Posted On April 16, 2009By Tina ManskeIn Musikmag
Bananenstauden auf Discolicht Sieben Stücke rein instrumentaler psychedelischer Trunkenheit, zwischen Dub und Dschungelbeat, zwischen Krautrock und kosmischem Jamaica-Walzer. Von Tina Manske Die nachösterlichen Tage sind wie gemacht für das Debütalbum der portugiesischen Band Gala Drop: Man hat mal wieder viel zu viel gefressen und getrunken, deswegen möchte man vielleicht, kann sich aber gar nicht exzessiv bewegen, sondern muss erstmal wieder auf Betriebstemperatur gebracht werden. „Gala Drop“ bietet dafür die perfekte Umgebung: Sieben Stücke rein instrumentaler psychedelischer Trunkenheit, zwischen Dub und Dschungelbeat, zwischen Krautrock und kosmischem Jamaica-Walzer. Rückgrat dieses Sounds und
Read More Posted On April 9, 2009By Tina ManskeIn Musikmag
Träume in Edelweiß Fast klassisch zu nennende Melodien, sanfter Gesang, der nach klassischer Ausbildung riecht, und Texte vollen Unernstes. Von Tina Manske Flare Acoustic Arts League sind ein Musikerkollektiv um Mastermind LD Beghtol, der sich nicht nur als Musiker mit seiner Band LD & The New Criticism einen Namen gemacht hat, sondern auch als Designer und Schriftsteller. „Cut“ ist bereits das dritte Album des Kollektivs, und damit sollte es endlich herauskommen aus der Ecke des unbekannten Indies und hineintreten ins helle Licht des gefeierten Unterhaltungskünstlertums. Denn unterhalten wird man durch
Read More Mit Claudio Magris' Veröffentlichungen (zuletzt Ein Nilpferd in Lund) kann man sich auf Reisen quer durch die europäische Kultur begeben. Ein Glückwunsch zum 70. von Carl Wilhelm Macke.
Read More Dada in Dresden Ein gestürzter Thron, ein sinkendes Staatschiff und groteske Charaktere in einem sehr freien Hörspiel nach Alfred Jarrys „Ubu Roi“. Von Jörg von Bilavsky. Mit „Ubu Roi“ ist kein Staat zu machen. Das wissen alle, die das Bühnenstück des französischen Schriftstellers Alfred Jarry aus dem Jahre 1888 kennen. Dennoch ist man als Liebhaber des Originals gespannt, wie sich „Ubu Rex Saxonia“ im gleichnamigen Hörspiel als eigenmächtig hochgeputschtes Staatsoberhaupt am Dresdener Hof so durchschlägt. Mehr schlecht als recht möchte man sagen. Und das gilt auch für das äußerst ambitionierte,
Read More Tja, peinlich – da starten wir eine kritische Kolumne und schon lässt das zerknirschte Lektorat einen fetten Druckfehler stehen. Danke, liebe genaue Leserinnen und Leser, für die vielen schnellen Hinweise! Klaus Kamberger grübelt über die möglichen Folgen und knöpft sich dann eine Erfolgsautorin vor …
Read More David Lodge hat in seinem ebenso verstörenden wie bewegenden Roman "Wie bitte?" die Irrungen und Wirrungen eines schwerhörigen Professors beschrieben. Von Peter Münder
Read More Wie macht der Delphin?
Gute Laune ist oft schreikomisch, sollte aber in homöopathischen Dosen genossen werden: Auf Strecke geht diesem nach (Anti-)Pointen schnappenden Text schnell die Puste aus. Von Stefan Beuse
Read More Frankreich hat 2006 das preisgekrönte Debüt eines Seelenkundigen auf den Markt gebracht, jetzt liegt die deutsche Übersetzung vor. Laurent Quintreau beleuchtet in "Und morgen bin ich dran". Das Meeting eine Managersitzung und lässt dabei tief blicken. Von Senta Wagner
Read More Hierzulande konnte der finnische Autor Markku Ropponen noch nicht so recht Fuß fassen. 1997 erschien sein Roman Ein Mann verschwindet im Regen. Zwölf Jahre später bringt nun der Piper-Verlag Ropponens Reihe um den Detektiv Otto Kuhala auf den Markt. Der erste Teil zeigt gute Ansätze. Bleibt abzuwarten, ob die Folgebände dieses Versprechen einlösen können. Frank Rumpel ist eher optimistisch.
Read More Pablo De Santis schreibt Werke voller Anspielungen, indirekten Zitaten und Allusionen, die abwechselnd aufklärerisches, revolutionäres, modernes oder postmodernes Gedankengut ins leicht Absurde verzerren. Doris Wieser sprach mit dem argentinischen Autor.
Read More „Meine Güte, versetzte er. Hat es wirklich so lange gedauert, bis Sie das merken?“
Glenn Cooper: "Die Namen der Toten"
Read More „Nachlass zweier Massenmörder“ Die Mutter aller Schulmassaker: Zusammenstellung von Dokumenten aus den Gerichtsakten zur Tragödie an der Columbine Highschool im April 1999 Von Tina Manske Den Veröffentlichungstermin dieses Buches hätte der Eichborn Verlag Berlin besser nicht „treffen“ können. Das Rezensionsexemplar erreichte mich just an dem Tag, als in Winnenden ein durchgeknallter Jüngling 15 Menschen erschoss, beim ersten Durchblättern lief die Waiblinger Pressekonferenz im Fernsehen. Und es scheint nicht unwahrscheinlich, dass Tim K. die Protagonisten dieses „dokumentarischen Romans“ zu Vorbildern erkoren hatte. Ich bin voller Hass – und ich liebe es
Read More Im zweiten Teil der großen Hommage an Raymond Chandler sehen wir, wie man ihn gesehen hat: Als Persönlichkeit, als Erfinder der Ikone Marlowe, welche Wirkung er auf Leute, Filme, Comics und überhaupt auf die Kunst des 20. Jahrhunderts hatte und welche Erfahrungen man machen kann – mit ihm und über ihn. Chandler ist und bleibt eine Schlüsselfigur. Von Matthias Penzel
Read More Posted On April 2, 2009By Tina ManskeIn Musikmag
Glänzend aufgelegt Mitschnitt eines denkwürdigen Konzertabends: There ain’t no cure for love. Von Tina Manske „Ist das Gott?“, fragt meine Freundin am Telefon, als diese Platte im Hintergrund läuft. Ja, das ist er. Bei seinem Konzert in der Londoner O2-Arena im Sommer 2008 zeigte Leonard Cohen, dass er einer der wenigen wirklich Großen im Musikgeschäft ist. Nicht, dass es dazu noch irgendeines Beweises bedurft hätte. Aber was man über das Konzert in Berlin las – unter anderem, wie dieser damals 73-Jährige dort oben steht und er immer noch alle Frauen
Read More Die beiden Schachgenies Alexander Aljechin und Raoul Capablanca waren anfangs enge Freunde, dann erbitterte Gegner – Fabio Stassi beschreibt diese Rivalität und den mysteriösen Tod Aljechins in seinem Roman "Die letzte Partie". Von Peter Münder
Read More Genres sind nicht unbedingt allzu säuberlich von einander getrennte Dinger. Sie hängen vielfältig zusammen und sind schon gar nicht nationalliterarisch zu sortieren. Aktuell nicht und historisch schon gar nicht. Deswegen hat sich Nadja Israel für uns in ihre Persona – „Frau E.“ – begeben und berichtet von einer sehr, sehr, sehr seriösen Tagung zum Thema.
Read More Ausgerechnet der verzärtelte Held eines literatur-literarischen Anti-Krimis führt uns an Abgründe, zu denen der Kriminalroman selten vordringt. Uta-Maria Heim über Wilhelm Genazinos "Das Glück in glücksfernen Zeiten".
Read More Das dritte Buch von Andrea Maria Schenkel, das war klar, würde es nicht leicht haben. Nichts mag man so wenig hierzulande wie Erfolg. Also sucht man das Haar in der Suppe mit der Lupe. Auch unser Kritiker hat auch das eine oder andere gefunden, findet aber, dass kleine Macken nicht unbedingt schädlich sein müssen. Ulrich Noller und ein beherztes „dennoch!“
Read More Kleine Kriminalistik für Krimis. Heute: Geistiger Selbstmord
Read More Eine Rezension, die leider zum Nachruf werden musste. Ein kleines in memoriam von Joachim Feldmann.
Read More Ein schöner Bildband und zwei kluge Textsammlungen zum Thema. Thomas Wörtche hat ein wenig geschwelgt.
Read More Vor 50 Jahren, am 26. März 1959, ist Raymond Chandler gestorben. Unter allen Autoren, die mehr wollen als Buchstaben aneinanderreihen und Rechnungen schreiben, ist er einer der wenigen, die noch lange weiterleben. Besonders im Original zeigt sich der Meister – im Stil. Eine Hommage von Matthias Penzel (Teil I)
Read More Laienspiel Christian Böhm mimt den Kriminalschriftsteller, sein Ermittler den Kriminalisten und die Regionalformel garantiert schon mal gar nichts. Ernüchterndes von Jörg von Bilavsky. Krimis aus Süddeutschland und Österreich haben schon seit geraumer Zeit Konjunktur. Man denke nur an die Bestseller des Allgäuer Autorenduos Klüpfel/Kobr oder an die „typisch“ austriakischen Texte von Haas, Wieniniger und Neuling Thomas Raab. Ihre Ermittler sind kauzig, schräg, immer eigen und eigensinnig. Das macht ihren Charme und ihren Erfolg bei den Lesern aus. Die Versuchung, im Windschatten dieser Erfolge eigene Erfolge zu feiern, indem man den
Read More Posted On März 26, 2009By Tina ManskeIn Musikmag
Mottishow Colin Meloy hat sich mit diesem Album seine Besessenheit den englischen Folk betreffend von der Seele geschrieben. Von Tina Mankse Die Ära des Konzeptalbums schien schon ein paar Monate vorbei und abgeheftet, da kommt die wunderbare Band The Decemberists plötzlich mit „The Hazards Of Love“ um die Ecke, einer Platte, die man getrost als Rockoper bezeichnen könnte, wenn der Begriff Oper in gewissen Kreisen nicht einen so schlechten Ruf hätte. Sagen wir also Rockhörspiel. Oder Hardrockhörspiel. Oder Folkhörspiel. Alles wäre richtig, denn der Band um Sänger Colin Meloy gelingt
Read More Posted On März 23, 2009By Gisela TrahmsIn Litmag, Lyrik
D.A. Powells Gedichte sind Zeugnisse extremer Erfahrungen, aber auch, bis in die Form hinein, Dokumente des Widerstands. Von Gisela Trahms
Read More In seinem vierten Soloprogramm „Es war nicht alles schlecht“ wirft Wilfried Schmickler einen Blick zurück auf seine dreißigjährige Bühnenkarriere, ohne die aktuelle Situation aus den Augen zu verlieren. Von Jörg Auberg
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