
Eine Vielzahl von Krimi-Neuheiten …
… erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays.
Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren.
CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe der befreundeten Buchhandlungen
Chatwins (Berlin),
Wendeltreppe (Frankfurt)
und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg)
auf interessante Neuerscheinungen hin.
Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokalen Buchhandlungen besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. Man kann das nicht oft genug sagen – und tun.
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Claudia Denker, Chatwins, Berlin:
Ich bin mal wieder begeistert von Jérôme Leroy, der mich nie enttäuscht. Sein neuer Roman »Die kleine Faschistin« (Edition Nautilus) deutsch von Cornelia Wendt) beginnt so verrückt (Auftragskiller irrt sich in der Adresse) wie er endet (lesen!).
»Mond gefangen in einem toten Auge« heißt das Buch von Pascal Garnier, das jetzt im März erscheint, wie immer bei Septime (deutsch von Michael Killisch-Horn), ich freu mich drauf.

Neugierig bin ich auf die Autorin Asta Olivia Nordenhof, die sich einer wahren Geschichte annimmt. Eine auf sieben Bände angelegte Reihe soll es werden, die sich mit dem Fährunglück der »Scandinavian Star« beschäftigt. Bei einem Brand kamen damals (1990) 159 Menschen ums Leben. Der erste Band »Geld in der Tasche« erscheint bei Claassen (deutsch von Ursel Allenstein) und ist bereits mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet worden.
Bereits erschienen ist »Alles endet hier« von Dave Zeltserman (Pulp Master, deutsch von Michael Grimm und Angelika Müller), ich habe reingelesen und bleib dran. – Siehe auch Hanspeter Eggenberger in dieser Ausgabe, d. Red.
Und ja, zwar kein »Lesevergnügen«, harter Stoff, aber zwei sehr gute Bücher – Virginia Roberts Giuffre: »Nobody’s Girl« (Yes Publishing, deutsch von Melanie Schirdewahn, Petra Pyka, Brigitte Rüßmann und Max Limper) und Gisèle Pelicot: »Eine Hymne an das Leben« (Piper, deutsch von Patricia Klobusiczky).
Zum Schluss kein Kriminalroman, schon im Januar erschienen und überall gelobt, ich tu es auch – eins meiner Lieblingsbücher der letzten Tage – Abbas Khiders neuer Roman »Der letzte Sommer der Tauben« (Hanser).
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Torsten Meinicke, Buchladen in der Osterstraße, Hamburg:
Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür. Kein Wunder, dass nun jede Menge spannende Krimis ausgeliefert worden sind. Es stapeln sich bei mir gerade:

– Garry Disher, Zuflucht (Ü: Peter Torberg), Unionsverlag 2026, 330 S., 24 Euro: Grace, die Meisterdiebin. Keine Ahnung, ob das ein Serienauftakt ist, ist aber auch egal. Disher ist natürlich Pflichtlektüre.
– David Hewson, Das Borgia-Porträt. Ein Venedig-Krimi (Ü: Birgit Salzmann), Folio 2026, 314 S., 22 Euro: Leichen in der Lagunenstadt. Der Vorgänger „Die Medici-Morde“ hat sich bei uns schon bestens verkauft.
– Matías Néspolo, 7 Arten, eine Katze zu töten (Ü: Inka Marter), Polar 2026, 206 S., 17 Euro: Ein Debütroman aus Argentinien, der wirklich spannend klingt. Zwei Jungs werden aufgerieben zwischen Gangs in Buenos Aires.
– Pascal Garnier, Mond gefangen in einem toten Auge (Ü: Michael von Killisch-Horn), Septime 2026, 132 S., 20 Euro: Ich bin gerade voll im Garnier-Fieber. Kleine schmutzige Noirs, Ekel eingedampft auf wenige Seiten. Dem kleinen feinen Septime Verlag sei an dieser Stelle gedankt!
– Dave Zeltserman, Alles endet hier (Ü: Michael Grimm und Angelika Müller), Pulp Master 2026, 284 S., 16 Euro: So lange kam nichts Neues von Pulp Master und nun – zu meiner großen Freude – gleich zwei. Man kann einen innerbetrieblichen Konflikt vor Gericht lösen. Oder halt mit Hilfe eines russischen Killers.

– Mark SaFranko, Dear Professor Romance (Ü: Sepp Leeb), Pulp Master 2026, 238 S., 16 Euro: Ich habe wohl noch nie einen unblutigeren Pulp Master-Krimi gelesen. Nur eine Leiche! Und die auf der letzten Seite.
Zwei Lesungen stehen im März übrigens bei uns im Buchlaen an. Herzliche Einladung an alle:
Dienstag, 17. März 2026, 20 Uhr, Eintritt 10 Euro: Christoph Ribbat liest aus seinem Buch In den Tag. Eine kurze Geschichte des Aufwachens.
Mittwoch, 25. März 2026, 20 Uhr, Eintritt 10 Euro: Robert Brack liest aus seinem Sankt-Pauli-Jazzkrimi Die nackte Haut.
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Tipps aus der Redaktion – Thomas Wörtche
Claire Caland/Sandrine Kerion: Die Geschichte des Krimis (Ü: Harald Sachse), Bielefeld 2026: Splitter. Was für eine gute Idee – ein Sach-Comic aus französischer Perspektive, mit auf deutsche Verhältnisse angepasstem Anhang. Sieht gut aus, ist unterhaltsam, und bedarf einer näheren Besprechung, kommt in der nächsten CM-Ausgabe.

Gusel Jachina: Eisen. Roman. Aus dem Russischen von Helmut Ettinger. Berlin, 2026: Kanon Verlag. 573seitige Monster-Romanbiografie von Sergej Eisenstein. Irres Projekt über einen irren, schwer problematischen Künstler. Bedarf einer näheren Besprechung, kommt in der nächsten CM-Ausgabe.
US-„Kriegsminister“ Hegseth gibt ja gerne den Kreuzritter. Passt schon auf gruselige Art. Anyway, Dan Jones´ Die Kreuzfahrer. Der epische Kampf um das Heilige Land (München, 2026, C.H. Beck. Ü: Heike Schlatterer und Karin Schuler) zeigt sehr treffend, warum Kreuzzüge ziemlich abscheuliche Veranstaltungen sind. Damals und heute.












