Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Steine Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo „Da ist diese Neugier, einen Stein hochzuheben, um zu sehen, was darunter krabbelt.“– Simon Beckett im Gespräch
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Unterwäsche Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Wenn er nach dem Aufwachen im Bad seine Unterwäsche auswusch, hatten ihn stets die kompliziertesten Gedanken heimgesucht.–
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Kerzen Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Sie zündete die Kerzen an und trat einen Schritt zurück, neigte den Kopf zur Seite und musterte
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Listen Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo „Kannst du mir eine Liste machen, wenn du ungefähr weißt, was du willst?“– Marie-Sabine Roger: Das Leben ist
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Handtaschen Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Wenn Sylvia ihre Handtasche öffnete, wußte man nie, was herauskam: es mochte etwas Geschriebenes sein, vielleicht auch
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zumBeispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Zwiebeln Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Ich binde mir die Schürze um und schneide Zwiebeln, schneide Zwiebeln, schneide Zwiebeln, ganz dünn, bis ich mir den
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zumBeispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Telefon Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Sobald man aus dem Haus ist, klingen alle Telefone gleich.– Haruki Murakami: Mister Aufziehvogel ** Ein Telefon, das
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zumBeispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Stühle Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Wer hätte erwarten können, daß der Stuhl erfunden werden würde? Möglich war er jedoch. Und also gibt es
Read More Nichtmal im Schatten der Bäume Über António Lobo Antunes: Bis die Steine leichter sind als Wasser Der Krieg, an dem man einmal teilgenommen hat, hört nie wieder auf. Ob er verloren wurde oder gewonnen: selbst die, die nach Hause zurückkehren aus Angola, kehren nicht nach Hause zurück. Wer, erschöpft vom Töten, Ruhe sucht zwischen den einst vetrauten Möbeln seines Zimmers in Lissabon, dem schlagen die Zweige des Gestrüpps ins Gesicht, durch das er sich gekämpft hat, die Schreie der Zerfetzen, die Flammen der Hütten: er hat sie in Brand gesteckt
Read More Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zumBeispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie ‚Spielwort‘ ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. – Von Ingrid Mylo. Spielwort: Bahnhöfe Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo In der Nähe des Bahnhofs kam mir plötzlich eine Idee: ich würde einen Zug nehmen.
Read More Drei Bücher von Thomas Reverdy, Karin Smirnoff und Barney Norris Ingrid Mylo über „Ein englischer Winter“, „Mein Bruder“ und „Die Jahre ohne uns“ Warum heißt das Buch nicht wie es heißt, im Original, warum heißt es nicht wie das Shakespeare-Zitat, von dem es handelt, warum heißt es nicht ‚Winter unseres Mißvergnügens‘? Warum dieses salonmäßige ‚Ein englischer Winter‘: als hätte mal wieder eins dieser Bildungsbürger-Paare eine Ehekrise zu durchstehen, ein Freund der Familie übt sich in Sachen Verzicht, ein Silberstreifen Tragik am Horizont und im Kamin das Feuer. Kalt, ganz kalt: und
Read More Ingrid Mylo über Bücher von Leonard Cohen, Peter Stamm und Jonas Eika Ein Schrei aus dem All, an den sich pelzige Tiere schmiegen. Ein Sommertag als Rechenaufgabe. Ineinandergeschobene Flugreisen, Menschen mit nur einem Gesicht, die Zukunft verschachert, die Hoffnung eine subtile Form von Folter. Erschöpfungszustände, aus denen man in leergefegten Räume erwacht. Wer sieht uns beim Schlafen zu? Löcher, in die Bankgebäude stürzen: und unter den Trümmern finden die Angestellten ein neues Zuhause. Löcher zur Gewinnung von Metallen. Löcher, durch die Füße gestreckt werden. Löcher im Kopf, aus denen das
Read More Ingrid Mylo zu „Cloris“ von Rye Curtis Als Cloris vom Himmel fiel, am 31. August 1986, war sie 72 Jahre alt und mit ihrem Mann unterwegs zu einer Ferienhütte in den Bitterroot Mountains. Jetzt ist sie 92, lebt in einer Einrichtung für betreutes Wohnen und erinnert sich, wie das war: damals, als das kleine Propellerflugzeug in die abgelegenen Wälder der Bergregion von Montana stürzte. Als ihr Mann tot in einer Fichte hing und der Pilot mit zerbrochenem Schädel stundenlang schreiend und phantasierend vor sich hinstarb: bis ihm ein Schwall Fliegen
Read More Die „Beskiden-Chroniken“ von Andrzej Stasiuk Er liebt sein Land, er liebt die Vergangenheit, und er liebt es, unterwegs zu sein: daraus macht der polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk keinen Hehl, daraus macht er, im Gegenteil, eine Menge Worte. Aus dem, was er nicht mag, auch. Wahrhaftigkeit ist ihm wichtig, seine Leser sollen wissen, woran sie mit ihm sind. Mit billigem Ramsch von chinesischen Märkten, beispielsweise, muß man ihm nicht kommen, auch nicht mit den „grinsenden Mumien“ auf den Wahlplakaten, und Leute, die zu wissen glauben, was gut für Polen ist, kann er
Read More Wildere Arten, der Welt zu begegnen Auf Miriam Cahns Gemälde ‚Blau‘ fallen, vielleicht auch sinken, lichtblaue Körper deutlich durch tieferes Blau, vielleicht dem Tod entgegen. Die kleine blaue Gestalt, die auf dem Cover von Hosemanns Büchlein unter den dunkelblauen Wellenstrichen treibt, ist dagegen leicht zu übersehen: möglicherweise weil man das möchte: sie mutet, dazu mit dem helleren Dreieck einer angedeuteten Badehose, ein wenig lächerlich an. Und hat so gar nichts mit dem zu tun, wovon auf den Seiten die Rede ist. Schöne Idee: ans Meer gehen und schauen, einen Tag lang
Read More Schon wieder das Blau Drei Lesehinweise von Ingrid Mylo Ob man den Inhalt erzählt oder nicht: was passiert ist weniger wichtig als die Art, in der das Passierte abgeliefert wird. Satz unter Satz, manchmal nur Worte, kein Punkt, kein Komma, Sterne manchmal und gelegentlich ein Fragezeichen. In der formalen Verkleidung eines Gedichts rollt der Text über die vielen Seiten des Buches, Sätze zwischen August und Ende Dezember: Gesteinsproben subjektiver Realität, Gedankenmuster, Gefühlspartikel, Gewaltphantasien. Das Ich einer jungen Lehrerin: sie tritt eine neue Stelle an, sie schürft sich an einer neuen Liebe
Read More Dieses Gedicht Abends, wenn die Zeilen
leer im offenen Fenster klappern und Lücken im Gefühl auftauchen, wie Gespenster grinsen: wen glaubst du zu erkennen zwischen den unvollständigen
Sammlungen von Absichten
und Insektenflügeln, wohin
sind Bemühung und Schrift. Feg alles vom Tisch: die Blätterhaufen, unter denen die Worte verrotten. Die zurechtgelegten Würfel. Die Schuldbekenntnisse. Die Girlanden. Schritte hallen heran, warte, solange du willst: sie werden dein Gedächtnis nicht erreichen. London vorbei, die Welt:eine Schublade voller Kopien, und du weißt: kein Satz überlebt den Januar.Du weißt: auch dieses Gedicht bleibt ungeschrieben. © ingrid mylo Die sonnige Fratze des Wasserspeiers Messerwurf. Münze.
Die sonnige Fratze des Wasserspeiers
auf dem Weg zum
Read More La Véronique Hier sind die Schmetterlinge groß, und die Zikaden ziehen die stehengebliebene Zeit auf, ununterbrochen: vergeblich. Und der Wind: aus den Steineichen streicht er die unzutreffenden Bilder, hier, wo die Städte nichts gelten. Stühle schon eher: im Schatten. Oliven, die tausendmal in den Zweigen einen Punkt setzen hinter jedem Versuch, die Lesart zu ändern. Ja, hier, wo die Toten ihr Herz darbieten im aufgeplatzten Grün einer Mandel. Prosperos Buch Die Chinesen, heißt es, lesen die Zeit in den Augen der Katze. Wer hätte je versucht, in der Stille des
Read More Elf Dörfer entfernt Leg die weißen Gladiolen nieder in jener Mulde der Zeit, in der sich im kühlen Zimmer die Nachbarn drängten wie dunkle Boote am Abend des Sturms. Sein Körper lag noch im Bett: doch er war schon seit Stunden nicht mehr der Mann, der Bretter zu Fässern bog, der seinen Sohn verlor im Krieg und seine Tochter an einen Heimatlosen. Nicht mehr der Mann, zu dem die Katze zurückfand, die er ausgesetzt hatte, elf Dörfer entfernt. Einst hielt er dich auf dem Arm: dachtest du. Aber er stand,
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