Posted On Februar 9, 2009By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Mit seinem neuen Roman "Alles was du siehst" gibt Stefan Beuse unserer durch Wissenschaft und Ratio restlos entzauberten Welt wieder eine Spur von Geheimnis und Magie zurück. Wie schon in seinen Vorgängerromanen zeigt der Hamburger Schriftsteller dabei auf ebenso poetische wie spannende Weise die oszillierenden Grenzen unserer Wirklichkeit und Wahrnehmung auf. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Dezember 19, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Einen Tag in Moskau, der russischen Metropole, dem Moloch, in dem Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Einsamkeit so nahe beieinander liegen, schildert Jewgenij Grischkowez in seinem Debütroman, den Karsten Herrmann gelesen hat.
Read More Posted On November 17, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
In den 80er- und 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts versank Peru im Bürgerkrieg und mehr als 70.000 Menschen verloren im Kampf zwischen der Regierung und den Rebellenorganisationen „Leuchtender Pfad“ und „Tupac Amaru“ ihr Leben oder werden bis heute vermisst. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Oktober 27, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Denis Johnson ist zweifellos einer der bemerkenswertesten und eigenwilligsten amerikanischen Autoren mit Weltrang. Die Helden seiner Kurzgeschichten und Romane sind die Gescheiterten und Gestrandeten dieser Welt, deren Leiden, Hoffen und Suchen Johnson mit Bildern von intensiver Wucht schildert. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On September 22, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
In seinem Roman "Wie es Gott gefällt" erzählt Niccolò Ammaniti auf furiose Weise von Menschen, die am untersten Ende der gesellschaftlichen Leiter leben und davon träumen, auch einmal einen Zipfel des Glücks zu erhaschen. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On September 13, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Mit seinem Roman "Paris Trout" ist Pete Dexter (nach der sehr freundlichen Aufnahme von Train) nun auch hierzulande als einer der wichtigsten amerikanischen Gesellschaftschronisten zu entdecken – obwohl er schon lange auf dem deutschen Buchmarkt präsent ist. Im Original erschien das packende Südstaatendrama bereits 1988 und wurde mit dem National Book Award ausgezeichnet. Gelesen hat ihn für uns Karsten Herrmann.
Read More Posted On September 8, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Eine echte literarische Entdeckung ist der 37-jährige Brite Ray Robinson: In seinem Debütroman "Lily" erzählt er sinnlich, kraftvoll und avanciert die Geschichte einer außergewöhnlichen Heldin. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On August 4, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
In seinem Debüt-Roman erzählt Willy Vlautin eine klassische Underdog-Geschichte, die in ihrer ganz und gar schlichten und doch ergreifenden Art zu überzeugen vermag. Von Karsten Herrmann
Read More Mit "Sieben Tage" legt Johnny Glynn einen Roman vor, bei dem das Bemerkenswerteste ist, dass er überhaupt verlegt und in England sogar zum Debüt des Jahres 2007 gekürt wurde.
Von Karsten Herrmann
Read More In seinem Debütroman "Widerstand" erzählt Jo Stretch auf furios-provokante Weise von einem Zeitalter, in dem die Liebe ausgemustert und die Lust zum einzigen Lebenselixier mutiert ist.
Von Karsten Herrmann
Read More Mit "Zephyr" begibt sich der vielfach ausgezeichnete Lyriker und Dramatiker Albert Ostermaier von seinen angestammten literarischen Hochebenen in die prosaischen Niederungen - und lockt den Leser dort in ein raffiniertes Spiegelkabinett, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Von Karsten Herrmann
Read More Im mächtigen Schatten des gerade vierfach Oscar-prämierten „No Country for Old Men“ der Coen-Brüder erscheint jetzt endlich auch dessen gleichnamige literarische Vorlage auf Deutsch. Sie stammt von keinem Geringeren als Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy und zeigt von der ersten Seite an, auf welch meisterlicher Grundlage der Filmerfolg beruht. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Januar 7, 2008By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Während es um die Größen der jungen deutschen Popliteratur der 90er von Naters über Goetz und Meinecke bis zu Stuckrad-Barre ruhig geworden ist, läuft der lange im Hintergrund stehende Dietmar Dath zu höchster Produktivität auf und entwickelt seine avantgardistisch angehauchte Poetik in Waffenwetter mutig weiter. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Dezember 31, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Grandios, atemberaubend, wagemutig – ohne Übertreibung ist mit diesen drei von Rezensenten immer sparsam und vorsichtig zu verwendenden Attributen der neue Roman von A.L. Kennedy beschrieben. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Dezember 24, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Ignacio Padilla erzählt in „Schatten ohne Namen“ die Geschichte einer mephistophelischen Wette um Leben und Tod und umkreist dabei nicht nur die Frage nach Identität und Herkunft, sondern eröffnet uns auch eine verblüffende Geschichtsvariation. Von Karsten Herrmann
Read More Posted On Dezember 3, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Die Volten des Schicksals Mit „Der Name der Welt“ legt Denis Johnson, der zu den eigenwilligsten und exzentrischsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur zählt, einen überraschend ruhigen und feinfühligen Roman vor. Nach dem Unfalltod seiner Frau und seiner Tochter ist Johnsons Ich-Erzähler Michael Reed in eine „anhaltende Lähmung“ verfallen und kreiselt um sich selbst und seinen schmerzhaften Verlust. Ohne Ambitionen erledigt er seinen Job als Assistenzprofessor für Geschichte in einer Stadt des Mittleren Westens der USA. Dann lernt Michael Reed bei einem Essen mit Kollegen die junge Flower Carmen kennen und
Read More Posted On November 26, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Das unsichtbare Böse Cacciatores Prosa ist von höchster Sinnlichkeit und steckt voller Gerüche, Bilder und unverbrauchter Metaphern. Es ist 1978, kurz vor der Fußball-WM im heruntergekommenen Palermo: Der zehnjährige Giovanni fährt mit seinem Vater durch die Viertel, besucht Geschäfte mit ihm und trifft seine Freunde in Cafés. Er träumt von dem gerade gesehenen Fernseher, der die Welt in Farben explodieren lässt. Kurze Zeit später steht ein solches Wunderding im Wohnzimmer der Familie – ohne Bezahlung. Der Vater, der Polizist, ist Mitglied der Familie und sein Wahlspruch lautet: „Wenn man das
Read More Posted On Oktober 29, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Postmoderner Chronist der Zeitenwende(n) Einen Roman über die tausendfach medial in das Bewusstsein eingebrannten Terroranschläge vom 9/11 zu schreiben, ist eine literarische Herausforderung mit vielen Fallstricken und Untiefen – Don DeLillo meistert sie in „Falling Man“ souverän und unterstreicht seine Vorrangstellung in der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Don DeLillo spürt in seinem Roman der durch die Terroranschläge eingeläuteten Zeitenwende nach und zeigt ihre traumatisierenden Auswirkungen auf den einzelnen Menschen, die Familie, die amerikanische Gesellschaft und die globalisierte Welt. Alles wird ab diesem zum Symbol gewordenen Datum an einem „Danach“ gemessen und zugleich
Read More Posted On Oktober 8, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher
„Ein irres Ding“ In seinem mittlerweile dritten Kriminalroman gelingt es Jan Costin Wagner einmal mehr, sublime Hochspannung mit literarischer Ambition und existentiellem Tiefgang zu verbinden und damit eine Ausnahmestellung in diesem Genre einzunehmen. Wie schon den Vorgänger„Eismond“ lässt der abwechselnd in Frankfurt und Finnland lebende deutsche Jungautor seinen neuen Roman auch wieder im finnischen Turku mit den schon vertrauten Ermittlern Joentaa und Ketola spielen. Hier verschwindet 33 Jahre nach einem Mädchenmord an gleicher Stelle und unter ähnlichen Umständen ein weiteres junges Mädchen. Zusammen mit dem gerade in den Ruhestand verabschiedeten
Read More Posted On September 30, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Berlin Sony-Center Ulrich Peltzer ist derzeit einer der spannendsten deutschen Gegenwartsautoren, der sich auf avancierte Weise den rasanten Veränderungen unserer Zeit und der von der Postmoderne konstatierten „Agonie des Realen“ stellt – dies unterstreicht er einmal mehr in seinem neuen Roman „Teil der Lösung“. Ein stetiger Protagonist in Ulrich Peltzers Werken ist Berlin, ist der urbane Raum mit seinen Abermillionen „Codes und Gegencodes“, mit seinen spiegelnden Glasfassaden, Reklamen, Lichtern und Warenzeichen. Doch das seit Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ Literatur gewordene pulsierende und enervierende Großstadtleben wird im neuen Jahrtausend mehr und
Read More Posted On September 17, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher
Knallhart und kompromisslos Der amerikanische Drehbuchautor und Kriminalschriftsteller James Sallis kultiviert in „Driver“ eine rabenschwarze Lakonie ohne Hoffnung, ohne Erklärung ohne ein Gefühl zu viel. Autofahren – das ist eigentlich das Einzige was Driver möchte. Als Stuntman oder als Fluchtfahrer bei Raubüberfällen lebt er in Los Angeles immer „ein oder zwei Schritte außerhalb der normalen Welt, weitgehend verborgen“. Doch dann geht bei einem getürkten Raubüberfall alles schief und Driver sitzt mit einer halben Million Dollar und ein paar Leichen zuviel in einem schäbigen Motelzimmer. Das Geld ist Driver schnuppe. Doch
Read More Posted On August 27, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher
Herz und Härte Bruno Morchio hat mit Bacci Pagano einen illustren Typen geschaffen, der seine Wurzeln in den Utopien der 68er hat, Klassik und Kulinarisches liebt, Herz und Härte in sich vereint sowie einen gesunden Realismus pflegt. Mit Bacci Pagano bekommt die Riege der mediterranen Schnüffler und Privatdetektive von Pepe Carvalho über Fabio Montale bis zu Proteo Laurenti Nachwuchs. Paganos Revier ist die Altstadt Genuas, wo sich „das enge Netz der Carruggis ausbreitet, der schmalen Gassen, wo die Sonne nur zu Mittag vorsichtig hineinlugt.“ Hier ist er mit seiner roten
Read More Posted On Juli 23, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher
Hardboiled Rowe schreibt schnörkellos, zupackend und stahlhart. Mit wenigen Strichen zeichnet er ausdrucksstarke Charaktere und mixt im klassischen Hardboiled-Stil Coolness und Gewalt mit einem Schuss Liebe und Hoffnung. Sean Rowes Krimi-Debut beginnt mit einem Knalleffekt und endet mit einem klassischen Show Down – dazwischen liegen 200 Seiten temporeiche Spannung zu Lande und zu Wasser. Im Zentrum von Rowes Romans stehen die Stiefbrüder Matt und Jack. Der eine ist ein ehemaliger FBI-Agent und jetziger Sicherheitschef einer Kreuzfahrt-Reederei in Miami, der andere ist gerade aus dem Knast entlassen, er ist „der Betrüger,
Read More Cool, wild und poetisch Mit seinem neuen Roman „Du liebst mich, du liebst mich nicht“ legt Jonathan Lethem ein kleines funkelndes Meisterstück vor und unterstreicht einmal mehr seine Stellung als einer der wichtigsten und vielfältigsten amerikanischen Gegenwartsautoren. Im Zentrum von Lethems typischem Anti-Helden-Kosmos steht Lucinda, die in Los Angeles bei einer als Kunst-Performance aufgezogenen „Nörgel-Hotline“ arbeitet und in einer Independent-Rockband ohne Namen den Bass spielt. Sie und ihre Band-Mitglieder sind „bald dreißig und haben nichts auf die Reihe gekriegt“, schlagen sich durchs Leben und leben für ihre Musik. Lethem stößt
Read More Posted On Mai 7, 2007By Karsten HerrmannIn Bücher
Nichts als die Wahrheit Nachdem Harry G. Frankfurt in „Bullshit“ mit viel Verve und Polemik unser Zeitalter als eines der heißen Luft und der Schwindler und Blender gebrandmarkt hatte, bläst er nun zum Gegenangriff und zeigt, „weshalb denn die Wahrheit für uns eigentlich so wichtig ist.“ Von Karsten Herrmann Der emeritierte Princeton-Philosoph zielt dabei nicht auf die Wahrheit im Sinne einer hohen – und manchmal auch hohlen – Entität und Letztgültigkeit, sondern im Sinne eines ganz pragmatischen Wertes. Gegen die aus seiner Sicht „schamlosen Widersacher der Alltagsvernunft“ wie die Postmodernisten,
Read More Flirrend und farbenprächtig wie ein Kolibri In ihrem Debüt „Die alltägliche Physik des Unglücks“ erzählt die 30-jährige Marisha Pessl auf sprachlich überschäumende und formal ungewöhnliche Weise eine etwas andere Geschichte vom Erwachsenwerden. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter zieht Pessls Protagonistin Blue mit ihrem Vater, einem renommierten Politikwissenschaftler, von Provinz-Uni zu Provinz-Uni und verbringt so „genauso viel Zeit in dem blauen Volvo wie im Klassenzimmer“. Ihr einziger Anker und einziges Bezugssystem ist die unendliche Welt der Literatur von Homers Odyssee über unbekannte Avantgarde-Lyriker bis zu hochspeziellen wissenschaftlichen Fachartikeln. Ihr letztes
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