Zoë Beck zur Amazon-Debatte


Zoë Beck„Ach, Frau Beck, da hätte ich aber was für Sie.“

Eigentlich gibt es zum Thema Amazon nicht mehr so viel zu sagen. Ich verstehe auch fast die Aufregung nicht. Jeder, der ein bisschen nachdenkt, muss von selbst drauf kommen, dass ein logistischer Aufwand, wie er bei Amazon, Zalando, Otto, etc. betrieben wird, Geld kostet. Da die Endverbraucher, also wir, aber letztlich nichts für Lieferung, Verpackung, kostenlose Retoure und die ganzen Menschen, die die Sachen aussortieren und einpacken und auspacken und wieder einsortieren und am Kundentelefon sitzen und Kundenemails beantworten und sich auf höhere Ebene um Einkauf und Verkauf und Personalverwaltung und so weiter kümmern, zahlen wollen, darf all das nicht viel Geld kosten. Natürlich werden dann billige Arbeitskräfte eingekauft.

Arbeiten, die von jedem erledigt werden können, weil dazu keine besondere Qualifikation erforderlich ist, müssen nicht gut bezahlt werden. Es gibt genügend Menschen, die bereit sind, für wenig Geld zu arbeiten. Weil sie in ihrem eigenen Land noch weniger verdienen. Weil die deutsche Politik Leiharbeiter zulässt. Das ist alles sehr logisch und Fakt.

Wie die Menschen dann behandelt werden, ist eine ganz andere Sache. (Ich unterstelle mal, dass die großen Konzerne nicht wirklich im Detail wissen, wie Dienstleister X mit Leiharbeiter Y umgeht, bis eben mal ein Fernsehteam vorbeikommt. Vielleicht wollen sie es auch nicht immer so genau wissen.)

Hier zeigt sich ein soziologisches Phänomen: Die Angestellten gewisser Subunternehmer sind schon recht weit unten in der sozialen Anerkennung, vom finanziellen Status muss man gar nicht erst reden. Wenn es sich nun ergibt, dass sie auf andere herabschauen können, dass es da welche gibt, die noch weiter unten in der Nahrungskette stehen, dann hauen sie drauf. Der Mensch wertet sich durch den direkten Vergleich mit anderen auf, er braucht Bezugspunkte. Im Falle gewisser Leute mit einer gewissen Gesinnung könnte man zum Beispiel auch sagen, sie haben als einzigen Status, der sie vermeintlich aufwertet, ihre Nationalität. Wenigstens sind sie Deutsche, das ist doch auch schon mal was. Wenn diese dann für einen Securitydienst arbeiten und an ausländische Leiharbeiter geraten – äh, ja.

Aber hat denn wirklich irgendjemand beispielsweise geglaubt, Amazon – und alle anderen – versenden die Artikel kostenfrei, weil die Post oder Hermes oder sonstwer sagt: Och, lasst mal stecken, wir machen das doch gerne, unsere Zusteller sind sowieso dauernd da draußen unterwegs?

Natürlich funktioniert das so nicht. Und in Wirklichkeit wissen wir das alle. Wir wissen auch, dass billige Klamotten und billige Lebensmittel und überhaupt alles, was billig ist, irgendjemanden da draußen eine Menge kostet. Solange wir es aber nicht – im Fernsehen oder in echt – sehen, sind wir beruhigt. Die Amazon-Empörungswelle ist längst abgeebbt, so wie alles schnell wieder abebbt. Verseuchte Landstriche, verhungernde Kinder, gefolterte Frauen, misshandelte Tiere.

© Amazon

Innenansicht Bad Hersfeld Logistikzentrum, © Amazon

Hat auch mal jemand darüber nachgedacht, was es bedeutet, wenn wir nun alle unsere Bücher weiter online bestellen, aber bei einem anderen Buchhändler, der ebenfalls versandkostenfreie Lieferung anbietet? Kann man machen. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Amazon weit über 50% von den Verlagen Rabatt bekommt. Die kleine Buchhandlung ums Eck vielleicht 40%. Manche auch nur 35%. Jetzt rechnen wir mal aus, wie viel das vom Nettoladenverkaufspreis ist, dann rechnen wir Porto und Verpackung gegen, lassen Miete und Personalkosten unter den Tisch fallen, weil das zu kompliziert wäre, und haben ein schlechtes Gewissen. Wie lange hält es an, dieses schlechte Gewissen? Wie lange treibt es uns dann doch wieder zu Fuß in die Buchhandlung? Wie oft lässt es uns darauf bestehen, Porto- und Verpackungskosten zu übernehmen?

Aus diesem Grund gibt es Stimmen, die behaupten, „die Kunden sind selbst schuld“. Von Schuld zu sprechen, ist so eine Sache, man muss Geld erst einmal haben, um es ausgeben zu können. Beschränken wir uns, also kaufen wir weniger, heißt es allerdings, wir kurbeln die Wirtschaft nicht an. Aber wenn wir weniger und dafür bewusster kaufen, sollte es dann nicht irgendwie aufgehen? Nicht wirklich, denn sämtliche Märkte sind auf Massenkonsum ausgelegt.

Es wird damit gerechnet, dass wir unsere Kleidung wegwerfen, wenn sie nicht mehr in Ordnung ist, statt Schneider oder Schuster aufzusuchen. Die Industrien sollen bedient werden, nicht das kleine Handwerk. Es wird auch damit gerechnet, dass wir Essen wegwerfen, tonnenweise. All das ist einkalkuliert und macht die billige Massenware möglich. Ja, das schöne Stichwort „Nachhaltigkeit“, und mal ehrlich, die reflexartige Reaktion vieler darauf ist doch leider: „Das muss man sich erst mal leisten können.“ Was so auch nicht stimmt, aber das ist eine andere Diskussion. Wieder sind wir beim Sparen, beim Billig, beim Ignorieren der Umstände, die „billig“ möglich machen.

Das Internet ist nicht böse

So viel zur Amazon-Empörung. In Wirklichkeit möchte ich aber das Internet erst mal verteidigen. Ich halte es für hervorragend und unverzichtbar, aus vielerlei Gründen. Beispielsweise weil Menschen mit Behinderungen dadurch Möglichkeiten haben, die sie vorher nicht hatten. Wer mal Besucher einer re:publica war, dem wird aufgefallen sein, wie hoch der Anteil dort an Menschen mit Behinderungen ist. Das Internet bietet ihnen Plattformen, die sie im „normalen“ Alltag nicht hätten. Um das Internet nutzen zu können, wird nicht unterschieden zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Wer bloggt, wird nicht nach körperlichen und anderen Beeinträchtigungen vorsortiert. Das Internet ist vielleicht der einzige Lebensraum, in dem die u. a. von der Aktion Mensch geforderte Inklusion umgesetzt ist. Erst umsetzbar wurde.

Einer meiner Nachbarn zum Beispiel, ein sehr intelligenter, gebildeter, witziger Mensch, hatte vor Jahren einen Schlaganfall und kann seitdem nur unter allergrößten Anstrengungen das Haus verlassen. Seine Frau kümmert sich nicht nur um ihn, sondern auch noch um den kleinen Sohn, der ebenfalls gesundheitliche Probleme hat und dadurch besondere Aufmerksamkeit braucht. Sie hat keine Zeit, zum Einkaufen aus dem Haus zu gehen. Sie benötigt auch Dinge, die nicht unbedingt in einem Laden direkt vor der Haustür zu finden sind. Sie kann es sich nicht leisten, jemanden einzustellen, der die Einkäufe für sie übernimmt. Sie bestellt online. Es geht nicht anders.

Meine Eltern googeln alles. Sie erkundigen sich, wo die besten Ärzte sitzen, welche Ferienwohnung sie mieten sollen, was es eigentlich mit diesem Facebook und dem arabischen Frühling auf sich hat und wie sie sich gegen Internetkriminalität schützen können. Sie sind Rentner und nehmen vollumfänglich alle Möglichkeiten wahr, um informiert zu sein und zu bleiben.

Die Großmutter eines Freundes liest gerne. Sie hatte aber damit aufgehört, weil es zu wenige Bücher, für die sie sich interessiert, als Großdruckausgabe gibt. Bei Hörbüchern schläft sie ein. Der Buchhändler vor Ort ist für sie ohnehin sehr schwer zu erreichen. Der eReader war für sie die beste Erfindung seit Jahrzehnten. Ihre Freundinnen haben sich ihr angeschlossen. Sie haben einen eBook-Lesezirkel gegründet, könnte man sagen.

Nein, das Internet ist nicht böse. Außerdem lässt es sich nicht einfach wieder abschaffen, warum auch. Jetzt kann man wieder darüber diskutieren, wer eigentlich böse ist. Die Politik, die Gesellschaft, vielleicht doch irgendwie das Internet, oder einfach nur die Internetnutzer. Also, nicht alle, aber viele. Oder wer jetzt?

Wichtig, wie bei allem, ist, was jeder einzelne draus macht. Die Eigenverantwortung kommt mir in der Diskussion etwas zu kurz. Ohne das Internet gäbe es Portale wie DaWanda nicht. Selbstgemachtes bekomme ich da, und die Damen und Herren, die ihre handwerklichen Kleinstbetriebe führen, wären ohne Internet nahezu unsichtbar. Siehe dazu die Sendung „Selbstgemachtes“, bevor ich mich hier noch weiter stundenlang auslasse.

Es ist doch alles da. Mich zwingt doch niemand, beim bösen Großhändler zu bestellen. Wir können anders einkaufen, mit und ohne Internet. Ich kann jede Buchhandlung – mit und ohne Internet – ansprechen und dort meine Bücher beziehen. Mit und ohne Haus verlassen. Ich muss mich nur eben entscheiden, wie viel Bequemlichkeit ich will und was sie mir wert ist. Wenn ich für meine Bequemlichkeit aber nicht einmal mehr bezahlen will, dann muss ich mich für Amazon und Zalando und Ikea und Tchibo und Aldi und sie alle entscheiden und bin wieder bei den Umständen, die dazu führen, dass die Preise gedrückt werden. Ich bin selbst dafür verantwortlich.

Amazon ist ein Unternehmen, das auf Wachstum und Gewinn ausgelegt ist. Das liegt in der Natur (okay: Struktur) fast aller Unternehmen. Selbst die Kirchen sind Unternehmen, die auf Gewinn aus sind und vor allem deshalb so effizient arbeiten, weil sie eine Horde an ehrenamtlichen (also unbezahlten) Mitarbeitern haben.

© Amazon

Luftaufnahme Bad Hersfeld Logistikzentrum, © Amazon

Ich habe deshalb doch nichts gegen Amazon. Ich habe etwas dagegen, wenn Menschen andere Menschen schlecht behandeln. Ich hätte gerne gewusst, was die Verantwortlichen in den großen Verlagen zu ihren Ansprechpartnern bei Amazon gesagt haben.

Ich möchte mir vorstellen, dass sie gesagt haben: Klärt das, wir wollen nicht, dass diese Leute, die für euch und damit irgendwie auch für uns arbeiten, schlecht behandelt werden. Wenn sie das getan haben, haben sie verantwortungsbewusst gehandelt. Ich möchte sagen: Bei all den Vorzugskonditionen, die die Verlage Amazon einräumen, wäre es ihre verdammte Pflicht gewesen, genau so ein Gespräch zu führen.

Dass sie nicht die Bücher zurückgezogen haben, wie von einigen Seiten gefordert (mit Ausnahme des Schroer-Verlags, aber der hatte noch ein paar Gründe mehr, und für ihn ist Amazon auch kein so wichtiger Absatzmarkt wie für die meisten anderen Verlage, hier nachzulesen), ist mir auch klar: Die Verlage haben uns Autoren gegenüber eine Verpflichtung, nämlich unsere Bücher bestmöglich zu verkaufen. Sie bei Amazon anzubieten, gehört dazu.

Ich habe auch deshalb nichts gegen Amazon, weil gewisse große Buchketten ähnlich überzogene Konditionen für sich ausgehandelt haben und sich ähnlich gut für Werbeaktionen bezahlen lassen. Alles Gelder, die ein unabhängiger Buchhändler im Leben nicht zu sehen bekommt. Ich müsste, wenn ich anfange, Amazon zu hassen, gleich noch alle Ketten mithassen. Und dann noch alle Logistikunternehmen. Und alle Subunternehmer dieser Logistikunternehmen. Und das System als System. Und so weiter. Ich denke, irgendwann müssen sich doch mal wichtige Menschen zusammengesetzt und beschlossen haben, dass von nun an gewissen Konditionen gelten. Das finde ich blöd. Jeder verdient mehr am verkauften Buch als die Urheber. Jeder. Das ist auch blöd. Und ein anderes Thema. (All das ändert ohnehin nichts an meinen paar Prozenten, und es ändert nichts an dem Preis, den die Verbraucher zahlen.)

Bevor ich aber wirklich alles blöd finde, nutze ich weiterhin mit Freude das Internet. Und zwar zu meinem Vorteil. Amazon ist eine wunderbare Informationsplattform. Ich muss meiner Lieblingsbuchhändlerin dann einfach nur die Titelliste mailen, die ich dort rauskopiert habe, dann bestellt sie mir alles bis zum nächsten Tag. Meine Lieblingsbuchhändlerin weiß Amazon dafür und für einiges andere zu schätzen. Autorenbacklists, zum Beispiel. Vergriffene Titel. Bücher, die über das Barsortiment gerade nicht zu beziehen sind. Bei Amazon steht alles in der Datenbank. Sie sieht die Konkurrenz des Onlinewarenhauses und die damit verbundene Herausforderung und weiß sie für sich zu nutzen. Sie ist nett zu mir und macht keine blöden Kommentare über die Bücher, die ich bestelle.

Hier sind wir beim vielleicht wichtigsten Punkt, warum der Einzelhandel an den Onlinehandel Kunden verliert. Wichtig in dem Sinne, als dass er etwas darüber aussagt, wie man Kunden zurückgewinnen könnte. Ich nehme mal den Umweg über Kleidung. Kleidung kaufe ich sehr ungern. Am liebsten würde ich nie wieder in meinem Leben ein Bekleidungsgeschäft betreten müssen. Warum? Weil ich die Demütigungen nicht wirklich gut ertrage. Das Licht in den Umkleidekabinen ist wenig schmeichelhaft. Die meisten Schnitte passen mir nicht, weil ich keine Standardfigur habe. Die wenigsten VerkäuferInnen haben Ahnung von dem, was sie da tun, also brauche ich sie erst gar nicht, wenn es um Beratung geht. Sie sagen zu jedem Unsinn „Steht Ihnen gut“. Sie suchen unfassbar geschmacklose Dinge raus, um sie mir in die Kabine zu reichen. Sie demütigen mich allein durch ihre kritischen Blicke, selbst wenn sie „Steht Ihnen gut“ sagen.

Letztens hab ich erst wieder einen Versuch gestartet. Es ging um eine Hose. Die Verkäuferin bestand auf diesen hautengen Röhrenschnitt. Ich bestand auf Schlaghosen, „flared“ heißt das ja heute. Sie verachtete mich für meine modische Unkenntnis, musste dann aber einsehen, dass ich in Röhren richtig scheiße aussehe. Dazu sollte ich aber erst welche anprobieren. Und vier andere Kundinnen plus zwei weitere Verkäuferinnen schauten zu, wie ich mit diesen unmöglichen Hosen aus der Kabine kam. Ich musste mir anhören, ich sei zu klein, ich hätte zu viel hier und zu wenig dort, und ich sei offenbar eher der „Retro-Typ“ und könne tatsächlich „nicht alles tragen, was gerade modern ist“.

Ich will das nicht. Ich will ordentlich beraten werden oder gar nicht. Bevor es so läuft, bestelle ich lieber fünf Hosen im Internet und probiere sie zu Hause vorm Spiegel durch. Da demütigt mich vielleicht mein Spiegelbild, aber außer mir merkt das keiner.

Die USP des Einzelhändlers

Mit Büchern geht es vielen genauso. Man liest immer wieder in den einschlägigen Foren Beschwerden von „schnöseligen Buchhändlern“. Verdammt, warum vergraulen die ihre Kunden? Ich wurde, als ich noch in Hamburg wohnte, ebenfalls fast zur Buchhandlungsvermeiderin. In der einen Buchhandlung in meinem Ortsteil verachtete man Krimis ganz allgemein, Taschenbücher jedoch im Besonderen, und als ich einmal nach einem Titel fragte, der ebenfalls aus meinem damaligen Verlag stammte, murmelte man etwas von qualitativ minderwertig. In der anderen Buchhandlung wurde ich fast bespuckt, als ich Margit Schreiners „Haus, Frauen, Sex“ bestellte. Zitat: „Ist das so ein dreckiges Buch? Na, mich geht’s ja nichts an.“ Genau! Es geht sie nichts an! Sie soll es mir bestellen, und nicht mich aus dem Laden vergraulen, oder sollte ich sagen: ins Internet schicken. Ich kaufe ein Buch, die Buchhändlerin nimmt es mit spitzen Fingern auf und sagt: „Sicher einpacken, das ist doch ein Geschenk oder?“ Wenn ich sage: „Nö, wollt ich selbst lesen“, lässt sie mich dann das nächste Mal noch in den Laden? Ja, aber sie bedient mich nicht, jedenfalls nicht aktiv. Ach, und es gibt noch so viele andere Beispiele.

Es gibt auch entzückende Buchhandlungen, wo das nicht passiert. Zum Glück. Und zu Hauf. Aber die meisten Bücher, die den Umsatz machen, sind nun mal nicht hohe, anspruchsvolle Literatur im festen Einband, sondern Taschenbücher. Einige Kunden wollen die Blicke der Buchhändler nicht, wenn sie bestimmte Titel kaufen, siehe das Beispiel mit der Hose. Einige wohnen auf dem Land, wo es keine Buchhandlung gibt, und sie haben gar kein Bewusstsein dafür, dass fünf Kilometer weiter die freundlichste Buchhandlung ever ist. Aber das sind alles lösbare Probleme, nicht?

Bei Amazon sind die Kunden die Könige. Nicht nur wegen der versandkostenfreien Bestellung. Da werden sie nicht beurteilt oder öffentlich bloßgestellt. Sie bekommen im Gegenteil Empfehlungen zu ähnlichen Titeln. So wie früher im Plattenladen meines Vertrauens. Der Verkäufer wusste, welche Musik ich höre, und hatte immer die interessantesten Neuerscheinungen für mich, wenn ich in den Laden kam. Das kann der Einzelhandel doch noch sehr viel besser als Amazon, oder? Das ist doch die USP des Einzelhändlers. „Guten Tag, Frau Beck, wie hat Ihnen Blabla gefallen? Schlecht? Ach, dann probieren Sie es doch mal mit diesem Buch, das fand ich ja soundso. Und wie geht’s eigentlich den Katzen?“

Das kann das Internet nämlich nicht ganz so gut.

Zoë Beck

Zoë Becks Homepage und Fanseite bei Facebook.

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  • Pingback: Editorial, 23.3.2013 » CULTurMAG

  • http://www.facebook.com/andrea.elgato Andrea El Gato

    super Artikel, danke für diese klaren Worte

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100002153650961 Melanie Marcia Waldhardt

    Liebe Zoe, 

    der Artikel trifft es auf den Punkt. 100% Zustimmung, danke dafür. 

  • anneschuessler

    Ich sollte mich testweise mal in Buchläden begeben und mal so fragen, was der Buchhändler da so an Fantasy- und Science-Fiction-Literatur empfiehlt. Das ist bestimmt auch ein ganz guter Indikator.

  • http://www.facebook.com/fth123 Fred Thiele

    Zoe Beck hat einen Artikel geschrieben, der alles auf den Punkt trifft, einen daher zustimmend  nicken lässt und eigentlich, beinahe, fast und trotzdem nichts sagt. Mit “zeitgenössischem Relativismus”  könnte man den Text attributieren, am Ende bleibt auffällig jener Gedanke hängen, dass diese hervorragende Autorin und Geschichtenerzählerin auch einfach hätte schreiben können: “Es ist halt so. Weitermachen.”

    • Zoe

      wäre das mein fazit, hätte ich es auch so geschrieben. ich bin nun wirklich nicht für “es ist halt so” und schon gar nicht für “weitermachen”. 

    • http://maasmeier.de maasmeier

      Nein.

      Eben NICHT “Einfach weiter so.”

      Jede/r sensibilisierte Leser/in kann und soll sich nun über sein Handeln Gedanken machen.

      Macht nicht jeder? Okay. Aber jetzt weiß er, das er einen Anteil der “Schuld” auf sich nimmt (nehmen sollte).

    • http://www.facebook.com/M.Martina.Krehn Martina Krehn

      …von Weitermachen habe ich in dem tollen Artikel kein Wort gefunden… Eher eine klare Erläuterung, warum ‘das System’ so ist wie es ist und wie ich/wir es beeinflussen können. Oder eben auch nicht, wenn wir uns unserer Macht und Einfluss nicht bewusst werden und nutzen

  • Autorin

    Hallo Zoë,
    das ist in Langform genau das, was ich in Foren auch schon immer sage, nur nicht so ausgefeilt.
    Und du hast sowas von Recht.
    Herzlichen Gruß Aveleen

  • Wonue

    Sehr, sehr wahr(gut)

  • http://twitter.com/OxKing ☢☠Ԟ⬆ᴝⓖ

    Eben weil der Kunde aus dieser bigotten Haltung nicht selbst heraus kommt und dennoch wieder das billigste kauft, obwohl er ja eigentlich die Resultate  dieser Handlungsweise selber anprangert, muss das Problem politisch gelöst werden. Der normale Kunde mit normal bescheidenen Einkommen ist mit dieser kognitiven Dissonanz halt überfordert. Wer will einem Leiharbeiter mit 6,50 Euro Stundenlohn auch vorwerfen dass er nur beim Discounter einkauft und sich im Internet streng nach der Preissuchmaschine orientiert statt z.B. in den kleinen Buchladen an der Ecke zu gehen? Lohndumping und Leiharbeit sind halt eine Spirale die nur nach unten zeigt und früher oder später sämtliche Lebensbereiche aller erfasst. Leider ist “die Politik” von den Interessen der falschen Seite gesteuert, da diese sich seit Jahrzehnten als Vertreter der Wirtschaft und nicht des Volkes begreift. Doch auch hier ist das Volk wieder zu bequem um etwas zu ändern. Oder halt vom Existenzkampf mit der Arbeit oder dem Amt um Harz IV zu sehr vereinnahmt um sich nebenher noch Gedanken um Politik zu machen und den freien Sonntag lieber mit Ausruhen zu verbringen als damit die Politik die für ihr Leid verantwortlich zeichnet abzuwählen. Wenn das Volk der Schafe dann endlich aufwacht weil plötzlich griechische Verhältnisse herrschen, dann ist es zu spät. Aber man tröstet sich damit es schon immer gewusst zu haben, dass das mal so kommt. Nur die Schuld, die hatten die Anderen.

    • Michi Stahl

       aber Bücher unterliegen der Preisbindung, die kosten überall gleich, sofern die Buchpreisbindung nicht aufgehoben wurde.

    • Guybrush

       Ich stimme zu, dass es politisch gelöst werden muss, aber das Argument, dass Lohndumping daraus entsteht, dass alle Leute immer versuchen billig einzukaufen, zieht bei mir nicht mehr. Das würde im Umkehrschluss ja heißen, wer teurer einkauft fördert so etwas nicht.

      Das stimmt aber leider fast nie. Nike und Apple verkaufen keine Billigprodukte, trotzdem haben sie billigste Arbeitskräfte benutzt. Warum? Weil sie dann eben noch mehr Gewinn machen.

      Deshalb sehe ich eben umso mehr die Notwendigkeit so etwas durch die Politik in Schranken zu weisen.

    • Mort74

      Teilweise stimme ich da zu: Die aktuelle Deflations-Spirale ist nicht so toll. Aber selbst mit Mindestlohn wird nicht jeder “vernünftig” und “nachhaltig” einkaufen. Sei es aus Geiz (bzw. in schlechteren Zeiten antrainierte Sparsamkeit), Faulheit oder schlicht fehlender Transparenz. Teure “Bio” oder Markenprodukte beim “kleinen Laden um die Ecke” einkaufen hilft ja auch nicht unbedingt. Gut, bei der Transparenz ließe sich evtl. noch politisch nachhelfen, wenn da wirklicher Wille dahinter wäre. Nur dürfte es dann wieder an der Bequemlichkeit hängen – wieviele lesen denn z.B. wirklich die Angaben bei Eiern oder Fleisch? Oder gar Lizenzbestimmungen und AGB?
      Dazu kommt noch: wenn die Arbeitnehmer in Deutschland nicht ausgebeutet werden dürfen, dann macht man das halt im Ausland, und für hohe Importzölle und ähnliches ist Deutschland nicht unabhängig genug. Wir bekämen ja nicht einmal das Rohmaterial für Ernährung und Alltagstechnik zusammen.
      Vorschriften und Verbote mögen mitunter sinnvoll erscheinen. Es kann dabei aber auch bei gutem Willen Unsinn wie das Glühbirnenverbot heraus kommen, und niemand mag das Gefühl bevormundet zu werden. Auch wenn es “zum eigenen besten” ist. Sonst wären ja auch Tabak, Alkohol, Fast Food, Individualverkehr über 30km/h und ähnliche ungesunde bis tödliche und umweltschädliche Freiheiten schon längst verboten worden…

  • Ti Wi

    Das besondere an ihrer Sicht ist, dass sie keine in eine feste Richtung ist, dass sie rechts und links im Blick hat, Für und Wider aller Optionen beleuchtet. Das macht es halt jenen schwerer, die dazu neigen, dass Dinge stets nur schwarz oder weiß sein können.

  • Petra Jahn

    Hallo Zoë Beck, vielen Dank für diesen Artikel. Auch wenn es nicht angenehm ist, den Spiegel vorgehalten zu bekommen.
    Viele Grüße, Petra Jahn

  • ilona HRO

    Liebe  Zoë, du bist einfach unglaublich!!! Danke! LG Ilona

  • ilona HRO

    Liebe Zoë, du bist einfach unschlagbar! Danke! LG Ilona

  • Doktor Dix

    KatharIna Siegel recht
    wahr gesprochen, aehm geschrieben und mir aus dem Herzen, denn ich habe
    die doku über Amazon gesehen und war entsetzt, wie Menschen da
    behandelt werden, doch mein privater Shitstorm zerfiel beim wieder
    ausatmen wie ein Kartenhaus, denn so einfach
    ist es ja nun wirklich nicht – aber praktisch einfach sich aufzuregen,
    die bösen Kapitalisten verfluchen, sich schwören, nie wieder bei Amazon
    einzukaufen uswusf.. Vor dem Denken Gehirn einschalten ist immer noch
    die beste aller Möglichkeiten.
     

  • Folivorum

     Ich lese hauptsächlich Sachbücher und folge oft den Buch-Empfehlungen diverser Blogs.
    Ich bilde mir ein, dass ich auch den Bloggenden etwas Gutes tue, wenn ich die dort platzierten Affiliate-Links [in der Regel Amazon-Links]  zum Kauf der Bücher nutze.
    Relativ oft ist das auch der Hauptgrund, ein Buch überhaupt zu kaufen, um es dann “auf Halde” für den nächsten Urlaub und/oder den nächsten Geschenke-Anlass zu legen.
    Mit wenigen Klicks kann ich damit mehrere mir wichtige Anliegen unterstützen:
    Ich gebe dem Rezensenten direkt ein positives Feedback, eine Lesebestätigung und bekunde Interesse an seinem Blog. Ich signalisiere, dass dessen Arbeit mir etwas wert ist und ich gerne mehr davon hätte.

    Also gar nicht so einfach, einen “fairen” Buchkauf zu machen!?

    Die “fairere” aber deutlich unbequemere Alternative wäre wohl:
    Blogger per Paypal oder Flattr “belohnen” -> Buch beim lokalen Händler [per Email, Telefon oder in dessen Shop] bestellen ->  Das Buch persönlich im Laden abholen.
    Dann muss ich wohl mal ein Flattr-Konto einrichten.
    Mal schauen, wie lange das “Faultier” das durchhält :o/

  • Antje Schmalzbauer

    Danke Zoë!

  • krimiblogger

    Sorry, werte Frau Beck, aber der Fred Thiele liegt durchaus richtig mit seiner Relativismus-Vermutung. Sie tun mit ihren Einschätzungen niemanden weh und Schuldfragen wollen sie auch nicht klären.

    Verständlich, dass ist auch nicht einfach zu klären, aber selbst Ansätze dazu kann ich in Ihrem Text nicht entdecken. Fakt ist nun mal, dass es unterbezahlte Leiharbeiter gibt – nicht nur bei amazon. Und bitte, bitte überdenken Sie doch diesen Satz:

    “Arbeiten, die von jedem erledigt werden können, weil dazu keine besondere Qualifikation erforderlich ist, müssen nicht gut bezahlt werden.”

    Absoliveren Sie mal ein Praktikum in einem großen Logistikunternehmen. Da wird sich die Frage nach der Qualifikation schon anders stellen. Und warum ist uns diese Arbeit nichts wert? Das können wir gerne weiter durchdeklinieren: Millionen für Fußballer, maues Gehalt für Pflegedienstkräfte, die am und für Menschen arbeiten? Muss das so sein?

    Weiterhin wäre ein geschärfter Blick auf die Realitäten im stationären Einzelhandel ganz gut. Glauben Sie ernsthaft, dass ein paar nette Worte zu Katzen mehr Geld in die Kasse der Buchhandlungen bringt? Die Stuttgarter Krimibuchhandlung muss schließen ( http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgarts-krimibuchhandlung-schliesst-die-leute-kaufen-bei-amazon.63ac1d47-8b13-42f1-95ed-d17ed35def0c.html ), trotz persönlicher Ansprache und Beratung. Die Kunden, so steht es da, lassen sich beraten und bestellen dann im Internet. Warum? Wissen sie es nicht besser? Ist ihnen die Buchhändlerin egal? Wenn der Kunde König ist, warum nutzt er dann seine Macht nicht?

    Und wie devot muss eine Buchhändlerin gegenüber ihren Kunden sein? Die Kommentare zum Beitrag bei der Stuttgarter Zeitung liefern ebenfalls ein differenzierters, komplizierteres Bild. Da wird Kritik an der “Ruppigkeit” der Buchändlerin laut, andere erzürnt die offensichtliche “Politisierung” der Buchhändlerin (Stuttgart 21). Wie katzenfreundlich und unpolitisch muss ein Buchhändler sein? Hinzu kommen so technische Dinge wie Ausstattung (“och, diese alten Buchenholzregale, die gehen noch für zehn Jahre, Geld für neues Inventar haben wir nicht”) und vor allem die Lage einer Buchhandlung. Wer kann sich den die Innenstadtlage noch leisten? Thalia und Co. Und seltsamerweise geht es denen gerade  schlecht, die ersten Kettenläden schließen. Woran liegt das denn? Vielleicht doch auch an amazon.

    Was Sie völlig ausblenden, ist dabei der Weg zur Konzentration von Inhalten (Büchern, Musik, Filme) in den Händen weniger. Es wird (hoffentlich) kein Monopol geben, aber Apple, Google und amazon haben sich die digitalen  Märkte für Unterhaltungsinhalte aufgeteilt. Wer da noch mitmischen möchte, kann gleich zum Insolvenzverwalter gehen. Zumal kleine Anbieter von vorn herein auf diesen Märkten – anders, als im stationären Handel -keine Chance hatten. All das ist bedenklich – wird von Ihnen aber mit keinem Wort erwähnt.

    Abschließend noch ein Paradox, dass ich schon länger beobachte, es nennt sich Dienstleistungsgesellschaft. Industrie lohnt nur noch begrenzt in den Industriestaaten, Arbeitsplätze wandern in sogenannte Billiglohnländer. Die Konditionen wissen wir: Textilfabriken, die ihre Mitarbeiterinnen vergiften, bei Bränden und Unglücksfällen töten, immer wieder in den Nachrichten. Und wir hier in den Industriestaaten, wir rufen die Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft aus. Eine Wissensgesellschaft, die Studiengebühren erhebt und eine Dienstleistungsgesellschaft, die vor allem eines fürchtet: teures “Humankapital”.

    Tut mir leid, Frau Beck, Ihr Text hilft nicht. Antworten: Keine. Dafür bleiben viele Fragen. Die nach den Katzen hilft den Buchhändlern nicht unbedingt weiter. 

    • Zoe

      ergänzung: 42.

      • krimiblogger

        Elegante Nicht-Antwort. Die Details regelt dann ja bekanntlich das Universum.

      • Zoe

        mir macht es keinen spaß, dass es krasse einkommensunterschiede gibt. mir macht auch eine menge anderes zeug keinen spaß. ich kann es hier und heute nicht ändern. ich kann aber hoffen, dass ein paar leute damit anfangen, ihr einkaufsverhalten zu ändern. oder überhaupt ihr verhalten. ich kann auch drauf hoffen, dass die kleinen buchhandlungen wieder mehr zulauf bekommen. aber auf was soll ich denn antworten geben?

      • krimiblogger

        Macht mir auch alles keinen Spass, aber um mich geht es nicht. Und Antworten kann ich ebensowenig geben, wie Sie. Ihr Text aber löst Unbehagen in mir aus. Kunden, geht bitte wieder in die Buchläden und Ihr, liebe Buchhändler, strengt Euch mal ein wenig an. Dann wird nicht alles gut, aber vielleicht besser. Ihr Text ist in meinen Augen etwas zu nostalgisch-verklärt, zu heimelig. Ja, den Plattenladen kennen wir alle, doch Vinylland ist abgebrannt. gibt’s nicht mehr, nur noch in kleinen Miniläden – oder in diesem Internet. Ich befürchte, es wird für uns alle, Autoren, Buchhändler und Leser, noch arg ungemütlich werden. Für Euch Autoren – und bitte, das ist jetzt nicht persönlich auf Sie bezogen – weil es schlicht ein Überangebot gibt. Soviele Bücher braucht der Markt nicht. Für die Buchhändler, die ja eh schon keine großen Sprünge machen konnten, brechen durch E-Books vor allem die TB weg. Und wir Leser haben ja schon jetzt ein schlechtes Gewissen, wenn wir bei Amazon einkaufen.
        Wichtiger als schnelle Antworten und Beruhigungspillen sind in meinen Augen erst einmal die richtigen Fragen, die wir uns stellen sollten. Das, was dieses Internet mit uns, mit unseren Lesegewohnheiten macht, was es mit Texten macht, können wir noch gar nicht absehen. Nur: Wenn es dann am Ende nur noch drei große Anbieter gibt, dann kann das niemand wollen.

  • http://buggisch.wordpress.com/ Christian Buggisch

    “Ich will ordentlich beraten werden oder gar nicht.” Das bringt’s auf den Punkt.  Zum Thema USP des Einzelhändlers habe ich heute ein Gespräch mit der Buchhändlerin meines Vertrauens vor Ort geführt, da erklärt sie auch, warum die Kunden zu ihr kommen und zum Beispiel bei Amazon recherchieren und bei ihr bestellen: http://buggisch.wordpress.com/2013/02/23/dorfbuchhandlung-vs-internetriese-ein-gespraech/

  • Sue

    … oder der Blick, wenn man nach Fantasy fragt.

    1000 Dank für diesen Artikel. 

  • Noergler

    …pardon, die(!) Unique Selling Proposition, nicht der USP. Man könnte aber auch Alleinstellungsmerkmal sagen.

    • Zoe

      danke, erledigt.

  • Frank Geißhirt

    Findest du wirklich? Es gibt sicherlich anhand des Textes hier und da einige gut gemeinte Ansätze um aus Sicht des Endverbrauchers einer Erklärung Herr zu werden, warum gerade in Deutschland als dem Vorzeige und Aushängeschild Europas es wohl immer wieder dazu kommt, dass sich Großkonzerne wie Amazon & Co. mit solchen Anfeindungen von Außen auseinandersetzen müssen. Dabei machen sie rechtlich korrekt abgesichert eigentlich genau dass, was in unseren Köpfen sich immer als Missbrauch am kleinen Mann darstellen wird. Dass es bei uns in “Good old Germany” wirtschaftlich noch nicht so schlimm wie in den restlichen Euro Staaten aussieht, dass liegt mit Sicherheit nicht an der pompös gut ausgetüftelten Politik, sondern ehr daran, dass sich mit Öffnung der Eurozone für alle Europäer hier etwas grundlegendes verändert hat. Etwas was wir, die an einen gewissen Standard gewöhnt sind, schlecht zu verarbeiten wissen. Wir Ossis kommen damit schon etwas länger und besser klar, aber das wäre auch nur eine Verallgemeinerung, welcher ich wie die Verfasserin des obigen Textes, hier nicht einfach den Rücken stärken will – indem man es so darstellt, ich zitiere: “__________ Hier zeigt sich ein soziologisches Phänomen: Die Angestellten der Subunternehmer sind schon recht weit unten in der sozialen Anerkennung, vom finanziellen Status muss man gar nicht erst reden. Wenn es sich nun ergibt, dass sie auf andere herabschauen können, dass es da welche gibt, die noch weiter unten in der Nahrungskette stehen, dann hauen sie drauf. Der Mensch wertet sich durch den direkten Vergleich mit anderen auf, er braucht Bezugspunkte. _____________ ” – …. Wer Arbeitnehmer, ausgehend von den Subunternehmern, in einem unausgereiften Fünfzeiler Allesamt über einen Kamm schert als ob es sich dabei nicht um Menschen, nicht um einzelne Individuen, sondern um die Statistik einer Bananenrepublik handelt, der hat (für mich) hier ohne erfassbaren Hintergrund den gesunden Menschenverstand an der Abendgarderobe hinterlegt und nie wieder abgeholt. ___________________PS: Ich bin im übrigen für meinen schon öfter wechselnd literarischen Geschmack (…und der ist wirklich verrückt!!!) noch niemals in meinem ganzen Leben deshalb in ner Buchhandlung fast angespuckt, geschweige denn dafür blöd angemacht worden. Wem so etwas wirklich passiert, dem kann ich nur raten, nochmals in den Spiegel zu schauen, bevor er aus dem Haus geht.

    • Zoe

      wo mein menschenverstand hängt und ob er gesund ist, nun, das ist sicherlich ein unspannendes thema, ebenso, ob ich in den spiegel schaue, wenn ich das haus verlasse. aber mal zu den subunternehmern, das bezieht sich direkt auf die securityfirma mit dem rechtsdrall. vielleicht ist der bezug zur ARD reportage nicht ganz klar. ich werde das entsprechend verlinken. 

  • Weisstebescheid

    Gute Argumentation, Hut ab, Frau Beck, gut gegeben!
    Noch ein Aspekt:
    Nicht der Autor ist der Letzte in der “Wertschöpfungskette”, in der Vermarktung von Büchern. Der Letzte ist der Buchhändler, der meist unter Tarif des ohnehin schon miserablen Einzelhandels bezahlt wird (auch mit Urlaub, Überstundenausgleich, Arbeitszeit etc. sieht es meist übel aus). Und in den Ketten herrscht meistens ein Stil, der nahe am Psychoterror ist. Von Menschen in diesen Arbeitsverhältnissen Freundlichkeit, Belesenheit, Beratungskompetenz und eine den Menschen zugewandte Haltung zu erwarten, ist ziemlich viel verlangt. Viele von denen sind ähnlich übel drauf wie die Packer bei Amazon.
    Es gibt Schräglagen in der Branche, die gewaltig sind: Ein Verlagsvertreter verdient ca. das 3-4fache eines Buchhändlers, ein Literaturagent kann sich mit fünf erfolgreichen Autoren eine Weltreise gönnen, die Vorstände in den Buchhandelsketten verdienen sechsstellige Jahresgehälter, etc. pp.

    • Zoe

      ja, habe ich mich letztens erst mit einer buchhändlerin drüber unterhalten, da darf man wirklich keinen stundenlohn ausrechnen. es ist ein jammer. 

  • Quartz

    Woher stammt die Information, Amazon bekäme von Verlagen 50% Rabatt und Buchhändler 40%? Da hat wohl einer nicht richtig recherchiert, denn in Deutschland gilt immer noch die Buchpreisbindung

  • http://twitter.com/ClydeSparrow Clyde Barrow

    Ja dem stimme ich zu.  Aber wer tut es nicht? Leider fehlt die Mühe,  eine Lösung aufzuzeigen. 

  • http://twitter.com/ClydeSparrow Clyde Barrow

    Bei allem Gesabbel fehlt hier die Mühe zu einem Lösungsansatz. Es klingt gerade so,  als sollte man solche Verhältnisse hinnehmen. 

    • http://wortundtatblog.blogspot.de/ Anne Kuhlmeyer

      es lohnt die mühe, den text aufmerksam zu lesen. er enthält nämlich den wunsch der autorin, persönliches konsumverhalten kritisch zu überdenken. zu welchem schluss man dabei kommt …
      eine aufforderung zum nachdenken ist kein imperativer sondern ein offener lösungsansatz. ein wenig mühsam, zugegeben.

  • Andreas Dorfer

    Es ist die Politik, die gestalten muss, welche Formen der Beschäftigung (und dazu gehört auch der Vermittlungsdruck bei ALG2-Empfängern) im Land gewünscht sind und welche nicht.
    Mit einem sinnvollen Mindestlohn und geringfügig höheren Sozialstandards für die Arbeitnehmer und Scheinselbstständige (respektive effektivere Kontrolle zu deren Einhaltung) würde dafür gesorgt, dass alle Versandhändler gezwungen wären, ihre Logistikzentren und die Lieferdienste die Mitarbeiter besser behandeln.
    Klar, es würde die Versandkosten etwas erhöhen. Aber ich wette, dass mit nur wenigen Prozent Aufschlag sehr viel erreicht werden könnte.

  • Stephan Schwarz

    Toll geschrieben und ich kann Dir nur beipflichten. Jeder ist als Verbraucher auch selbst verantwortlich, für das, was passiert und wie die Welt aussieht.
    Man kann mit der Welle schwimmen oder unter ihr durchtauchen.
    Ich genieße die persönliche Beratung und in meiner absoluten Lieblingsboutique berät man mich umfassend. Da sagt mir der Verkäufer, der mich seit Jahren kennt, selbst zu teuren Teilen, die ich cool finde, dass mir das nicht steht! Er verzichtet auf Umsatz, weil er ehrlich ist und deswegen komme ich immer wieder hin! 
    Und das wir Autoren am wenigsten von allen verdienen mag bei 99% von uns stimmen, aber mich befriedigt das Schreiben an sich auch. Es ist ein Teil meines Lustgewinns in die Welt, die ich erschaffe, abzutauchen. Es ist Urlaub vor der Welt da draußen. Und deshalb bin ich froh und glücklich, dass ein Verlag mich druckt und er soll ruhig gut verdienen, das gönne ich ihm! Und es freut mich, wenn ich erfahre, dass Leute in meinen Geschichten etwas entdecken. Sie für eine kurze Zeit in der Welt leben und Spaß daran haben. Das ist doch toll.
    LG Stephan Schwarz

  • Daniel Haberfeld

    Guter Kommentar, es ist halt nicht alles schwarz und weiß. Und der Aspekt, dass es bei Amazon eben nicht um “billig” geht, sondern um die Nutzung der Möglichkeiten des Internets, gehört insbesondere auch dazu.
    Wer seinen Weihnachtsgeschenkekauf für zig Leute an einem Abend bequem vor dem Computer erledigt hat, statt sich in der überfüllten Innenstadt beim Einkaufen zu stressen, weiß, was ich meine.

  • Pingback: Amazon, das Internet und so | Philipps Lektorenblog

  • Pingback: Anderswo

  • Ralf-Ulrich Löw

    http://www.csr-in-deutschland.de
    Jedes Unternehmen, egal welcher Art und welcher Branche, sollte sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewußt sein. Bei amazon, Apple (um nur 2 zu nennen) vermisse ich diese in vielen Bereichen. Ich hoffe und glaube, dass langfristig nur solche Unternehmen und Konzerne erfolgreich sein werden, die nachhaltig arbeiten.
    http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-EA2175A4-1F542BD7/bst/hs.xsl/501.htm

  • Marcello Brilliani

    Ein wirklich toller Kommentar mit klaren Ansagen. Vielen Dank für diesen Lesespaß zum schmunzeln. :) 

  • Michi Stahl

    Netter Artikel, aber amazon kommt mir hier eindeutig zu gut weg.
    Das amazon in GB keine Steuer abführt, ist für amazon Deutschland sicher nicht wichtig. Dennoch zeigt es die nicht vorhandene Verantwortung eines Unternehmens.
    Und als Kunde muß ich die Verhaltensweisen bezüglich Arbeitnehmer nicht gut heißen! Wieso konnte man schlecker und Lidl boykottieren (wohin der Boykott bei schlecker führte, ist allseits bekannt… natürlich nur neben der finanziellen Fehlkalkulationen), bei amazon wird es aber nicht empfohlen bzw. wieso ist es hier kein Mittel zum Zweck?

  • Sabine Korsukewitz

    genau so! Das mit dem Wachstum kann auf Dauer sowieso nicht funktionieren.
    Nachhaltiger einkaufen, weniger, dafür gute Qualität für einen angemessenen Preis. Dann kann jeder leben. 

  • http://www.facebook.com/christian.albrecht.9828 Christian Albrecht

    Eigentlich alles in diesem Artikel weiß man selbst. Aber wie wunderbar, dass es endlich mal jemand ausführlich niedergeschrieben hat. Denn alles was man selbstverständlich weiß, verliert durch die Selbstverständlichkeit an Bedeutung und sickert so aus der bewussten Wahrnehmung heraus.

  • Gast

    Klasse Artikel. Ich stimme zu 100% zu.

  • http://www.tourius.de/ Sirko Wolfram

    Wirklich sehr gut und genau meiner Meinung. Hab es gern meinen Amazon-Verweigerer-Freunden weitergereicht :)

  • ThorstenV

    “Aber hat denn wirklich irgendjemand beispielsweise geglaubt, Amazon –
    und alle anderen – versenden die Artikel kostenfrei, weil die Post oder
    Hermes oder sonstwer sagt: Och, lasst mal stecken, wir machen das doch
    gerne, unsere Zusteller sind sowieso dauernd da draußen unterwegs?

    Natürlich funktioniert das so nicht. Und in Wirklichkeit wissen wir
    das alle. Wir wissen auch, dass billige Klamotten und billige
    Lebensmittel und überhaupt alles, was billig ist, irgendjemanden da
    draußen eine Menge kostet.”

    Dem möchte ich entgegenhalten: glaubt denn wirklich irgendwer, dass wo es teurere Ware gibt dies automatisch den Ärmsten in der Wertschöpfungskette zugute kommt? Die Welt ist kompliziert, aber die Menschen sind denkfaul. Es ist einfach angenehm zu glauben “Wir senken die Steuern, dann hat der Unternehmer mehr Geld und stellt mehr Leute ein” und ebenso “Ich zahle dem Unternehmer mehr, dann gibt er seinen Angestellten mehr”.

  • http://www.facebook.com/eva.brandecker Eva Brandecker

    Danke für den klugen Artikel! Und nüchterne Feststellungen (Es ist so wie es ist) sind meiner Meinung nach keinesfalls eine Aufforderung zum Weitermachen wie bisher, sie relativieren lediglich. Statt des einen Bösen gibt es immer eine Vielfalt von Faktoren und wir mittendrin. Was mit im Artikel fehlt ist der Hinweis auf die unsägliche steuerliche Situation von Amazon und Co., die teils einen Bruchteil dessen an Steuern aufzubringen haben als der Rest. Dass das weiterhin legal (!) möglich ist, da bleibt einem doch regelmäßig die Spucke weg …

  • Goethe-ulm

    Ich muss meiner Lieblingsbuchhändlerin dann einfach nur die Titelliste
    mailen, die ich dort rauskopiert habe, dann bestellt sie mir alles bis
    zum nächsten Tag. Meine Lieblingsbuchhändlerin weiß Amazon dafür und für
    einiges andere zu schätzen. Autorenbacklists, zum Beispiel. Vergriffene
    Titel. Bücher, die über das Barsortiment gerade nicht zu beziehen sind.
    Bei Amazon steht alles in der Datenbank.

    Mit Interesse habe ich Ihren Blog gelesen.

    Nur einen Irrtum möchte ich richtigstellen: 

    “Bei Amazon steht alles in der Datenbank.” Das stimmt nicht. Verlage, die mit Amazon nicht arbeiten, werden auch nicht in der Datenbank gelistet. Sie finden diese Bücher dann als “derzeit nicht verfügbar”. Und der Verbraucher meint, die gibt es nicht, weil Amazon damit keine Geschäfte macht. Ist aber ein Irrtum. Da alle diese Bücher in der Regel lieferbar sind und unter buchhandel.de auch zu finden.

    Auch bei antiquarischen Büchern bietet Amazon nur einen winzig kleinen Einblick in das große Angebot vieler Plattformen. S. unter eurobuch.com.

    Amazon ist also gar nicht so gut, wie inzwischen die ganze Welt meint. Und von Ausnahmen abgesehen, kann ein guter Buchhändler mehr Service bieten als dieser anonyme keine Steuern zahlende Quasi-Monopolist.

  • Mokoko

    „Guten Tag, Frau Beck, wie hat Ihnen Blabla gefallen? Schlecht? Ach, dann probieren Sie es doch mal mit diesem Buch, das fand ich ja soundso. Und wie geht’s eigentlich den Katzen?“

    Ja neee, das ist so ziemlich meine Horrorvision von einem persönlichen Einkauf. Lasst mich in Ruhe, ihr Real-Life-Spammer, ich weiß was ich will.
    Auf Amazon hab ich meine Ruhe.

    Amazon steht natürlich verdientermaßen da wo Sie jetzt sind. Als ob man alleine mit ein paar billige Spaniern solch ein Unternehmen aufbaut.
    Der Zeitgeist hat sich gewandelt, Amazon hat’s erkannt, und wer jetzt allen Ernstes einen Rückschritt zum “Buchhändler um die Ecke” fordert, der erntet von mir einfach nur Mitleid für seine offensichtliche Orientierungslosigkeit in der ach so komplexen neuen Welt.

    Das Thema ist eine Frage der Politik und sonst nichts. Wer wirklich etwas gegen Lohndumping und miese Arbeitsbediungen unternehmen will, der sollte endlich für einen gesetzlichen Mindestlohn auf die Straße gehen.

    Hinweis dazu: die Linke fordert seit 2005 einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Auch die Verschärfung des Lohndumpings im Zuge er europäischen Freizügigkeit wurde seit Jahren prophezeit, natürlich immer mit der Forderung des Mindestlohns. Habt ihr sie gewählt?

  • Helge

    Da hab ich doch gleich etwas erlebt, was Sie im Punkte Internet bestätigt, liebe Frau Beck. Ich wusste doch nicht, was USP ist. Hatte ich in Sekundenschnelle heraus – dank Internet. Herzliche Grüße – Helge Mücke aus Hannover (70 und immer noch neugierig und lernbereit)

  • Holger Niemann

    Ach, wie tut es doch gut, einen so klugen Artikel hier zu lesen, der darüber hinaus auch noch unterhaltsam ist. 
    Das geschilderte Verkäufer-Drama ist mir auch bekannt. Ich kaufe gern, wenn es supervoll ist und glücklicherweise grad Keiner Zeit hat, mich zu ärgern, pardon zu bedienen.

  • furious

    Nicht zu vergessen das die meisten dieser Großkonzerne durch Steuertricks mal vielleicht 5% Steuern zahlen. Im Gegensatz zu den “kleinen” normalen Eizelhändler!!

  • Pingback: Links KW8/2013 | namjirah

  • http://www.facebook.com/M.Martina.Krehn Martina Krehn

    Verleger André Thiele aus Mainz begräbt die Kooperation mit Amazon.http://www.boersenblatt.net/595320/

  • Pingback: Demo (33): Amazon | Schokokäse

  • Pingback: Amazon schädigt Leiharbeiter & Kunden | B E R U F E B I L D E R

  • Schaedeldx

    Ohne Amazon oder sonstige Unternehmen in Schutz nehmen zu wollen, aber wenn ich den gezahlten Stundenlohn hochrechne, also 173 Stunden mal 9,30 Euro, dann bin ich bei etwa 1600 Euro. Das ist das typische Einstiegsgehalt für sehr viele Berufe. Und wenn Amazon das den ungelernten Arbeitern zahlt, ist das eigentlich nicht so schlecht. Friseure bekommen selbst nach Jahren nicht mehr. Und wenn die Unterbringung sogar noch dabei ist… Über die die Art und Weise der Unterbringung muss man sich aber definitiv unterhalten. Und da stimme ich den Punkten im Artikel zu. Nachhaltigkeit ist hier gefordert.

  • Anna

    Super Artikel. Viel zu viele gute Anregungen und Gedanken, als ich dass ich die in meiner kurzen Pause alle kommentieren könnte!

    Buchhandlungsanekdote, just for kicks: Die englischen Bücher wurden beim Umzug in eine andere Ecke gestellt. Ich frage nach denen, bekomme sie nicht nur nett gezeigt, sondern werde persönlich hingebracht. Und werde gefragt, ob ich etwas Bestimmtes suche oder gerne lese. Und ich erwähne ein paar Dinge und bekomme gleich mal fünf Empfehlungen samt knapper Inhaltsangabe. Und dieses eine tolle Buch, das wär gerade vergriffen, aber das würde mir sicher sehr gefallen. Ob sie meine Telefonnummer oder Email notieren sollten um mir Bescheid zu geben, wenn es wieder vorhanden sei. Zum Stöbern wurde ich dann ganz alleine und in Ruhe gelassen. Ein paar Stühle und Tische und Kaffee gibt’s auch, zum “Anlesen können”. Und zur Verabschiedung dann noch zwei kleine Infoflyer zu demnächst in der Umgebung stattfindenden Autorenlesungen. Ja, “das kann das Internet nämlich nicht ganz so gut.” War übrigens in Hamburg, man glaubt es kaum!

  • Gast

    Immer wieder erschreckend, wie wenig Ahnung die fordernden “Kunden” von simplen und logischen betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen haben. Noch weniger verstehen sie davon, wie sie selbst mit ihrem Verhalten zu immer asozialeren Zuständen auf dem Arbeitsmarkt aktiv beitragen – und wie sie selbst diese ändern können. Aber wenn juckt dass schon in Zeiten von “Hauptsache billig…”?
    Die Empörung wird auch diesmal sehr schnell dem Konsumwahn weichen, die Ursachen bleiben auch weiterhin für die meisten Menschen mysteriös.

    Angenehm zu lesen der Artikel. Weiter so.

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  • Bso2000

    Buy local : Buchhändler tragen zur kulturellen und sozialen Gestaltung unserer Städte bei. #Veranantwortung #Steuern#Arbeitsplätze #noamazon

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  • Max

    Danke! Danke für einen klaren Blick auf die ganze Sache, abseits von diesem heuchlerischen “Boykott” und sonst was.

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  • Pingback: Bemerkenswert

  • http://diekatzeundderfunk.blogspot.de/?zx=eb844aeaaabd64b6 Ka

    Beim Deutschlandfunk gabs ein Interview mit Verantwortlichen zu den Verlagen. Der eine hat amazon gekündigt, der andere nicht. was ganz spannend. Gibts vielleicht online noch zum Nachhören. 
    Guter Text von dir, Danke.

  • Pingback: kanedo.net - Links vom 19. Februar 2013 bis 8. März 2013

  • Eliza Faulhammer

    Also, so ganz Versandkostenfrei war Amazon ja nicht, aber das ist nicht der Punkt! Ich will ein Buch, viele Bücher, weil ich sie brauche und eben kaufen will. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich damit ein ungutes System finanzieren muss, in dem sowohl Arbeiter als auch kleine Verlage und Autoren schlecht behandelt werden, nur weil der Umsatz immer größer und größer werden muss.Da sind einige Unklarheiten in ihrem Artikel. Nein, ich habe nicht erwartet, dass Amazon von lauter glücklichen Bücherwürmern geführt wird und ich wusste schon, dass diese Firma sehr gut an meinem Bücherkonsum verdient – HAT. Denn, ich habe mein Konto gekündigt und das bleibt auch so.Aber, es gibt Grenzen und die hat Amazon bei weitem überschritten. Mitarbeiter sind als Menschen zu behandeln, also nicht wie Leibeigene ohne Würde. Fertig! Ich geh wieder in den Buchhandel und die gelegentlichen  Unfreundlichkeiten, die werde ich schon regeln.Viel teurer wird es auch nicht werden.Und über meine Katze muss ich nicht reden, wenn ich nicht will, was Sie für Buchhändler kennen, Frau Beck?

  • Pingback: Link(s) vom 24. Februar 2013 - e13.de

  • Dashiellhammett

    Weiah – was ist passiert, daß so ein Branchen-.Fidelwipp (und der voll daneben) im bisher qualitativ zuverlässigen Krimifeuilleton von TW landen konnte … Das wäre dem Mann früher nicht passiert.

    • Redaktion CM

      Anonymer Heckenschütze ohne Argumente … gähn!

  • Pingback: 4/2013 bis 14/2013 – Webgedöns | Ach komm, geh wech!

  • http://www.facebook.com/jens.polze Jens Polze

    ich hatte auch mal ein schönes Empfehlungserlebnis im Buchladen: Ich hatte irgendwann durch Zufall Tom Sharpe für mich entdeckt udn im Rekordtempo alles verschlungen was greifbar war. Nach dem ich also alles durchhatte war ich auf den geschmack gekommen bin in den kleinen Buchladen der mich bisher mit Stoff versorgt hatte und hatte um etwas ähnliches gebeten, ich mochte den schwarzen Humor. Ich bin dann auch mit einem empfohlenen Buch raus: “Der Vorleser”. das war das letzte Mal dass ich um Beratung in einem Buchladen gebeten habe. Amazon hat mich bisher noch nicht enttäuscht – die Richtung stimmte immer und für die eigentliche Qualität des Romans können die ja nix.

  • Aliwak2003

     sorry, ihr dürft aberalle nicht vergessen das wir auch durch amazon alle unseren lebensunterhalt verdienen, und eins noch dazu vor 13 jahren war das nicht so wie es jetzt im mom ist. wir haben uns in dieser firma sehr wohl gefühlt und vorallem sehr willkommen,aber es ist unterallem die gesellschafft , alle wollen mehr und ich denke wenn unser biggcef mal eine umfrage machen würde , na dann mal schauen was passiert

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