Ein Mann, drei Frauen und die Welt in Flammen Philippe Djian begibt sich mit seinem zwölften Roman auf die Demonstrationsschlachtfelder der Globalisierungsgegner und zieht sich damit einen Schuh an, der ihm nicht passt. Von seinem ersten Roman Blau wie die Hölle über die atemberaubende Liebesgeschichte zwischen einem Gelegenheitsschriftsteller und einem besessen-temperamentvollen Mädchen, die ihm zum Durchbruch verhalf (Betty Blue, 37,2 Grad am Morgen), bis zum Porträt eines verwitweten Schriftstellers (Schwarze Tage, weiße Nächte) war der viel gelesene Franzose Philippe Djian alles andere als ein politischer Schriftsteller. Klar, hinter der Rebellion
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Weggefährten für die Dauer einer Nacht Zwischen Authentizität und Küchenphilosophie – Shooting-Star Lebert legt seinen zweiten Roman vor. Mit 16 Jahren wurde Benjamin Lebert mit Crazy zu einem der prominentesten Vertreter der jungen deutschen Literatur. Sein Debütroman über die Pubertät eines halbseitig gelähmten Jungen im Internat wurde vom Feuilleton hochgejubelt, in Deutschland 500.000 mal verkauft, in 33 Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. Jetzt ist er 21 Jahre alt und legt seinen zweiten Roman vor: Der Vogel ist ein Rabe. Egal ob der Inhalt lesenswert oder langweilig ist, ob die Kritiker
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In Schönheit gestorben Im amerikanischen Feuilleton wurde das Debüt von Arthur Phillips geradezu überschwenglich gelobt: Von einem „Meisterstück“ ist da die Rede, von „hinreißender Scharfzüngigkeit und sarkastischer Großzügigkeit“. Die New York Times konstatiert knapp: „Most Notable Book of the year.“ Zusammen mit dem vollmundigen Versprechen des Schöffling Verlags – „ein großer Roman, den man verschlingen möchte“ – schrauben sich die Erwartungen so schon im Vorfeld ins Unermessliche. Doch dann, nach exakt 334 von 529 Seiten klappt der Rezensent das Buch angesichts seines definitiv erlahmten Interesses verzweifelt zu – und stellt
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Im schwarzen Loch unserer Zeit In seinem neuen Werk legt Don DeLillo eine zynisch-verzweifelte Zeitanalyse vor und stellt erneut seine Ausnahmestellung in der Gegenwartsliteratur unter Beweis. Eric Packer ist ein erolgreicher und sagenhaft reicher Vermögensverwalter aus einer Generation, die „jung und clever“ und „von Wölfen aufgezogen“ worden ist. An einem Tag im April 2000 schwebt der Protagonist von Don DeLillos neuem Roman Cosmopolis in seiner mit Kork ausgekleideten Stretch-Limousine durch die hoffnungslos verstopften Straßen New Yorks, um sich die Haare am anderen Ende der Stadt schneiden zu lassen. Über seine
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Literarischer Amokläufer Zur Jahrtausendwende fegte Tristan Egolf mit seinem Debütroman „Monument für John Kaltenbrunner“ wie ein Hurrikan über die internationale Literaturlandschaft und sorgte mit seiner Schreibwucht für ungläubiges Staunen. Und auch in seinem zweiten Roman „Ich & Louise“ gibt der 1971 in Pennsylvania geborene Autor wieder ungebremst Vollgas und hetzt von einem Inferno zum nächsten. Tristan Egolf erzählt die Geschichte von Charlie Evans, dem „Viet-Man“, dem „Produkt eines schwarzen GI und (wie es hieß) einer kambodschanischen Prostituierten“. Der Geigenvirtuose hat gerade seinen Job verloren und will eigentlich nichts als raus
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