Posted On September 22, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
In seinem Roman "Wie es Gott gefällt" erzählt Niccolò Ammaniti auf furiose Weise von Menschen, die am untersten Ende der gesellschaftlichen Leiter leben und davon träumen, auch einmal einen Zipfel des Glücks zu erhaschen. Von Karsten Herrmann
Read More Doris Wieser hat den Autor von Chamäleon Cacho in Barcelona getroffen, mit ihm gesprochen und ihn porträtiert.
Read More Donald Westlake, in seiner Personifikation als Richard Stark ist wieder auf dem deutschen Buchmarkt – und damit auch sein unvergleichlicher Held Parker. Über ein glänzendes Comeback freut sich Uli Deurer
Read More Monika Rinck: bitte wie geht vorbereiten. – Dies ist ein Meister- und Funkelstück, blitzend vor Ironie und überdrehter Munterkeit. Eine weibliche Stimme schwebt heran und erkundigt sich höflich: „wie geht vorbereiten?“ Ja, was denn vorbereiten? NUR vorbereiten geht schon mal nicht. Und wie, bitte, soll Bräunungscreme „gehen“?
Read More Torpedo ist ein fieser Killer. Bösartig, gemein, ein schlechter Mensch. Viel Versöhnliches finden wir nicht an ihm, aber wir amüsieren uns über seine blutigen Abenteuer. Erfunden hat ihn der Katalane Enrique Sanchez Abuli, lange Zeit war Torpedo von der Bildfläche verschwunden. Jetzt gibt es gar eine Gesamtausgabe aller Torpedo-Strips. Vorgestellt von Thomas Wörtche
Read More Der Meister-Flegel Hannelore Cayre kennt sie alle. Die korrupten Anwälte und die unverbesserlichen Schwerverbrecher. Dass sie immer aneinander rasseln, aber auch bestens miteinander auskommen können, beweist sie in ihrem neuesten „Meisterstück“. Es erfreut sich daran Jörg von Bilavsky Einen muss es immer geben. Einen, der die Mörder, Zuhälter und Diebe vor der blinden Justitia verteidigt. Einen wie den Pariser „Lumpenadvokaten“ Christoph Leibowitz. Einen, der sich für keinen noch so miesen Mandanten zu schade ist. Einen, der mit seinen Fällen immer wieder auf die Schnauze fällt, am Ende wieder aufsteht und
Read More Posted On September 13, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Mit seinem Roman "Paris Trout" ist Pete Dexter (nach der sehr freundlichen Aufnahme von Train) nun auch hierzulande als einer der wichtigsten amerikanischen Gesellschaftschronisten zu entdecken – obwohl er schon lange auf dem deutschen Buchmarkt präsent ist. Im Original erschien das packende Südstaatendrama bereits 1988 und wurde mit dem National Book Award ausgezeichnet. Gelesen hat ihn für uns Karsten Herrmann.
Read More Posted On September 11, 2008By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
Neue Stimmen, neue Verse: Nach fünf Jahren wird das Panorama der ersten Lyrik-Anthologie um fünfzig junge Autoren bereichert. Von Gisela Trahms
Read More Jan Wagner: ikone. – Grässliches ist dem Arbeiter, der hier spricht, geschehen: Die Säge ist in seine rechte Hand gefahren und hat drei Finger abgerissen. Trotzdem arbeitet er noch immer im Sägewerk, schneidet Bretter zu, Stück für Stück, unermüdlich, ja besessen. Denn er sehnt das Brett herbei, in dessen Maserung sich ein Gesicht abbildet.
Read More In einem ziemlich fernen Früher waren Romane ein Echoraum für die Seufzer unbeschäftigter Frauenzimmer, also Schwachsinn. Heute werden Romane auch von Männern gelesen und überfluten die Büchertische. Ob sich der Schwachsinn vermindert hat, darf bezweifelt werden. Von Gisela Trahms
Read More Posted On September 8, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Eine echte literarische Entdeckung ist der 37-jährige Brite Ray Robinson: In seinem Debütroman "Lily" erzählt er sinnlich, kraftvoll und avanciert die Geschichte einer außergewöhnlichen Heldin. Von Karsten Herrmann
Read More Der Name Jodorowsky stand schon immer für Katastrophe, Chaos & Debakel und für Wahnsinn, Vision & Grandezza. Bei uns jetzt käuflich zu erwerben: "Juan Solo" von Jodorowsky/Bess. Bestaunt von Thomas Wörtche.
Read More Mexiko ist ein Kulturraum mit vielen Facetten. Und ein gewaltgesättigter Verbrechensraum … Außerdem ist Mexiko eine Projektionsfläche für populäre Mythen aller Arten. Der bedeutendste Fotograf dieser Vielfalt war Manuel Alvarez Bravo. Durch sein Fotowerk führt Thomas Wörtche.
Read More Die Anthologie „Amerikanisches Erzählen nach 2000“ möchte eine Bestandsaufnahme der amerikanischen Gegenwartsliteratur liefern, scheitert jedoch an ihrem Anspruch, da sie mehr mit dem Aufspüren vorgeblich neuer Trends als mit einer kritischen Analyse der realen amerikanischen Literaturproduktion in all ihren widersprüchlichen Facetten beschäftigt ist. Von Jörg Auberg
Read More Marcel Beyer: Wespe, komm. – Die Wespe im Mund: Ein Alptraum, lebensgefährlich, und bei der Vorstellung, wie sie einem über den Gaumen krabbelt, fühlt man schon den Brechreiz. Aber das Ich, das hier spricht, bittet darum, fordert, befiehlt: „mach“, sagt es und noch einmal „mach“ und schließlich „mach es mir“.
Read More „Surfiction“ hat Federman seinen Schreibstil getauft, jenes wilde Vermischen von Fakten und Fiktion, von Autobiographie und Münchhausiade - Ein Porträt des großen amerikanischen Avantgardisten von Frank Schorneck.
Read More „Ich bin allein.“ Das wäre, als erster Satz eines Romans, ein aussichtsreicher Beginn. Aber als letzter Satz, so wie hier? Klingt das nicht trübselig? Überraschender Weise kein bisschen.
Von Gisela Trahms
Read More Geschichte, Hitler und Stalin, die Kunst, Europa und das 20. Jahrhundert – Ein Kauftipp vom Krimibuchhändler unseres Vertrauens, Christian Koch (Hammett-Krimis).
Read More Als Antidot gegen schlecht recherchierte, backsteinschwere und geschwätzige Thriller, die in fernen Ländern spielen und lediglich den Modetrend zum „Exotismus“ bedienen, ein gezeichneter Roman von grandioser Qualität - bewundert von Thomas Wörtche.
Read More Das ideale Antidot gegen noir-noir-noir-heiligen Ernst und existentielle Hysterie verabreicht von P.G. Wodehouse, empfohlen von Thomas Wörtche.
Read More Das ideale Antidot gegen schlechte Kriminalliteratur – Miniaturen von Gerhard Polt, in denen schon alles drinsteht, gefunden von Thomas Wörtche.
Read More Posted On August 21, 2008By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag
Nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe Neun Tage – länger dauert keine Katastrophe. Jedenfalls in den Medien. Neun Tage, so versichern uns Medienforscher, könne man die Nachrichten von einem Skandal oder einer Katastrophe in der Öffentlichkeit am Kochen halten. Nach diesem Zeitlimit würde die allgemeine Aufmerksamkeit für einen dramatischen Katastrophenfall spürbar nachlassen. Neun Tage Betroffenheit und Aufklärung in allen Ehren, aber dann: „The show must go on“. Von Carl Wilhelm Macke Nach der Maßeinheit von ‚Neun Tagen’ organisieren inzwischen Parteistrategen ihre Kampagnen. Hat man es in dieser Zeit nicht
Read More Thomas Pynchon will in seinem Roman Gegen den Tag die Vorgeschichte der Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts erzählen und verliert den Blick für die historische Realität.
Von Jörg Auberg
Read More Sehr durchsichtig, wie Martina Brandl mit einer Mischung aus mainstreamigen Kalauern, häufchenweise portionierter Erotik a la Feuchtgebiete und einer homöopathischen Prise Frauenroman versucht, den Erfolg ihres ersten Romans Halbnackte Bauarbeiter zu toppen. Von Ulrich Noller
Read More Nicht wirklich auf der Höhe der Zeit – Oder: Wenn Regionalkrimis ganz und gar nicht gut sind – nachdenkliche Einwürfe von Ulrich Noller
Read More Ein Comic aus Israel, der Blutspuren heißt und mit einem Bombenattentat zu tun hat – alles klar, oder? Nein, ganz anders …. findet Thomas Wörtche.
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