Posted On April 18, 2012By Thomas WoertcheIn Musikmag
Wie sagt man: Liebe auf den ersten Ton? Oder Liebe auf den ersten Akkord? Naja, so ähnlich. Von Thomas Wörtche.
Read More Der Weltraum, unendliche Weiten. Wie oft haben wir uns beim Nachdenken über Zeit und Raum, Entfernungen und Größen und Astrophysik schon das Gehirn verrenkt. Diese Zeiten sind nun vorbei. In der neuen Kolumne „Lichtjahre später” wird uns Autor und Astronom Aleks Scholz regelmäßig alles erklären, was wir wissen müssen: Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter! Heute: Von Braunen und anderen Zwergen Wer bei Tageslicht um sich sieht, kann sie sehen, die gewaltige Diskrepanz zwischen Stern und Planet. Der Planet, auf dem wir leben, verfügt über Bäume, Felder, flüssiges Wasser,
Read More Zwei neue Kunstbücher, besprochen von Christina Mohr. Pickelpornos und Anusblüten – Die Videokunst der Schweizerin Pipilotti Rist (Elisabeth Charlotte Rist) wird häufig als „farbenfroh, komplex und hintergründig“ beschrieben, was einerseits zutrifft und andererseits zu kurz greift. Zweifelsohne sind ihre Werke/Installationen „farbenfroh“, die Buntheit birgt aber mehr Verstörendes als Erheiterndes. Wobei: Selten hat sich die Rezensentin hinter Museumsmauern besser amüsiert als beim Betrachten des Videos „Ever Is Over All“ (1997), in dem eine gut gelaunte Frau in blauem Kleid und roten Schuhen in einer Endlosschleife eine Straße entlanggeht und mit einer
Read More Ein schräger Trip in die Vergangenheit – Die Geschichte wiederholt sich, so lautet eine beliebte These über die Entwicklung der Menschheit. Bewiesen ist das bislang nicht, aber eines ist klar: Die Geschichte wiederholt sich in den Geschichten. Die Historie auszumalen, zu erklären, neu zu denken, umzudeuten – das ist eine der, wie man so sagt, vornehmsten Aufgaben der Literatur. Von Ulrich Noller In diesem Zusammenhang kann man zurzeit einen erstaunlichen Trend beobachten: dass allerorten im globalen Dorf Autoren die psychischen Folgen der Zeit des Zweiten Weltkriegs auf die nachfolgenden Generationen
Read More Schweben in brüchiger Welt – „Insgesamt so, diese Welt“ klingt nicht gerade nach einer Festlegung. Eher nach einem „Irgendwie“ einer lauwarmen Unterhaltung in einem Berliner Bistro. Der erste Eindruck täuscht jedoch. Lydia Daher ist eines ganz gewiss nicht: Eine Vertreterin von hübscher Beliebigkeit. Das erfährt man bereits beim Lesen des Titelgedichts ihres neuen Lyrikbands. Von Jörn Borges Der Titel ist eher Ausdruck einer Welt, die nur scheinbar zusammenhält. „Bröckelnde Wände“, im Moment noch romantisches Beiwerk zu Blüten, Gras und frischen Trieben, kündigen bereits die Angst vor dem Beziehungszusammenbruch an. Schön,
Read More Love Story 1 bild / 100 worte Anweisungen: Besorge Magneten aus dem Müll hinter der Magnetfabrik. Vergiss keinesfalls Schutzbrille und Handschuhe. Arbeite mit Verstand und ausgeruht. Sämtliche Flächen mit schwarzem Tuch abdecken, Türen zuziehen. Nicht an der Hauptstromquelle rumdaddeln. Zum Umgang mit Laser: Immer eine Hand in der Hosentasche behalten, entlastet das Herz, falls eine Ladung dich trifft. Ja, und dann? Wir verzwirbeln hier Magnetismus mit Elektrizität und zwingen dem Ergebnis unseren Willen auf. Auch dem Laserstrahl ihres Blicks? Das Material kommt auf maximal 180 US-Dollar. Ich leide! Folge deinem
Read More Posted On April 18, 2012By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Amanda Aizpuriete Lass eine weiße Seite mir in deinem Tagebuch, dass ich mich eintrag wie Schatten ins Licht. Schreibst du kein Tagebuch mehr lass eine Scheibe im Fenster deines Zimmers frei. Blick nicht hinaus bis zur Stunde da ich vorbeigeh. Ist kein Fenster mehr da, rück beiseite und lass den kleinen Rand mir in deinem Grab, dass ich dort Wurzeln schlage. Diese Erde hält mich nicht mehr. Amanda Aizpuriete ( geboren 1956 in Jūrmala, Republik Lettland). Joachim Sartorius, einer der besten Kenner zeitgenössischer Lyrik, hat Amanda Aizpuriete einmal in
Read More Posted On April 18, 2012By Thomas BacksIn Musikmag
Ist das noch Punkrock? BelaFarinRod melden sich zurück. Und fluten das weltweite Netz mit 32 Videoclips, die ratzfatz an vier Tagen für das neue Album mit dem Titel "auch" gedreht wurden. Es sind eben schwierige Zeiten für Musiker, wenn Die Ärzte gleich mal eben den kompletten Longplayer via YouTube verschenken. Spaßige Clips, gefüllt mit schrägen Monstern, smarten Anzugträgern und lauten Gitarren. „Wir wollten dem Ganzen mal einen neuen Schliff geben“, sagt Bassist Rodrigo „Rod“ Gonzáles. Wohl wissend, dass die Filmkarriere für Die Ärzte bereits im Jahr 1984 begann. Damals noch
Read More Posted On April 18, 2012By Tina ManskeIn Musikmag
Berlin-Mitte ist tot, alles verwelkt und alles nur noch ironisch gemeint? Friedrich Greiling alias Mittekill fühlt sich trotzdem wohl als Checker. Von Tina Manske
Read More Posted On April 18, 2012By Ronald KleinIn Musikmag
Ray Lugos erste Solo-Platte „We Walk Around Like This“ bündelt unterschiedliche Einflüsse und verschließt sich selbstbewusst den Schubladen. Von Ronald Klein.
Read More Posted On April 18, 2012By Die RedaktionIn Musikmag
Neue Platten von und mit Woog Riots, Orbital, Mark Stewart, Logic + Olivia, Mona Mur/En Esch, Meeco, Battles, Oliver Koletzki und The School of Seven Bells, gehört von Ronald Klein (RK), Tina Manske (TM) und Christina Mohr (MO).
Read More Das Triviale lauert immer und überall – Martin Walkers Bruno-Romane. Eine durchaus subjektive Betrachtung über ein Phänomen – aus der Retorte? Von Stefan Linster. Das Heulen der Sirene auf dem Dach der fernen mairie durchbrach die Stille der französischen Sommernacht. („Grand Cru. Zweiter Fall für Bruno“) Es war einmal ein verschlafenes Städtchen im Périgord, das so ruhig und friedlich vor sich hin lebte, dass es eine rechte Freude war, bis daselbst eines Tages ein Meteorit einschlug. Fürderhin ward nichts mehr wie zuvor, gar wunderliche Dinge trugen sich zu, spektakuläre Geschehnisse von
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, nachdem Sie hoffentlich die Feiertage unbeschadet hinter sich gebracht haben, steigen wir heute wieder voll ein: Stefan Linster hat sich die Frankreich-Romane von Martin Walker sehr genau angesehen und schüttelt am Ende nur den Kopf. In Carlos‘ Tagebuch, das uns durch den April begleiten wird, erfahren wir viele, viele Dinge, die erstaunlich, erschreckend und manchmal ein wenig seltsam anmuten. Frank Göhre erfreut uns mit einem kleinen Essay über drei Essentials: Dada, Glauser, Kriminalroman. Christiane Geldmacher hat beim Leben und Wirken des Fälschers Adolfo Kaminsky einmal mehr festgestellt, dass
Read More Jeder Mensch hat seine zarten und sensiblen Seiten. Manchmal brechen sie mit aller Macht durch. So wie hier, in Carlos‘ Tagebuch, das uns durch den April begleiten wird … 1. Liebes Tagebuch! Dann wollen wir mal den vierten Monat angehen, wenn der rum ist, wird alles besser. Ich weiß, das schrieb ich dieses Jahr schon drei Mal. D. schickt mich in den April, mehrfach. Dass ich den Rücktritt Gaucks wegen Uranhandels geglaubt habe, ist ja noch verzeihlich, aber das mit den Marsmenschen in Radolfzell … Ich glaube ihr sogar den
Read More Die Geburt der Kriminalliteratur aus dem Geiste des Dadaismus ist ein ständiger Subtext von CrimeMag. Hier ein neues Mosaik-Steinchen einer faszinierenden Verbindung – von Frank Göhre. Verzahnt und verheert sind alle alten Böcke Friedrich Glauser im Dada-Zürich Er ist jung, noch nicht volljährig. Er hat ein schmales Gesicht, dunkles, glattes Haar und unter den dichten Augenbrauen blicken die großen Augen ein wenig melancholisch. Bekleidet ist er mit einem schwarzen Dreiteiler und darauf abgestimmter Krawatte. Seiner ersten Zimmerwirtin in der Bolleystraße 7 stellt er sich als Frédéric Glauser vor, nach Zürich
Read More Eine irre Idee – Biografien, die gut geschrieben sind und keinem enzyklopädischen Anspruch folgen, sind ein herausragender Lesestoff. Sie verdichten ein Leben auf seine Höhepunkte. Noch besser ist es, wenn mit dieser Biografie eine Geschichte erzählt wird. So wie Sarah Kaminsky die Geschichte ihres Vaters erzählt: eines Fälschers, der sein Leben lang illegal und im Untergrund arbeitete. „Am Tag Fotograf, nachts Fälscher, das Firmenkonto immer im Minus – ich musste wie ein Wahnsinniger schuften, um über die Runden zu kommen“, sagt Adolfo Kaminsky, der heute im Ruhestand in Frankreich lebt.
Read More Posted On April 14, 2012By Henrike HeilandIn Crimemag
Ganz langer Atem – Mo Hayder gilt als ganz besonders „hart“. Das meint aber meistens nur, dass irgendwelcher Ekelkram ausgewalzt wird. So auch hier, in „Atem“. Dazu noch ein mehr als fragwürdiges Cover und wutsch!, soll der Bestseller fertig sein. Henrike Heiland hat sich das Strickmuster genauer angesehen … Manche Bücher machen es einem nicht einfach. Die deutsche Ausgabe von Mo Hayders „Atem“, zum Beispiel, lockt auf dem Cover mit einem einsamen kleinen Mädchen, das dabei ist, sich im dunklen Wald zu verlaufen, während es in der Geschichte – das
Read More Gähn! Serienhelden und -heldinnen können dem Leser ans Herz wachsen, und dann schmerzt es, wenn ihre geistigen Väter oder Mütter so recht nichts mehr mit ihnen anzufangen wissen. Dieses Schicksal ereilt nun Annika Bengtzon, die Stockholmer Kriminalreporterin. In „Weißer Tod“ lässt Liza Marklund sie zum neunten Mal recherchieren, doch spannend geht anders. Eva Karnofsky gähnt. Nach drei Jahren als Korrespondentin in den USA kehrt Bengtzon zurück in ihren alten Job, und es wartet auch gleich eine Frauenleiche im Schnee auf sie. Doch bevor sie sich in die Recherchen stürzen kann,
Read More Posted On April 14, 2012By Christopher G. MooreIn Crimemag
Christopher G. Moore heute über Schriftsteller, Schriftstellerdarsteller, Wannabees und wirklich kreative Menschen. Und über Freiheit! The Invisible Man Last week I was at a gathering, which included an American from Kentucky who was passing through Bangkok. He had stories about George Clooney and other famous people from his State. The conversation turned to what young people in the United States aspired to in life. The answer from the American guest was simple: “They want to be famous.” In a celebrity driven culture that should come as no surprise. Fame
Read More „Peter, den Bolzen!“ oder: So viel Fadenkreuz war nie Alf Mayer zur Kulturgeschichte des Scharfschützen und zum Thriller-Autor Stephen Hunter (Teil VIII). Heute: Liebesgrüße an ein Gewehr, James Bond und Solo für O.N.C.L.E., Winchester 73, Karl May,Vico Torrianis „Goldener Schuss“ und Sam Fullers nicht gedrehter Film. Der Präsident und sein Attentäter waren Fans des gleichen Buches: „From Russia with Love“. In seiner im März 1961 zu PR-Zwecken veröffentlichten Leseliste stellte US-Präsident John F. Kennedy den Ian-Fleming-Roman „Liebesgrüße aus Moskau“ noch vor Stendhals „Rot und Schwarz“. Das beförderte natürlich die Popularität
Read More Posted On April 14, 2012By Rosa Ribas und Sabine HofmannIn Crimemag
„Dieses Kapitel gehört mir!“ – Zu zweit schreiben/ escribir a cuatro manos Wie machen es die anderen? Als wir angefangen haben, zu schreiben, haben wir natürlich den einen oder anderen Blick nach rechts und links geworfen. Wie schreibt man zu zweit? Die Möglichkeiten sind zahlreich: Der eine denkt sich eine Geschichte aus und entwickelt die Handlung, der andere denkt sich die Personen aus und schreibt die einzelnen Kapitel. So haben es die Franzosen Pierre Boileau und Thomas Narcejac gemacht. Man teilt den Text auf: Der eine schreibt die ungeraden, die
Read More Posted On April 14, 2012By Thomas PrzybilkaIn Crimemag
Pick of the Week N° 6 – Seit Jahren bibliografiert, archiviert und kommentiert der Ehrenglauser-Preisträger Thomas Przybilka in seinem BoKAS (= Bonner Krimi-Archiv Sekundärliteratur) wissenschaftliche und publizistische Arbeiten aus aller Welt, die sich mit den unendlichen Facetten von Kriminalliteratur befassen. In unregelmäßig regelmäßigen Abständen erscheinen dann seine unschätzbar wertvollen Zusammenfassungen der aktuellen Sekundärliteratur, die jeder zur Kenntnis nehmen muss, der sich auch nur ein bisschen über seine Lieblingsliteratur kundig machen möchte. Ein solcher „Newsletter“ hat leicht einmal 160 bis 200 Seiten; deswegen empfiehlt CrimeMag jede Woche ein paar Titel aus
Read More Le Mal de Arthur Rimbaud Tandis que les crachats rouges de la mitraille Sifflent tout le jour par l’infini du ciel bleu; Qu’écarlates ou verts, près du Roi qui les raille, Croulent les bataillons en masse dans le feu; Tandis qu’une folie épouvantable, broie Et fait de cent milliers d’hommes un tas fumant; – Pauvres morts dans l’été, dans l’herbe, dans ta joie, Nature, ô toi qui fis ces hommes saintement ! … – Il est un Dieu qui rit aux nappes damassées Des autels, à l’encens, aux grands calices
Read More Raito Noberu, Soshoku-Kei Danshi, Ikikata No Hon: Das wollen wir lesen! Der wunderbare Literaturführer YOMITAI! („Das will ich lesen“) berücksichtigt nicht nur alle bekannten japanischen Gegenwartsautoren, er zeigt auch mit frappierenden Einblicken in eine exotische, vitale Nischenliteratur und spezielle New Media-Varianten (Handy-Romane usw.), wie lebendig und kreativ die gesamte japanische Literaturszene ist. Von Peter Münder Mag ja sein, dass die Reflexionshöhe in Banana Yoshimotos Teenager-Romanen („,Kitchen“, „Tsugumi“), wie die FAZ mal in einer Rezension befand, „konstant auf Futonhöhe“ verharrt, aber der Leser taucht doch ein in eine bunte, faszinierende und
Read More Posted On April 11, 2012By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag
„Ich bin ein gescheiterter Künstler“ – Was verstehen wir unter „Kunst“, was unter „Künstler“? Für die bildende Kunst keine Frage, ihre Angehörige sehen in den Begriffen sich selbst und definieren ihren Status über ihre Nähe zu den Geldtöpfen des Markts. Wer dort nicht rankommt, ist kein Künstler. Oder – noch schlimmer – er ist ein gescheiterter Künstler. Davon handelt der Roman von Christian Saehrendt. Brigitte Helbling hat ihn gelesen. Ich kannte mal jemanden, der jemanden kannte, der sich Anfang der 1990er an der Kunsthochschule in Hamburg mit Jonathan Meese und weiteren
Read More Posted On April 11, 2012By Tina ManskeIn Musikmag
Sehr hübsch: Cedric Bixler-Zavala, bei The Mars Volta für die Lyrics und die Vokalmelodien zuständig, behauptet gegenüber der Presse, er könne sich emotional noch nicht so richtig mit dem neuen Album anfreunden. "Es ist wie ein Mädchen, in das man sich nie verlieben wird", zitiert ihn der Rolling Stone. Das ist lustig und natürlich nicht besonders ernst zu nehmen. Von Tina Manske
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