Hanspeter Eggenberger (hpe), Tobias Gohlis (TG), Sonja Hartl (SH), Alf Mayer (AM) und Thomas Wörtche (TW) über: Bernhard Aichner: YokoGiancarlo De Cataldo: Schwarz wie das Herz Tana French: FeuerjagdMalin Persson Giolito: Mit zitternden HändenJames Kestrel: Bis in alle Endlichkeit Thomas Knüwer: Das Haus in dem Gudelia stirbtJake Lamar: Das schwarze ChamäleonUna Mannion: Sag mir, was ich binAlan Parks: Die April-TotenBoston Teran: Die Gärten der Trauer ** ** Der Privatschnüffler und die Unsterblichkeitsapostel (hpe) Mit dem grandiosen, während dem Zweiten Weltkrieg im Pazifikraum spielenden Thriller „Fünf Winter“ hat James Kestrel im
Read More Das finstere Herz von Rom von Joachim Kurz Über die Dekadenz der italienischen Hauptstadt ist viel geschrieben und gedreht worden – von Historienepen bis hin zu Politthrillern wie Paolo Sorrentinos Il Divo oder dessen Hymne an die depravierte Upper Class La Grande Bellezza. Stefano Sollima nähert sich der ewigen Stadt nun anders – von unten sozusagen. Im antiken Rom war „Suburra“ die Bezeichnung für das verrufene Stadtviertel unterhalb der Patrizierhügel, wo sich Senatoren, Gauner und Rotlicht-Volk trafen, um dunkle Geschäfte zu tätigen und auf verschiedene Weise miteinander zu verkehren. In
Read More Im Gespräch – Carlo Bonini Mit „Suburra“ und „Die Nacht von Rom“ haben Giancarlo De Cataldo und Carlo Bonini zwei hervorragende Kriminalromane über die Verstrickungen von Politik, Verbrechen und Gesellschaft in Rom geschrieben. Sonja Hartl hat sich anlässlich des Kinostarts des Suburra-Films mit Carlo Bonini unterhalten. Beide Romane scheinen sehr nah an der italienischen Realität zu sein? Wie nah sind sie wirklich? Ich glaube, sie sind letztlich sehr nah. Normalerweise schreibe ich Sachbücher, aber auch wenn ich fiktionale Bücher schreibe, spielt die Realität eine wichtige Rolle. Ich kenne kein gutes fiktionales
Read More Das Goldene Kalb – „Suburra“ und „Mafia Capitale“ Die antiken Schriften berichten vom Kult um das Goldene Kalb, der den heidnischen Sündenfall der Israeliten beim Auszug aus Ägypten versinnbildlicht. Dreitausend Jahre später hat dieser Götzendienst in Rom eine armselige und doch bezeichnende Metamorphose erfahren. Ihre Quintessenz ist in einem einzigen Satz aus Hunderttausenden Seiten Ermittlungsprotokoll zum Fall der sogenannten „Mafia Capitale“ enthalten. Ein Satz, treffend wie eine Zote. Der den dunklen Sinn der Geschichte dieser Stadt erfasst, ihrer tiefen, alles durchdringenden Korruptheit, so sehr, dass er zur Metapher, zum Epitaph
Read More Krimi, Kriminalliteratur, regional, europäisch … Thomas Wörtche hielt diesen Vortrag an der Evangelischen Akademie Villigst und stellte ihn uns zur Verfügung. Europäische Kriminalliteratur – was soll das sein, kann es die geben? Unter welchen Voraussetzungen? Und wer versteht darunter eigentlich was? Diesen und vielen weiteren Fragen geht er hier nach. Sehr geehrte Damen und Herren, Europa auf dem Stier ist ein sehr schöner Aufmacher. Er zeigt, kriminalliterarisch gesehen, in eine originelle Richtung: Vermutlich eine eher einvernehmliche Entführung mit anschließend vermutlich einvernehmlich menschlich-göttlicher Beiwohnung – das ist als Quellmetapher für unser heutiges
Read More Das Schwarze Herz von Rom – Rom, Sommer bis Winter 2011. „Euro-Krise“, Berlusconi dämmert und mit ihm sein ganzes Netzwerk aus Korruption, Gier und Medienmacht. Wenn er fällt, dann werden die Karten neu gemischt, werden die Verteilungskämpfe im Staat und in der Stadt Rom beginnen. Das ist die Ausgangslage von Giancarlo De Cataldos neuem Roman „Suburra. Schwarzes Herz von Rom“, den er zusammen mit dem Journalisten und Drehbuchautor Carlo Bonini verfasst hat. De Cataldo (Texte von ihm im CM hier und hier), im bürgerlichen Beruf Richter, ist einer der besten
Read More Womöglich können nur schwache und nicht allmächtige Richter im Italien von heute überleben. Vielleicht ist das der Grund, weshalb die Literatur zum Refugium der Richter wird … (Michele Smargiassi, la Repubblica, 7. September 2011) Furcht und Hoffnung – Andrea Camilleri, Giancarlo De Cataldo, Carlo Lucarelli – drei Autoren, drei Geschichten, ein Thema: Richter in Italien. Stefan Linster über ein schmales, aber sehr lohnendes Bändchen. Zugegeben, beim Anblick der drei illustren Namen auf dem Buchdeckel hatte ich unwillkürlich mal wieder zu viel erwartet. Denn wie sollte so ein recht schmales Bändchen
Read More Sound & Frau Del Rauso – Stefano Sollimas TV-Serie „Romanzo Criminale“ nach dem Drehbuch und dem Roman von Giancarlo De Cataldo ist eine Apotheose der 70er Jahre in Rom. Eine Heimatgeschichte der Gewalt, ein Epos vom Aufstieg einer Gruppe von Vorstadtdieben zu den kriminellen Herren der italienischen Hauptstadt und ihrem Niedergang. Als TV-Serie ein Meilenstein und ein Hauptwerk jener jüngeren europäischen Kriminalepik, die erst auf dem Bildschirm volle Gestalt annimmt. Von Tobias Gohlis Ein paar Jungs aus der römischen Vorstadt Nach 8 DVDs oder 22 mal 55 Minuten schließt sich
Read More Ach, Italien … Giancarlo de Cataldo, Romancier, Drehbuchautor (u. a. „Romanzo Criminale“) und Richter umkreist nicht nur in seiner Fiction, sondern auch in seinen Essays immer wieder die Gründe und historischen Ursachen für den Zustand der italienischen Gesellschaft, um darin sowohl das Landesspezifische wie auch das Grundsätzliche und Analogisierbare herauszuarbeiten … Lesen Sie heute den von Dorothee Calvillo übersetzten zweiten Teil (hier geht’s zu Teil 1) über bemerkenswerte Parallelen zweier Vorgänge im 19. und im 20. Jahrhundert, exakt 100 Jahre voneinander getrennt, die um die notorische „Banca Romana“ kreisen. Malitalia,
Read More Posted On September 22, 2012By Giancarlo de CataldoIn Crimemag
Ach, Italien … Giancarlo de Cataldo, Romancier, Drehbuchautor (u. a. „Romanzo Criminale“) und Richter umkreist nicht nur in seiner Fiction, sondern auch in seinen Essays immer wieder die Gründe und historischen Ursachen für den Zustand der italienischen Gesellschaft, um darin sowohl das Landesspezifische wie auch das Grundsätzliche und Analogisierbare herauszuarbeiten … Lesen Sie heute den von Dorothee Calvillo übersetzten ersten Teil (von zweien) über bemerkenswerte Parallelen zweier Vorgänge im 19. und im 20. Jahrhundert, exakt 100 Jahre voneinander getrennt, die um die notorische „Banca Romana“ kreisen. Malitalia Von Giancarlo de
Read More Posted On August 25, 2012By Giancarlo de CataldoIn Crimemag
Giancarlo de Cataldo ist Richter in Rom, Romancier und Drehbuchautor, seine Stoffe und Themen stammen direkt aus den italienischen Realitäten. Mit den Romanen „Romanzo Criminale“, „Schmutzige Hände“ und „Zeit der Wut“ (mit Mimmo Rafele) ist er auch bei uns als wichtiger Autor von Polit-Thrillern etabliert. Die erste Staffel der Fernsehserie „Romanzo Criminale“ ist gerade auf DVD erschienen. CrimeMag ist stolz darauf, Giancarlo de Cataldo als Mitarbeiter gewonnen zu haben. Den Auftakt macht ein programmatischer Text, der sein literarisches und realpolitisches Arbeitsprogramm umreißt: Böse Fragen – Eine Auflistung sämtlicher Verbrechen, die
Read More Italien jenseits aller Pizza-Pasta-Mafia-Klischees – Gewisse gesellschaftliche Kräfte wollen einen rigide autoritären Staat und richten deswegen Chaos an, um umso wirkungsvoller aufzuräumen. Diese Kräfte bedienen sich realer Terror-Szenarios, die sie in ihrem Sinne übertreiben, damit drastische Reaktionen für die Bevölkerung darstellbar werden. Und Teile dieser Kräfte sind Teile der Polizei eines Landes. So funktioniert, grob gesagt, die beunruhigende Handlung des Romans „Zeit der Wut“ von Giancarlo de Cataldo und Mimmo Rafele. Von Thomas Wörtche Die beiden Autoren – de Cataldo ist Richter und Romancier, Rafele Drehbuchautor, u. a. von „Allein
Read More Italien, keine Pizza, keine Pasta – Erfreulicherweise finden sich inmitten des ganzen Grimmigedöns immer mehr Romane, die sich mit den diversen Wirklichkeiten ins Handgemenge begeben. Man kann sie „politisch“ nennen, weil sie Politik zum Thema haben. Giancarlo de Cataldo gehört in die erste Reihe. Thomas Wörtche ist begeistert. Giancarlo de Cataldo gehört zu den Namen der zeitgenössischen Kriminalliteratur, die die allmählich verblassende Reputation eines zunehmend verdödelten Genres wieder restituieren können. Ähnlich wie seine italienischen Kollegen Gianrico Carofiglio, Bruno Morchio, Angelo Petrella und Francesco de Filippo, ähnlich wie seine internationalen Kollegen
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