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Posted On Juni 12, 2006By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Benjamin Lebert: Kannst du

In der Sackgasse 1999 setzte der erst sechszehnjährige Benjamin Lebert mit dem mittlerweile in Deutschland über eine halbe Million mal verkauften und in 33 Sprachen übersetzten Roman „Crazy“ ein Initial für die neue deutsche (Pop-) Literatur. Sieben Jahre später folgt mit seinem neuen Roman „Kannst du“ eine erschreckende Bankrotterklärung. Benjamin Lebert erzählt in „Kannst du“ die Geschichte seines offensichtlich autobiographisch gefärbten Protagonisten Tim Gräter. Dieser ist Anfang 20, hat bereits einen literarischen Bestseller gelandet und steckt nun in einer Schaffenskrise. Hinter der Pose des abgeklärten Schriftstellers zerfleischen ihn die SelbstzweifelRead More

Posted On Mai 29, 2006By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Denis Johnson: Jesus Sohn

Geschichten wie Kometen Mit der Kurzgeschichten-Sammlung „Jesus’ Son“ begründete der heute zu den bedeutendsten amerikanischen Gegenwartsautoren zählende Denis Johnson Anfang der 90er seinen Kultstatus. Der unverwechselbare Sound dieser abgründig-halluzinatorischen Prosa, in der immer wieder unvermutet Elemente von Komik aufblitzen, sucht auch heute noch seinesgleichen. Johnsons Ich-Erzähler „Fuckhead“ ist ein typischer Looser der amerikanischen Gesellschaft, der sich mit kleinen krummen Geschäften und Fluchten über Wasser hält. Wie er sind auch alle andere Figuren dieser Geschichten „aus der Welt herausgeschnitten und zum Abfall geworfen.“ Ohnmächtig fühlen sie sich vom Schicksal verfolgt undRead More

Posted On Mai 19, 2006By Carl Wilhelm MackeIn Litmag

Ab in den Kongo

Ab in den Kongo Ein bayerischer Hochschullehrer, von aufgeklärt liberaler Grundeinstellung und Gegner jeder provinzieller Weltsicht, nennt die Region um Passau gerne „Bayrisch-Kongo“. Da dürften sich linke wie konservative, liberale wie rassistisch eingestellt Deutsche kaum unterscheiden. Der Kongo ist da irgendwie eine Terra Incognita tief im Innern der afrikanischen Finsternis. Die politisch Korrekten halten sich da in ihrem Urteil eher vorsichtig zurück, gestehen aber auch, nicht viel von dem zentralafrikanischen Riesenland zu wissen. Neuerdings sind die besorgten Demokraten hinzugekommen, die die ordnungsgemäße  was immer das heißt) Durchführung von Wahlen imRead More

Posted On Mai 17, 2006By Joerg von BilavskyIn Bücher, Crimemag

Kaliber .64

Trio Criminale Vom „Kaliber .64“ haben echte Waffenexperten noch nie etwas gehört. Ein Projektil mit diesem Durchmesser existiert nämlich gar nicht. Krimifans jedoch dürfte dieses Kaliber bald ein Begriff sein. So heißt nämlich die neue Kurzkrimi-Reihe der Hamburger Edition Nautilus, die jetzt drei Stories à 64 Seiten herausgeballert hat. Deutsche Kriminalromane haben mittlerweile auch international einen guten Ruf. Deutsche Kriminalerzählungen finden jedoch höchstens bei der alljährlichen Verleihung des renommierten „Glausers“ einmal breitere Aufmerksamkeit. Edition Nautilus hat dieses kriminalliterarische Defizit erkannt und wirbt mit drei bunten Krimi-Bändchen für dieses bislang sträflichRead More

Posted On Mai 15, 2006By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Elke Naters: Justyna

Ziellose Lebensgier Mit „Justyna“ hat Elke Naters, einstige deutsche Pop-Literatin par excellence, einen schnellen, harten und auch provokativen Roman vorgelegt, in dem nichts mehr vom einstigen Zauber der Pop-Kultur wiederzufinden ist. Es bleibt eine ziellose, verzweifelte Lebensgier. Naters erzählt – mit offensichtlichen autobiographischen Übereinstimmungen – die Lebensgeschichte ihrer Protagonistin Justyna. Mit sechszehn will diese sich das Leben nehmen, weil sie glaubt, sie wäre schwanger, mit siebzehn geht sie von der Schule ab, jobbt in einer Fabrik und fliegt nach Jamaika, wo sie einen halluzinatorischen, süß-bitteren Tropen-Trip erlebt. Zurück in DeutschlandRead More

Posted On Mai 8, 2006By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Truman Capote: Sommerdiebe

Elegant perlende und sprühende Prosa Truman Capote erlebt derzeit eine Renaissance: Mit dem Oscar-prämierten „Capote: A Biography“ von Bennet Miller und dem gerade abgedrehten „Infamous“ von Douglas McGrath widmen sich gleich zwei Kino-Großproduktionen dem literarischen Shootingstar der 40er Jahre. Parallel dazu ist mit „Sommerdiebe“ nun auch noch Capotes kürzlich bei einer Sotheby-Versteigerung entdecktes wahres Debüt erstmals auf den Markt gekommen und wird als literarische Sensation gehandelt – Anlass genug für den „Kein & Aber“-Verlag mit dieser Entdeckung eine komplett neu editierte und überarbeitete Capote-Werkausgabe zu starten. Truman Capote erzählt inRead More

Posted On Mai 2, 2006By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Clemens Meyer: Als wir träumten

East Side Story oder Fünf Freunde im Jugendknast Welch ein gewaltiges Debüt! Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle an der Saale, verlässt die Deckung des 100-Seiten-Erzählungsband-Musters deutschsprachiger Debüt-Autoren und wagt sich mit einem über 500 Seiten starken Roman in den Ring. „Als wir träumten“ ist eine gelungene Symbiose aus amerikanischer Erzähltradition und deutscher Komposition. Clemens Meyer gelingt es mit den ersten Sätzen, einen Sog zu erzeugen, der den Leser in die Geschichte hineinzieht, in den Abwärtsstrudel, der die Protagonisten erfasst und nicht mehr loslassen wird. Sein Rhythmus ist schnell, seinRead More

Posted On April 23, 2006By Joerg von BilavskyIn Bücher, Crimemag

Andrea Maria Schenkel: Tannöd

Blutrausch Andrea Maria Schenkel ist in „Tannöd“ dem unbezwingbar Bösen im Menschen auf der Spur und schafft in dörflicher Umgebung eine dichte und packende Atmosphäre. Das hatte Niederbayern bis zu dieser Nacht im Februar 1922 noch nicht erlebt: Ein Massaker an sechs unschuldigen Menschen auf einem abgelegenen Bauernhof in der „Einöde Tannöd, Gemeinde Einhausen“. Ein authentischer Mordfall, vor dessen Hintergrund Andrea Maria Schenkel das beklemmende Porträt einer scheinbar ganz normalen Dorfgemeinschaft zeichnet. „Ein Debüt, ganz nah dran“, meinte die Jury der „KrimiWelt“ im März und katapultierte ihren Kriminalroman „Tannöd“ promptRead More

Posted On April 20, 2006By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Dzevad Karahasan: Der nächtliche Rat

Wie Hass entsteht Simon Michailovic, geboren im bosnischen Foce, lebt seit 1969 in Berlin. Dort hat er auf einer der vielen Demonstrationen jener Jahre seine Frau Barbara kennen- und lieben gelernt. Zusammen haben sie einen Sohn Sascha, der Anfang der neunziger Jahre das Haus verlässt. Simon und seine Barbara sind sich mit den Jahren fremd geworden, vor allem auch deshalb, weil sich, wie Barbara sagt zwischen ihnen „immer mehr diese verdammte Stadt Foca geschoben hat“. Sie ermuntert ihren, unter den Nachrichten aus Bosnien leidenden Mann doch einmal wieder in seineRead More

Posted On April 17, 2006By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Roddy Doyle: Jazztime & Henry der Held

Der smarte Henry ist wieder da „Henry der Held“ – im Original durchaus mehrdeutiger „A Star called Henry“ betitelt – von Roddy Doyle gilt zweifellos als einer der bedeutendsten Romane irischer Gegenwartsliteratur. Mit „Jazztime“ ist nun die Fortsetzung erschienen, die fast am Land der unbegrenzten Möglichkeiten scheitert. In „Henry der Held“ schildert Doyle in einer sinnlich-ausufernden Sprache die Jugend von Henry Smart, der als ein rosiger Prachtkerl inmitten von Hunger, Elend, Ratten und Dreck im Dublin des beginnenden 20. Jahrhunderts zur Welt kommt und im Alter von vierzehn Jahren amRead More

Posted On April 11, 2006By Carl Wilhelm MackeIn Litmag

Erste Frühlingsknospen in Italien

Ein Kommentar zur Wahl in Italien von Carl Wilhelm Macke Wenigstens eines war schon kurze Zeit nach Schließung der Wahllokale in Italien sicher: linke deutsche Politiker und Intellektuelle können weiterhin beruhigt in die Toskana reisen. Diese mittelitalienische Genuss-Region ist seit Jahrzehnten fest in Hand der ‚Roten’ – was immer das heute nach dem Zusammenbruch der diversen linken Weltbilder und Projekte auch heißen mag. Auch nach Bologna, der Heimatstadt von Romano Prodi, kann man beruhigt fahren. Die Anti-Berlusconi-Stimmung ist dort stark und auch überall spürbar. Aber sonst…? „Wenn der wieder dieRead More

Posted On April 10, 2006By Karsten HerrmannIn Bücher

Sam Bourne: Die Gerechten

Wahnsinniges Komplott In seinem ersten Krimi bietet der Journalist und Kolumnist Sam Bourne einen verzwickten Fall, in dem es um nichts weniger geht als um das Ende der Welt. Bournes Protagonist Will Monroe ist Nachwuchsjournalist bei der altehrwürdigen New York Times, „ein ehrgeiziger junger Schreiber auf der Überholspur“. Als er eine kleine Standard-Meldung über den Mord an einem Brooklyner Zuhälter schreiben soll, wittert er seine Chance und recherchiert den Background. Er stößt auf weitere Mordfälle nach dem gleichen Muster und sticht ohne es zu wissen in ein Wespennest, in demRead More

Posted On April 7, 2006By Joerg von BilavskyIn Musikmag

Morrissey: Ringleader Of The Tormentors

. Keine andere Pop-Größe hat die unterschiedlichen Spielarten des Ablebens und der Agonie so eindringlich, so eingängig in Noten und Worte gefasst wie der divenhafte Eigenbrötler Morrissey. Von Jörg von BilavskyRead More

Posted On April 6, 2006By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag

Merle Hilbk: Sibirski Punk

Sibirischer Selbsterfahrungstrip Die ehemalige ZEIT-Redakteurin Merle Hilbk hat in Sibirien die „russische Seele“ gesucht. Gefunden hat sie vor allem ihre eigene urdeutsche „protestantische“. Ihr erstes Buch „Sibirski Punk“ ist das schriftliche Zeugnis dieses Selbstfindungsprozesses. „In Sibirien zu leben, ist eine einzige Freude: Von hier gibt es keine weitere Verbannung, das war’s, man ist angekommen, und daraus entsteht die Freiheit der Straflosigkeit, eine besondere, wilde Moral,“ resümierte Viktor Jerofejew 2001 in seinem Sibirien-Porträt für die ZEIT. Die Journalistin Merle Hilbk würde dem Moskauer Schriftstellers wohl nicht uneingeschränkt zustimmen können. Als sieRead More

Posted On April 3, 2006By Petra VesperIn Bücher, Litmag

John Irving: Bis ich dich finde

Zugegeben: John Irvings elfter Roman, „Bis ich dich finde“, ist lang – mit 1140 Seiten in der deutschen Ausgabe sogar sehr lang. Und er hat – gerade im ersten Teil, der die Odyssee der Hauptfigur Jack Burns als kleiner Junge an der Hand seiner Mutter durch Europa schildert – durchaus seine Längen. Doch die Leser, die bereit sind, John Irving durch die Lebensgeschichte seiner Hauptfigur zu folgen, werden belohnt werden: Mit einer prallen, psychologisch dichten Geschichte über Liebe und Verlust, über Hoffnung und Betrug, über Wahrheit und Lüge. Von PetraRead More

Posted On März 29, 2006By Markus KuhnIn Musikmag

Pay-Tv: Everything Is Happening

Popmusik muss nicht langweilig sein: Die Hamburger Gruppe Pay-TV stellte im „Kukuun-Club“ ihr neues Album vor: „Everything is happening“ – Virtuoser Studiotrip einer mitreißenden Liveband. Von Markus KuhnRead More

Posted On März 29, 2006By Karsten HerrmannIn Bücher

Harry G. Frankfurt: Bullshit

Zur Kultur des „Bullshittings“ „Bullshit“ ist ein schmales, kleinformatiges und in edles rotes Leinen gefasstes Buch, das erstmals schon vor zwanzig Jahren erschienen ist. Und doch ist es auch heute noch von erstaunlicher Sprengkraft und Virulenz. Gleich mit dem ersten Satz trifft Harry G. Frankfurt den Nerv unserer durch Medien, Werbung und Public Relation geprägten Zeit: „Zu den auffälligsten Merkmalen unserer Kultur gehört die Tatsache, dass es viel Bullshit gibt. Jeder kennt Bullshit. Und jeder trägt sein Scherflein dazu bei.“ Der 1929 geborene, heute als Philosoph in Princeton lehrende FrankfurtRead More

Posted On März 20, 2006By Petra VesperIn Litmag, Porträts / Interviews

John Irving im Gespräch

„Ich glaube nicht an Zufälle!“ Man muss sich John Irving als einen glücklichen Menschen vorstellen. Entspannt und aufgeräumt sitzt er im Salon des Wiener Edel-Hotels „Imperial“, um über seinen neuesten Roman „Bis ich dich finde“ zu sprechen. Der Schriftsteller John Irving im Gespräch mit Petra Vesper. Kein Wunder: Die Stadt an der Donau liegt dem US-Autor zu Füßen. Gerade sind anlässlich der Aktion „Eine Stadt, ein Buch“ 100.000 Exemplare seines Erstlings „Lasst die Bären los“ gratis verteilt worden. Die Freiexemplare seines Debüts, das in weiten Teilen in Wien spielt, warenRead More

Posted On März 6, 2006By Joerg von BilavskyIn Bücher, Crimemag

Leonardo Padura: Das Meer der Illusionen

Revolutionsschicksale Wer Havanna einmal bereist hat, ist von der morbiden Schönheit der kubanischen Hauptstadt fasziniert. Wer dort geboren ist und hinter die bröckelnden Fassaden zu schauen vermag, verzweifelt an dem nachrevolutionären Verfall oder schreibt darüber so intelligente und poetische Kriminalromane wie Leonardo Padura. Im letzten Band seines „Havanna-Quartetts“ hat es Mario Conde mit dem grausamen Mord an einem geldhungrigen Revolutionsfunktionär zu tun. Teniente Mario Conde ist beileibe kein abgebrühter oder technokratischer Kriminalist. Er ist alkohol- und sexsüchtig, melancholisch und zuweilen ziemlich sentimental. Mit knapp 36 Jahren entschließt er sich, seinenRead More

Posted On März 6, 2006By Joerg von BilavskyIn Bücher, Litmag

Boris Fishman: Wodka Kalaschnikow

Grenzgänger Denk ich an den wilden Osten, denk ich an Wodka und Kalaschnikows. So das gängige Klischee im Westen, wenn von Russland und seinen ehemaligen Satellitenstaaten die Rede ist. Die Autoren des Erzählungsbandes „Wodka Kalaschnikow“ versuchen, gegen diese Vergröberungen anzuschreiben und ihre postsowjetischen Erfahrungen in Worte zu fassen. Wahrscheinlich wissen die Amerikaner nach dem Untergang des Sowjetimperiums über Osteuropa genauso wenig wie zuvor. Das von Ronald Reagan einst an die Wand gemalte „Reich des Bösen“ hat bei den meisten US-Bürgern einen festen Platz in der Galerie der Vorurteile. Abenteuerliche VorstellungenRead More

Posted On März 6, 2006By Carl Wilhelm MackeIn Litmag

Poesie ist unverzichtbar

Warum eigentlich kommt nur eine Filmregisseurin wie Lina Werthmüller auf diese Idee? Sie suchte für einen ihrer Filme einige junge Darstellerinnen. Gut zweihundert Mädchen meldeten sich, um so vielleicht einmal eine Karriere als Schauspielerin zu beginnen. Die Werthmüller ließ sie sich vorstellen. Die Mädchen mußten zwei, drei Sätze sagen, einige gestische Bewegungen vorführen. Vielen gelang es gut und die entsprechenden Mädchen glaubten dann schon, vor den strengen Augen der Wertmüller bestanden zu haben. Doch dann ließ die Regisseurin den jungen Möchtegern-Sophia-Lorens etwas machen, auf das keines der Mädchen vorbereitet war.Read More

Posted On März 3, 2006By Joerg von BilavskyIn Musikmag

Katharina Franck: First Take Second Skin

Die ehemalige "Rainbird"-Sängerin Katharina Franck findet zu ihren musikalischen Wurzeln zurück und lädt die Hörer ihres neuen Albums "First Take Second Skin" auf eine intime Entdeckungsreise ein. Von Jörg von BilavskyRead More

Posted On Februar 27, 2006By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Leonid Zypkin: Ein Sommer in Baden Baden

Aus Zeit und Raum gefallen Leonid Zypkin hat zu Lebzeiten keine einzige Zeile seiner zahlreichen Gedichte, Novellen oder Prosastücke veröffentlicht gesehen. Mit Inbrunst schrieb der 1926 als Kind russisch-jüdischer Eltern geborene Mediziner unter einem repressiven Regime unverdrossen für die Schublade. Jetzt ist sein Roman „Ein Sommer in Baden Baden“, den Susan Sontag zu den „schönsten, anregendsten und originellsten Werken des vergangenen Jahrhunderts“ zählt, erstmals ins Deutsche übersetzt worden. „Ein Sommer in Baden Baden“ erzählt die Geschichte des 1867 mit seiner Frau Anna Grigorjewna nach Deutschland reisenden Fjodor Dostojewski und auchRead More

Posted On Februar 26, 2006By Carl Wilhelm MackeIn Litmag

Medienkodex und Berufsehre

Journalistische Arbeit hat auch etwas mit Berufsehre zu tun, die man aber nicht durch die Lektüre eines ‚Medienkodex’ erwirbt. Auch daran könnte man ja heute hin und wieder in der journalistischen Ausbildung erinnern. Eigentlich kann man dagegen nichts einwenden. Da hat ein Kreis sehr erfahrener und seriöser Journalisten einen Kodex erstellt, an dem man sich als Journalist bei seiner Arbeit halten soll. In dem „Netzwerk Recherche“ sind vornehmlich investigative Journalisten aus verschiedenen Medien organisiert, die sich regelmäßig, oft auch vorbildlich selbstkritisch, über ihre Arbeit austauschen. Ihr Urteil in Medienfragen hatRead More

Posted On Februar 23, 2006By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Giuliana Sgrena: Friendly Fire

Friendly Fire „Blood sells“ – aber diese Chronik des Schreckens nimmt kaum jemand war. Laut einer Statistik der International Federation of Journalists ( IFJ) war das Jahr 2005 so schlimm wie nie zuvor für Journalisten. 2005 haben 150 Journalisten und Medienmitarbeiter in Ausübung ihres Berufes den Tod gefunden. Laut dem Bericht hat sich der „Trend zu gezielten Ermordungen von unliebsamen Berichterstattern im vergangenen Jahr verstärkt. 89 Journalisten sind Kriminellen, politischen Extremisten oder paramilitärischen Gruppen zum Opfer gefallen.“ Nach wie vor gefährlichstes Land für Journalisten ist der Irak, wo 35 Journalisten,Read More

Posted On Februar 19, 2006By Carl Wilhelm MackeIn Litmag

Erinnerung an B. Allason und eine große Turiner Kultur

Ziviler Liberalismus Mit den Olympischen Winterspielen hat diese Erinnerung nichts zu tun, mit der jüngeren Geistesgeschichte von Turin aber sehr viel. Barbara Allason ist heute ein vergessene Frau und von der Kultur, die sie repräsentierte, berichten nur noch einige Bücher. Man stößt auf den Namen Barbara Allason heute eher beiläufig. In Fußnoten oder in Nebensätzen. Zum Beispiel in einem längst vergriffenen Buch des Regensburger Romanisten Johannes Hösle über den Schriftsteller Cesare Pavese. An einer Stelle kann man da lesen, dass es in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in TurinRead More