Geschrieben am 29. Juni 2013 von für Crimemag, Kolumnen und Themen

Alf Mayer zum Tod von James Gandolfini

James GandolfiniBada Bing! Nachruf auf den Mann, der Tony Soprano war …

Ganz New Jersey war auf Halbmast geflaggt am letzten Montag, am 24. Juni. Mit der „Executive Order No. 135“ ließ Gouverneur Chris Christie, der erste republikanische Politiker auf diesem Posten seit zwölf Jahren, den hingeschiedenen Schauspieler James Gandolfini als „New Jersey Treasure“ ehren.

Man muss sich das einmal auf Deutschland übertragen vorstellen. Bayern ordnet an, die Staatsfahne vor seinen öffentlichen Gebäuden, darunter Gerichte, Schulen und Polizeistationen, zu Ehren von Goldfinger Gerd Fröbe auf Trauer zu setzen. Only in America. Wo sich der amtierende Außenminister Kerry wie auch seine Vorgängerin Hillary Clinton beim NATO-Partner Italien für eine zügige Überführung des größten Gangsterdarstellers aller Zeiten in die USA einsetzten. Wir, im Land des ehemaligen Staatsmonopols auf Verbrechen, wir haben es eben nur zu Bellheims, Hesselbachs oder Brinkmanns gebracht.

Wo „Der Pate“ (1972, 1974 und 1990) die Monstrosität noch aufsplittete in Brüder, Rivalen und Generationen, da war dann in den USA im letzten Jahr des letzten Jahrhunderts die Zeit reif dafür, dass EIN Mann wie einst Atlas all das schulterte, verkörperte und auf sich nahm, was Musil „den dünnen Firnis der Zivilisation“ nannte, die „mühsam zusammengehaltene Moral unserer Gesellschaft, unter der wie eh und je die Barbarei lauert“, kurzum die Nähe des normalen Geschäfts- und Bürgerlebens zum Verbrechen. „Breaking Bad“: der Gangster als Businessmodell (um vom Banker und Finanzzocker zu schweigen). Natürlich gibt es dazu längst auch die zugehörige Inspirationslektüre: Anthony Schneiders „Tony Soprano on Management: Leadership Lessons Inspired by America’s Favorite Mobster“ (2004) oder John Webers und Chuck Kims „The Tao of Bada Bing! Words of Wisdom from The Sopranos“ (2003).

James Gandolfini, dessen Eltern aus Italien eingewandert waren, starb am 19. Juni 2013 in Rom. Herztod mit 51. Er war unterwegs nach Sizilien, nein, nicht zur Mafia, zum Filmfestival von Taormina, das ihn ehren wollte. Er hatte abends zuvor im Sabatini in Trastevere ausgiebig getafelt und acht alkoholische Getränke gesüffelt. In amerikanische Zeitungen diskutierten Ernährungsberater und andere Experten ausgiebig über die Bekömmlichkeit seiner letzten Mahlzeiten und seinem früheren, im Scheidungsverfahren öffentlich gewordenen Hang zu Alkohol und Drogen.

Die New York Post etwa schrieb: „Sopranos“-star James Gandolfini, who struggled with booze addiction in his final weeks, scarfed down a decadent final meal that included at least eight alcoholic drinks, The Post has learned. Gandolfini guzzled four shots of rum, two pina coladas, and two beers at dinner with his son — while he chowed down on two orders of fried king prawns and a ‘large portion” of foie gras, a hotel source in Rome said. The Emmy Award winner had attended several Alcoholics Anonymous meetings on Perry Street in the West Village, but people who saw him there ‘didn’t think that he was serious about getting sober,’ said a source familiar with the matter. ‘I can confirm he has been known to blow lines and drink like an Irish sailor on weekend leave,” said another source’.“

Allein mit Mundwinkel und Augen

Das Wortspiel mit „Bada Bing“ und „binge“, einer Exzesstour, ließ sich die Post natürlich nicht entgehen und titelte „Deadly Bada Binge for Tony“. An diesem Wort, das es 2003 ins „Oxford Dictionary“ schaffte, scheiden sich die „Sopranos“-Kenner von den Fernsehmuffeln. Der „Bada Bing!“-Club war jenes fiktionale Striplokal, das Tonys Consigliere Silvio Dante gehörte, es war Tonys Büro und der Treffpunkt vieler Serienfiguren, was – dies eine der zahlreichen Grenzverletzungen der Serie – auch jede Menge beiläufig-unvermeidlicher Halbnacktheiten erlaubte. Den Begriff „bada bing!“ hatte James Caan als Sonny im „Paten“ populär gemacht, gebraucht auch als „bada bing bada boom“ oder „bada boom bada bing“, was meint, dass etwas ganz einfach und absehbar geschehen wird, etwa wenn man jemandem eine Knarre an den Kopf hält. Puff.

Hier Sonnys Originalzitat aus dem „Paten“: „What’ya gonna do? Nice college boy huh? Don’t wanna get mixed up in the family business? Now you wanna gun down a police officer because he slapped you in the face a little bit, huh? What’ya think this is the army, where you shoot ‚em a mile away? You gotta get up close like this … badaBING! you blow their brains all over your nice Ivy League suit. C’mere … you’re taking this very personal.“

Bada Bing!, James Gandolfini, 185 groß und um die 130 Kilo schwer, hatte eine wahrhaft wuchtig Leinwandpräsenz. Das auch im verkleinerten Fernsehformat, noch mit den Mundwinkeln, dem kleinen Finger und vor allem mit den Augen. David Chase, der Erfinder und Drehbuchautor der „Sopranos“, meinte: „He was a genius. Anyone who saw him even in the smallest of his performances knows that. He is one of the greatest actors of this or any time. A great deal of that genius resided in those sad eyes. I remember telling him many times, ‘You don’t get it. You’re like Mozart’.“

Gandolfini war für Chase die Idealbesetzung als Tony Soprano, weil Gandolfini alleine mit seinen Augen Brutales und Zärtliches, verborgen liegende Trauer ebenso wie zynische Rücksichtslosigkeit spiegeln konnte, und weil da immer auch ein kleiner Junge zu ahnen war, dem man nicht ernsthaft böse sein kann:

„His eyes are very expressive. There’s something about him that’s very caring, which you see in him no matter what he’s doing. There’s a sadness there. As cynical, bullying, vulgar and overbearing as he could be, there’s still a little boy in there. He did a lot of mean things, and he enjoyed vengeance, but he didn’t seem mean. Somewhere he believed that people are good. There were some roads he was not going to go down, because there was no coming back.“

Ein „heavy“ wie im guten alten Hollywood

Gandolfini selbst sah sich eher als „260-Pfund Woody Allen“ und blieb, bis auf ein paar krisenhafte Zeiten mit Drehausfällen und exzentrischem Benehmen, etwa während des Drehs von „The Mexican“ (2001), bescheiden und auf dem Teppich. Der in New Jersey geborene Gandolfini jobbte eine Zeitlang als Barkeeper und Nightclubmanager, fing das Schauspielern mit 25 an; er war 31, ehe er seine erste bezahlte Rolle bekam; er war 38, als er, nicht zuletzt wegen seiner gewalttätigen Rolle in Tony Scotts „True Romance“ (1993, Drehbuch: Quentin Tarantino), für den Pilot-Film der „Sopranos“ besetzt wurde. Über seine Rolle als Mafioso in „The Juror“ (1996, dt. „Nicht schuldig“) schrieb der große, kürzlich ebenfalls verstorbene Filmkritiker Roger Ebert: „Gandolfini has a very tricky role, who is about as sympathetic as a man can be who would, after all, kill you. His line readings during a couple of complicated scenes are right on the money. If the movie had been pitched at the level of sophistication and complexity that his character represents, it would have been a lot better.“

Gandolfini legte sich in all seinen Filmrollen ins Zeug, aber es gab keine Hinweise darauf, dass er jemals mehr sein würde als ein guter Nebendarsteller, einer jener zuverlässigen „heavies“, die wir alle schätzen, meist aber ihre Namen nicht parat haben. Gandolfini selbst beschrieb öfter in seiner „Wie konnte das denn mir geschehen?“-Haltung, wie wenig er glauben konnte, dass er für eine solch karriereträchtige Rolle ausgewählt wurde, von der er sich sicher war, dass gewiss irgendein „leading man“ dafür genommen werden würde. Nun, es war das Fernsehen, das ihn dann zum Superstar machte und ihm drei Jahre in Folge einen „Emmy“ als bester Darsteller einbrachte.

Der Drehbuchautor über seine Figur

David Chase, 1945 geboren als David Henry DeCesare, ein alter Fernsehhase und Episodenschreiber, etwa auch für „Detektiv Rockford“, sinnierte einmal über den Erfolg seiner Figur: „Tony Soprano zeigt, dass selten etwas Schwarz und Weiß ist im Leben. Das nämlich erleben wir als schwierig, kunterbunt, als Durcheinander und oft enttäuschend. Die Sachen regeln sich nicht so, wie wir das gerne hätten – die Kinder treffen blöde Entscheidungen, unsere Eltern sind eine Last, unsere Freunde enttäuschen oder verraten uns. In diesem Sinne, hoffe ich, ähneln ‚Die Sopranos‘ den europäischen Filmen, die ich als junger Erwachsener wegen ihrer Ideen, Geheimnis und Mehrdeutigkeit gemocht habe.“

Chase machte daraus etwas genuin Amerikanisches – eine Erfolgsstory. „We don’t make movies about stumble-bums and slackers or lost souls.“ Tony Soprano hatte für Chase seine Wurzeln im Film Noir, aber da ist mehr an ihm. Im amerikanischen Film ist der Held immer der Schlaueste im Raum. Er hat die Antworten, hat den Plan. Chase war gefragt worden, ob er sich den „Paten“ als Fernsehserie vorstellen könne. Das gäbe es bereits, meinte er, entwickelte dann aber die Idee eines Mobsters in Therapie, aufgegriffen dann auch in der DeNiro-Komödie „Analyze This“ (Reine Nervensache, 1999).

Dazu muss man wissen, dass Chase selbst ein gehöriges Trauma mit seiner Mutter hatte und Panikattacken und Depressionen aus eigenem Erleben kannte. Als er den Erstlingsfilm für die „Sopranos“ schrieb, hatte er gerade selbst eine Psychotherapie angefangen. Livia Soprano hat als Vorbild seine Mutter. Das Hollywood-Studio Twentieth Century Fox, kurz Fox, erwärmte sich für die Idee vom Mutter-Sohn-Konflikt, Gangster- und Spießerleben, Unternehmertum und Psychotherapie, sprang aber vor der Realisierung ab und reichte das Projekt an den Kabelsender HBO weiter. Keiner im Team glaubte, dass es den Startschuss für eine Serie geben würde; so steckten sie ihre Energie in den Pilotfilm – und hatten Erfolg.

David Chase: „When I got over there, they asked, ‚Would you be interested in doing ‚The Godfather‘ for TV?‘ I said, ‚No, it’s already been done‘. But then I started thinking about this idea that I’d had for a feature film, about a mobster in therapy. I told them about it, they sparked to it, and Fox bought it. When I wrote the pilot script for Fox, I had a feeling that this whole thing wasn’t going to happen. I knew what network television is like, and this didn’t have that feeling. Sure enough, they passed.“

Von 1999 bis 2007 entstanden 86 Folgen in insgesamt sechs Staffeln. Das sind an die 40 Zweistundenfilme, fast 5.000 Minuten oder an die 80 Stunden Fernsehen. Keinen Charakter der Weltliteratur lernt man so gut kennen wie Tony Soprano. Die deutsche Rezeptionsgeschichte übrigens ist eher beschämend: wechselnde und späte Sendeplätze in ZDF, nur 39 Folgen wurden gesendet, zwei weitere Staffeln gelangten ins Privatfernsehen, wo immer noch ab und an recycelt wird.

Das Besondere an den „Sopranos“

Superoriginell war es nicht mehr, in den späten 1990ern die Grenzen zwischen dem Normalen und dem Abartigen – okay, sagen wir dem Devianten – und dem Guten und dem Bösen zu verwischen, aber „Die Sopranos“ tun es extrem gut. Tony Sopranos Depression ist in seiner Familiengeschichte verwurzelt. Er bringt jeden um, der eine Gefahr für ihn werden kann, einschließlich seines Neffen und seines besten Freundes Sal „Big Pussy“ Bonpensiero. Er bricht Knochen mit einem Geräusch, das einem den Magen umdrehen kann; er geht fremd wie ein Tier, das so etwas braucht, einmal mit einer einbeinigen Russin. Gleichzeitig zeigt David Chase ihn als Familienmann. „Ich bin ein netter Kerl, eigentlich gehöre ich zu den Guten“, sagt Tony seiner Psychiaterin kurz nachdem er einen Verwandten um die Ecke gebracht hat.

James Gandolfini 2

Foto von Isabelle Vautier

Tony Soprano zeigt uns, dass Gangster menschlich sind – wie wir alle. Er ist Outlaw und guter Bürger, Zeitgenosse und Cowboy im schwarzen Anzug, er betrügt und schummelt bei Kommunalaufträgen, hijackt Lastwagen voller Schnaps und Zigaretten und verscherbelt sie, nimmt auch jeden kleinen Deal mit. Sein Geld reicht nie, er sorgt sich um die Ausbildung seiner Kinder, hat kleinbürgerhafte Züge und ein loses Mundwerk. Vor allem die Therapiesitzungen mit Jennifer Melfi (Lorraine Bracco) sind es, die ihn menschlich machen. Gandolfini meinte: „If you took the Melfi scenes away, you wouldn’t care about this man as much, or care about anything that was happening to him.“

Die Serie schwankt zwischen Comic, Alptraum und Realität, manche Szenen ziehen einem die Socken aus. Sie beobachtet viele Milieus mit scharfem Blick, nicht nur das Gangsterland New Jersey, hallo Herr Gouverneur, sondern auch das universitäre Milieu der Columbia Universität, der New Yorker Boheme oder die Abendeinladungen der Psychofritzen und Psychotanten New Yorks. Nicht alles wird zu Ende erzählt oder aufgelöst. Sogar für den Autor selbst ist es bis heute nicht klar, ob die „Sopranos“ denn nun Komödie oder Drama waren, genau das hält er für das Erfolgsgeheimnis.

„Network television at that time was nothing but a world of certainties. ‚The Sopranos‘ was ambiguous to the point where, to this day, I’m not really sure whether it was a drama or a comedy. It can be both, but people like to reduce it to one or the other. I know there are the two masks, Comedy and Drama, hanging together, but that’s not the way American audiences seem to break things down. I think without the humor the show would be in the worst kind of trouble. I think it’s a comedy. It’s a comedy that says a lot about life, but it’s got to be funny or no one will watch it. Who wants to watch people being miserable every week?“

Ein Meisner-Actor: „Fuck polite!“

James Gandolfini war ein Schüler von Sanford Meisner, der zusammen mit Lee Strasberg und Stella Adler die Schauspielerideen von Konstantin Sergejewitsch Stanislawski in die USA brachte und dann in New York seine dem „method acting“ entgegengesetzte „Meisner Technique“ entwickelte. James Caan (sic!), Robert Duvall, Steve McQueen, Eli Wallach, Jon Voight und Diane Keaton gehören zu den Absolventen seiner Kurse. Ein Meisner-Schauspieler holt sich seine Impulse für die jeweilige Szene nicht aus sich selbst, sondern von seinen Spielpartnern und dem Spielumfeld. „Acting means reacting“, betonte Sanford Meisner. Diese emotionale Ausrichtung nach außen lässt den Text nicht als papierene Äußerung, sondern als Ausdruck von Gefühlen erscheinen, „verdeckt“ allen künstlerischen Ansatz zugunsten einer naturalistischen Wirkung. Bada bing! Zitat Meisner in späten Jahren: „May I say as the world’s oldest living teacher, ‚Fuck Polite!’“ Scheiss auf die Höflichkeit.

Gandolfini erzählte einmal, dass er manchmal zu extremen Mitteln griff, um Tony Sopranos unterschwelligen Zorn vorrätig zu halten: Er entzog sich Schlaf, schlug sich den Kopf an die Wand oder legte sich ein Steinchen in seinen Schuh: „If you are tired, every single thing that somebody does makes you mad. Or I just walked around with a stone in my shoe. It’s silly, but it works.“

Und abschließend über die Rolle seines ja leider nun zu kurzen Lebens: „People would probably never say this but I think the character of Tony, David Chase, and myself all have a sense of self-loathing that we share in common. Which is the only way that character works. I think he can write it, I can play it, and Tony has it. It all kind of works out in the end. It’s a good thing.“

Sein Nachlass: „Warton“ – Ein Dokumentarfilm über traumatisierte Soldaten

Mit minimalsten Mitteln Präsenz zu zeigen, das führte uns Gandolfini auch vor als CIA-Chef Leon Panetta in Kathryn Bigelows „Dark Zero Thirty“ (dazu mehr bei CrimeMag hier) und als abgelutschter Auftragskiller in der George V. Higgins’ Adapation „Killing them Softly“ (Regie Andrew Dominik, nach dem Roman „Cogan’s Trade“), bald auch in „Animal Rescue“, nach einem Drehbuch von Dennis Lehane.

Gandolfini war nach dem Ende der Sopranos aber auch hinter der Kamera aktiv, dies sehr selektiv. Er unterstützte David Chase bei der Realisierung seines späten Filmdebüts „Not Fade Away“ (2012) und er produzierte 2012 den auch mit deutschen Geld entstandenen Philip-Kaufman-Film „Hemingway & Gellhorn“, in dem Clive Owen den Dichter und Nicole Kidman die Kriegsberichterstatterin spielt.

James Gadolfini wird hoffentlich aber auch in Erinnerung bleiben als Produzent der tiefschürfenden, emotional bewegenden Dokumentation „Wartorn: 1861–2010“, zu deren mehrmaligem Sehen jeder, der Soldaten in den Krieg schickt, zwangsverpflichtet werden müsste. Es ist ein elegant gebauter, aufwühlender und dabei poetischer Film über vom Krieg zerrissene Seelen, über Kriegstraumata, post-traumatischen Stress. Gandolfini hatte bereits 2008 „Alive Day Memories: Home from Iraq“ produziert, „Warton“ ist ein Meisterwerk. Regie führte der Journalist Jon Alpert, der 1991 als erster Journalist unzensiertes Material aus dem ersten Golfkrieg zurückbrachte. Vieles davon zeigte „Kollateralschäden“, die Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung. Drei Stunden vor der Ausstrahlung bei NBC wurde die Sendung gestoppt, Alpern gefeuert; ebenso erging es dann Tom Bettag bei CBS, der die Filmszenen einige Zeit später zu senden versuchte. Wer diesen Film gesehen hat, weiß, dass James Gandolfini eine sehr verletzbare Seele hatte.

„Psychiatrie und Cunnilingus“ – einige Zitate zum Abschied

Als klitzekleiner Ausschnitt aus dem Soprano-Universum hier einige Zitate und Links:

„We’re just like any other family.“

„A wiseguy always knows who he is, where he comes from, and whom he serves – the boss, the family, the Italian-American way of life.“

„You’re born to this shit… You are what you are.“

„If all this shit’s for nothing“, sinniert Tony in Folge 3 über den Sinn des Lebens, „why do I got to think about it?“

„Gary Cooper… he wasn’t ‘in touch’ with his feeling. He just did what he had to to.“ Dies zu Dr. Melfi, an anderer Stelle jedoch, bei Silvio und Christopher: „Fuck that. Gary Cooper. Now there was an American. The strong, silent type. He did what he had to do (in „High Noon“, AM). He faced down the Miller Ganh when, when none a those other assholes in town would lift a finger to help him. And did he complain?“ Auf den Einwand Silvios, das niemand des Namens Cooper jemals so gelitten habe wie die Italiener, zischt Tony: „All right, nowadays he’d be a member of some victims group. The fundamentalist Christians, the abused cowboys, the gays, whatever the fuck!“

„It’ business… we’re soldiers. We follow codes.“

„Out there, it’s the 1990. In here, it’s 1954.“

„I mean, in this day and age, who wants the fucking job?“

„Psychiatry and cunnilingus brought us to this.“

„I got pussy on my brain, I always do“, gesteht er Dr. Melfi in Folge 26.

„Mother of Christ“, beschwert Tony sich bei seiner Therapeutin, „is this a woman thing? You asked me how I’m feeling. I tell you how I’m feeling. And now you’re gone torture me with it.“

Weitere Zitate und Szenen gibt es hier und hier, der britische Filmregisseur Mike Figgis schreibt hier über einen Soprano-Dreh.

Alf Mayer

Foto 1: gdcgraphics,Wikimedia Commons, Quelle. Auf dem Toronto International Film Festival 2011.
Foto 2: Isabelle Vautier, Wikimedia Commons, Quelle.

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