Ein paar tausend Bläschen Gäbe es in Europa eine Champions League für Spannungsautoren: Der Schweizer Martin Suter spielte seit seinem Debüt Small World regelmäßig um die Meisterschale mit. Von STEFAN BEUSE Versuchen Sie mal, einem Amerikaner den Unterschied zwischen E- (wie „ernster“) und U- (wie „unterhaltender“) Literatur zu erklären. Sie werden ein freundliches Lächeln ernten. Und auf massives Unverständnis stoßen: Anspruchsvolle Literatur, die sich zudem noch gut verkauft, ist dort wundersamerweise kein Widerspruch, während hierzulande kommerziellem Erfolg irgendwie immer noch der Ruch des (igitt!) Trivialen anhaftet. Und jetzt die Gegenprobe:Read More
Es wird Zeit, sich einmal wieder der Weisheit der Alten zu erinnern. Wenn es nicht für alle reicht, so schrieb der gute Ernst Bloch einmal lakonisch, dann müssen eben die Armen ran. Durch die Türritzen kriecht auch langsam und stetig in die neo-bourgeoisen Salons zwischen Berlin und München, Frankfurt und Hamburg, die Zugluft des Prekariats und der herumvagabundierenden Armut. Die Kinder der Happy Few, auch wenn sie auf den besten Privatschulen am Ort ausgebildet wurden, finden nicht mehr so leicht eine gut dotierten beruflichen Einstieg, eine Lebensstellung schon mal garRead More
Paul Auster inszeniert ein postmodernes Spiel wie aus dem Lehrbuch. Von Petra VesperRead More
Als junger Autor hat man es im Steidl-Verlag nicht wirklich leicht, neben dem Verlagsflagg- und Schlachtschiff Günther Grass Beachtung zu finden, selbst wenn man ein politisch brisantes literarisches Puzzle entwirft. Von Frank Schorneck Read More
Ehrenrettung Aus aktuellem Anlaß eine kleine Ehrenrettung für die politische Kultur Italiens. Von Carl Wilhelm Macke Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, ein immer und überall bekennender Antifaschist, glaubte unbedingt auf einem Faschingsumzug in seiner Stadt am 27. Januar mitschunkeln zu müssen. Zwar gab es einen laut vernehmlichen Protest diverser Mitglieder der jüdischen Gemeinde nicht nur in München gegen dieses bunte Treiben ausgerechnet an dem Gedenktag zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Ude ließ verlauten, daß er sich dieses Datum natürlich bewußt sei, aber der Umzug sei schon seit langem geplant gewesen.Read More