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Posted On April 9, 2011By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Krimigedicht: G.A.Bürger – Lenore

Lenore Von Gottfried August Bürger Lenore fuhr ums Morgenrot Empor aus schweren Träumen: »Bist untreu, Wilhelm, oder tot? Wie lange willst du säumen?« – Er war mit König Friedrichs Macht Gezogen in die Prager Schlacht, Und hatte nicht geschrieben: Ob er gesund geblieben. Der König und die Kaiserin, Des langen Haders müde, Erweichten ihren harten Sinn, Und machten endlich Friede; Und jedes Heer, mit Sing und Sang, Mit Paukenschlag und Kling und Klang, Geschmückt mit grünen Reisern, Zog heim zu seinen Häusern. Und überall all überall, Auf Wegen und aufRead More

Posted On April 6, 2011By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag

Konrad Lorenz: Rohrkrepierer

Huck Finn auf dem Hamburger Kiez – Der obere Saal im Literaturhaus Hamburg ist überfüllt, den hinteren hat man zusätzlich aufgemacht, und der ist auch voll. Der Anlass: Eine Lesung des Hamburger Autors Konrad Lorenz aus seinem Roman Rohrkrepierer. Das Kapitel, das Lorenz gerade liest, könnte man (fahrlässig) so zusammenfassen: Wir waren jung, wir waren dumm, und Huren gehörten bei uns zum Straßenbild. Von Brigitte Helbling. Und wer wollte bei diesem Auftritt auch nicht dabei sein?  In Rohrkrepierer beschreibt der 69-jährige Lorenz seine Jugend im Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli alsRead More

Posted On April 6, 2011By Christina MohrIn Musikmag

Mohr Music

Neue Platten (und Bücher), vorgestellt von Christina Mohr. Der alltägliche Kampf Mary Ocher ist ein Gesamtkunstwerk – und in vielen Kunstformen unterwegs. Vor allem HauptstädterInnen dürfte die in Russland geborene und in Tel Aviv aufgewachsene Wahlberlinerin Ocher als unermüdliche Straßen-, Club- und U-Bahn-Musikerin bekannt sein. Daneben zeichnet sie, schreibt Gedichte, organisiert Festivals und Ausstellungen und legt unter dem Motto „The Queens and The Rebels of Unpopular Culture“ Platten auf. Mary Ocher bezeichnet sich selbst als stolze Außenseiterin und freut sich, dass Exzentriker heutzutage scheinbar mehr von Mainstream-Medien beachtet werden. ImRead More
Chaos vs. Kultur – Yanick Lahens hat eine kluge, authentische Reflexion über das Erdbeben von Haiti geschrieben. Von Ulrich Noller Haiti, 12. Januar 2010, 16.53 Uhr. Nur für 30 Sekunden bebt die Erde, ein Wimpernschlag und doch eine gefühlte Ewigkeit. Danach ist nichts mehr wie zuvor: Kaum ein Gebäude steht noch, die Infrastruktur des sowieso schon desolaten Landes ist völlig zerstört, bis zu 500 000 Menschen sterben, genau kann es niemand sagen. Yanick Lahens, Publizistin, Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin, geboren 1953 in Port-au-Prince, befindet sich mit ihrem Enkel Noah im Wohnzimmer: Vorlesezeit.Read More

Posted On April 6, 2011By Die RedaktionIn Litmag

Editorial, 06.04.2011

Liebes CULTurMAG-Publikum, die Bilder der Naturkatastrophen in Japan und Haiti kennen wir alle. Sie sind schrecklich – aber auch schwer zu fassen, in der Konsequenz, die sie für die Betroffenen bedeuten. Hier kann die Literatur einen Mehrwert bieten: „Sie kann hinter die Kulissen der Zerstörungsszenarien blicken, kann beschreiben und ermessen, mit welcher Ur-Kraft so ein Erdbeben in der Seele der Menschen wütet, die sie erleben müssen“, schreibt Ulrich Noller in seiner Besprechung des klugen Buches „Und plötzlich tut sich der Boden auf“ von Yanick Lahens, einer lesenswerten Reflexion über dasRead More
Nackt unter Türstehern – Stefan Beuse berichtet von den Erhabenheiten und Fallstricken der Welt. Heute: Muskelhengste im Fitnessstudio. Es gibt grundsätzlich zwei Arten, wie Menschen mit ihren Traumata umgehen, analog zu den zwei Arten, wie Kinder mit ihren Ängsten umgehen. Das eine ist die „Bettdecke-über-den-Kopf“-Strategie (eine Schwester übrigens des „Ich-mach-die-Augen-zu,-dann-sieht-mich-keiner“-Irrtums), das andere ist die „Ich-mach-das-Licht-an-und-sehe-überall-nach,-damit-ich-mich-rational-davon-überzeugen-kann,-dass-hier-im-Zimmer-kein-Monster-ist“-Variante. Während Strategie A bei Kindern noch niedlich ist, wirkt sie bei Erwachsenen eher dümmlich. Umgekehrt Strategie B, die bei Kindern unsympathisch und altklug wirkt, bei Erwachsenen aber mutig. Eines meiner Kindheitstraumata ist Nacktheit. Ich hatteRead More
In diesem Jahr wäre Thomas Bernhard 80 Jahre alt geworden (siehe CULTurMAG-Glückwünsche hier und hier). Aus diesem Anlass sind eine ganze Reihe von Büchern erschienen, Christiane Geldmacher und Frank Göhre stellen zwei davon vor. Eine Scheußlichkeit mehr Thomas Bernhard hat, wie erst jetzt einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde, in einer eisigen Winternacht des Jahres 1977, als Sechsundvierzigjähriger also und bereits als Prosa- und Theaterautor sowohl gefeiert wie geschmäht, nach einem bedrückenden Wirtshaus-Resteessen, bei dem allerdings reichlich Wein floss, mit seinem Gast, dem Autor und Literaturkritiker Peter Hamm, damals noch nichtRead More

Posted On April 6, 2011By Carl Wilhelm MackeIn Bücher, Litmag

Nora Bossong: Sommer vor den Mauern

Protestantenland – Nora Bossong durchstreift in ihren verstörenden Gedichten Landschaften, Parks, ihre Heimatgegend um Bremen, doch ein unberührtes Arkadien findet sie nirgends. Von Carl Wilhelm Macke Das Bild auf dem Cover des Gedichtbands von Nora Bossong führt die Leser – gewollt oder ungewollt – in die Irre. Wir sehen dort den Stamm einer Birke auf einer Frühlingswiese. Den ganzen Baum muss man sich hinzudenken. Weder entdecken wir seine Blätter noch seine Wurzel auf dem Bild. Man könnte es für ein allzu romantisches Motiv aus der jüngsten Ausgabe der „Bäckerblume“ halten:Read More

Posted On April 6, 2011By Kerstin CarlstedtIn Bücher, Litmag

Siri Hustvedt: Der Sommer ohne Männer

Vergnügliches Potpourri – Wieder einmal ist die Verlockung groß, darüber nachzudenken, wie viel in dem neuen Roman von Siri Hustvedt wohl mit ihrer eigenen Realität zu tun hat und wie viel Fiktion ist. Von Kerstin Carlstedt Nach dem Erscheinen des Buches soll die New Yorker Autorin einen Anruf von einem besorgten Freund bekommen haben: „Siri? Ich habe gerade den Titel deines neuen Buchs gelesen. Stimmt etwas nicht mit dir und Paul???“ Diese Frage wird Siri Hustvedt seither sicherlich öfter gehört haben. Selbst Schuld! Denn wer mit einem berühmten Schriftsteller wieRead More

Posted On April 6, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

Litmag-Quickies

Kurzrezensionen – diesmal mit Ela Angerer, Paula Fox, Bernadette Conrad, Birgit Schönau und Wolfgang Petermann; besehen von Senta Wagner (sw), Christina Mohr (cm), Carl Wilhelm Macke (cwm) und Frank Schorneck (fs). Gemütlich ist das Leben der anderen (sw) – Meine Freunde sind wieder da! Die mit den modernen Nerven, die die in ihrem Leben schon mal ganz tief unten waren – zugedröhnt, fix und fertig, super pleite. Buchreihen haben was Verlässliches an sich. Ela Angerer hat jetzt beim Czernin Verlag ihren zweiten Band der Reihe Moderne Nerven herausgegeben: „Brennstoff“. KönnteRead More

Posted On April 6, 2011By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Himmelspolizey 1 bild / 100 worte In einer schönen Frühlingsnacht auf der Champs-Elysées, verführt von den Lichtern der Großstadt, beschließen wir, den Beruf zu wechseln. Vielleicht zum Schauspieler? Straßenputzer? Kindergärtner? Schlagerstar? Oder schlichtemang Angestellter von Euro-Disneyland? NON NON NON: Wir möchten Mitglied werden bei der Himmelspolizey! Jadoch, wir sehnen uns nach hohen Türmen, wir wollen durch ausziehbare Teleskope in den Himmel spähen und tödlichen Asteroiden ins verkraterte Antlitz lachen. – Dann die Nachricht: Die Himmelspolizey ist abgeschafft, schon seit 1901. HELAS! Es gibt die Uniformen nicht mehr, nicht die WhiskeyrundenRead More

Posted On April 6, 2011By Tobi KirschIn Musikmag

Bodi Bill / Trouble Over Tokyo

Wie sich Rockmusik und Elektronika in einem Stil praktizieren lassen, das gehen Bodi Bill und Trouble over Tokyo mit ganz unterschiedlichen Ansätzen an, findet Tobi Kirsch.Read More
Die Literarische Woche diesmal u.a. mit einer Dokumentation über Simone De Beauvoir, Orhan Pamuk und Homer, außerdem mit Sendungen zu Feridun Zaimoglu, Wolf Wondratschek, Arno Schmidt, einem Podcast zu Facebook und Twitter uvm. Als Literaturzeitschrift der Woche: Akzente, Heft 1/2011.Read More

Posted On April 2, 2011By Thomas WoertcheIn Crimemag, Porträts / Interviews

Interview mit H.R.F. Keating

Am 27. März starb H.R.F. Keating im Alter von 84 Jahren. Er war, wie wenige Autoren sonst, Praktiker und Theoretiker zugleich und beides auf hohem Niveau. Wir werden ihn in der nächsten Woche mit einem sorgfältigen Nachruf von Jan Christian Schmidt ehren. Heute präsentieren wir Ihnen ein Interview, das Thomas Wörtche anlässlich der Neuausgabe der Inspector-Ghote-Romane mit H.R.F. Keating geführt hat »Inspector Ghote, c’est moi!« Mr Keating, Sie haben so viele treue und begeisterte Leserinnen und Leser in Deutschland, Österreich und der Schweiz, seit Jahrzehnten schon. Sie gehören zu denRead More

Posted On April 2, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Editorial, 2.4.2011

Sehr verehrtes CrimeMag-Publikum, bevor wir Ihnen nächste Woche einen ausführlichen Nachruf auf den jüngst verstorbenen, großen englischen Autor H.R.F. Keating präsentieren, heute ein Interview, das Thomas Wörtche mit H.R.F. Keating geführt hat. Keine Ruhe an der Regio-Front: Sie lesen heute einen Wettbewerbsbeitrag von Alfredo Zinkelhoff und ein Statement von Frank Göhre. Thomas Wörtche bespricht eine außerordentliche Gerichtsreportage von Sybille Bedford, Achim Stanislawski schwärmt von Charles Bukowski und Peter Münder hat Probleme mit dem neuen Roman von Veit Heinichen. Friedemann Sprenger hingegen hat ein extrem erfreuliches Kompendium zu Gangsterfilmen gefunden. DieRead More

Posted On April 2, 2011By Die RedaktionIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Markt&Totschlag: Regio, no end …

Noch wird heiß über den Regional-Krimi (oder den Regio-Grimmi) allerorten und auch bei uns (Links zur Debatte siehe unten!) diskutiert. Durch die freundliche Vermittlung unseres geschätzen Mitarbeiters Dirk Schmidt hat uns sogar ein bestürzender Beitrag zu Carlos Krimi-Wettbewerb erreicht … Urteilen Sie selbst: Grenzwertig Von Alfredo Zinkelhoff Keine Frage, der Mörder sprach französisch. Riedersberg nahm genüsslich seine Pfeife aus der Tasche. Warum sonst war der Französisch-Deutsch-Teil des Langenscheid-Taschenlexikons so zerlesen, während die Abteilung Deutsch-Französisch, na ja, nahezu …  „Jungfrau … Der Täter ist Jungfrau“, ließ Giltrud Stoppelé sich hören. „Ei,Read More

Posted On April 2, 2011By Thomas WoertcheIn Bücher, Crimemag

Sybille Bedford: Jagd auf einen Lebemann

Der arme Dr. Ward – Wie ruiniert man einen Menschen? Indem man ihn vor Gericht stellt, zum Beispiel. Über einen solchen Fall hat Sybille Bedford 1963 eine grandiose Gerichtsreportage geschrieben. Thomas Wörtche hat sie gelesen … Im Zuge der Werkausgabe von Sybille Bedford (1911-2006) ist jetzt eine ungedruckte Gerichtsreportage aus dem Nachlass der großen Schriftstellerin erstmals veröffentlicht worden. Sie stammt aus dem Jahr 1963. Ungedruckt deswegen, weil Dr. Stephen Ward, der Angeklagte eines bösen politischen Prozesses am Vorabend der Urteilsverkündung Selbstmord beging (und Sybille Bedford vermutlich der letzte Mensch war,Read More

Posted On April 2, 2011By Achim StanislawskiIn Bücher, Crimemag

Charles Bukowski: Pulp. Ausgeträumt

Don´t try – Achim Stanislawski hat den Blues. Schließlich hat er den letzten Roman von Charles Bukowski gelesen …. „Pulp. Ausgeträumt“ ist der Titel des letzten Buches, das Charles Bukowski vor seinem Tod geschrieben hat. Es ist ein Krimi, wie ihn nur Bukowski hat schreiben können. Eben in der lakonischen Bukowski-Manier: ohne Plot, ohne kniffelige Rätsel, ohne Inspektor im Trenchcoat. Bukowskis Detektiv Nick Belane ist der apathischste Säufer in ganz Los Angeles, der sich zwar auf Pferderennbahnen und in Kneipen bestens auskennt, von Krimialistik aber nur so viel versteht, dassRead More

Posted On April 2, 2011By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Veit Heinichen: Keine Frage des Geschmacks

Der verflixte siebte Fall – Proteo Laurenti, Veit Heinichens Serienheld aus Triest, ermittelt jetzt schon in seinem siebten Fall. Ein dubioser Geschäftsmann mit besten Connections fädelt hier seine Deals in der Immobilien-Energie- und Filmbranche ein und lässt  die Drehscheibe krimineller Machenschaften so munter rotieren, wie wir es von  Heinichen kennen. Dann wird eine englische Parlamentarierin mit Porno-Fotos erpresst, was für ziemlichen Wirbel sorgt. Irritierend an diesem siebten Fall  sind jetzt allerdings die durch das gesamte Buch mäandernden betulichen Baedeker-Exkurse: Die Spannung bleibt auf der Strecke, der plot wird berechenbar,  dieRead More
Gangsterfilme, viele Gangsterfilme – Eigentlich kennt Friedemann Sprenger schon viele Gangster-Filme und hat auch schon viel darüber gelesen. Dennoch freut er sich über ein klasse Handbuch. Was für ein wunderbar nützliches Bändchen, na ja, ein kompaktes, kleinformatiges Wopperchen, aus der bewährten „101 XXX Filme“-Reihe („101 Horror-“ „101 Action-“ etc. Filme), die man gesehen haben sollte, bevor man in die Grube fährt. Diese gewollt drolligen Aufreißer-Titel sind aber schon das Albernste an der ganzen Angelegenheit. Diesmal also Gangsterfilme. Selbst wenn man ganze Regalmeter reference books über Gangster-Filme, Cop-Filme und Privatdetektiv-Filme hatRead More

Posted On April 2, 2011By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops

Bloody Chops – heute hacken Elfi Müller (EM), Kirsten Reimers (KR) und Thomas Wörtche (TW) Das Motorsägenmassaker (EM) Jakob Arjouni setzte einst Maßstäbe für deutsche Krimis. Seine Kayankaya-Romane schilderten ironisch ein trostloses und rassistisches Frankfurt/M., in Magic Hoffmann wird das Nachwendeberlin aus dem ethnologischen Blickwinkel seziert. Mit Hausaufgaben und seinem neuesten Buch scheint Arjouni unter die Sozialpsychologen gegangen zu sein und behandelt Antisemitismus, diesmal als Ideologie radikaler Rechter in Brandenburg und Berlin, die nicht davor zurückschrecken, einen jüdischen Kindergarten in die Luft zu jagen. Der Roman ist das weinerliche schriftlicheRead More

Posted On April 2, 2011By Christopher G. MooreIn Crimemag, Kolumnen und Themen

Christopher G. Moore: Views from Bangkok

Views from Bangkok Wir  denken bei  Thailand automatisch an Sex-Business, Sex-Tourismus, Korruption und Organisierte Kriminalität. Von außen. Christopher G. Moore lebt in dieser Gesellschaft. Deswegen heute … INSIDE-OUTSIDE: Perspectives on appearance and function in Thai society There is a struggle between our sense of beauty and function. The way we draw judgments, make decisions, and assign value correlates to how we balance the relative importance of the inside of ‘something’ whether a building, a car, a book, a person, an animal and so on. Criminals also make an evaluation basedRead More

Posted On April 2, 2011By Die RedaktionIn Crimemag, Vermischtes

Krimigedicht: Theodor Fontane – Schloß Eger

Schloß Eger von Theodor Fontane Lärmend, im Schloß zu Eger, über dem Ungarwein, sitzen die Würdenträger Herzogs Wallenstein: Tertschka, des Feldherrn Schwager, Illo und Kinsky dazu, ihre Heimat das Lager und die Schlacht ihre Ruh. Lustig flackern die Kerzen, aber der Tertschka spricht: „Ist mir’s Nacht im Herzen oder vorm Gesicht? Diese Lichter leuchten wie in dunkler Gruft, und die Wände die feuchten, hauchen Grabesluft.“ Feurig funkelt der Unger, aber der Kinsky spricht: „Draußen bei Frost und Hunger schüttelte so mich’s nicht; hielte lieber bei Lützen wieder in Qualm undRead More
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Posted On März 30, 2011By Peter MuenderIn Kunst, Litmag

Ausstellung: Gilbert & George: Jack Freak Pictures

Narzisstische Pop-Art im Doppelpack – Die beiden Unzertrennlichen, die schon seit Jahren im gepflegten Anzug, mit geblümten Krawatten und gelangweiltem Buchhalterblick durch die Kunstszene stolzieren, gelten überall als Kult – warum eigentlich? Das fragt sich Peter Münder nach dem Besuch der Ausstellung „Jack Freak Pictures“ von Gilbert and George in den Hamburger Deichtorhallen. Als G & G in den 70er-Jahren sich im Londoner Eastend ausgerechnet im düstersten Viertel Spitalfields ein marodes Haus suchten, das sie aufwendig sanierten, war dies für sie ein idealer Spähposten im ungewohnten Terrain. Denn hier, woRead More

Posted On März 30, 2011By Die RedaktionIn Litmag

Editorial, 30.03.2011

Liebes CULTurMAG-Publikum, (Bööörps) – tschuldigung, aber die Magenbeschwerden nach der Echo-Verleihung, die wir natürlich wie alle anderen 12,5 % der deutschen Bevölkerung live im TV mitverfolgt haben, sind leider auch nach fast einer Woche immer noch nicht verschwunden. Wenn das tatsächlich ernst gemeint war, was da geboten wurde (Adoro in der Kategorie Rock/Pop national? Schauspieler-Darsteller Til Schweiger als Laudator? Keinerlei Koksnutten? Hallo?), dann sind wir doppelt froh, aus dieser Parallelwelt nur ab und an was mitzubekommen. Nämlich ziemlich genau einmal – (bööörps) – im Jahr, zur Echo-Verleihung, gottogottogott. Als GegenmittelRead More