet? (AM) „Mittelweg 36“, die zweimonatliche Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung, haben wir bei CrimeMag schon des öfteren vorgestellt, immer wieder wartet die Redaktion mit Themen und Heften auf, die uns im Crime-Zusammenhang interessieren. Das aktuelle
Read More Die Formation eines Subgenres Von Thomas Wörtche Als ich mich neulich mit Junichiro Tanizalkis Meisterwerk „Der Schlüssel“ beschäftigt hatte, der sich unter anderem mit den Gender-Rollen der modernen japanischen Gesellschaft beschäftigt, fiel mir auf, wie geschichtsvergessen auch die Traditionslinie kriminalliteraturschreibender Frauen aktuell geworden ist. Deswegen sei hier noch einmal und nachdrücklich auf Masako Togawa hingewiesen, die zudem mit dem Titel ihres Erstlings, „Der Hauptschlüssel“ auf Tanizaki anspielt, aber sich gleichzeitig von männlichen Vorbildern loslöst und in einen globalen weiblichen Diskurs eintritt. Der Mann, der nachts rastlos durch Tokio streift, ist
Read More Die Farben der Nacht Autos, nachts allein am Straßenrand, eine Zeitkapsel aus den 1970er Jahren, das ist Langdon Clays Fotobuch „Cars – New York City. 1974 – 1976“. Alf Mayer hat sie geöffnet. Sie beherrschen die Nacht als wären sie Könige. Als wäre genau das der Auftritt, der ihnen immer schon gebührt hat, diese Art scheinbar beiläufiger fotokünstlerischer Inszenierung, die Langdon Clay ihnen angedeihen und dann 40 Jahre in der Schublade liegen ließ. Bis Gerhard Steidel, der im Jahr nur auf zwei der zu Zigtausenden bei ihm eingehenden Briefe reagiert, höchst persönlich
Read More Tausche Schaukelstuhl gegen Bein Von Katja Bohnet Texas, Hitze, Staub Noir. Es ist still. Vielleicht wird leise gesprochen, vielleicht bauscht ein leichter Windzug die Gardinen auf. Es ist heiß, Schweiß verklebt Staub auf der Haut. Die Nacht bringt keine Abkühlung. Zwei Möglichkeiten: Grelles Licht, ein Knall, harte Action, Achterbahn. Oder es bleibt dunkel, leise, drückend heiß. Wenn der Morgen kommt, ist jemand tot, jemand reich, jemand muss sich trennen, jemand geht. Lisa Sandlin wählt Tor 2. Sie erzählt leise, dennoch direkt. Die LeserInnen, die den Kriminalroman gerne hart und schräg
Read More Wie wird man zur Ratte? Langsam über rote Linien kriechen! Don Winslows „Corruption“ zeigt eine zur Selbstzerstörung führerende Grenzüberschreitung. Von Peter Münder. Zu Don Winslows Krimi-Lieblingsklassikern gehören Chester Himes, Robert B. Parker, Raymond Chandler und Elmore Leonard: „Die haben Krimis in Musik verwandelt“, erklärte Winslow jetzt der New York Times. Alle fünf Jahre liest er nochmal Klassiker wie „Krieg und Frieden“ oder „Die Brüder Karamasow“; zu einem Autoren-Dinner würde er auf jeden Fall Shakespeare, Raymond Chandler und George Eliot einladen. Keine Frage: Der 63jährige Winslow hatte schon immer ein großes
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