Unzuverlässiger Erzähler Tag

Die Kunst der filmischen Unzuverlässigkeit Joe Wrights Verfilmung von Ian McEwans Roman „Atonement“ (2007) stellt eine bemerkenswerte Herausforderung dar: Wie überträgt man die komplexe narrative Unzuverlässigkeit eines Romans in das visuelle Medium Film? Wright gelingt es meisterhaft, die verschiedenen Ebenen der Täuschung und Fehlinterpretation in eine cinematografische Sprache zu übersetzen, die den Zuschauer bis zur finalen Enthüllung in die Irre führt. Der Film beginnt im England des Jahres 1935 auf dem Landsitz der Familie Tallis. Wright etabliert von Anfang an eine Ästhetik, die zwischen objektiver Beobachtung und subjektiver Wahrnehmung oszilliert.Read More